Arc Pro B60 24GB im Test: Leistungsaufnahme und Energieeffizienz
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Arc Pro B60 24GB im Test: Leistungsaufnahme und Energieeffizienz

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Die Ausgestaltung der Arc Pro B60 obliegt den Partnern, Intel stellt lediglich die Blaupausen bereit. Interessanterweise setzen die meisten Board-Partner auf eine Kühlphilosophie, die im Gaming-Bereich vor Jahren ausgestorben ist: Direct Heat Exhaust (DHE). Der auch als "Blower" bekannte Ansatz verfügt über einen einzelnen Radiallüfter am Heck, anstatt mehrere Axiallüfter über die gesamte Karte zu verteilen. Der Clou: Ein DHE-Kühler verwirbelt die Abwärme nicht im PC-Gehäuse, sondern presst sie durch einen Lamellenkörper, an dessen Ende die offene Slotblende ist - die Hitze entweicht zum allergrößten Teil aus dem Rechner. So verfährt auch unser Muster, die Sparkle Arc Pro B60 24GB Blower.

Sparkle Arc Pro B60 Blower 24GB: Einen Radiallüfter sieht man heutzutage selten. Vorteil: Abwärme wird aus dem Gehäuse gepresst. Nachteil: Das ist meistens ein lautes Unterfangen - so auch hier. Quelle: PCGH Sparkle Arc Pro B60 Blower 24GB: Einen Radiallüfter sieht man heutzutage selten. Vorteil: Abwärme wird aus dem Gehäuse gepresst. Nachteil: Das ist meistens ein lautes Unterfangen - so auch hier. Das Dual-Slot-Design erinnert an Grafikkarten vergangener Tage, wie die Radeon RX 5000 oder Geforce GTX, allerdings deutlich schlichter. Beleuchtung? Fehlanzeige - Profi-Grafikkarten verzichten auf RGB-Spielereien. Unter der Haube sitzt eine geräumige Vapor-Chamber, welche GPU und RAM kontaktiert. Kurios sind zwei Eigenheiten dieser Grafikkarte. Zum einen ist die Slotblende relativ "zugeknöpft", die spärlichen Öffnungen machen es dem Luftstrom des Radiallüfters nicht gerade einfach. Zum anderen geht die Lüftersteuerung deutlich zu motiviert ans Werk: Unter anhaltender Volllast provozieren wir eine Lüfterdrehzahl von bis zu 3.200 U/Min bei lediglich 60 °C Kerntemperatur. Der entstehende Orkan weckt Erinnerungen an eine Radeon R9 290X im "Uber Mode" - neben dem hochfrequenten Röhren der berüchtigten Geforce FX 5800 Ultra ist die Sparkle Blower jedoch ein angenehmer Zeitgenosse.

Arc Pro B60 Hwinfo Sensors Max Power und RPM Quelle: PCGH Arc Pro B60 Hwinfo Sensors Max Power und RPM

Stromversorgung und Leistungsaufnahme

Die Boardpower der Sparkle Arc Pro B60 Blower beträgt 200 Watt, was auf den ersten Blick zur Arc B580 und deren 190 Watt passt. Zehn Watt als Puffer für den von 12 auf 24 GiByte vergrößerten GDDR6-Speicher klingen plausibel - in der Praxis verhält sich die Sparkle-Grafikkarte aber völlig anders als erwartet. Ursächlich ist der gewählte Betriebspunkt: Die GPU läuft unter Last unbeirrbar mit niedrigen 2.400 MHz und einer Spannung zwischen 0,89 und 0,91 Volt, je nach Last und Wärme. Zum Vergleich: Die uns vorliegende Intel Arc B580 Limited Edition arbeitet konstant mit 2.850 MHz bei 1,02 Volt, die seltenen Fälle mit vorliegender Powerlimitierung ausgenommen. Während die Leistungsaufnahme linear mit dem Takt steigt, klettert sie quadratisch mit der Spannung, was zu den deutlichen Unterschieden zwischen B60 und B580 führt. Unser "Watt-Worstcase" Anno 2070, ein echter Evergreen in Sachen Heizpotenzial, entlockt der Arc Pro B60 bis zu 162 Watt. Alle anderen Spiele, sogar das berüchtigte Metro Exodus Enhanced Edition, bleiben signifikant darunter.

Sparkle Arc Pro B60 Blower 24GB: Die einzelne 8-Pol-Buchse wird nach hinten ausgeführt. Quelle: PCGH Sparkle Arc Pro B60 Blower 24GB: Die einzelne 8-Pol-Buchse wird nach hinten ausgeführt. PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab, ohne dass die Infrastruktur einen bremsenden Einfluss hat. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht und Ohren bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Arc Pro B60 im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:

  Arc Pro B60 Arc B580 RX 9060 XT 16GB RTX 5060 Ti 16GB RTX 5060 RX 7600 XT RTX 3060 12GB
Leerlauf/Idle (UHD-Desktop) 33 – 34 Watt* 13 – 37 Watt 6 – 7 Watt 12 – 13 Watt 9 – 12 Watt 6,5 – 19 Watt 11,5 Watt**
Dual-Display (UHD + FHD) 34 – 35 Watt* 20 – 37 Watt 7,5 – 9 Watt 14 – 15 Watt 11 – 12 Watt 24 – 32 Watt 18,5 Watt**
Ultra-HD-Youtube-Video 36 – 37 Watt* 37 – 40 Watt 16 – 18 Watt 15 – 16 Watt 12 – 13 Watt 21 – 35 Watt 17,5 Watt**
Gaming (MAXIMUM) 162 Watt 197 Watt 168 Watt 184 Watt 151 Watt 189 Watt 171 Watt
Anno 1800 (FHD, 4× MSAA) 119 Watt 175 Watt 167 Watt 175 Watt 149 Watt 186 Watt 170 Watt
Control (WQHD, RT) 143 Watt 185 Watt 167 Watt 166 Watt 149 Watt 187 Watt 170 Watt
CP2077 (Full HD, Raster) 121 Watt 147 Watt 167 Watt 180 Watt 150 Watt 185 Watt
Metro Exodus EE (WQHD, RT) 153 Watt 196 Watt 167 Watt 183 Watt 150 Watt 188 Watt
Full-HD-Gaming @ 60-Fps-Limit 55 Watt 62 Watt 40 Watt 37 Watt 38 Watt 105 Watt 69 Watt
Max. Energie über Slot (12V+3,3V) 52 Watt 40 Watt 47 Watt 45 Watt

Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate. Angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz (ohne VRR). *Ohne explizit gesetztes ASPM getestet **Nur mit 60 Hertz getestet.

Während der Verbrauch beim Spielen erfreulich gering ist, möchten wir die Leerlauf-Ergebnisse näher erläutern. Diese leiden unter den gleichen Problemen wie bei der Arc-A-Serie. Damit eine Intel-Grafikkarte im Leerlauf ihren Low-Power-State anstrebt, sind spezielle Einstellungen im UEFI der Hauptplatine sowie unter Windows notwendig: Das Active State Power Management (ASPM) muss explizit eingeschaltet werden, gefolgt von der Option "Maximale Energieeinsparung" bei den PCI-Express-Einstellungen unter Windows. Dieser Eingriff ist bei Radeon und Geforce nicht notwendig, diese Grafikkarten takten sich davon unabhängig herunter.

Idle Power: ASPM an vs. ASPM aus (offizielle Zahlen von Intel) Quelle: Intel (Screenshot: PCGH) Idle Power: ASPM an vs. ASPM aus (offizielle Zahlen von Intel) Zwar ist unser primäres Grafikkarten-Testsystem, basierend auf einem Asrock X870E Taichi (Sockel AM5), in der Lage, Arc-Grafikkarten heruntertakten zu lassen, beim Launch der Arc B580 und den damaligen Firmwares funktionierte dies aber noch nicht ordnungsgemäß. Außerdem ist ASPM bei den PCGH-Grafikkartentests standardmäßig deaktiviert. Daher möchten wir erneut auf diese Eigenheit aufmerksam machen. Weitere Informationen, auch zum Vorher-nachher-Verhalten, liefert der PCGH-Test der Arc B570.

