Geforce GTX 560 Ti im Test: Besser als AMDs Radeon HD 6950?

176
Test Raffael Vötter Marc Sauter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Geforce GTX 560 Ti im Test: Für die Geforce GTX 560 wühlte Nvidia in der Mottenkiste und belebt ein Suffix längst vergangener Tage wieder. Was die Geforce GTX 560 Ti sonst noch auszeichnet und ob sich AMDs Radeon HD 6950 fürchten muss, klärt der PCGH-Test.

Geforce GTX 560 Ti im Test

Info vorweg: Weitere Benchmarks mit mehr Spielen und Grafikkarten sowie zusätzliche Informationen (wie Dual-Monitor- und Blu-ray-Werte) zur Geforce GTX 560 Ti finden Sie in der Ausgabe 03/2011 der PC Games Hardware. Diese erscheint am 02. Februar 2011.

Mit der Geforce GTX 460 auf Basis des GF104-Chips (PCGH-Test) konnte Nvidia im Sommer 2010 einen beachtlichen Erfolg erzielen: Die Karte bot eine hohe Leistung bei geringem (2D-)Strombedarf, ein leises Referenz-Kühldesign und beachtliches Übertaktungspotenzial. Nach den ersten Fermi-Karten hatte damit kaum einer gerechnet und mittlerweile ist die Geforce GTX 460 laut unserer aktuellen Umfrage die verbreitetste Grafikkarte bei den PCGHX-Usern. Allerdings verschoss Nvidia nicht sämtliches Pulver, denn der GF104-Chip rechnete wie auch der GF100 der GTX 480 nicht im Vollausbau. Was Nvidia mit der Geforce GTX 580 und dem GF110 im November vormachte (PCGH-Test), wird mit der Geforce GTX 560 Ti fortgesetzt: ein Chip im Vollausbau und ein neuer Name.

Das Ti-Suffix steht für "Titanium". Jenes Metall mit dem Elementsymbol "Ti" ist bei gleicher Dicke leichter als Stahl und dennoch stabil. Nvidia strebt die Assoziation mit der Geforce GTX 560 an: Sie soll trotz der kompakten Bauform und dem in Relation zum GF110 kleinen Grafikchip enorm viel Leistung liefern - wir klären im Folgenden, ob das gelingt.

Zuletzt kam das "Ti" bei der Geforce 4 zum Einsatz - je nach Rechenweise wäre die GTX-500-Reihe eine Geforce 11. Nvidia wird wahrscheinlich mehrere Versionen der Geforce GTX 560 auf den Markt bringen und diese durch Suffixe (oder eben ohne Suffix) voneinander abgrenzen - wie üblich bei noch nicht angekündigten Produkten schweigt sich Nvidia aber zu Details aus. Bei der Geforce GTX 460 fehlt die nominelle Angrenzung; die beiden Versionen unterscheiden sich am Speicherausbau und -interface, was für den Kunden wenig transparent ist.

Geforce GTX 560 Ti im Test: Architektur
So wie der GF110 den GF100 beerbt, kommt in der Geforce GTX 560 Ti statt einem GF104 ein GF114 zum Einsatz. Dieser unterscheidet sich technisch nicht von einem GF104, einzig die Anzahl der SIMDs wächst von sieben auf acht. Damit stehen 384 ALUs und 64 TMUs (die FP16-Texturen einem Taktzyklus filtern) bereit. Das Speicherinterface ist wie gehabt 256 Bit breit und wird mit GDDR5-Speicher gekoppelt. Hinsichtlich der Geometrie- und Tessellationleistung macht die Geforce GTX 560 Ti nur einen kleinen Schritt nach vorn: So sind zwei GPCs mit je einem Rasterizer aktiv, allerdings kommt eine achte PME (Polymorph-Engine) hinzu und der GPU-Takt steigt. Die Geforce GTX 560 Ti fährt 822/1.645 MHz (GPU/ALU) auf, was einem Plus von 22 Prozent im Vergleich zur Geforce GTX 460 entspricht. Zusammen mit dem achten SIMD steigt die Arithmetikleistung folglich um stolze 40 Prozent. Rein rechnerisch benötigt eine GTX 460 940/1.880 MHz Chiptakt, um gleichzuziehen. Die Bandbreite dagegen erfährt nur eine Steigerung von rund 11 Prozent. Trotz der deutlich höheren Rechenleistung gibt Nvidia eine TDP von 170 Watt an, nur 10 Watt über der Geforce GTX 460/1G - die Chipspannung bleibt mit 1,0 Volt auf dem Niveau der Geforce GTX 460.

Weitere Details zur grundlegenden Architektur der Fermi-Chips erfahren Sie in unserem Technik-TÜV und einem ergänzenden Artikel.

