Einsteiger- und Mittelklasse-Grafikkarten im Test 2026
Der Grafikkarten-Vergleichstest 2022: Hier finden Sie Empfehlungen für Einsteiger- und Mittelklasse-Grafikkarten bis 500 Euro, von AMD (Radeon) und Nvidia (Geforce)
In diesem Artikel
Grafikkarten-Vergleichstest: Mainstream
Diese Gaming-Grafikkarten entsprechen dem Einsteigersegment: Ihre Leistung genügt zum Spielen in Full-HD-Auflösung, für flüssige Bildraten müssen jedoch mitunter Details reduziert werden. Außerdem erhalten Sie hier keine top-moderne Technik - Raytracing ist hier grundsätzlich kein Thema. Weitere Informationen zur Leistung von Gaming-Grafikkarten liefert Ihnen die Grafikkarten-Rangliste 2022. Verfügbare Grafikkarten in diesem Leistungssegment (absteigend nach Leistung sortiert) - weitere Informationen liefert Ihnen unser monatlich frisches, gedrucktes Magazin.
- Geforce RTX 3050 (8.192 MiByte, ab ca. 320 Euro)
- Radeon RX 6500 XT (4.096 MiByte, ab ca. 180 Euro)
- Geforce GTX 1660 Super (6.144 MiB, ab ca. 290 Euro)
- Radeon RX 5500 XT (8.192 MiB, ab ca. 550 Euro)
- Geforce GTX 1660 (6.144 MiB, ab ca. 290 Euro)
Dieses Preissegment hat die Auswirkungen der generellen Lieferknappheit besonders hart getroffen. Zwischenzeitlich hatten sich die Preise mehr als verdoppelt, mittlerweile ist das Niveau wieder halbwegs erträglich. Wir raten dennoch und ausdrücklich davon ab, in eine Geforce GTX 1660 (Super) oder Radeon RX 5500 XT zu investieren. Ihre Technik ist veraltet und für nur unwesentlich mehr Geld erhalten Sie deutlich modernere Alternativen. Der Gebrauchtmarkt ist die beste Anlaufstelle, um an eine günstige Altkarte als Übergang zu gelangen.
Die Ende 2020 gestartete Konsolengeneration rund um Playstation 5 und Xbox Series X mit deutlich aufgebohrter Hardware und reichlich Speicherkapazität wird sich mittelfristig auch auf den PC auswirken. Die neue Spiele-Generation 2022/2023 wird hübscher und fordernder denn je, sodass derzeit gerade noch ausreichende Grafikkarten aus dem Raster fallen. Wer ernsthafte Gaming-Absichten hegt, sollte auf keinen Fall mehr ein 4-GiByte-Grafikkarte kaufen. Die Investition in ein größeres Speicherpolster verlängert die Nutzbarkeit einer Gaming-Grafikkarte wesentlich. Am deutlichsten betrifft das Textur- und Schattendetails, denn diese kosten keine Leistung, sondern lediglich Speicher - wer genügend davon hat, kann zumindest von hohen Oberflächendetails profitieren. Selbstverständlich kann man am PC immer die Details reduzieren, allerdings erscheint uns das angesichts der geringen Aufpreise für 6- und 8-GiByte-Grafikkarten nicht als sinnvoll. Wir haben daher 4-GiByte-Grafikkarten aus der Gaming-Kaufberatung entfernt. Diese genügen selbstverständlich für ältere Spiele und erst echt für Office-Rechner, ergeben in einer Gaming-Beratung mit neuen Produkten jedoch keinen Sinn.
Die einzige Mainstream-Grafikkarte, mit der Sie keine Kompromisse eingehen müssen, ist Nvidias Geforce RTX 3050 (PCGH-Test). Rund 320 Euro werden derzeit fällig, was zunächst nach viel klingt, aber ein gutes Angebot darstellt. Die Ampere-Grafikkarte rangiert in etwa auf dem Leistungsniveau der Geforce GTX 1070 (Ti) und Radeon RX Vega 56, ist also mehr als ausreichend für Full HD. Mehr noch, dank 8 GiByte Speicher, ordentlicher Raytracing-Leistung und dem Fps-Booster DLSS ist die Nvidia-Karte allem gewachsen. Einen aktuellen Vergleich von 9 Custom-Designs der Geforce RTX 3050 finden Sie bei PCGH Plus.
Neu und trotzdem nicht allem gewachsen ist die AMD Radeon RX 6500 XT (PCGH-Test). Dieses Modell wurde vor allem auf einen günstigen Preis getrimmt - was sogar beim derzeit kaputten Markt funktioniert, zwischenzeitlich waren Modelle ab 200 Euro verfügbar. Das ist verführerisch günstig, allerdings müssen wir hier eine weitere Warnung aussprechen: Die RX 6500 XT ist eine kompromissbehaftete Grafikkarte, die Gaming nur mit reduzierten Details schafft. Ausführliche Informationen, was mit einer Radeon RX 6500 XT (nicht) möglich ist, erfahren Sie im PCGH-Test der AMD-Karte sowie im Artikel Low-Quality-Gaming: Spielen mit der RX 6500 XT, 4 GiByte und reduzierten Einstellungen.
