RTX 3080 12GB im Test: Spiele-Benchmarks
Quelle: PC Games Hardware
Seite 2:

RTX 3080 12GB im Test: Spiele-Benchmarks

69
Test Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

RTX 3080 12GB im Spieletest mit zahlreichen Benchmarks und Platzierung in der Bestenliste.

Wie schlägt sich die neue Geforce RTX 3080 12GB beim Gaming? Das haben wir, wie immer, mit zahlreichen PC-Spielen in vier populären Auflösungen geprüft. Da Nvidia kein Referenzdesign alias Founders Edition produziert, dreht sich im Kontext RTX 3080 12GB alles um Custom-Designs der Nvidia-Partner, von Asus bis Zotac. In unserem Fall geht der Dank an den Hersteller MSI, welcher uns eine Geforce RTX 3080 Suprim X 12G LHR bereitstellte.

Da es sich um eine werkseitig hochgezüchtete Variante handelt, führen wir die Benchmarks mit manuell herabgesetzten Einstellungen durch: Das Energiebudget setzen wir auf 350 Watt und den offiziellen, von Tools gemeldeten GPU-Boost auf 1.710 MHz. Die MSI Suprim X arbeitet unterdessen mit ihrer Silent-Firmware. Somit bilden wir im Rahmen der Möglichkeiten eine unübertaktete Variante der Geforce RTX 3080 12GB ab. Je nach Glück bei der Siliziumlotterie und Stärke des Kühlers weichen "echte" Basiskarten um wenige Prozente von der skizzierten Leistung ab. Abgerundet wird die Betrachtung von Benchmarks, bei denen die werkseitige Übertaktung in Kraft ist, sowie Extremtests mit hoher Speicherlast.

Geforce RTX 3080 12GB im Test: RTX 3080 'done right', but late (2) Quelle: PC Games Hardware Geforce RTX 3080 12GB im Test: RTX 3080 "done right", but late (2)

GPU-Testsystem 2021 v1.1

Für den Test der Geforce RTX 3080 12GB verwenden wir das aktuelle Grafikkarten-Testsystem. Darin kommt wie gehabt ein AMD Ryzen 9 5950X zum Einsatz, um ein Prozessorlimit bestmöglich auszuschließen. Dieser erfuhr aufwendiges Feintuning mittels Precision Boost Overdrive (PBO) und Curve Optimizer und auch der Speicher wurde bis auf das letzte Subtiming geschärft. Wie Sie dem Artikel Leistungsbremse SMT? Benchmark-Vergleich 32 Threads vs. 16 Kerne mit Überraschungen entnehmen, erreicht die CPU mit 16 Kernen/Threads meist eine bessere Leistung. Folgerichtig deaktivieren wir SMT in allen Gaming-Benchmarks, damit sich die Grafikkarten bestmöglich entfalten können.

Auf dem X570-I/O-Hub können wir moderne Grafikkarten optimal mit PCI-Express 4.0 ausfahren. Damit auch Next-Gen-Games reibungslos laufen, liegen die Spiele auf einer PCI-Express-4-SSD im M.2-Format (NVME 1.3 ×4). Wie gehabt ist auf kompatiblen (Geforce-)Grafikkarten Hardware Accelerated Scheduling (HAGS) zur effizienteren Speichernutzung aktiv. Obligatorisch ist Windows 10 x64 in der Version 21H2. Windows 11 weist derzeit noch zu viele Kinderkrankheiten auf, sodass wir Updates abwarten und das neue Microsoft-Betriebssystem erst zur Benchmark-Erneuerung im Frühjahr verwenden werden. Alle Details zum Grafikkarten-Testsystem entnehmen Sie der Tabelle.

Prozessor AMD Ryzen 9 5950X (16C/16T – kein SMT)
Prozessor-Settings PBO-/Curve-optimiert, 4,7-5,0 GHz bei typischer Spiele-Mischlast
Mainboard Asus X570 ROG Crosshair VIII Hero (PCI-E 4.0 & rBAR-/SAM-fähig)
Arbeitsspeicher 32 GiB DDR4 (Corsair Dominator Platinum RGB, B-Dies, 2× 16G)
RAM-Takt & -timings DDR4-3800 (14-14-14-25-35-1T), Infinity Fabric @ 1,9 GHz
Datenträger (primär) Gigabyte Aorus NVME ×4 Gen4 SSD 2TB
Netzteil Thermaltake Toughpower iRGB Plus 1250W
Kühlsystem Alphacool Eisblock + Nexxos ST30 + Eisstation

Bewährte Methodik

Was wir auch testen, jede abgedruckte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte. Da die GPU-Taktrate ein- und derselben Karte während der Tests unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen irgendwo zwischen 1.750 und 1.900 MHz, führt das zur Angabe von "~1,83 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Das gilt für jedes aktuelle Modell.

Benchmarks mit Resizable BAR alias Smart Access Memory

Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit April Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei der Geforce RTX 3080 12GB machen wir selbstverständlich keine Ausnahme. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln.

Geforce RTX 3080 12GB: Spiele-Benchmarks

Für den Test der Nvidia Geforce RTX 3080 12GB präsentieren wir Ihnen die Messwerte in allen vier Test-Auflösungen Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD. Dabei setzen wir auf den Grafikkarten-Leistungsindex 2021 in Revision 1.1, welcher aus den folgenden Standardtests besteht:

Spiel Spielmotor Schnittstelle Version (Plattform) Benchmarkszene Release
Anno 1800 Inhouse-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Uplay) „Puertonova” 16.04.2019
Assassin's Creed Valhalla Anvil-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Uplay) „Fornberg” 10.11.2020
Battlefield 5 Frostbite-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Origin) „Tirailleur” 09.11.2018
Borderlands 3 Unreal Engine 4 DirectX 12 Stets aktuell (Epic) „Sanctuary” 13.09.2019
Call of Duty BO Cold War IW-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Battle.net) „Crack the Sky” 13.11.2020
Control Northlight-Engine DirectX 12 v1.13 (GOG) „Ray Way” 27.08.2019
Crysis Remastered Cryengine DirectX 11 Stets aktuell (Epic) „Rescue” 18.09.2020
Cyberpunk 2077 RED-Engine 4 DirectX 12 v1.23 (GOG) „Red Light Alley” 10.12.2020
Days Gone Unreal Engine 4 DirectX 11 Stets aktuell (Steam) „Sleazy Rider” 18.05.2021
Desperados 3 Unity-Engine DirectX 11 v1.5.8 (GOG) „Gloriou5” 16.06.2020
Doom Eternal: Ancient Gods 1 id Tech 7.1.1 Vulkan Stets aktuell (Steam) „Thunderstorm” 20.10.2020
F1 2020 EGO-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Monaco” 06.07.2020
Forza Horizon 4 Forzatech-Engine DirectX 12 Stets aktuell (MS Store) „Ambleside” 28.09.2018
Hitman 3 Glacier-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Epic) „Chongqing” 20.01.2021
Horizon: Zero Dawn Decima-Engine DirectX 12 v1.10 fixed (GOG) „Ruins” 07.08.2020
Metro Exodus 4A-Engine DirectX 12 v1.0.7.7 (GOG) „Taiga” 15.02.2019
Red Dead Redemption 2 RAGE Vulkan Stets aktuell (Rockstar) „Bayou” 05.11.2019
Resident Evil 8 Village RE-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Village” 07.05.2021
Serious Sam 4 Serious-Engine 4 Vulkan v1.08 (GOG) „Bredouille” 24.09.2020
The Witcher 3: Blood & Wine RED-Engine 3 DirectX 11 v1.32 GotY (GOG) „Duskwood” 31.05.2016

In allen Benchmarks sind Mittelklasse- und Einsteiger-Grafikkarten enthalten, aber standardmäßig ausgeblendet. Falls Sie diese der Betrachtung hinzufügen möchte, wählen Sie diese einfach im Drop-down-Menü aus ("XX von XY Produkten sichtbar").