Geforce GTX 560 Ti im Test: Spezifikationen:

Modell GTX 580 GTX 570 GTX 560 Ti GTX 470 GTX 460 HD 6970 HD 6950 HD 6870 HD 6850
Codename GF110 GF110 GF114 GF100 GF104 Cayman XT Cayman Pro Barts XT Barts Pro
Direct-X-/Shader-Version DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0 DirectX 11 / 5.0
Fertigungstechnik 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm 40 nm
Transistoren Grafikchip (Mio.) 3.000 3.000 1.950 3.000 1.950 2.640 2.640 1.700 1.700
SP-Rechenleistung (GFLOPS) 1.581 1.405 1.263 1.089 907 2.703 2.253 2.016 1.488
DP-Rechenleistung (GFLOPS) 198 176 105 136 76 676 563 - -
Polygondurchsatz (Mio. Dreiecke/s.) 3.088 2.928 1.644 2.432 1.350 1.760 1.600 900 775
Pixeldurchsatz (GPix/s.) 24,7 23,4 13,2 17 9,45 28,2 26 28,8 24,8
Texturleistung (GTex/s.) 49,4 43,9 52,6 34 37,8 84,5 70,4 50,4 37,5
Speicherbandbreite (GByte/s.) 192,4 152 128,3 133,9 115,2 176 160 134,4 128
Takt Grafikchip (Megahertz) 772 732 822 608 675 880 800 900 775
Takt Shader-ALUs (Megahertz) 1.544 1.464 1.644 1.215 1.350 880 800 900 775
Takt Videospeicher (Megahertz) 2.004 1.900 2.004 1.674 1.800 2.750 2.500 2.100 2.000
Shader-/SIMD-/Textureinheiten 512/16/64 480/15/60 384/8/64 448/14/56 336/7/56 1.536/24/96 1.408/20/88 1.120/14/56 960/12/48
Raster-Endstufen 48 40 32 40 32 32 32 32 32
Speicheranbindung (Bit) 384 320 256 320 256 256 256 256 256
Übliche Speichermenge 1.536 MiByte 1.536 MiByte 1.024 MiByte 1.280 MiByte 1.024 MiByte 2.048 MiByte 2.048 MiByte 1.024 MiByte 1.024 MiByte
Üblicher Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
PCI-E.-Stromanschluss (Netzteil) 1x 6 + 1x 8-polig 2x 6-polig 2x 6-polig 2x 6-polig 2x 6-polig 1x 6 + 1x 8-polig 2x 6-polig 2x 6-polig 1x 6-polig
Leistungsaufnahme (TDP, lt. Hst.) 244 Watt 219 Watt 170 Watt 215 Watt 160 Watt 250 Watt 200 Watt 151 Watt 127 Watt
Länge der Karte 267 Millimeter 267 Millimeter 229 Millimeter 241 Millimeter 210 Millimeter 275 Millimeter 275 Millimeter 250 Millimeter 230 Millimeter

Bildergalerie

176
  1. Seite 1 Geforce GTX 560 Ti im Test: Architektur und Spezifikationen
  2. Seite 2 Geforce GTX 560 Ti im Test: Lautheit, Leistungsaufnahme und Temperatur
  3. Seite 3 Geforce GTX 560 Ti im Test: Testsystem, Benchmarks und Treiber
  4. Seite 4 Geforce GTX 560 Ti im Test: Benchmark Battlefield Bad Company 2 (DX11)
  5. Seite 5 Geforce GTX 560 Ti im Test: Benchmark Colin McRae: Dirt 2 (DX11)
  6. Seite 6 Geforce GTX 560 Ti im Test: Benchmark Crysis Warhead (DX10)
  7. Seite 7 Geforce GTX 560 Ti im Test: Benchmark Grand Theft Auto 4 (DX9)
  8. Seite 8 Geforce GTX 560 Ti im Test: Benchmark Metro 2033 (DX10)
  9. Seite 9 Geforce GTX 560 Ti im Test: Benchmark Starcraft 2 (DX9)
  10. Seite 10 Geforce GTX 560 Ti im Test: Benchmark World of Warcraft Cataclysm (DX9)
  11. Seite 11 Geforce GTX 560 Ti im Test: Folding @ Home
  12. Seite 12 Geforce GTX 560 Ti im Test: Overclocking und Supersampling
  13. Seite 13 Geforce GTX 560 Ti im Test: Fazit
    • Kommentare (176)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sciontc Schraubenverwechsler(in)
        Hallo,
        ich spiele GTA4 auf max. mit ENB.
        Ich möchte euch nur korregieren.

        i5 2500K
        8Gb ram
        560ti 1gb evga

        Ich bekomme ohne ENB 60fps rein (Durchschnitt) mit ENB und Carmods 35-40.
      • Von sciontc Schraubenverwechsler(in)
        Hallo,
        ich spiele GTA4 auf max. mit ENB.
        Ich möchte euch nur korregieren.

        i5 2500K
        8Gb ram
        560ti 1gb evga

        Ich bekomme ohne ENB 60fps rein (Durchschnitt) mit ENB und Carmods 35-40.
      • Von yacs Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PCGH_Marc
        Wie meinst du das? Klar, wenn du die GTX 560 Ti OCst, wird die schneller
        Captain Obvious!
        Ne, der Logik nach müssten läppische 100MHz ja dann reichen.
        Und das ist ja wohl nix
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Wie meinst du das? Klar, wenn du die GTX 560 Ti OCst, wird die schneller
      • Von yacs Schraubenverwechsler(in)
        Also gleicht sich das bei Übertaktung der 560 wieder aus?
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Das ist korrekt. Ist wohl dem 100 MHz höheren Chiptakt geschuldet, der u.a. für einen flotteres Triangle-Setup und eine höhere Pixelfillrate sorgt.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk