Oberklasse- und Enthusiasten-Grafikkarten im Test 2026
Der Grafikkarten-Vergleichstest 2022: Hier finden Sie Empfehlungen für Oberklasse- und High-End-Grafikkarten von AMD (Radeon) und Nvidia (Geforce)
In diesem Artikel
Vergleichstest: Die richtige Top-Grafikkarte
Hier fängt hochauflösendes PC-Gaming an: Oberklasse- und High-End-Grafikkarten bieten genügend Leistungsreserven für einen Monitor mit 2.560 × 1.440 Pixeln. Auch 21:9-Freunde, die mit 3.440 × 1.440 Bildpunkten unterwegs sind, können zugreifen. Selbst Ultra HD ist mit Enthusiasten-Karten ordentlich nutzbar. Erwarten Sie jedoch nicht, dass jedes Spiel mit Raytracing flüssig läuft, dafür braucht's die absoluten Topmodelle. Weitere Informationen zur Leistung von Gaming-Grafikkarten liefert Ihnen die Grafikkarten-Rangliste 2022. Empfehlenswerte Grafikkarten in diesem Leistungssegment (absteigend nach Leistung sortiert) - weitere Informationen liefert Ihnen unser monatlich frisches, gedrucktes Magazin.
- Geforce RTX 3090 Ti (24.576 MiB, ab ca. 1.950 Euro)
- Radeon RX 6950 XT (16.384 MiB, ab ca. 1.200 Euro)
- Geforce RTX 3090 (24.576 MiB, ab ca. 1.600 Euro)
- Geforce RTX 3080 Ti (12.288 MiB, ab ca. 1.200 Euro)
- Radeon RX 6900 XT (16.384 MiB, ab ca. 940 Euro)
- Geforce RTX 3080 (12.288 MiB, ab ca. 970 Euro)
- Radeon RX 6800 XT (16.384 MiB, ab ca. 870 Euro)
- Geforce RTX 3080 (10.240 MiB, ab ca. 870 Euro)
- Radeon RX 6800 (16.384 MiB, ab ca. 730 Euro)
- Geforce RTX 3070 Ti (8.192 MiB, ab ca. 720 Euro)
- Geforce RTX 3070 (8.192 MiB, ab ca. 620 Euro)
- Radeon RX 6750 XT (12.288 MiB, ab ca. 610 Euro)
- Radeon RX 6700 XT (12.288 MiB, ab ca. 500 Euro)
- Geforce RTX 3060 Ti (8.192 MiB, ab ca. 550 Euro)
Die gehobene Mittelklasse
Enthusiasten freuen sich darüber, dass die "1" bei den Grafikkarten-Preisen zurückgekehrt ist - sogar Nvidias Schlachtschiff Geforce RTX 3090 Ti wird deutlich unterhalb ihrer UVP von 2.249 Euro verkauft. Der aktuelle Preis-Tipp im High-End-Segment lautet Radeon RX 6900 XT: Das Ende 2020 gestartete AMD-Modell wird erstmals für weniger als 1.000 Euro (UVP) verkauft und liefert damit mehr Leistung pro Euro als ihre Nachfolgerin Radeon RX 6950 XT, die Geforce RTX 3080 Ti und Konsorten. Doch widmen wir uns zunächst der gehobenen Mittel- und Oberklasse.
Viele Grafikkarten der gehobenen Leistungsklasse sind mit 8 GiByte (8GB) Speicher ausgestattet. Diese Kapazität stellt hier nicht nur das Minimum dar, sie ist auch weitgehend angemessen. Die Grafikkarten zwischen 500 und 700 Euro stellen Sie somit vor die Qual der Wahl: Investieren Sie in eine 8-GiByte-Grafikkarte von Nvidia und verlassen sich auf die breite Unterstützung von DLSS, oder wählen Sie eine 12-GiByte-Grafikkarte von AMD? Wer seine Grafikkarte nicht alle sechs Monate aufrüstet, fährt mit einem größeren Speicherpolster zweifellos besser. Schon jetzt gibt es mit Doom Eternal, Minecraft RTX, Call of Duty Black Ops Cold War, Watch Dogs Legion, Godfall und Wolfenstein Youngblood Spiele, die 8-GiByte-Grafikkarten die Speichergrenzen aufzeigen und Slowdowns zeigen (siehe Geforce RTX 3060 vs. RTX 3060 Ti vs. RTX 2060). Das immer öfter anzutreffende, bildhübsche Raytracing verschärft die Probleme. Zwar stemmen die Geforce-Modelle RTX 3060 Ti und RTX 3070 die heutigen Lasten zufriedenstellend, mittelfristig werden die Mangelsymptome wegen nur 8 GiByte Speicher aber zahlreicher und stärker.
Die Entscheidung, ob es bei einem Budget bis 600 Euro eine Radeon RX 6700 XT oder Geforce RTX 3060 Ti werden soll, müssen Sie treffen. AMDs und Nvidias Boardpartner haben zahlreiche Custom-Designs erschaffen, welche PCGH bereits analysiert hat. Sie finden all diese Modelle in der Bildergalerie, selbstverständlich mit entsprechend verlinkten Tests.