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Energieeffizienz

Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physikunterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch für das Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Arc Pro B60 im Vergleich abschneidet:

Dass die Arc Pro B60 einen sehr effizienten Betriebspunkt nutzt, erwähnten wir bereits. Mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 125 Watt über alle Rasterizing-Benchmarks erreicht die Karte eine deutlich bessere Energiebilanz als ihre verspielten Geschwister - obwohl sie mit 24 GiByte einige Speicherzellen mehr zu versorgen hat. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:

Nvidias Geforce RTX 5050 zu schlagen, wirkt nicht wie eine große Errungenschaft. Tatsächlich kann sich dieses Ergebnis sehen lassen, denn Nvidia benutzt eine fortschrittlichere Fertigung als Intel und hat deutlich weniger Silizium zu versorgen. Auf der nächsten Seite ziehen wir ein Fazit zur Arc Pro B60 und wagen einen Ausblick auf die "Arc B770".

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  1. Seite 1 Übersicht und Daten
  2. Seite 2 Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks und Leistungsindex
  4. Seite 4 Pathtracing-Benchmarks und Leistungsindex
  5. Seite 5 Leistungsaufnahme und Energieeffizienz
  6. Seite 6 Fazit zur Intel Arc Pro B60
    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AUTOEXECBAT Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von RobooeL
        Ja Für k.i nicht zu gebrauchen , weil die Cuda software adapter noch 6 monate brauchen bis die richtig laufen.(wenn überhaupt). denn CUDA nutzt die nicht und intel K.I gibs nur ein paar
        Das ist wirklich schade denn wenn so eine Karte unter LM-Studio stabil laufen würde, dann würde ich meine 16GB Nvidia sofort eintauschen denn ich könnte dort durchaus mehr VRAM brauchen.
      • Von AUTOEXECBAT Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von RobooeL
        Ja Für k.i nicht zu gebrauchen , weil die Cuda software adapter noch 6 monate brauchen bis die richtig laufen.(wenn überhaupt). denn CUDA nutzt die nicht und intel K.I gibs nur ein paar
        Das ist wirklich schade denn wenn so eine Karte unter LM-Studio stabil laufen würde, dann würde ich meine 16GB Nvidia sofort eintauschen denn ich könnte dort durchaus mehr VRAM brauchen.
      • Von RobooeL PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Thomas5010
        LM Studio sollte nach meiner Informationslage nicht laufen. Adobe ist der Kreativführer. Was bleibt da noch?

        Jetzt gibt es ein BMG Pro-Modell das in Spielen nicht wirklich abliefert und für den Kreativbereich mit sehr empfindlichen Rückschlägen zu gebrauchen ist.

        Irgendwie keine wirkliche Versuchung.

        Es würde stark auf den Preis ankommen aber eine Radeon 7900XT(X) ist dann weit überlegen.
        Na ja doch es gibt ein paar Modelle mit Open ai aber nicht viele... prinzipiell gibt es überall was aber nur wenig die guten sind natürlich nicht dabei
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        Ich denke, meine nächste Karte wird eine seichte Intel.
        Hab jetzt Nvidia stecken im PC seit der TNT2. Ich spiele kaum noch am PC.
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von RawMangoJuli
        Die Karte soll demnächt noch richtig launchen ^^

        Was sagen deine Quellen so?

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Meine Quellen sagen mir, dass Videocardz eine zeimliche Abschreiber-Bude ist. Aber ich glaube, das war nicht das Ziel der Fragestellung.
      • Von 7seven7
        Zitat von kmf
        Die B60 für diesen Preis wäre ja für CAD (SolidWorks) interessant, wenn sie denn über einen zertifizierten Treiber verfügen würde. So sind einige Features in SolidWorks aber gesperrt und von daher im Moment noch unbrauchbar.
        Selber schuld welche Firma sich von Solidworks was vorschreiben lassen will, einerseits zahlt man genug und andererseits wird alles mögliche gesperrt.

        In der Berufsschule hatten wir I5 11500, aber eine NVS 300 weil Solidworks,
        lächerlich absolut lächerlich war das, die 32EU XE IGP ist 19x so schnell.
      Direkt zum Diskussionsende
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