Radeon RX 9060 vs. Geforce RTX 5050 im Test: Welche Karte für 250 Euro ist die beste?
Die Suche nach der besten Gaming-Grafikkarte für wenig Geld kann ermüdend sein - vor allem, wenn die Auswahl unübersichtlich ist. Heute testen wir mit der Radeon RX 9060 ein Modell, das Komplett-PCs vorbehalten ist. Versteckt AMD hier womöglich einen Geheimtipp?
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Günstige Grafikkarten braucht das Land! Der Preisbereich um 250 Euro stand einst für die perfekte Mittelklasse: schnell, effizient, günstig. Mit den Jahren und immer höheren Grafikkartenpreisen verkam das Segment mit der freundlichen "2" auf dem Preisschild jedoch zur Resterampe. Modelle auf Basis der neuesten Produktserien sind hier selten anzutreffen, stattdessen zahlreiche Altgeräte. Wer aus naheliegenden Gründen ein Schnäppchen anstelle eines Ladenhüters sucht, benötigt Informationen. PCGH hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Gaming-Grafikkarten zwischen rund 200 und 400 Euro getestet und startet hiermit eine zweiteilige Artikelreihe. Den Anfang macht eine "geheime" Grafikkarte: die Radeon RX 9060 (ohne XT-Anhängsel). Diese Grafikkarte gibt es nicht im regulären Handel, sondern sie findet sich ausschließlich in Komplett-PCs wieder. Versteckt AMD hier womöglich einen Geheimtipp?
Radeon RX 9060: Übersicht
Bei der Radeon RX 9060 handelt es sich um die kleinste Grafikkarte auf Basis der aktuellen RDNA-4-Architektur - und damit um ein Produkt, das mehr als einen flüchtigen Blick wert ist. Denn nur die neuesten AMD-Grafikkarten erhalten den vollen Funktionsumfang von FSR "Redstone", dem KI-gestützten Paket aus Upsampling, Ray Regeneration und Frame Generation. Softwareseitig entspricht eine Radeon RX 9060 folglich den Spitzenmodellen RX 9070 XT und AI Pro R9700, lediglich die Geschwindigkeit ist eine andere.
Beim Blick auf das Datenblatt der Radeon RX 9060 wird die direkte Verwandtschaft mit der Radeon RX 9060 XT deutlich. Beide Grafikkarten basieren auf dem Navi-44-Chip, wobei das kleinere Modell leicht abgespeckt wird: Von den 32 physisch vorhandenen Compute-Blöcken bleiben 28 aktiv, sodass die Anzahl aller Rechenwerke um 12,5 Prozent sinkt. Während das Speicher-Subsystem mit 4 MiByte L2-Cache, 32 MiByte L3-Cache sowie 128 Datenbahnen zum DRAM intakt bleibt, sinkt der Speichertakt von 20 auf 18 Gigatransfers/s (-10 Prozent). Die Speicherkapazität der Radeon RX 9060 beträgt ausnahmslos 8 GiByte, während bei der 9060 XT zwischen 8 und 16 GiByte gewählt werden kann. Sehen wir uns die gesamte Spezifikation der Radeon RX 9060 neben ihrer großen Schwester und den Mitbewerbern an; weitere Vergleichsmodelle finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | RX 9060 XT 8GB | RX 9060 | RTX 5060 | RTX 5050 | Arc B580 |
|---|---|---|---|---|---|
| Referenzkarte verfügbar? | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Getestetes Modell | Gigabyte Gaming | Sapphire Pulse | Zotac Solo | Gigabyte Gaming | Intel Limited Edition |
| Marktstart | 05.06.2025 | 04.08.2025 (OEM) | 19.05.2025 | 01.07.2025 | 13.12.2024 |
| Architektur | RDNA 4 | RDNA 4 | RTX Blackwell | RTX Blackwell | Xe 2 (BMG) |
| GPU-Codename/Konfektion | Navi 44 XT | Navi 44 XL | GB206-250 | GB207-300 | BMG-G21 |
| Chipgröße (Die) | 199 mm² | 199 mm² | 181 mm² | 149 mm² | 272 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 29,7 | 29,7 | 21,9 | 16,9 | 19,6 |
| Fertigungsverfahren (Foundry) | N4P (TSMC) | N4P (TSMC) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) | N5 (TSMC) |
| Shader-Multiprozessoren (SMs) | 32 | 28 | 30 | 20 | 20 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 2.048*/128/64 | 1.792*/112/64 | 3.840/120/48 | 2.560/80/32 | 2.560/160/80 |
| Raytracing-Einheiten | 32 | 28 | 30 | 20 | 20 |
| Matrix-Einheiten („AI-Cores”) | 64 | 56 | 120 | 80 | 160 |
| Level-2-Cache (MiB) | 4 | 4 | 24 | 24 | 18 |
| Level-3-Cache (MiB) | 32 | 32 | – | – | – |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 3.100 | 3.050 | 2.720 | 2.830 | 2.850 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 50,8 | 43,7 | 20,9 | 14,5 | 14,6 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 25,4 | 21,9 | 20,9 | 14,5 | 14,6 |
| Füllrate (Gtex/Gpix pro Sek.) | 396,8/198,4 | 341,6/195,2 | 326,4/130,6 | 226,4/90,6 | 456,0/228,0 |
| Multi Frame Generation | Nein | Nein | Ja (max. 3 KI-Bilder) | Ja (max. 3 KI-Bilder) | Nein |
| Treiber-Frame-Generation | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Nein |
| Speicheranbindung (Bit) | 128 | 128 | 128 | 128 | 192 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 20,0/10.008 | 18,0/9.000 | 28,0/14.001 | 20,0/10.000 | 19,0/9.500 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR7 | GDDR6 | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 320 | 288 | 448 | 320 | 456 |
| Speicherkapazität (MiB) | 8.192 | 8.192 | 8.192 | 8.192 | 12.288 |
| PCI-Express-Anbindung | 5.0 ×16 | 5.0 ×16 | 5.0 ×8 | 5.0 ×8 | 4.0 ×8 |
| Stromanschlüsse | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 150 Watt | 136 Watt | 145 Watt | 130 Watt | 190 Watt |
| Display-Konnektivität | DP 2.1a, HDMI 2.1b | DP 2.1a, HDMI 2.1b | DP 2.1b, HDMI 2.1b | DP 2.1b, HDMI 2.1b | DP 2.1, HDMI 2.1 |
| Video-Decoding | VP9/H.264/H.265/AV1 | VP9/H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | VP9/H.264/H.265/AV1 |
| Video-Encoding | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | VP9/H.264/H.265/AV1 |
| UVP zum Start (€) | 315 | Nur OEM/SI | 319 | 259 | 289 |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns umfassend getesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die rechtlich abgesicherten Herstellerangaben liegen teils deutlich darunter. *ALUs mit Dual-Issue-Fertigkeit; angegeben ist der bestmögliche (doppelte) Durchsatz.
Wie eingangs erläutert, handelt es sich bei der AMD Radeon RX 9060 um eine Grafikkarte für Komplett-PCs. Jeder Systemintegrator kann sie ins Programm aufnehmen, derzeit ist die Karte jedoch nur bei Memory PC zu haben (u. a. bei dieser Konfiguration). AMD sieht für die Radeon RX 9060 eine Basisspezifikation mit 132 Watt Board-Power vor und normalerweise würden wir ein entsprechendes Modell testen. Die Grafikkarte ist derzeit jedoch ausschließlich in Gestalt der Sapphire Pulse Radeon RX 9060 OC, also mit leicht erhöhter Leistung, zu haben. Zwar könnten wir wie üblich verfahren und die Karte auf die Basis-Spezifikation setzen, würden damit jedoch nicht abbilden, was das tatsächlich verfügbare Produkt leistet. Daher und weil große Unterschiede zwischen 132 und 136 Watt nicht zu erwarten sind, testen wir die Grafikkarte im Werkszustand. Was die Radeon RX 9060 gegen die vergleichbar teure Geforce RTX 5050 und weitere Grafikkarten ausrichten kann, erfahren Sie ab der kommenden Seite.

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Ich bin da nicht mehr auf dem Laufenden bzgl. möglicher Qualitätsvergleiche von FSR 4 gegen DLSS, aber derzeit kann ich mich nicht über XeSS 2.1 beschweren.
Aber die 8 GiB VRAM werden spätestens jetzt bei aktuellen Titeln oft zum Stolperstein. Mit der RX 6700 XT hat man das umgekehrte Problem: Man muss Raytracing meiden, ansonsten hat man keine weiteren Probleme. Hier sind dann Titel mit Raytracing-Pflicht das Problem.
Ich würde, wenn man Raytracing mit einbezieht, die RX 6700 XT unter der RTX 3070 sehen, die wiederum in Zukunft größere Probleme mit ihrer Speichermenge haben wird. Ohne steht sie entsprechend auf Augenhöhe oder gar über der 3070.
Da ist die RX 6800 durch Speicher, Cache und Anzahl der Shader besser gereift.
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Ich habe hier eine Arc B580 und kann sie für den derzeitigen Preis nur empfehlen. Die Leistung liegt leicht über der A770 bei niedrigerem Stromverbrauch und es laufen bisher alle größeren Titel problemlos. In Unreal Engine 5 ist der Abstand sogar deutlich.
Die Performance liegt je nach Titel zwischen RTX 3060 und 4060 Ti.