[PLUS] Mainboard-Durchblick: AMD B840 und B850 versus Intel B860 und H810
PCGH Plus: Im Januar haben sowohl AMD als auch Intel ihre Mittelklasse- und Einsteiger-Mainboard-Aufstellung für Sockel AM5 respektive 1851 runderneuert. Wir analysieren die neuen I/O-Hubs B840, B850, B860 und H810. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2025.
(B)udget-Modelle
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Egal, ob AMDs X870E oder Intels Z890: Das Preis-Leistungs-Verhältnis von Luxus-Mainboards ist genauso mies wie bei anderer High-End-Hardware. Und während die Mehrleistung von Grafikkarten-Topmodellen immer ein Vorteil ist, gibt es bei Anschlüssen und Erweiterungsmöglichkeiten durchaus ein "zu viel". Das bezahlt man bei der Anschaffung teuer (teils auch beim Stromverbrauch), nur um es nie zu benutzen. Entsprechend beliebt sind günstigere Platinen mit reduzierter Ausstattung, welche dennoch den Bedarf vieler Nutzer abdecken. AMDs Einsteigersegment bleibt in dieser Hinsicht aktuell - A620 und A620A (anderer Chip mit PCI-E-3.0-Uplink, aber gleicher Downstream-Ausstattung) halten auch nach dem AM5-Refresh mit Ryzen 9000 die Stellung. Ähnlich erging es schon dem A320 für AM4, der nie ein 400er-Rebrand erhielt und Intels H610, der bis heute die Low-End-LGA1700-Systeme bedient.
Vorsicht: Ähnliche Namen
Darüber, in der Mittelklasse, gibt es dagegen viele Namen auf kleinem Raum: Seit AMDs "B350" in Intels Reihe aus B55 bis B85, B150 und B250 crashte, droht immer wieder Verwechslungsgefahr. So auch 2025, denn AMD springt auf Intels Generationsnummer und veröffentlicht einen "B850"-I/O-Hub für Sockel AM5, (wortwörtlich) während nebenan der "B860" für Sockel 1851 startet (hier Plattform Controller Hub, PCH, genannt). Hinzu kommt noch ein "B840" von AMD.
H810: Billig für Arrow Lake
Aber beginnen wir mit Intels Einsteiger-Angeboten, denn der H610 ist nicht zum neuen Sockel 1851 kompatibel. Es übernimmt: der H810. Quantitativ bleibt es bei vier USB-Ports, acht PCI-E-Lanes und einem neunten HSIO, über den sich ausschließlich Intel-LAN-Controller anbinden lassen. Nicht einmal die USB-Konfiguration (je 2× 3.0 und 3.1) rührt Intel an, aber die PCI-E-Lanes beschleunigen auf 40 GBit/s. Damit unterstützt Intel jetzt bei allen Lanes in allen Preisklassen mindestens PCI-Express 4.0. Die ersten 16 Datenleitungen vom Prozessor dürfen sogar durchgängig mit 5.0-Geschwindigkeit betrieben werden, wovon erfreulicherweise auch einige H810-Mainboards Gebrauch machen. Die 17. bis 24. Lane von Arrow Lake fehlen hingegen. Sie dürfen in der Einsteigerklasse nicht genutzt werden; abseits der flotten GPU-Anbindung läuft also alles über die knappen I/O-Hub-Ressourcen. Respektive fast alles, denn zusätzlich ist auch ein CPU-nativer Thunderbolt-Port aktiv. H810-Mainboards könnten also mit 40-GBit/s-USB4 werben, bis Redaktionsschluss wagt sich aber kein Retail-Angebot auch nur an USB 3.2. Ebenso fehlen, "H"-typisch, jegliche OC-Möglichkeiten.
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Folgende Themen finden Sie im Artikel:
- Vorsicht: Ähnliche Namen
- H810: Billig für Arrow Lake
- B860: Deutlich mehr als P-L
- B850: B650E-Nachfolger #2
- B840: Sockel-AM4-Rebrand
- Gegenüberstellungen
H810 vs. H710 & A620 & B840
B840 vs. B650 & B850
B850 vs. B650 & B650E
B850 vs. X870 & X870E
B860 vs. B850 & X870
B860 vs. X870E & Z890
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