Preis-Leistung (Fps/Euro) & Fazit
In diesem Artikel
Gaming-Grafikkarten: Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung(saufnahme) der High-End-Grafikkarten erläutert wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die frischen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 7. Dezember 2023) gesetzt.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):
*Verhältnismäßig selten einzeln anzutreffen, da OEM-Produkt für Systemintegratoren.
Da die Radeon-Grafikkarten alle Rasterizing-Duelle gegen Nvidia gewinnen und meistens auch günstiger sind, verwundern die Ergebnisse nicht. Wer auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für reines Rasterizing ist, fährt mit einer Radeon RX 7800 XT am besten. Falls Ihnen diese Zahlen nicht greifbar genug sind, hier mit anderen Worten. Eine Geforce RTX 4070 Ti ist um 43 Prozent teurer als eine RTX 4070 und um 26 Prozent flotter. Eine Radeon RX 7900 XT ist um 50 Prozent teurer als eine RX 7800 XT und um 31 Prozent flotter. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart (10 Spiele, 4 Auflösungen):
*Verhältnismäßig selten einzeln anzutreffen, da OEM-Produkt für Systemintegratoren.
Beim Raytracing erzielen alle Geforce-Grafikkarten eine deutlich bessere PLV-Bilanz als beim Rasterizing, da hier bei gleichen Preisen eine bessere relative Leistung erzielt wird. So kommt es zu deutlich veränderten Platzierungen, bei denen AMD Federn lässt. Auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Raytracing-Genuss stellt eine Geforce RTX 4070 die erste Wahl dar. Falls Ihnen auch diese Zahlen nicht greifbar genug sind, hier mit anderen Worten. Eine Geforce RTX 4070 Ti ist um 43 Prozent teurer als eine RTX 4070, aber nur um 24 Prozent flotter. Eine Radeon RX 7900 XT ist um 50 Prozent teurer als eine RX 7800 XT und um 32 Prozent flotter.
Die beste Gaming-Grafikkarte: Fazit
Fünf moderne Gaming-Grafikkarten buhlen zwischen 500 und 900 Euro um Ihre Gunst. Jede Einzelne hat das Zeug für flüssige Bildraten in 1440p - egal, ob Sie in 16:9 (2.560 × 1.440) oder 21:9 (3.440 × 1.440) spielen. Zwar ist prinzipiell jedes Modell empfehlenswert, einige davon jedoch besonders - ohne einen Überflieger, eine Universalempfehlung. Es kommt, wie so oft im Leben, darauf an, was Sie vorhaben und wie groß Ihr Budget ist.
Fangen wir oben an, bei den etwas mehr als 800 Euro kostenden Grafikkarten Radeon RX 7900 XT und Geforce RTX 4070 Ti. Das AMD-Modell gewinnt beim Rasterizing fast jedes Duell und kann sich um durchschnittlich 12 Prozent von der Nvidia-Karte absetzen. Hohe Auflösungen liegen ihr ebenso wie niedrige und dank 20 GiByte Speicher stehen die Zeichen für eine flüssige Zukunft gut. Wechselt die Kampfdisziplin zum Raytracing, boxt hingegen die Geforce RTX 4070 Ti in einer anderen Gewichtsklasse: Der stolze Abstand von 24 Prozent zeigt unmissverständlich, dass Nvidia bei der Strahlenverfolgung eine Generation vor AMD rangiert. Auch bei der Energie-Effizienz liegt Nvidia in Führung. Dennoch haben wir verstärkt Bauchschmerzen, eine RTX 4070 Ti zu empfehlen, denn Nvidia hat sich bei der Konzeption verrechnet. 12 GiByte Speicher passen nicht zum Potenzial der kräftigen GPU, sondern hemmen es bereits in WQHD. Zwar haben zahlreiche Updates den Druck der VRAM-Schlucker Hogwarts Legacy, Ratchet & Clank Rift Apart, Star Wars Jedi Survivor und The Last of Us Part I reduziert, das Kind ist jedoch längst in den Brunnen gefallen (und Hogwarts stürzt auf Geforce-Grafikkarten weiterhin ab, wenn man maximale Details mit einem Modell unter 16 GiByte nutzt). Unsere jüngsten Erfahrungen mit Avatar: Frontiers of Pandora bekräftigen, dass Käufer einer 12-GiByte-Grafikkarte kein sorgenfreies Dasein mehr beschert ist - und zwar ausschließlich wegen der Speichermenge. Detailverzicht hilft, das Problem in den Griff zu bekommen, allerdings passt dieser Ansatz nicht zum großen Preisschild. Wir sind uns bewusst, dass wir zum Release der RTX 4070 Ti weniger drastische Worte fanden, doch die Spielelandschaft entwickelte sich in den letzten elf Monaten deutlich weiter und unsere Aussagen passen sich stets der aktuellen Datenlage an.