Anno 1800

Engine: Aktuelle Version der RD-Engine mit DX12-Support
Besonderheiten: Meist enorm CPU-intensiv; MSAA-Support
Detaileinstellungen: Maximal plus 8× MSAA & FidelityFX CAS
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich grafiklastig

Assassin's Creed Valhalla

Engine: Aktuelle Version der Anvil-Engine mit DirectX 12
Besonderheiten: Auffälliges Radeon-Faible, exzellentes TAA
Detaileinstellungen: Maximal (Extrem hoch), native Auflösung
Benchmarkszene: GPU-Worstcase im winterlichen Dorf Fornberg

Battlefield 5

Engine: DICEs Frostbite-Engine mit DX12- und DXR-Support
Besonderheiten: Gutes Optik/Performance-Verhältnis
Detaileinstellungen: DirectX 12, 150 % Achsenauflösung, Future Frame Rendering aus
Benchmarkszene: Grafiklastige Singleplayer-Kriegsgeschichte

Borderlands 3

Engine: Unreal Engine 4 in optimiertem Gewand
Besonderheiten: Handoptimierte, gute DX12-Unterstützung
Detaileinstellungen: Maximal (Badass), native Renderauflösung
Benchmarkszene: GPU-lastiges Innenareal

Call of Duty BO Cold War

Engine: Aktuelle IW-Engine, ausschließlich DirectX 12
Besonderheiten: Optionale Raytracing-Schatten
Detaileinstellungen: Maximal (ohne Raytracing), Filmic SMAA T2X
Benchmarkszene: Quasi-Worstcase im Level "Fracture Jaw"

Control

Engine: Northlight-Engine von Remedy
Besonderheiten: Optionales, bildhübsches Raytracing
Detaileinstellungen: Maximal (ohne Raytracing und DLSS)
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich GPU-lastig

Crysis Remastered

Engine: Cryengine 5.x (Original-Crysis: Cryengine 2)
Besonderheiten: Raytracing auf Non-RT-Hardware möglich
Detaileinstellungen: Mischung aus maximalen und reduzierten Grafikoptionen
Benchmarkszene: Grafiklastiger Urwald im Level "Rescue"

Cyberpunk 2077

Engine: Red-Engine 4 von CD Projekt
Besonderheiten: Sehr hübsch und sehr anspruchsvoll für GPUs
Detaileinstellungen: "Ultra"-Preset mit Texturen "Hoch", Mengendichte "Hoch"
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich grafiklastig

Days Gone

Engine: Unreal Engine 4 mit DirectX 11
Besonderheiten: Ex-Playstation-4-Spiel mit guter PC-Portierung
Detaileinstellungen: Maximale Qualität. FoV 90, 100 % Auflösung
Benchmarkszene: Leicht überdurchschittlich grafiklastig, aber fernab eines Worstcase

Desperados 3

Engine: Unity-Engine mit DirectX 11
Besonderheiten: Hochperformant und power-intensiv, kein Temporal-AA
Detaileinstellungen: Maximal - mit 150 % Achsenauflösung
Benchmarkszene: Die GPU-lastigste Mission ("Die glorreichen Fünf")

Doom Eternal Ancient Gods

Engine: id Tech 7.1.1 (Vulkan-only)
Besonderheiten: Höllisch flüssig; benötigt 8 GiByte VRAM für max. Details
Detaileinstellungen: Maximal, sofern möglich
Benchmarkszene: Jetzt im ersten Level des DLC "Ancient Gods"

F1 2020

Engine: Aktuelle Version von Codemasters' EGO-Engine
Besonderheiten: DX12 mit grafischem und Fps-Mehrwert
Detaileinstellungen: Maximal (sofern möglich), FidelityFX CAS aktiviert
Benchmarkszene: Monaco bei trockener Witterung

Forza Horizon 4

Engine: Forzatech-Engine Horizon-Branch (Forward+, DX12)
Besonderheiten: MSAA-Support; UWP-Applikation
Detaileinstellungen: Maximale Details mit 8× MSAA + FXAA
Benchmarkszene: Rundkursrennen, grafiklastig

Hitman 3

Engine: Aktuelle Version der Glacier-Engine von IO Interactive
Besonderheiten: Hochwertige Spiegelungen ohne Raytracing
Detaileinstellungen: Maximal (seit Mai mit 100 statt 150 % Renderauflösung)
Benchmarkszene: Grafiklastigster Schauplatz des Spiels (China)

