Xbox Series X und Series S im Test - Fix, fixer, Next Gen
Seit nunmehr sieben Jahren währt die achte Konsolengeneration, welche mittlerweile etwas Staub angesetzt hat. Doch Abhilfe ist in Sicht, denn am 10. November kommt Microsofts Next-Gen-Antwort endlich in den Handel: die Xbox Series X und die Xbox Series S. Wir konnten beide neuen Konsolen bereits testen und verraten, ob die neuen Spieleboxen mit all ihren Features und Verbesserungen punkten können.
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Bisher war das Jahr 2020 in vielerlei Hinsicht aufregend - ja fast schon nervenaufreibend, - denn politisch, gesellschaftlich und auch spielerisch gesehen, ist gerade viel im Umbruch. In diesem Artikel wollen wir uns aber nur auf den spielerischen Aspekt in Form der neuen Videospielkonsolen aus dem Hause Microsoft konzentrieren: Die Xbox Series X und die Xbox Series S. Ja, richtig gelesen, die Spielesparte des Redmonder Software-Riesen schickt zum 10. November gleich zwei Konsolen ins Rennen. Dabei stellt die Series X (XSX) wahrlich die Next-Gen-Konsole dar, mit all den neuen Features und Annehmlichkeiten, die die neue Spielehardware bringen soll und die auf die anspruchsvollen Bedürfnisse der Spielerschaft zugeschnitten ist. Das beinhaltet neben Direct-X-Raytracing (DXR) auch eine superschnelle SSD, die Ladezeiten so nahezu vollständig beseitigen soll, flüssige 60 Fps bei einer Ultra-HD-Auflösung und räumliches Audio sprich 3D-Sound sind außerdem auch mit von der Partie. Damit sollen die Spiele der neunten Konsolengeneration noch realer und immersiver werden und Spieler in ihren Bann ziehen. Die Series S (XSS) ist zwar immer noch eine Next-Gen-Konsole, aber verglichen mit der großen Schwester, der Series X, wurden die Spezifikationen etwas abgespeckt, um einen niedrigeren Preispunkt realisieren zu können. Viele der gerade genannten Features sind auf der Series S zwar genauso erlebbar, jedoch mit WQHD in einer geringeren Auflösung. Darüber hinaus vermisst man bei der Series S ein optisches Laufwerk, es handelt sich also um eine rein digitale Konsole, bei der man Spiele nur über den internen Xbox-Store oder den zusätzlich erwerbbaren Game Pass bekommen kann.
Die neuen Next-Gen-Konsolen aus dem Hause Microsoft warten schon in den Startlöchern, um dann am 10. November für 499 respektive 299 Euro vom geneigten Gamer erstanden werden zu können. Befeuert werden beide Iterationen von einem Ryzen-Chip mit RDNA-2-Features, eine extrem schnelle SSD rundet das Erlebnis ab, sodass die neuen Heimkonsolen einen garantierten technologischen Sprung zur bisher genutzten Konsolengeneration darstellen. Microsoft hat indes den eigenen Aboservice Game Pass - ein Netflix der Spiele, wenn man so will - massiv ausgebaut, für den Start der neuen Konsolen auch EA Play mit ins Boot geholt und wie sicherlich alle wissen, Bethesda eingekauft. Damit sollen dann in Zukunft entsprechend mehr Videospiele im Abo spielbar werden, auch von unterwegs ist das dann möglich, denn Project Xcloud ist auch Teil des Game-Pass-Ökosystems geworden.