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Die Geforce RTX 4070 verfügt über die gleiche Speicherkapazität und -transferrate wie ihre große Schwester - dennoch halten wir dieses Modell bis auf Weiteres für empfehlenswert. 12 GiByte sind zwar auch hier nicht optimal, doch der deutlich geringere Preis lässt vieles verzeihen. Tatsächlich stemmt die Geforce RTX 4070 die allermeisten Spiele, ohne mit der Wimper zu zucken, kann es beim Raytracing mit der Radeon RX 7900 XT aufnehmen (so lange der Speicher ausreicht) und weist außerdem die höchste Energie-Effizienz aller Grafikkarten auf. AMDs Radeon RX 7800 XT, preislich der RTX 4070 am nächsten, legt andere Schwerpunkte. Sie ist beim Rasterizing um durchschnittlich sechs Prozent schneller und bietet mit 16 GiByte die optimale Speicherkapazität für diese Leistungsklasse. Zwar hat AMD mit RDNA 3 klare Fortschritte bei der Raytracing-Leistung gegenüber RDNA 2 (RX 6000) gemacht, die RTX 4070 dreht bei der Strahlenverfolgung dennoch Kreise um die 7800 XT.
Sie sehen, es kommt auf Ihre Gewohnheiten und Wünsche an, welches Modell die beste Wahl darstellt. Die perfekte Grafikkarte unter 1.000 Euro muss noch gebaut werden. Auch das Spezialmodell Radeon RX 7900 GRE ("Golden Rabbit Edition") ist nicht perfekt - sie kommt der Sache im 600-Euro-Segment aber sehr nahe. Im Vergleich mit der Radeon RX 7800 XT ist sie nicht nur um neun Prozent schneller, sondern auch im gleichen Maße effizienter. Zwar unterliegt auch das goldene Häschen beim Raytracing der Geforce RTX 4070, sie kommt jedoch zumindest vereinzelt in Schlagdistanz und man muss sich dabei keine Sorgen machen, dass Speicherruckler den Spaß trüben. Es ist sehr bedauerlich, dass die RX 7900 GRE nur über Umwege erhältlich ist - Käufer entsprechender Komplett-PCs können sich aber über eine starke Leistung freuen.
Unser Fokus liegt ganz bewusst auf den Kerndisziplinen (Preis-)Leistung und (Energie-)Effizienz. Daneben existieren zahlreiche weitere Schauplätze. Egal, ob Frame Generation oder KI-Bildgenerierung, jeder gewichtet diese und weitere Funktionen abseits des Gamings unterschiedlich. PCGH widmet all diesen Technik-Spielereien eigene Artikel und bleibt selbstverständlich am Puls der Zeit. Ein paar Ratschläge möchten wir Ihnen jedoch mit auf den Weg geben, etwa zum Thema Grafikspeicher. Basierend auf unseren bewusst anspruchsvollen Benchmarks aktueller Spiele gehen wir davon aus, dass 16 GiByte für Gaming-Szenarien auch im Jahr 2024 ausreichen werden. Welche Zwischenbild-Berechnung mittelfristig die Nase vorn haben wird, lässt sich derweil nicht seriös bewerten. Nvidias (DLSS 3) Frame Generation für RTX-4000-Grafikkarten verbreitet sich immer weiter in Spielen, doch AMD holt auf. Neben FSR 3, das wie DLSS 3 in Spiele gepflanzt werden muss, liefern die Radeon-Macher mit (A)FMF eine spannende Alternative. Das Feature funktioniert prinzipiell in jedem Spiel, benötigt jedoch noch etwas Reifezeit. Wir werden sehen, wer langfristig das Rennen macht, doch mehr Optionen sind immer besser.
Was halten Sie von aktuellen Grafikkarten zwischen 500 und 900 Euro? Welche ist Ihr Favorit? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung in den Kommentaren zu diesem Test. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren.

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Erstmal sieht das schon spitze aus so. Dazu kommt die 4070ti sogar noch recht gut zurecht, was ich nicht gedacht hätte.
Probiert wurden Alan Wake 2, The Last of us (weil neu für mich), Dead Space Remake, alles maxed out.
Klar Alan Wake mit DLSS B + FG, aber spielbar. Oder The Last of us auch nur mit 40+ Frames in aufwendigen Szenen, aber auch gut spielbar (weiterhin besser als auf den Konsolen).
Mit optimierten Settings (gut möglich auch mal "nur" Mittel reicht eine 4070ti Locker erstmal, auch für 4k).
Was hilft der größere Speicher, wenn eh schon die Leistung zu schwach ist.
Siehe Desordre, Cyberpunk, Alan Wake 2, Avatar(in grenzen).
Dazu wird hier zu Avatar geschrieben, das die 12GB problematisch seien (schon in WQHD), aber im Avatar Thread wird durch PCGH Mitarbeiter geschrieben das eine AMD GPU mit 12GB für WQHD ausreichend sei... Sofern kein Videoaufnahmeprogramm mitläuft.
Wenn die 4070 oft bis zu 100 Watt weniger braucht, als das Konkurrenzprodukt 7800XT in derselben klasse das mit dem Fakt das Raytracing um einiges flotter ist mit gleichzeitig niedrigerem verbrauch? 😂 Das DLSS besser aussieht erwähnen wir gar nicht erst, wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] schon gesagt hat, wenn DLSS Balanced besser aussieht, als FSR Qualität wo kann man dann von objektiven vergleich sprechen? Das bringt die 4070 in eine ganz andere klasse. Zumal Fsr auch im Qualitätsmodus flimmert und DLSS selbst im Performancemodus das geglättet bekommt.
Irgendwie kann man eh keinem mehr glauben heutzutage muss die scheiße echt selber testen das man auf einen grünen Zweig kommt.
In welchen Sphären schwebst du denn??
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[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
MfG
Raff