Quelle: PC Games Hardware
Sapphire Radeon RX 6700 XT Nitro+: Gute Kühlung, sehenswerte ARGB-Beleuchtung und ein Dual-BIOS zeichnen dieses Modell aus – Ersteindruck mit Leistungstest in der PCGH 05/2021 (Artikel einzeln & online via PCGH PLUS).
Die Oberklasse
Eine Stufe über der Radeon RX 67x0 XT und Geforce RTX 3060 Ti finden sich im Grafikkarten-Vergleich die Modelle Geforce RTX 3070 (PCGH-Test) und die Radeon RX 6800 (PCGH-Test). Sowohl die RTX 3070 als auch die RX 6800 bereiten im Gaming-Alltag viel Spaß, sie sind schnell und effizient - allerdings mit unterschiedlicher Zielsetzung. Während Nvidias Geforce RTX 3070 einer leicht beschleunigten RTX 3060 Ti entspricht (Leistungsplus durchschnittlich 16 Prozent) und somit die gleichen Möglichkeiten bietet, haben AMDs RX-6000-Grafikkarten andere Vor- und Nachteile. Zur Einordnung: Die Radeon RX 6800 ist in modernen Spielen ohne Raytracing klar schneller als die RTX 3070 und benötigt etwa zehn Watt mehr Strom (die Energieeffizienz ist somit gleich gut), beide Referenzkühler arbeiten leise.
Große Unterschiede gibt es bei der Speichermenge: AMD installiert satte 16 GiByte GDDR6-RAM, wohingegen Nvidia an 8 GiByte festhält (siehe oben). Das AMD-Produkt ist in dieser Teildisziplin somit zukunftssicher aufgestellt. Nvidia hat beim Raytracing jedoch einen Leistungsvorteil - erst recht wegen der Option, in mittlerweile 150 Spielen DLSS-Upsampling zu aktivieren. Dabei handelt es sich um ein Feature, das auch in Zukunft Geforce-exklusiv bleibt, während AMDs Antwort FidelityFX Super Resolution auf allen Grafikkarten der letzten Jahre funktioniert. Mittlerweile ist FSR 2.0 in den ersten Spielen verfügbar, was die Karten sprichwörtlich neu mischt. Je breiter die Verfügbarkeit von FSR 2.0, desto kleiner der DLSS-Vorteil beim Kauf einer Geforce RTX.
Quelle: PC Games Hardware
Asus Geforce RTX 3070 TUF Gaming OC: Leise und haptisch hochwertige RTX 3070 mit Dual-BIOS – Benchmarks/Leistungseinschätzung in der PCGH 01/2021.
RTX-30-Grafikkarten haben in populären Raytracing-Spielen wie Cyberpunk 2077, Doom Eternal, Marvel's Guardians of the Galaxy, Dying Light 2 und Minecraft RTX meistens deutliche Leistungsvorteile. Das Thema erhält Aufwind durch die breitere Hardware-Basis, denn Xbox Series X und Playstation 5 basieren auf derselben GPU-DNA wie die Radeon-RX-6000-Reihe. Inwiefern das in Zukunft Performance-fördernde Auswirkungen für AMD-Grafikkarten hat, muss sich noch zeigen. Bis dahin gilt: Mit einer Radeon RX 6000 können Sie in die neue Raytracing-Welt hineinschnuppern, die bestmögliche Erfahrung bieten aber derzeit RTX-30-Grafikkarten.
Die Geforce RTX 3070 Ti (PCGH-Test) komplettiert Nvidias Oberklasse. Sie ist zehn Prozent schneller als die RTX 3070 (und somit knapp auf Augenhöhe zur RX 6800) - benötigt aber ein Drittel mehr Energie. Dieser Hang zur Verschwendung und die bei 8 GiByte stagnierende Speicherkapazität lassen uns von diesem Modell abraten (mehr dazu im Test). Sehen Sie sich besser in der nächsten Preiskategorie um, welche mehr von allem bietet.
Modelle für Enthusiasten und alle, die es werden wollen
Kommen wir nun zum Ende der Nahrungskette, den schnellsten Gaming-Grafikkarten am Markt. Sie alle sind pfeilschnell und selbst hohen Ansprüchen gewachsen. Ultra HD, im Volksmund gerne "4K" genannt, Raytracing, auch beides zusammen, ist in den meisten Spielen flüssig nutzbar - spätestens dann, wenn Sie von den modernen Upscaling-Verfahren DLSS und FSR Gebrauch machen. Die Unterschiede sind selten fühlbar. Egal, welches Modell Sie kaufen, es erwartet Sie in jedem Fall ein Gaming-Gerät, das Freude bereitet.
Ganz oben thronen die Geforce RTX 3090 Ti (PCGH-Test) und die nur minimal schwächere Geforce RTX 3090. Beide bedienen nicht nur den Gaming-Markt, sondern richten sich mit ihrer üppigen Speicherkapazität (24 GiByte) und hohen Rechenleistung (36-40 TFLOPS FP32) auch an Kreativschaffende, die damit besser und schneller arbeiten können. Die RTX 3090 Ti bietet mit ECC-Fehlerkorrektur außerdem ein echtes Profi-Feature und gewährt damit eine gewisse Ausfallsicherheit. Für PC-Spiele ist ECC hingegen nutzlos.
Seit Mai ist Nvidia nicht mehr allein auf weiter Flur, die AMD Radeon RX 6950 XT (PCGH-Test) bietet nicht zuletzt dank des jüngsten Treiber-Updates erfolgreich Paroli. Im großen Spiele-Mittel wird die Geforce RTX 3090 geschlagen, in Full HD liegt die Radeon RX 6950 XT sogar auf dem Niveau der Geforce RRTX 3090 Ti. Hüben wie drüben muss dafür relativ viel Energie und Material aufgewendet werden, Triple-Slot-Kühler und 350 Watt Leistungsaufnahme sind die Regel. Eine gute Gehäuselüftung und ein starkes Markennetzteil ab 750 Watt gehören hier zur Grundvoraussetzung.
Nur wenige Prozente unter den genannten Top-Grafikkarten rangieren die Radeon RX 6900 XT, Radeon RX 6800 XT, Geforce RTX 3080 Ti und RTX 3080 (10GB und 12GB), wobei man auch hier zwischen den Einsatzgebieten differenzieren muss. Zu den Pluspunkten der beiden AMD-Modelle zählen die üppige Speicherkapazität von 16 GiByte und die hohe Leistung in konventionellen Spielen ohne Raytracing. Im Durchschnitt, skizziert durch den aktuellen PCGH-Leistungsindex Grafikkarten, rangiert die Radeon RX 6900 XT auf dem Niveau der Geforce RTX 3080 Ti. Die Geforce RTX 3080 (10GB) muss sich unterdessen der Radeon RX 6800 XT geschlagen geben, welche sich mit der Geforce RTX 3080 12GB messen kann.
Die Radeon RX 6900 XT und RX 6800 XT sind nicht nur sehr schnell, sie sind mit rund 300 Watt Boardpower auch sparsamer und in den jeweiligen Referenzversionen leiser als ihre Kontrahenten Geforce RTX 3090 und RTX 3080 (Ti). Welches Modell es werden soll, muss jeder Spieler für sich entscheiden. Dabei gilt, was wir bereits oben erläuterten. Wer primär auf Raytracing schielt, greift zu einer Geforce, da diese die größte Kompatibilität und Leistung zu den verfügbaren Spielen bieten. Dabei wirft die Speicherkapazität der RTX 3080 (10 GiByte) die Frage auf, wie lange diese dem High-End-Anspruch noch genügt, während die RTX 3080 Ti und RTX 3080 12GB mit ihren 12 GiByte angemessen bestückt sind. AMD geht den kapazitiven Mittelweg und stattet alle drei RX-6000-Modelle mit 16 GiByte aus, weshalb hier keine Engpässe zu befürchten sind. Mehr dazu im Artikel Geforce RTX 30 am Limit: Vergleich zwischen 10, 12 und 24 GiByte Grafikspeicher.
Die Geforce RTX 3080 12GB (PCGH-Test) hat ein paar weitere Worte verdient, denn sie hat in den letzten Tagen erstmals die 1.000-Euro-Marke unterschritten. Warum Nvidia dieses Modell nicht "RTX 3080 Super" genannt hat, ist uns ein Rätsel, denn nun kommt es zu Verwirrung. Machen wir es daher so einfach wie möglich: Filtern Sie eine Preissuche zum Thema RTX 3080 und wählen hier "ab 12GB" aus, sehen Sie das neue Modell. Die 10GB-Variante bleibt unterdessen am Markt und liefert so lange reichlich Leistung, bis der Speicher überläuft - etwa in Extremszenarien. Wer sich für eine potente Geforce RTX 3080 12GB entscheidet, muss sich hingegen keine Sorgen um Speicherüberlauf machen, die Kapazität genügt laut PCGH-Tests für alle Eventualitäten inklusive Raytracing und Ultra HD. Damit ist die RTX 3080 12GB unsere Empfehlung für alle, die Raytracing ohne Kompromisse auf breiter Fläche verwenden möchten. Benötigen Sie das nicht und suchen stattdessen eine möglichst flinke Grafikkarte für WQHD, stellt eine Radeon RX 6800 XT die etwas flinkere, effizientere und günstigere Wahl dar.

Meine 6700XT ist nur knapp langsamer als die 3070, die 6800XT ist ein ganzes Stück schneller.
Ich baue für einen älteren Kollegen einen neuen Rechner demnächst.
Budget war 2000 € + -.
Soweit hab ich alles gut raus gesucht, bin mir aber bei der GPU unsicher.
Wird es eine RTX 3070 oder eine 6800 XT?
Preislich nehmen die sich nicht viel, die 6800 XT wäre sogar günstiger von Asus als die 3070 von MSI.
Rein vom Speicher her und der Leistung - Lagerdenken mal weglassen, welche würdet ihr nehmen?
Die 6800 XT oder?