Auspacken, fertig, los
Als vor sieben Jahren die aktuellen Konsolen an den Start gingen, sah die Welt noch anders aus - vielleicht etwas rosiger, vielleicht etwas unschuldiger, aber technisch auch etwas langsamer und durch die Bank weniger stark vernetzt. Musste man damals noch mühselig alles per Hand über den Controller eingeben, um sich anzumelden, funktioniert das heute erstaunlich einfach - fast schon idiotensicher möge man meinen. Wer nämlich bisher auf einer Xbox spielte oder Nutzer des Game Pass Ultimate am Rechner war, kann über die entsprechende Xbox App auf dem Smartphone ganz simpel über einen 10 Buchstaben langen Code sein Xbox-Alter-Ego mit der neuen Konsole verbinden und synchronisieren. Natürlich kann man auch weiterhin ohne Internet und Smartphone die neue Xbox in Betrieb nehmen, muss dann aber tatsächlich alles händisch eingeben, sich einloggen und die entsprechenden Einstellungen - zumindest einmal - vornehmen. Mit der App ist dieser fünfminütige Prozess auf ein Minimum eingedampft, nämlich auf die Eingabe des besagten Codes, danach werden die im Konto hinterlegten Einstellungen der alten Xbox mitübernommen.
Das macht den Wechsel auf die neue Plattform so geschmeidig wie nur möglich und man merkt gar nicht, dass man sich nun in der Next Gen befindet. Ein kleines Update später, begrüßt einen das altbekannte User-Interface des Xbox-Ökosystems. Altbekannt deswegen, weil auch auf der Xbox One X das gleiche UI mittlerweile vorzufinden ist - all die Features, neuen Anordnungen oder Verbesserungen scheinen deshalb zum Start der Series X|S Generationen übergreifend implementiert worden zu sein. Microsoft will damit wahrscheinlich den Wechsel so schmerzbefreit wie möglich gestalten, die alte Konsolengeneration aber nicht außen vorlassen und das gesamte Xbox-Ökosystem so aufwerten und vereinheitlichen. Man findet deswegen wie bisher auch in der ersten Reihe Kacheln, die einem zeigen, was man als Letztes getan hat und darunter dann entsprechend eingerichtete Gruppen, angepinnte Spiele oder Services sowie Clubs und Events.
Quelle: PC Games Hardware
Xbox Series X und Series S im Test - UI auf der Xbox One X
Ist das noch Konsole oder schon Mini-PC?
Beide Konsolen unterscheiden sich nicht nur in den augenscheinlichen Dimensionen, sondern vor allem im gebotenen technischen Umfang der Grafikeinheit. Dennoch greifen beide Konsolen auf einen Ryzen Octacore-Prozessor zurück, der über die Zen-2-Architektur verfügt und simultanes Multithreading erlaubt. Bei der Series X wird mit 3,8 GHz getaktet - sofern 16 Threads genutzt werden, liegt der Takt 200 MHz niedriger. Insgesamt findet man auf dem 360,4 mm² großen Die des SoC der Xbox Series X 15,4 Milliarden Transistoren, die in einem verbesserten 7-nm-Fertigungsprozess vom Stapel gelassen wurden. Bei der Xbox One X waren es noch 6,7 Milliarden Transistoren auf 367 mm² Fläche, die in TSMCs verbesserten 16-nm-Fertigunsgprozess hergestellt wurden. In der kleinen Schwester, der Xbox Series S, fällt der Takt dagegen etwas geringer aus: Hier wird ohne Multithreading eine Frequenz von 3,6 GHz erreicht, unter Verwendung von 16 Threads sinkt auch hier die Taktrate um 200 MHz ab. Der L2-Cache der CPUs beträgt 512 KB und 4 MB im L3-Cache pro CCX (mit jeweils vier CPU-Kernen), die als zwei separate CPU-Cluster auf dem Die getrennt vorliegen und durch das Infinity-Fabric verbunden sind. Entgegen Microsofts Ansage, dass es sich hier um "Server Class CPUs" handle, passt der Cache eher zu den mobilen Renoir APUs von AMD.
Quelle: Microsoft
Xbox Series X und Series S im Test - Hot Chip Beitrag zur GPU
Die Grafikeinheit auf dem SoC basiert auf der RDNA-2-Architektur mit DXR-Tier-1.1, die auch in den kommenden Navi-GPUs aus dem Hause AMD zu finden ist. In der Xbox Series X sind 56 Compute Units (CU) verbaut, von denen 52 aktiviert sind und über einen 5 MB großen L2-Cache verfügen. Insgesamt kann die Konsole also 3.328 Shader-Kerne nutzen und als Pixelschubser einsetzen. Die CUs sind dann mit 1,825 GHz getaktet und so kann die APU eine Rechenleistung von 12,16 TFLOPs aufbringen. Bei der Xbox Series S kommt zwar die gleiche Architektur zum Einsatz, jedoch mit deutlich weniger Compute Units, die auch noch einen geringeren Takt aufweisen: Hier findet man nur 20 CUs, die mit 1,565 GHz rechnen. Deswegen fällt der Die der kleineren Konsole auch um 55 Prozent geringer aus. Betrachtet man zudem die reinen TFLOPs-Angaben, ist die Xbox Series S nur ein Drittel so schnell wie die Xbox Series X. Beide Konsolen können dank AMDs frischer GPU-Architektur auch hardwarebeschleunigtes Raytracing, dass in den Textureinheiten stattfindet. Auf der Series X kann eine CU deswegen entweder an vier Texturoperationen teilnehmen oder vier Raytracing-Operationen bewerkstelligen, sodass die Raytracing-Performance insgesamt bei 380 Gigarays pro Sekunde liegt. Laut Microsoft soll auf den ALUs auch maschinelles Lernen möglich sein, ähnlich wie bei Nvidias DLSS. Die künstliche Intelligenz soll dann aber hauptsächlich für Charakterverhalten und Auflösungsskalierung genutzt werden.
Beide Konsolen aus dem Hause Microsoft verfügen zudem über festverbaute NVME-SSDs, in der Series S weist diese eine Kapazität von 512 GB auf, in der Series X ist es 1 TB. In beiden Geräten sind die internen SSDs über zwei PCI-E-4.0-Lanes angebunden, will man den Speicher über eine Steckkarte erweitern, sind noch zwei weitere PCI-E-4.0-Lanes im petto vorhanden. Insgesamt schaffen die Konsolen so 4 GB/s zu übertragen, was in den rasend schnellen Ladezeiten der Konsole resultiert. Speichertechnisch ist die Series X mit 16 GB GDDR6 RAM ausgestattet, die über einen 320-Bit-Bus angebunden sind. Davon haben 10 GB einen Durchsatz von 560 GB/s, der Rest schafft in der Sekunde 336 GB. Die Series S hat dagegen insgesamt nur 10 GB, von denen 8 GB für Spiele bei einer Bandbreite von 224 GB/s genutzt werden können - der Rest schafft hier nur einen Durchsatz von 56 GB/s und ist dem System vorenthalten. Bei beiden Konsolen ist der unkomprimierte I/O-Durchsatz mit 2,4 GB/s angegeben, komprimiert schafft man genau das Doppelte - nämlich 4,8 GB/s. In den Dimensionen macht sich die geringere Leistung der Series S durchaus bemerkbar, denn die kleine Konsole ist mit einem Volumen von 2,7 Liter circa 60 Prozent schmaler als die 6,9 Liter fassende Series X. Die Zielleistung der großen Konsole ist tatsächlich 4K mit 60 Fps, bei der Series S liegt das Darstellungsziel bei 1.440p und ebenso geschmeidigen 60 Fps. Damit ist aus technischer Sicht die neue Xbox Series X ein deutlicher technologischer Sprung, vor allem weil auf CPU- und GPU-Ebene auf neue Architekturen gesetzt wird und weil so nun auch für einen minimalen Preispunkt 4K- beziehungsweise WQHD-Gaming Einzug in die Konsolenwelt erhält.
SSD-Magie - Das geht aber fix!
Schaut man auf die Iterationen der letzten Konsolengeneration zurück, waren dort ab Werk nur Festplatten verbaut. Diese sind verglichen mit SSDs deutlich langsamer, weil da mechanische Bauteile zum Einsatz kommen, die die Daten erst auf den rotierenden Plattern über einen magnetischen Lesekopf auslesen müssen. SSDs sind dagegen ein elektrisches Medium und haben deswegen extrem kurze Zugriffszeiten, die durch die PCI-Express-4.0-Schnittstelle ultraschnell angebunden werden können. Beide Konsolen liefern auch einen wirklichen Geschwindigkeitszugewinn bei den Ladezeiten, egal ob es sich dabei um ein Xbox Series X|S Spiel handelt, ein für die neuen Konsolen optimiertes Spiel oder man mit der Abwärtskompatibilität einen Titel aus dem Spielekatalog von Xbox One, 360 oder der allerersten Xbox anwirft.
| Spiel | Xbox One X | Xbox Series X | Xbox Series S |
|---|---|---|---|
| Sea of Thieves | 34 s | 12 s | 13 s |
| AC Valhalla | 67 s | 16 s | 19 s |
| Gears Tactics | 50 s | 7 s | 9 s |
| The Touryst | 23 s | 9 s | 10 s |
Die Zeiten in denen man sich tatsächlich noch was aus der Küche holen konnte, sind jetzt quasi vorbei, denn Spiele laden unheimlich schnell. Im Test mit Gears 5, einem für die Series X|S verbessertem Titel, musste man auf der Xbox One X 34 Sekunden warten, bis das Level geladen war. Am PC, der ebenso auf eine SSD zugreifen konnte und nicht auf eine Festplatte, waren es noch 19 Sekunden, die beiden neuen Konsolen schafften dagegen einen Wert von unter zehn Sekunden: Die XSS brauchte 8, die XSX nur noch 7 Sekunden. Das ist eine Reduktion von 76,5 respektive 79,4 Prozent zur Xbox One X und 63,2 sowie 57,9 Prozent zum im Test genutzten Computer. Bei Forza 4 zeigte sich der Unterschied zwischen aktueller Konsolengeneration und der letzten noch gewaltiger: Muss man auf der Xbox One X ganze 85 Sekunden warten, bis man im Level war, sind es auf der Series X 16 und auf der Series S 20 Sekunden - eine Reduktion um 81,2 respektive 76,5 Prozent. Der Geschwindigkeitszugewinn geht sogar so weit, dass beispielsweise in The Witcher 3 die Schnellreisefunktion fast schon wie ein Glitch wirkt, weil das Spiel nicht hinterherkommt.
Dank der "Velocity Architecture", die neben der schnellen NVME-SSD auch hardwarebeschleunigte Dekompression, eine neue API für den Speicher und "Sampler Feedback Streaming" umfasst, kann man nun auf ein Schnelleinsteige-Feature zurückgreifen. Mit "Quick Resume" steigt man wieder in das Spiel ein, wo man es im Vorfeld unterbrochen hatte, ohne dafür einen Speichervorgang eingeleitet zu haben. So kann man zwischen mehreren Titeln hin- und herwechseln, um ohne Umwege direkt wieder an dem Punkt weiterzumachen, wo zuvor das Spiel unterbrochen wurde. Dabei ist es egal, ob die Konsole zwischenzeitlich ein Update erfahren hat oder ob sie vom Strom genommen wurde - wer einmal aus dem Spiel rausgeht, kann ohne sich durch Menüs zu navigieren, zum letzten gespielten Punkt springen.
Alte Spiele, neue Spiele - egal!
Neben echten Next-Gen-Titeln findet man auf der Series X|S für die neuen Konsolen optimierte Videospiele, die quasi visuelle Verbesserungen mitbringen und sich die Funktionen der neuen Hardware zunutze machen. Neben einer besseren Auflösung beinhaltet dies natürlich eine erhöhte Framerate und auch der vermehrte Einsatz von beispielsweise volumetrischem Licht oder eine Verbesserung des allgemeinen Detailgrades. Auch Raytracing kommt in einem optimierten Gears 5 zum Einsatz, sodass schlussendlich in dunklen Bereichen ein größerer Detailgrad vorliegt. Aber auch neue Features, wie die Rendertechnik "Variable Rate Shading" finden durch so ein Update Einzug in ältere Spieletitel. Das beinhaltet natürlich auch einen Zugewinn an Bildern pro Sekunde, sodass die optimierten Titel nun durchgehend mit butterweichen 60 Fps laufen, bei manchen Titeln soll die Series X sogar 120 Fps schaffen. Neben den nicht existenten Ladezeiten ist das mitunter die größte Errungenschaft der neuen Konsolen: höhere Frameraten und weniger Framedrops.
Zwar ist der aktuelle Next-Gen-Spielekatalog noch etwas dürftig, dank der Abwärtskompatibilität kann man aber auf Videospiele aus den letzten drei Generationen zugreifen. Das mag mancher als nettes Feature verbuchen, im Grunde kann man damit aber seine Lieblingsspiele auch auf neuer Hardware nutzen und ist nicht dazu gezwungen, alte Kamellen auszupacken, wenn man einen Jieper auf ein Spiel aus der vorletzten Generation hat. Natürlich profitieren die alten Spiele auch hier wieder enorm von der superschnellen neuen Hardware, sodass Ladezeiten sich verkürzen, aber auch neue Features sind mit im Paket. Mit AutoHDR werden SDR-Spiele automatisch in den höheren Dynamikumfang gehoben, sodass die Eigenschaften moderner Bildschirme auch mit alten Spielen genutzt werden können. Aktuell sind 39 Xbox Spiele kompatibel, 568 Xbox 360 Titel und sämtliche Xbox One Spiele.
Quelle: PC Games Hardware
Xbox Series X und Series S im Test - Game Pass Angebot
Sollte man nicht über so eine Spielesammlung verfügen, dann kann man immer noch auf Microsofts Game Pass zurückgreifen. Dieser bietet ein buntes Potpourri an Spieletiteln und wird zum Launch der neuen Konsolen sogar um EA Play erweitert. Vor allem wenn man sich die Laufwerklose Series S angeschafft hat, macht der Game Pass mehr als Sinn, da man so nicht auf den Kauf im Xbox Store angewiesen ist und dennoch eine große Auswahl auch aktueller Titel spielen kann. Hier liegt wahrscheinlich auch der Nutzen der "All Digital"-Konsole Xbox Series S, da sie den Game Pass hardwareseitig unterstützen soll und so Spieler an den Redmonder Konzern mit einem Abo bindet.
Bewährt und beliebt: Der Xbox Controller
Seien wir mal ehrlich: Der Xbox-Controller ist schon seit längerem ein wirklich gutes Eingabegerät. Der neue Controller für die Series X|S hat nur ein leichtes Redesign bekommen, sodass man noch alle Knöpfe und Schalter an den gleichen Stellen findet. Hinzugekommen ist aber dennoch ein sogenannter Share-Button, mit dem man einfacher Videoclips und Screenshots des eigenen Gameplay aufnehmen kann, sonst sind die Dimensionen identisch zur Iteration aus der letzten Konsolengeneration. Neben einem matten Oberflächenfinish, das sich so nebenbei sehr gut anfühlt, haben die Triggertasten eine rutschfeste Grip-Oberfläche bekommen und das Steuerkreuz wurde dem des Xbox Elite Controllers nachempfunden, sodass dort nun nicht mehr die vier distinkten Richtungen eines D-Pads vorzufinden sind.
Quelle: PC Games Hardware
Xbox Series X und Series S im Test - Der neue Controller in der Nahaufnahme mit neuem Steuerkreuz und Share Button
Das neue Eingabegerät wiegt nur ein Gramm mehr als der alte und kommt mit Batterien auf 286 g, obwohl sich der Controller in der Hand deutlich schwerer anfühlt. Die haptischen Motoren sind deutlich kraftvoller, als noch bei der Xbox One X und genauso wie beim alten Controller kommen wieder AA-Batterien zum Einsatz, wer also den vollen Funktionsumfang des USB-C-Ports am Gerät nutzen will, sollte in Akkus investieren.
Leise Konsole macht Zocker froh
Die Redmonder hatten in der vorletzten Konsolengeneration mit der Abwärme des Interior der Xbox 360 Probleme, sodass viele Konsolen damals einen Hitzetod starben. Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich, sodass Microsoft bei der Xbox One X auf eine Vaper Chamber setzte, mit der sich die Konsole unter minimaler Lautheit sehr kühl halten lies. Die Series X greift wieder auf eine Vapor Chamber zurück und hat zusätzlich die rechnenden Innereien im Gerät aufgeteilt. Dadurch vermeidet Microsoft eine übermäßige Hitzekonzentration im Inneren, ein leiser 130-mm-Lüfter erledigt dann den Rest. Dieser scheint tatsächlich der ideale Kompromiss zwischen Lautheit und Kühleigenschaften zu liefern, denn die Konsole erreicht selbst in anspruchsvollen Titeln nur einen Wert von 0,1 Sone Lautheit. Liegend wird die Series X etwas lauter, sodass 0,2 Sone emittiert werden. Hier muss man natürlich erwähnen, dass die Geräuschquelle nach oben beziehungsweise zur Seite wegstrahlt. Konzentriert man aus einem halben Meter Abstand die Messung auf den Lüfter, bleibt man dennoch bei 0,3 Sone, auch die Series S wird da im Betrieb nicht wesentlich lauter. Ist das 4k-Bluray-Laufwerk der Series X in Benutzung steigt der Wert natürlich, sodass man dann eine Lautheit von 2 Sone stehend und 1,8 Sone liegend vernehmen kann.
Quelle: PC Games Hardware
Xbox Series X und Series S im Test - Hitzentwicklung der Series X (29)
Dabei bleibt die Temperaturentwicklung im Rahmen, sodass die Series X an der Oberseite, wo der Wärme- und Luftaustausch stattfindet, auf eine Temperatur von um die 44°C kommt. Der Luftstrom fühlt sich zwar warm an, von einem Hitzeproblem wie im Vorfeld einige berichteten, konnte aber während des Tests nicht gesprochen werden. Auf Grund der geringen Größe und des fehlenden Kamineffekts heizt die kleinere Series S etwas mehr auf als die große Schwester. Hier kann man am Lüfterausgang 58°C messen, was schon deutlich wärmer ist, auf die Elektronik aber keine Auswirkungen haben sollte.
Fazit: Alles richtig gemacht
Für knapp 500 Euro bekommt man mit der Series X ein ordentliches Technikpaket serviert, das durch die Bank mit technischen Schmankerln punkten kann. Vor allem die extrem fixe SSD, mit der Ladezeiten auf ein Minimum eingedampft wurden, sind wie Balsam für die Konsolero-Seele: Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich noch ein Wasser holen konnte, während das Level lädt. Die Vorzüge der schnellen SSD hören hier aber nicht auf, denn mit Features wie "Quick Resume" und der "Velocity Architecture" kann man in Sekundenschnelle zwischen Titeln hin- und herspringen - ohne Abspeichern zu müssen man landet dann wieder genau da, wo man zuvor das Spiel beendet hatte. Dieser Geschwindigkeitsboost kann durchaus als ein Unterschied wie Tag und Nacht zur letzten Konsolengeneration gesehen werden.
Dieser Zugewinn an Geschwindigkeit wird von 4K- respektive 1.440p-Gaming mit meist 60 Fps unterstrichen, da sich Titel so viel runder und flüssiger spielen lassen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Konsolenspieler nur mit einigen weniger anspruchsvollen Videospielen in den Genuss von 60 Fps gekommen sind, mit der neuen Konsolengeneration ist das angestrebte Ziel und dies konnte auch in den getesteten Spielen registriert werden. Weniger Framedrops und höhere Frameraten sind äußerst begrüßenswert und lieber gesehen als etwas realer anmutende Schatten. Die 12 TFLOPs der Xbox Series X können hier echt glänzen und betrachtet man den Preispunkt beider Konsolen, ist die gebotene Leistung ein echtes Kaufargument, auch weil ein bisschen Raytracing Einzug in den Konsolenmarkt erfährt.
Überraschend war, dass das User Interface der neuen Xboxen identisch zur alten Generation ist und deswegen der Generationenwechsel einem nicht direkt ins Gesicht springt. Microsoft setzt hier auf Uniformität innerhalb des Xbox-Ökosystems, um wahrscheinlich weniger die neuen Konsolen hervorzuheben, sondern die Xbox Spielemarke. Die beinhaltet auch den viel umworbenen Game Pass, der innerhalb der Corona-Pandemie nochmal massiv an Nutzern zulegen konnte und mit dem Einkauf von Zenimax/Bethesda nun auch noch eine Vielzahl an Studios und Videospielen in Zukunft bekommen wird. Die Idee eines "Netflix für Spiele" ist wahrscheinlich die nächste Entwicklungsstufe innerhalb der Entertainment-Branche und auf der Xbox sehr gut und rund umgesetzt. Wer also sich für eine Xbox Series S entscheiden sollte, der sollte auch über eine Mitgliedschaft bei diesem Service nachdenken, da man bei der kleinen Konsole nicht auf den Gebrauchtmarkt oder Abverkäufe außerhalb des Xbox Store zurückgreifen kann.
Ein bisschen Schade ist, dass der Controller nur ein minimales Redesign bekommen hat. Klar, "never change a runnning system" trifft sicherlich auch hier zu, aber ein "Next Gen"-Feature hätte man sich abseits eines Share Buttons dann doch irgendwie gewünscht. Nichtsdestotrotz ist der Controller wieder etwas besser geworden, liegt gut in der Hand und kann mit Haptik, Gewicht und internen Feedback-Motoren punkten. Wahrliche Next-Gen-Titel vermisst man zur Stunde leider auch noch, zum Release am 10. November kann man aber auf 30 optimierte Spiele zurückgreifen, die sich dann die Features der neuen Konsolen zu eigen machen. Oder man nutzt eben die Abwärtskompatibilität, mit der man die letzten drei Generationen an Konsolen mit in die neue Ära nehmen kann.
Die neue Xbox Series X und Series S überzeugen auf dem Papier und können auch in der Praxis mit den Features der Next Gen punkten. Geschmeidiges Gameplay, tolle grafische Details bei 4K beziehungsweise 1.440p und neue Techniken wie Raytracing sowie Variable Rate Shading machen die neuen Konsolen auch für PC-Spieler interessant, da der Preispunkt bei 500 und 300 Euro für die gebotene Leistung fast unschlagbar ist.
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Das ist auch nichts anderes als ein Emulator auf der Konsole.
Auch mies, dass die neuen Konsolen weniger Original Xbox Titel unterstützen als die 360... Weniger als ein Zehntel der von der 360 unterstützten (42 vs 462 von 1001 Titeln). Man sollte annehmen, dass die Liste eher ausgebaut als so extrem gekürzt werden würde.
Von den 2084 360 Spielen laufen 577 auf der One.
Project Zero 1 und 2 (XBox) funktionieren nicht, während auf der 360 nur die EU Version des ersten Teil nicht ging. Gun Valkyrie (XBox) und Resonance of Fate (360) funktionieren auch beide nicht. Von den 6 Spielen, welche ich bis jetzt getest hab (6. installiert grad), werden nur 2 unterstützt (Panzer Dragoon Orta und Fable 2).
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Das ist auch nichts anderes als ein Emulator auf der Konsole.
Project Zero 1 und 2 (XBox) funktionieren nicht, während auf der 360 nur die EU Version des ersten Teil nicht ging. Gun Valkyrie (XBox) und Resonance of Fate (360) funktionieren auch beide nicht. Von den 6 Spielen, welche ich bis jetzt getest hab (6. installiert grad), werden nur 2 unterstützt (Panzer Dragoon Orta und Fable 2).
Damit sieht Sony gar nicht mehr so schlecht aus, wenn sie die PS4 Kompatibilität nicht verhunzen. Auf unserer Vita können wir PSP und PS1 Spielen spielen. PS2 und PS3 unterstützen PS1. PS3 auf PS4/5 wär geil, aber bringt nichts, wenn viele Spiele nicht unterstützt werden und es nicht mal dem Kunden überlassen wird, es doch zu probieren, da bei XBox entweder offiziell unterstützt oder überhaupt nicht möglich.
Also Konsolen sind in der Hinsicht noch immer mies und werden es wahrscheinlich bleiben, während es am PC zig Möglichkeiten gibt. Da sollen die noch ein abfälliges Wort über Emulatoren verlieren...
Noch ein Punkt bezüglich der Nutzererfahrung PC vs Konsole (ab Zeitstempel 07:43):
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