Horizon Zero Dawn

Engine: Decima-Engine (ähnlich wie in Death Stranding, aber mit mehr Details)
Besonderheiten: Hohe Auflösungen relativ günstig zu haben
Detaileinstellungen: Maximal, FoV 90, Fidelity FX CAS @ 20 %
Benchmarkszene: Detaillierter GPU-Worstcase

Metro Exodus

Engine: 4A Games' hauseigene Engine mit gutem DX12
Besonderheiten: Optionales Raytracing, äußerst GPU-lastig
Detaileinstellungen: Extreme-Details, Hairworks/PhysX an
Benchmarkszene: Stark grafiklastige, fordernde Außenszene

Red Dead Redemption 2

Engine: Rockstar Advanced Game Engine (RAGE)
Besonderheiten: Äußerst detailverliebt; Auflösung ist günstig
Details: Alles so hoch wie möglich - aber nur Temporal-AA (kein MSAA/FXAA)
Benchmarkszene: Nebliges Sumpfgebiet als GPU-Härtetest

Resident Evil 8 Village

Engine: Aktuelle RE-Engine mit gutem DX12-Support
Besonderheiten: Läuft selbst auf älteren GPUs ordentlich
Detaileinstellungen: Maximal, incl. CACAO (ohne Raytracing)
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich anspruchsvoller Außenbereich

Serious Sam 4

Engine: Aktuelle Serious-Engine von Croteam
Besonderheiten: Support für fast alles (APIs, AA, VRS, CAS ...)
Detaileinstellungen: Vulkan-API, maximal inkl. 4× MSAA/FXAA/CAS (ohne VRS)
Benchmarkszene: Worstcase im Frankreich-Level

*Speichermangel erfordert das schrittweise Herabsetzen des Texture Streaming Pools.

The Witcher 3

Engine: Red Engine 3 (DX11) von CD Projekt
Besonderheiten: Grafisch aufgewertet via Config; Nvidia-Faible
Detaileinstellungen: PCGH Config REBALANCED + HD Reworked Project 12
Benchmarkszene: Grafiklastiger Ritt durch Toussainter Forst

RTX 3080 12GB im Leistungsindex

Wo landet die Geforce RTX 3080 12GB im Grafikkarten-Vergleich? Wie immer präsentieren wir Ihnen online den Gesamtwert, welcher alle vier Testauflösungen verrechnet. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben, in der Gesamtbetrachtung blenden wir jedoch alle Leistungsklassen ein. Der folgende Performance-Chart beinhaltet ausschließlich Rasterizing (kein Raytracing).

Man könnte es langweilig nennen - oder zuverlässig: Die Geforce RTX 3080 12GB landet genau dort, wo wir sie im Vorfeld der Benchmarks eingeordnet hatten, es gibt weder positive noch böse Überraschungen. Mit vier Prozent Abstand zur originalen Geforce RTX 3080 (10 GiByte) erreicht die 12-GiByte-Version keinen fühlbaren Unterschied bei den Bildraten. Die deutlich erhöhte Speichertransferrate und -kapazität schlägt sich folglich kaum nieder, der kaum beschleunigte Chip verhindert größere Abstände - ein Umstand, welcher sich mithilfe einer beherzten Übertaktung wettmachen lässt. Einen kleinen, aber feinen Sieg kann die Geforce RTX 3080 12GB aber dennoch verbuchen: Sie schiebt sich im Gesamt-Rating an der Radeon RX 6800 XT vorbei. Apropos Radeon, wie immer lohnt sich ein Blick auf die einzelnen Auflösungen - zahlreiche weitere Werte und Grafikkarten finden Sie in jeder neuen PCGH Print:

Die Zahlen verraten, dass der Abstand zwischen Geforce RTX 3080 10GB und RTX 3080 12GB über alle vier Auflösungen gleich ist, es liegen rund vier Prozent zwischen dem originalen und dem verbesserten Modell. Was sich hingegen mit steigender Auflösung ändert, sind die Machtverhältnisse zwischen Ampere und RDNA 2. Nvidias Architektur verliert dabei weniger Leistung, da sich die Rechenwerke mit zusätzlichen Pixeln besser auslasten lassen. So kommt es zu folgender Entwicklung: Die Radeon RX 6800 XT besiegt in Full HD beide RTX-3080-Varianten, wird in WQHD von der Geforce RTX 3080 12GB überholt und unterliegt ab Ultrawide-QHD schließlich (knapp) beiden Varianten.

Wie sehr Ampere/GA102 auf hohe Last angewiesen ist, zeigt sich erst recht in Ultra HD, wo die Geforce RTX 3080 12GB die Radeon RX 6900 XT (Air) überholen kann. Für Nutzer eines UHD-Bildschirms ist die neue Nvidia-Grafikkarte somit sehr gut geeignet - im Gegensatz zum Original verfügt das 12-GiByte-Modell über einen ausreichend großen Speicherpuffer für alle Eventualitäten in der Pixel-Königsklasse. Das Stichwort für die nächste Disziplin.

Was bringen 12 GiByte? Edition 2022

Spezialtests mit bewusst hoher Speicherlast haben Tradition bei der PCGH, welche wir hier fortführen. Das Ziel der folgenden Benchmarks ist, die Unterschiede zwischen 10, 12 und 24 GiByte herauszuarbeiten. Die Teilnehmerliste beschränkt sich somit auf GA102-Grafikkarten. Dazu verwenden wir maximale Detaileinstellungen inklusive Raytracing und mindestens die Auflösung Ultra HD. Wenn es die Bildraten zulassen, testen wir außerdem in 5K mittels DSR. Dabei handelt es sich um die hübscheste Option für Besitzer eines WQHD-Bildschirms mit 4× Supersampling. Das entspricht 78 Prozent mehr Pixeln als bei Ultra HD, mit entsprechend deutlichen Auswirkungen auf die Bildrate. Daher hat auch eine interessante Zwischen-Option einen Gastauftritt: 5K mit DLSS. Nvidias Upsampling erzielt in Kombination mit DSR einen absolut sehenswerten Kompromiss aus Qualität und Leistung. Falls Sie mehr über die damit verbundenen Möglichkeiten erfahren wollen, sei Ihnen dieser Artikel ans Herz gelegt: DLSS 2x im Eigenbau: So nutzen Sie DLSS mit DSR-Supersampling für fantastische Bildqualität.

Beachten Sie bitte, dass wir mit einer Infrastruktur testen, die Speichermangel bestmöglich abfedern kann. Dies erreichen wir durch den Einsatz eines händisch ausgereizten Ryzen 9 5950 "XTX" auf einem X570-Unterbau, welcher modernen Grafikkarten die Vorteile von PCI-Express 4.0 bereitstellt. Damit sind Zugriffe Richtung Hauptspeicher mit doppelter Geschwindigkeit gegenüber PCI-Express 3.0 möglich. Im Verhältnis zum GDDR6X-Grafikspeicher erfolgen diese Transfers jedoch trotz modernster Infrastruktur extrem langsam. Kommen wir nun zu den Ergebnissen:

Die markantesten Ergebnisse werden - mal wieder - in Minecraft RTX und Wolfenstein Youngblood erzielt, daher haben wir sie an den Anfang der Benchmarks gestellt. Beide Spiele sind mit maximalen Details der Schrecken einer jeden speicherseitig unterbestückten Grafikkarte. Während der Nutzen des größten Texturpool-Settings in Wolfenstein zumindest fragwürdig ist, steht der jener der maximalen Sichtweite (24 Chunks) in Minecraft RTX keineswegs zur Diskussion. Die Chunks kosten in erster Linie Grafikspeicher, die Bildrate bricht verhältnismäßig gering ein, solange keine Daten ausgelagert werden müssen. Genau das passiert bei der Geforce RTX 3080 10GB, welche infolgedessen sehr unruhige Frametimes ausgibt und das Spielgefühl keinen Spaß aufkommen lässt. DLSS sorgt für eine enorme Entlastung, die Auslagerung und das Ruckeln auf der RTX 3080/10G bleiben jedoch. Die RTX 3080 12GB ist, wie die RTX 3080 Ti, vor diesen Problemen gefeit - allein aufgrund ihrer Speicherkapazität.

Egal ob 4K oder 5K, zumindest mit aktivem DLSS zieht die RTX 3090 keine Vorteile aus ihren 24 GiByte. Sowohl die RTX 3080 12GB als auch Ti erzielen flüssige oder zumindest gut spielbare Bildraten. In Ultra HD ohne DLSS schwenkt das Wetter schließlich um, hier kommt es zum bisher einzigen Fall, wo die Geforce RTX 3080 Ti und RTX 3080 12GB aufgrund ihrer "nur" 12 GiByte einknicken (Perzentile mehr als Average). Das Ergebnis ist eindeutig, allerdings hält sich die praktische Relevanz aufgrund der durchweg geringen Bildraten in Grenzen. DLSS ist der einzige Weg, um Minecraft RTX mit maximaler Sichtweite flüssig zu erleben und wird daher vermutlich von keinem Geforce-Nutzer deaktiviert.

Die übrigen Stichproben laufen mit 12 GiByte allesamt sauber, sofern man nicht während des Spielens ständig die Auflösung verändert und somit einen Überlauf provoziert - derartige Spielchen erlaubt nur die RTX 3090. Godfall zeigt neben Minecraft RTX und Wolfenstein Youngblood der RTX 3080 10GB ihre Grenzen auf, die RTX 3080 12GB ist bei den Perzentilen um mehr als ein Viertel schneller. Das Spiel ist einer der (noch?) raren Fälle, bei denen eine RTX 3060/12G höhere Bildraten als eine RTX 3070 Ti/8G erzielt (hier bei den Raytracing-Benchmarks zu sehen). Die Wahrscheinlichkeit, dass auch die RTX 3080 12GB und Ti zusammenbrechen, wenn man die Auflösung auf 5K steigert, ist groß, in diesem Fall aber ungetestet.

MSI Suprim X in Action

Eines gilt es noch zu klären: Wie viel schneller arbeitet ein hochgezüchtetes Custom-Design wie die uns zur Verfügung gestellte MSI Suprim X 12G LHR im Vergleich mit einem Basismodell ohne werkseitige Übertaktung? Kommt eine Karte dieses Kalibers an die RTX 3080 Ti heran? Diese Fragen beantworten wir anhand von zwei Stichproben: Cyberpunk 2077 und Marvel's Guardians of the Galaxy. Beide Spiele setzen Raytracing meisterhaft ein, um die Grafik zu verbessern, und profitieren daher klar von zusätzlicher Leistung. Damit in Ultra HD alles flüssig läuft, aktivieren wir DLSS.

Das kann sich sehen lassen: Dank des hohen Powerlimits in Kombination mit den starken Kühler kann die MSI-Grafikkarte ihren Takt über 1,9 GHz halten und erreicht damit in unseren Beispielen tatsächlich das Niveau der Geforce RTX 3080 Ti. Einen Effizienzpreis gewinnt die Karte mit annähernd 390 Watt jedoch nicht.

Bildergalerie

69
  1. Seite 1 RTX 3080 12GB im Test: Spezifikationen
  2. Seite 2 RTX 3080 12GB im Test: Spiele-Benchmarks
  3. Seite 3 RTX 3080 12GB im Test: Leistungsaufnahme & Effizienz
  4. Seite 4 RTX 3080 12GB im Test: Zusammenfassung mit Fazit
    • Kommentare (69)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von hoffgang BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von AKrandom
        Zugebeben ist der Titel des Artikels zu allgemein gehalten aber peinlich allein ist der Buchstabensalat den du hier zusammenwürfelst.
        In Sachen Leistung über die getesteten Auflösungen erstreckt hat die 3080 12GB nun einmal die Nase vorn und das kann ich auch als 6800XT Besitzer frei zugeben. Effizienz und Preis liegt alles im Ermessen des Käufers...hier gehts hauptsächlich um die Leistung. In diesem Sinne troll bitte woanders rum.
        Yeah, 3% Vorsprung über 20 Titel, bei weniger Vram und höherem Kaufpreis, klingt nach nem super Deal. V.a. wenn man bedenkt, dass 6900XTs weniger kosten, schneller sind und mehr Vram bieten.
        Aber hey, immerhin schlägt man ne Karte um 3% die im günstigsten, verfügbaren Modell 300€ weniger kostet.

        Das ist zum aktuellen Zeitpunkt ne GPU die niemand braucht.

        Die 3080 12GB Strix ist für 1789€ gelistet und diese Woche bundlet Asus ne 3080ti TUF mit ner Webcam und nem Lüfter für 1699€. Das ist einfach nur idiotisch, hier gibts wirklich garnix zu feiern. Die 3080 hätte von Anfang an 12 GB haben müssen, zum UVP von 699€ und nicht mittendrin Resteverwertung durchzuführen zu absoluten Mondpreisen. Wer hier auch nur irgendwas positives sehen will, der hat doch den Schuss nicht gehört. Die Karte hat keinen, absolut keinen Mehrwert, setzt sich weder in der Leistung, noch im Preis, noch im VRAM irgendwie markant von anderen verfügbaren GPUs ab, bietet absolut nix neues und hat erneut gezeigt wie wenig sich Nvidia um Kunden schert - weil man auf den jahrelangen Reviewprozess einfach mal nen Haufen gesetzt hat.
      • Von hoffgang BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von AKrandom
        Zugebeben ist der Titel des Artikels zu allgemein gehalten aber peinlich allein ist der Buchstabensalat den du hier zusammenwürfelst.
        In Sachen Leistung über die getesteten Auflösungen erstreckt hat die 3080 12GB nun einmal die Nase vorn und das kann ich auch als 6800XT Besitzer frei zugeben. Effizienz und Preis liegt alles im Ermessen des Käufers...hier gehts hauptsächlich um die Leistung. In diesem Sinne troll bitte woanders rum.
        Yeah, 3% Vorsprung über 20 Titel, bei weniger Vram und höherem Kaufpreis, klingt nach nem super Deal. V.a. wenn man bedenkt, dass 6900XTs weniger kosten, schneller sind und mehr Vram bieten.
        Aber hey, immerhin schlägt man ne Karte um 3% die im günstigsten, verfügbaren Modell 300€ weniger kostet.

        Das ist zum aktuellen Zeitpunkt ne GPU die niemand braucht.

        Die 3080 12GB Strix ist für 1789€ gelistet und diese Woche bundlet Asus ne 3080ti TUF mit ner Webcam und nem Lüfter für 1699€. Das ist einfach nur idiotisch, hier gibts wirklich garnix zu feiern. Die 3080 hätte von Anfang an 12 GB haben müssen, zum UVP von 699€ und nicht mittendrin Resteverwertung durchzuführen zu absoluten Mondpreisen. Wer hier auch nur irgendwas positives sehen will, der hat doch den Schuss nicht gehört. Die Karte hat keinen, absolut keinen Mehrwert, setzt sich weder in der Leistung, noch im Preis, noch im VRAM irgendwie markant von anderen verfügbaren GPUs ab, bietet absolut nix neues und hat erneut gezeigt wie wenig sich Nvidia um Kunden schert - weil man auf den jahrelangen Reviewprozess einfach mal nen Haufen gesetzt hat.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Also wenn ich die Karte Sinvollerweise auf max 300Watt begrenze hab sie umsonst gekauft weil. jede kleinere Karte das gleiche kann? Na toll...
        Und das diese Karten aller Hersteller mit spitzen auch gerne 500W+ erreichen... dumme Entwicklung.
        Ich sehe keinen Fortschritt wenn mehr Leistung nur durch mehr Strom kommt.

        Einfach krass 400Watt+ für ne Mittelklasse GPU
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Gibts da auch was für unter 300 Watt?
        Oder von Ratipharm?
        Oder bei OBI?

        Grafikkarten jenseits der Kotzgrenze bringen mich zu eben jenen Fazit.
        Würden die Hersteller mal ihren Verstand einschalten, anstatt nur noch Prestigeobjekte um jeden Preis und ohne Rücksicht auf Verluste in ihren Werkstätten zusammenschmieden, dann gäbe es viel weniger Probleme in allen Bereichen.
        Wir leben in den 2020ern.
        Seit dem letzten Jahrhundert haben sich alle auf die Fahne geschrieben endlich was gegen den Klimawandel unternehmen zu müssen.
        Wenn die damit rechnen, dass der Bedarf an Strom bis 2030 sogar noch um locker 20-25% steigen wird, weil wir unter anderem auch noch die ganzen E-Bikes, E-Cars und nun auch PC's mit bis zu doppeltem Verbrauch mit durchfüttern müssen, dann frage ich mich, was da eigentlich schief läuft?
        Die Antwort der EU ist natürlich Atomkraft und Gas als "ökologisch" einzustufen. Zack, Klimaziele erreicht?
        Damit würde sogar Habeck in Deutschland seine von 40%-auf-80%-in-nur-8-Jahren-Spaßidee hinbekommen können.
        Wenn man schon Einsparen möchte, dann z.B. durch so ein Projekt:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Vergleicht das mal mit einem dicken E-SUV für Wohlhabende.
        Übrigens wird nur der teure und nicht wirklich umweltfreundliche SUV durch die Bundesregierung durch Zuzahlungen gefördert.
        Merkt ihr was?
      • Von kazzig Software-Overclocker(in)
        Zitat von Blackout27
        Die aktuelle Lage verdirbt einem schon den Spaß am aufrüsten
        Deshalb muss man aber nicht das Gaming aufgeben. Sofern du aktuelle Spiele gerne genießt schau dir doch mal die Xbox Series X an. Diese kann man ohne Probleme bei Ebay und co. Nagelneu für ~550€ kaufen. Wenn man einen Twitter Bot oder co nutzt kann an diese auch direkt beim Händler für die UVP immer mal wieder kaufen.
        Bei immer mehr spielen funktioniert auch Maus und Tastatur, 1440p wird nativ unterstützt und für Spiele wie AoE oder CS Go reicht sicher auch dein jetziger PC noch aus

        Sobald sich die Lage wieder bessert kann man ja die Xbox verkaufen und sich seinen Wunsch PC holen.

        Nur mal ein Vorschlag bei der bescheidenen Zeit aktuell
        Gebe dir schon Recht, habe es auch ehrlicherweise etwas überspitzt formuliert. Ich bin Vollzeit-Jobber, habe also sowieso eigentlich relativ wenig Zeit zum Daddeln - aber ich liebe dieses Hobby. Ich bin seit den 90ern ein PC-Kind und in letzter Zeit hat sich in den unzähligen Spielebibliotheken so viel an Material angesammelt - das reicht sicher für zwei Leben. Auch mit der aktuellen Hardware.

        Aber das mit den Grafikkartenpreisen könnte man bei mir so beschreiben: Ich könnte locker - aber ich unterstütze es demonstrativ nicht. Ein Stück ist es die Erziehung und zweitens muss es der Kunde sein, der sich dagegen stemmt - sonst ändert sich nie etwas.
      • Von TempeST7ujz7z Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Prozessorarchitektur
        Das man mit 20% mehr bandbreite und 3% mehr shader nur 7% holt sagt nur eins
        Die spiele brauchen die bandbreite nicht und die cpu limitiert.
        man müsste die gpu auf 8k testen da dann die bandbreite eher zum tragen kommt.
        Solange wir noch konsolen haben die ein drittel so schnell sind werden die spielanforderungen kaum steigen.
        Und somit ist das höhere tdp limit ein Witz
        mehr rops bringen nur höhere auflösungen daher laufen die auch ins leere
        einzig das mehr am tmu bringt was 96 auf 112 und wen ich darüber nachdenke kommt vermutlich die ganze performance allein daraus gewonnen wird.
        Die 3% mehr an shader werden vermutlich gar nicht ausgelastet
        Moment welche Karte liefert 3x mal die Fps der Aktuellen Konsolen? Series S ausgenommen(hier geht es sich bestimmt aus aber Ps 5/SX? Wenn dem so wäre würde BF 2042 mit fast 4K mit 180Fps laufen, selbst Ark wäre endlich spielbar das schafft noch immer keine 60 Fps in 4k mit der 3090. Wäre ein lustiger Test zu sehen was die Heutigen Karten in der Codesuppe leisten.

        Aber von 3x mal sind wir weit weg. Nichtmal 2x. Diese Karte dürfte 80% fixer sein. Next Gpu Gen aber dann na hoffen wir es mit 650Watt Karten.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk