RX 9060 vs. RTX 5050: Preis-Leistungs-Verhältnis & Fazit
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RX 9060 vs. RTX 5050: Preis-Leistungs-Verhältnis & Fazit

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Wie fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis der AMD Radeon RX 9060 aus? Abschließend ziehen wir ein Fazit.

Während sich die Leistung und Effizienz einer Grafikkarte leicht bestimmen lassen, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ein bewegliches Ziel, denn Preise schwanken. Im Falle der Radeon RX 9060 kommt erschwerend hinzu, dass diese OEM-Grafikkarte nicht wie üblich in Preisvergleichen geführt wird. Wir schauen stattdessen im PC-Konfigurator von Memory PC, dem Bereitsteller unserer Testgrafikkarte. Unsere Wahl fiel auf diese Konfiguration, welche für 749 Euro standardmäßig eine Radeon RX 9060 enthält. Der Aufpreis für eine Radeon RX 9060 XT 8GB beträgt 60 Euro, während eine Radeon RX 9060 XT 16GB mit 115 Euro zu Buche schlägt. Doch ist das angemessen?

<strong>AMD Radeon RX 9060 im Test: </strong>Der Dual-Slot-Kühler arbeitet mit vernickelten Heatpipes und kontaktiert auch Speicher sowie Spannungswandler. Quelle: PCGH AMD Radeon RX 9060 im Test: Der Dual-Slot-Kühler arbeitet mit vernickelten Heatpipes und kontaktiert auch Speicher sowie Spannungswandler.

Radeon RX 9060: Wie teuer darf sie sein?

Die Radeon RX 9060 XT 8GB wurde in den vergangenen Wochen immer günstiger und wird im PCGH-Preisvergleich derzeit ab 260 Euro gelistet, während die Radeon RX 9060 XT 16GB mindestens 340 Euro kostet. Nimmt man diese Ausgangslage für eine vereinfachte Darstellung, läge der Preis einer Radeon RX 9060 rechnerisch bei 200 Euro - doch die Aufpreise im PC-Konfigurator weichen von den Summen im freien Handel ab. Und es gibt ein weiteres, deutlich gravierenderes Problem:

Derzeit manifestiert sich eine Speicherkrise, da der Bedarf das Angebot bei Weitem übersteigt. Momentan sind die Grafikkartenpreise davon nur vereinzelt betroffen, doch man geht davon aus, dass die Preise spätestens Anfang 2026 anziehen werden, sobald neue Ware eintrifft. Unsere Nachfrage bei Sapphire förderte eine grobe Prognose zutage. Demnach werde der effektive Preis einer RX 9060 um 275 Euro landen, eine RX 9060 XT 8GB läge demnach im Bereich von 325 Euro und eine RX 9060 XT 16GB bei circa 390 Euro.

In derart volatilen Zeiten sind Faustregeln hilfreich. Im Grunde ist die Rechnung ganz einfach: Die Radeon RX 9060 XT 8GB ist um zehn Prozent schneller als die RX 9060, daher darf sie zehn Prozent mehr kosten, um das gleiche Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen. Im PC-Konfigurator können Sie selbstverständlich keine Preisvorschläge unterbreiten, sondern lediglich zwischen 9060, 9060 XT 8GB und 9060 XT 16GB wählen. Der Aufpreis für eine Radeon RX 9060 XT 16GB anstelle eine RX 9060 beträgt hier 115 Euro. Daraus folgt: Die Radeon RX 9060 XT 16GB ist nicht nur grundsätzlich unser Allrounder-Tipp, sondern auch bei dieser Wahl die bessere Grafikkarte in Sachen Leistung, Zukunftsfähigkeit und Fps pro Euro.

Radeon RX 9060: PCGH-Fazit

Die Radeon RX 9060 ist genau das, was ihr Name erwarten lässt: eine Radeon RX 9060 XT mit etwas weniger Leistung. Im PCGH-Leistungsindex Rasterizing liegt das große Modell um zehn Prozent in Front, beim Raytracing um sieben Prozent. Auch in Sachen Energieeffizienz gibt es keine Überraschungen, hier passen die real erreichten 140 Watt der RX 9060 genau zur Leistung. Unter dem Strich ist die Radeon RX 9060 somit eine würdige Ergänzung des RDNA-4-Portfolios, die nicht versteckt werden muss - wird sie aber. Im regulären Handel fehlt von der Karte jede Spur, da sie nur an Systemintegratoren verkauft wird, welche damit Komplett-Rechner bestücken. Unser Muster kam vom Anbieter Memory PC, welcher damit sinnvolle Konfigurationen deutlich unter 1.000 Euro anbietet. Gegen Aufpreis lassen sich hier auch andere Grafikkarten installieren, wobei keinem Modell ein klarer Durchmarsch in Sachen Preis-Leistung gelingt.

Radeon RX 9060: Impressionen aus dem Test

Dieser Artikel hatte mehrere Ziele. Zum einen sollte über die Radeon RX 9060 aufgeklärt werden. Was steckt hinter dieser Grafikkarte, welche Leistung erreicht sie, wie performt sie im Vergleich mit der ähnlich teuren Geforce RTX 5050, ist sie ihr Geld wert? Das geradlinige Produkt erlaubt eine klare Antwort: Die Radeon RX 9060 ist keine schlechte Grafikkarte, sondern für preisbewusste Full-HD-Spieler eine valide Option. Dieses unaufgeregte Fazit fußt auf der soeben dargelegten Leistung, welche solide ist, aber bis auf den erfreulich niedrigen Verbrauch keinerlei Anlass für Jubel bietet.

Wer sich eine Grafikkarte der Gewichtsklasse Radeon RX 9060 XT 8GB, RX 9060, Geforce RTX 5060 oder RTX 5050 kauft oder Freunden und Verwandten dazu rät, muss sich der damit verbundenen Limitierungen bewusst sein. Das größte Problem der genannten Grafikkarten ist, dass ihre Speicherkapazität von 8 GiByte längst nicht mehr für ein sorgenfreies Dasein genügt. Reine Rasterizing-Spieler, welche Raytracing gezielt ausschalten, kommen bis inklusive Full HD/1080p mit 8 GiByte aus. Das gilt insbesondere für Spieler, die mit hohen anstelle von Ultra-Details zufrieden sind oder grundsätzlich anspruchslose Spiele wie Counter-Strike, Dota, LOL, Minecraft oder Roblox spielen. Jeder Ausflug in den Triple-A-Bereich rund um Assassin's Creed Shadows, Battlefield 6, Doom: The Dark Ages, Spider-Man 2, Monster Hunter Wilds und Konsorten birgt jedoch die Gefahr, dass Ruckeln und Texturmatsch den Spaß trüben, spätestens nach Aktivierung von Raytracing.

Unsere Empfehlung lautet daher, eine Preisstufe höher einzusteigen, solange es noch günstig geht. Unsere Allrounder-Empfehlung lautet Radeon RX 9060 XT 16GB, welche derzeit für verführerische 340 Euro verfügbar ist. Die AMD-Grafikkarte ist allen Lasten bis auf Pathtracing gewachsen, dank 16 GiByte zukunftssicher bestückt und steht außerdem voll im Fokus der Treiberentwicklung. Wer größeren Wert auf Ray- oder gar Pathtracing legt, greift alternativ zur Geforce RTX 5060 Ti 16GB. Die Nvidia-Grafikkarte punktet darüber hinaus mit der Option auf Multi Frame Generation, kostet aber mindestens 420 Euro. PCGH kann beide Grafikkarten ohne Einschränkungen empfehlen. In einem Folgeartikel, welcher Anfang Dezember erscheinen wird, vertiefen wir die Betrachtung aller Gaming-Grafikkarten zwischen circa 200 und 450 Euro inklusive der möglichen Leistungsgewinne.

Welche Budget-Grafikkarte ist Ihr Favorit? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

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  1. Seite 1 Übersicht und Spezifikation
  2. Seite 2 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
  4. Seite 4 Pathtracing-Benchmarks & Leistungsindex
  5. Seite 5 Leistungsaufnahme & Effizienz
  6. Seite 6 Preis-Leistungs-Verhältnis & Fazit
    • Kommentare (98)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RawMangoJuli Lötkolbengott/-göttin
        Mittlerweile sogar kaufbar.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von PCGH_Raff
        Mittlerweile sind 6700 XT und RTX 3070 aber gut vergleichbar. Zum Release haben nur sehr wohlwollende/selektive Tests einen Gleichstand gezeigt, heutzutage wirkt sich der VRAM aus.
        Zitat von Kostravos
        AMD Grafikkarten reifen wie guter Wein. Im laufe der Jahre immer schöner.
        Genau hier sollte man auch ganz klar unterscheiden: Der AMD Karte hat nicht der Chip und/oder die Treiberentwicklung auf die Sprünge geholfen sondern das Mehr an VRAM.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von blautemple
        Und gleichzeitig haben die AMD Karten das Problem dass ihnen ein fähiger Upscaler fehlt. Die sind alle 3 verhältnismäßig schlecht gealtert.
        FSR 3 kann man qualitativ im Vergleich zu den Vorgängern zumindest nicht mehr komplett vergessen, aber hier fehlt den älteren Generationen natürlich der Support von FSR 4 um gleichzuziehen.
        Ich bin da nicht mehr auf dem Laufenden bzgl. möglicher Qualitätsvergleiche von FSR 4 gegen DLSS, aber derzeit kann ich mich nicht über XeSS 2.1 beschweren.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von belle
        Ich würde, wenn man Raytracing mit einbezieht, die RX 6700 XT unter der RTX 3070 sehen, die wiederum in Zukunft größere Probleme mit ihrer Speichermenge haben wird. Ohne steht sie entsprechend auf Augenhöhe. Da ist die RX 6800 durch Speicher, Cache und Anzahl der Shader besser gereift.
        Und gleichzeitig haben die AMD Karten das Problem dass ihnen ein fähiger Upscaler fehlt. Die sind alle 3 verhältnismäßig schlecht gealtert.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von DaHell63
        Sehr wohlwollend? Max Einstellungen für ne 70er Karte? Dann noch einen Index über alle Auflösungen...
        Das Problem bei der RTX 3070 ist, dass der Chip mit mehr Speicher auch für höhere Auflösungen und Details reichen würde, je nach eigenen Ansprüchen.
        Aber die 8 GiB VRAM werden spätestens jetzt bei aktuellen Titeln oft zum Stolperstein. Mit der RX 6700 XT hat man das umgekehrte Problem: Man muss Raytracing meiden, ansonsten hat man keine weiteren Probleme. Hier sind dann Titel mit Raytracing-Pflicht das Problem.
        Ich würde, wenn man Raytracing mit einbezieht, die RX 6700 XT unter der RTX 3070 sehen, die wiederum in Zukunft größere Probleme mit ihrer Speichermenge haben wird. Ohne steht sie entsprechend auf Augenhöhe oder gar über der 3070.
        Da ist die RX 6800 durch Speicher, Cache und Anzahl der Shader besser gereift.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ich habe hier eine Arc B580 und kann sie für den derzeitigen Preis nur empfehlen. Die Leistung liegt leicht über der A770 bei niedrigerem Stromverbrauch und es laufen bisher alle größeren Titel problemlos. In Unreal Engine 5 ist der Abstand sogar deutlich.
        Die Performance liegt je nach Titel zwischen RTX 3060 und 4060 Ti.
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