RX 9060 vs. RTX 5050: Leistungsaufnahme & Effizienz
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RX 9060 vs. RTX 5050: Leistungsaufnahme & Effizienz

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Wie steht es um die Leistungsaufnahme und Energieeffizienz der AMD Radeon RX 9060?

AMD zeigt zwar immer wieder sogenannte "Artistic Renders" in Radeon-Präsentationen, hat jedoch niemals tatsächliche Referenzdesigns der Radeon RX 9070 XT, RX 9070, RX 9070 GRE sowie RX 9060 XT gefertigt. Die Ausgestaltung obliegt den Board-Partnern, AMD liefert lediglich die Blaupausen. Der Radeon RX 9060 ergeht es selbstverständlich genauso - mit dem Unterschied, dass diese für Fertig-PCs gedachte Grafikkarte nur von wenigen Board-Partnern gebaut wird. Unser Muster aus dem Hause Sapphire, eine Pulse Radeon RX 9060 OC, ist eine der niedrigen Leistungsaufnahme angemessen kompakte Grafikkarte. Zwei Axiallüfter, Dual-Slot-Breite und eine einzelne 8-Pol-Strombuchse: Mehr benötigt man nicht, um mit den offiziellen 136 Watt leise fertig zu werden. RGB-Beleuchtung? Dual-BIOS? Sonstige Spezialfunktionen? Fehlanzeige - und damit ideale Voraussetzungen für ein Stromsparwunder.

<strong>AMD Radeon RX 9060 im Test: </strong>Ein einzelner 8-Pol-Strang genügt zum Betrieb der sparsamen Grafikkarte. Quelle: PCGH AMD Radeon RX 9060 im Test: Ein einzelner 8-Pol-Strang genügt zum Betrieb der sparsamen Grafikkarte.

Leistungsaufnahme

PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab, ohne dass die Infrastruktur einen bremsenden Einfluss hat. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht und Ohren bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Radeon RX 9060, Geforce RTX 5050 & Co. im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:

Grafikkarte RX 9060 XT 8GB RX 9060 RTX 5060 RTX 5050 RX 7600 XT B580
Getestetes Modell Gigabyte Gaming* Sapphire Pulse Zotac Solo Gigabyte Gaming* XFX Qick 309* Intel Limited Ed.
Leerlauf/Idle (UHD-Desktop) 5,5 – 6,5 Watt 5 – 6 Watt 9 – 12 Watt 8,5 – 10 Watt 6,5 – 19 Watt 13 – 37 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 8 – 9,5 Watt 7 – 9 Watt 11 – 12 Watt 12 – 13 Watt 24 – 32 Watt 20 – 37 Watt
Ultra-HD-Youtube-Video 18 – 19 Watt 17 – 18 Watt 12 – 13 Watt 14 – 15 Watt 21 – 35 Watt 37 – 40 Watt
Dual-Display + YT-Video 17 – 27 Watt 16 – 24 Watt 14 – 16 Watt 15 – 17 Watt Nicht getestet Nicht getestet
Gaming (Maximum) 160 Watt 145 Watt 151 Watt 135 Watt 189 Watt 197 Watt
Anno 1800 (FHD, 4× MSAA) 157 Watt 143 Watt 149 Watt 134 Watt 186 Watt 175 Watt
Control (WQHD, RT) 158 Watt 144 Watt 149 Watt 131 Watt 187 Watt 185 Watt
CP2077 (Full HD, Raster) 158 Watt 142 Watt 150 Watt 134 Watt 185 Watt 147 Watt
Metro Exodus EE (WQHD, RT) 159 Watt 145 Watt 150 Watt 134 Watt 188 Watt 196 Watt
Full-HD-Gaming @ 60-Fps-Cap 39 Watt 42 Watt 38 Watt 44 Watt 105 Watt 62 Watt
CS 2 (Full HD, 4× MSAA) 156 Watt 144 Watt 137 Watt 124 Watt Nicht getestet Nicht getestet
Dota 2 (FHD, 240-Fps-Cap) 101 Watt 81 Watt 111 Watt 107 Watt Nicht getestet Nicht getestet
Max. Energie über Slot (12V+3,3V) 35 Watt 1 Watt 45 Watt 1,5 Watt Nicht getestet Nicht getestet

Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate. Angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz. Multi-Monitoring sowohl mit HDMI-DP-Mischbestückung als auch nur DP geprüft. *Auf Referenzwerte hinsichtlich Power/Takt gesetzt.

Erst vergangene Woche staunten wir über die fantastische Leerlauf-Leistungsaufnahme der Radeon AI Pro R9700, diese Woche können wir ein weiteres Modell im illustren, wenngleich willkürlichen 5,5-Watt-Zirkel aufnehmen. Die Radeon RX 9060 XT 8GB in Gestalt der Gigabyte Gaming OC erreicht den gleichen Wert wie die AI Pro R9700, während der Sapphire Pulse Radeon RX 9060 eine Punktlandung bei sagenhaften 5 Watt gelingt. An dieser Stelle kann man AMD nur gratulieren, denn nach Jahren der unnötig hohen Leistungsaufnahme im Leerlauf hat man das Problem mit RDNA 4 nicht nur behoben, sondern unterbietet den Mitbewerber sogar deutlich. Keine Geforce kommt auch nur ansatzweise auf 5 Watt beim Nichtstun - dafür trumpfen Geforce-Grafikkarten mit niedrigerer Leistungsaufnahme und somit hoher Effizienz beim Videokonsum auf.

Unter Last agiert die Radeon RX 9060 absolut erwartungsgemäß. Unser Muster der Sapphire Pulse Radeon RX 9060 OC überschreitet ihre offizielle Board-Power regelmäßig, der tatsächliche Verbrauch liegt gewöhnlich bei etwas mehr als 140 Watt. Dieses Verhalten ist normal bei Grafikkarten, die kühl laufen und eigentlich deutlich höher takten könnten, sich aber an ein geringes Powerlimit halten müssen. Die Radeon RX 9060 XT 8GB und Radeon RX 9060 XT 16GB verhalten sich genauso, hier wird die Board-Power im gleichen Maße überschritten. Auch Nvidias Blackwell-Generation verfährt so, die Geforce RTX 5050 und RTX 5060 "überfahren" die in der Firmware hinterlegte Grenze um rund fünf Watt. Das macht nichts, denn mit einer Leistungsaufnahme im 150-Watt-Dunstkreis sind selbst kurzzeitige Spitzen verschmerzbar - hier kapituliert kein Netzteil, das bereits mit einer Geforce GTX 1070 (OC), Radeon RX 580 (OC) oder ähnlichem Kaliber klargekommen ist. Apropos: Weitere Vergleichswerte von Grafikkarten bis ins Jahr 2012 liefert das folgende Video.

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Energieeffizienz

Leistung ist Arbeit pro Zeit; das wissen wir spätestens seit dem Physikunterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch für das Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Radeon RX 9060 und Geforce RTX 5050 im Vergleich abschneiden:

Hier schlägt die Stunde der Geforce RTX 5050. Die kleinste Blackwell-Grafikkarte konnte bislang nirgends auftrumpfen, in Sachen Energieeffizienz holt sie sich jedoch die Krone. Alle 60er-Modelle - sowohl von AMD als auch Nvidia - sind ihr jedoch dicht auf den Fersen. Die gute Nachricht ist offensichtlich: Egal, welche Grafikkarte zwischen rund 250 und 450 Euro Sie kaufen, keine macht Sie während des Betriebs arm. Wer möchte, kann die sehr gute Effizienz sogar noch weiter steigern: [PLUS] Undervolting-Test: Radeon RX 9060 XT vs. Geforce RTX 5060 Ti. Wer von einem Altmodell wie der Radeon RX 580 oder Geforce GTX 1060 wechselt, erhält um mehrere Faktoren mehr Fps pro Watt. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:

Die Geforce GTX 1060 6GB und Radeon RX 580 fehlen in diesem Chart, da sie kein Raytracing beherrschen. Die mit 8 GiByte Speicher bestückten Grafikkarten laufen sparsamer als beim Rasterizing - wie kommt's? Ganz einfach: Wird die Leistung durch Speicherüberlauf gehemmt, legen die GPUs Leerlaufzyklen ein, sodass die durchschnittliche Leistungsaufnahme sinkt. Dies führt zu abweichenden Platzierungen, allerdings keinem grundsätzlich anderen Bild - wer mithilfe gezielten Detailverzichts und Upsampling die Speicherkapazität nicht überschreitet, erhält auch mit den Spar-Grafikkarten eine hohe Effizienz. Auf der nächsten Seite wird es Zeit für die Preis-Leistungs-Betrachtung. Abschließend ziehen wir ein Fazit zur AMD Radeon RX 9060.

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  1. Seite 1 Übersicht und Spezifikation
  2. Seite 2 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
  4. Seite 4 Pathtracing-Benchmarks & Leistungsindex
  5. Seite 5 Leistungsaufnahme & Effizienz
  6. Seite 6 Preis-Leistungs-Verhältnis & Fazit
    • Kommentare (98)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RawMangoJuli Lötkolbengott/-göttin
        Mittlerweile sogar kaufbar.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von PCGH_Raff
        Mittlerweile sind 6700 XT und RTX 3070 aber gut vergleichbar. Zum Release haben nur sehr wohlwollende/selektive Tests einen Gleichstand gezeigt, heutzutage wirkt sich der VRAM aus.
        Zitat von Kostravos
        AMD Grafikkarten reifen wie guter Wein. Im laufe der Jahre immer schöner.
        Genau hier sollte man auch ganz klar unterscheiden: Der AMD Karte hat nicht der Chip und/oder die Treiberentwicklung auf die Sprünge geholfen sondern das Mehr an VRAM.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von blautemple
        Und gleichzeitig haben die AMD Karten das Problem dass ihnen ein fähiger Upscaler fehlt. Die sind alle 3 verhältnismäßig schlecht gealtert.
        FSR 3 kann man qualitativ im Vergleich zu den Vorgängern zumindest nicht mehr komplett vergessen, aber hier fehlt den älteren Generationen natürlich der Support von FSR 4 um gleichzuziehen.
        Ich bin da nicht mehr auf dem Laufenden bzgl. möglicher Qualitätsvergleiche von FSR 4 gegen DLSS, aber derzeit kann ich mich nicht über XeSS 2.1 beschweren.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von belle
        Ich würde, wenn man Raytracing mit einbezieht, die RX 6700 XT unter der RTX 3070 sehen, die wiederum in Zukunft größere Probleme mit ihrer Speichermenge haben wird. Ohne steht sie entsprechend auf Augenhöhe. Da ist die RX 6800 durch Speicher, Cache und Anzahl der Shader besser gereift.
        Und gleichzeitig haben die AMD Karten das Problem dass ihnen ein fähiger Upscaler fehlt. Die sind alle 3 verhältnismäßig schlecht gealtert.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von DaHell63
        Sehr wohlwollend? Max Einstellungen für ne 70er Karte? Dann noch einen Index über alle Auflösungen...
        Das Problem bei der RTX 3070 ist, dass der Chip mit mehr Speicher auch für höhere Auflösungen und Details reichen würde, je nach eigenen Ansprüchen.
        Aber die 8 GiB VRAM werden spätestens jetzt bei aktuellen Titeln oft zum Stolperstein. Mit der RX 6700 XT hat man das umgekehrte Problem: Man muss Raytracing meiden, ansonsten hat man keine weiteren Probleme. Hier sind dann Titel mit Raytracing-Pflicht das Problem.
        Ich würde, wenn man Raytracing mit einbezieht, die RX 6700 XT unter der RTX 3070 sehen, die wiederum in Zukunft größere Probleme mit ihrer Speichermenge haben wird. Ohne steht sie entsprechend auf Augenhöhe oder gar über der 3070.
        Da ist die RX 6800 durch Speicher, Cache und Anzahl der Shader besser gereift.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ich habe hier eine Arc B580 und kann sie für den derzeitigen Preis nur empfehlen. Die Leistung liegt leicht über der A770 bei niedrigerem Stromverbrauch und es laufen bisher alle größeren Titel problemlos. In Unreal Engine 5 ist der Abstand sogar deutlich.
        Die Performance liegt je nach Titel zwischen RTX 3060 und 4060 Ti.
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