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Wer vor allem günstig kaufen möchte, um erst bei der neuen Generation Ende 2022 "richtig" zuzuschlagen, sollte sich nach Gebrauchtmodellen umsehen, etwa in Foren, bei Freunden und Bekannten, oder beispielsweise Ebay Kleinanzeigen. Da wäre etwa Nvidias Geforce GTX 1660 Super. Sie ist relativ schnell und sparsam und erfüllt damit den Zweck als Full-HD-Grafikkarte passabel. In der Grafikkarten-Rangliste folgt ihr die AMD Radeon RX 5500 XT mit 8 GiByte Speicher. Wer eine gleich schnelle Geforce-Grafikkarte sucht, findet diese in Gestalt der Geforce GTX 1660. Auch sie bietet ein modernes Feature-Set und hohe Energie-Effizienz, ist mit 6 GiByte Speicherkapazität jedoch nicht kompromisslos bestückt.
Auch noch ältere Modelle eignen sich prima als Übergangs-Grafikkarte, etwa die Radeon RX 580. Mit 8 GiByte ist sie nicht einmal zehn Prozent langsamer als die RX 5500 XT oder RX 590. Unser Einsteiger-Evergreen, die Radeon RX 570 mit 8 GiByte, war Mitte 2020 noch für weniger als 150 Euro zu haben, ist nun jedoch vergriffen. Bei noch langsameren Grafikkarten sollten Sie zwecks guter Leistung in modernen PC-Spielen besser nicht einsteigen. Welche der genannten Karten Sie letztendlich kaufen, ist eine reine Budget-Frage.
Und dann ist da noch die Geforce GTX 1650. Sie unterliegt selbst der alten Radeon RX 570 haushoch, punktet jedoch mit ihrer geringen Leistungsaufnahme, welche Modelle ohne Extra-Stromstecker und sogar reiner Passivkühlung möglich macht - das kann eine Option sein. Mehr dazu im folgenden Video.
Grafikkarten-Vergleichstest: Mittelklasse
Grafikkarten dieser Kategorie entsprechen der Mittelklasse: Ihre Leistung genügt in der Regel zum Spielen mit maximalen Details in Full-HD-Auflösung, doch es dürfen auch Ausflüge ins WQHD/1440p gewagt werden. Weitere Informationen zur Leistung von Gaming-Grafikkarten liefert Ihnen die Grafikkarten-Rangliste 2022. Empfehlenswerte Grafikkarten in diesem Leistungssegment (absteigend nach Leistung sortiert) - weitere Informationen liefert Ihnen unser monatlich frisches, gedrucktes Magazin.
- Radeon RX 6650 XT (8.192 MiB, ab ca. 440 Euro)
- Radeon RX 6600 XT (8.192 MiB, ab ca. 420 Euro)
- Geforce RTX 3060 (12.288 MiB, ab ca. 420 Euro)
- Radeon RX 6600 (8.192 MiB, ab ca. 320 Euro)
- Geforce RTX 2060 (12.288 MiB, ab ca. 350 Euro)
- Geforce RTX 2060 (6.144 MiB, ab ca. 320 Euro)
Wir haben diesen Abschnitt der Kaufberatung etwas umgestaltet, neuerdings beginnt dieses Segment mit Raytracing -fähigen Modellen - sie können es, allerdings mit Einschränkungen. Wer heutzutage eine Grafikkarte in diesem Leistungsbereich kauft, sollte nach Möglichkeit ein Modell mit 8 GiByte oder noch größerem Speicher wählen, um in fortschrittlichen Spielen allen (Textur-)Details gewachsen zu sein. Diesem Streitpunkt widmen wir uns bereits in den vorherigen Preis- und Leistungsbereichen.
Die schnellsten Grafikkarten in diesem Segment sind - in dieser Reihenfolge - die neue Radeon RX 6650 XT, die RX 6600 XT und die Geforce RTX 3060. Die AMD-Karten punkten vor allem mit ihrer hohen Leistung in Full-HD-Auflösung und distanzieren die Geforce RTX 3060 um 10 bis 15 Prozent. Auch in WQHD führen RX 6650 XT und RX 6600 XT in den meisten Fällen. Beim Raytracing spielt die RTX 3060 hingegen ihre beiden Trümpfe aus: Die Ampere-Architektur ist für die moderne Beleuchtung konzipiert und verfügt im Falle der RTX 3060 außerdem über 12 GiByte Speicher, womit sorgloses Spielen gewährleistet ist. Selbstverständlich müssen Sie bei der GPU-Mittelklasse Kompromisse bei der Raytracing-Qualität eingehen. Eine gute Methode, um ohne Detailverzicht auszukommen, ist Upscaling. Einige Spiele bieten DLSS- oder FSR-Unterstützung. Diese Verfahren sparen kräftig Leistung und erzielen dennoch ein gefälliges Bild.
Geforce RTX 3050 oder RTX 2060? Diese Frage stellt sich bei einem Budget um 350 Euro. Wie immer kommt es darauf an, was sie vorhaben. Die RTX 3050 ist mittlerweile bei 320 Euro angekommen und dafür, wie oben erläutert, ein faires Komplettpaket, das keine großen Kompromisse erfordert. Die drei Jahre alte Geforce RTX 2060 6GB ist um durchschnittlich 15 Prozent schneller. Dennoch haben wir Bauchschmerzen, sie 2022 zu empfehlen: Mit nur 6 GiByte Speicher ist die RTX 2060 sprichwörtlich "auf Kante genäht", die Kapazität reicht für viele Spiele nur mit Kompromissen bei den Oberflächendetails, gerade beim Raytracing.
Unser Geheimtipp, der mittlerweile gar nicht mehr so geheim ist, lautet daher Geforce RTX 2060 12GB (PCGH-Test). Dieses noch Ende 2021 gestartete Modell bietet eine zweifellos zukunftssichere Speichermenge und rangiert in Spielen nur unwesentlich unterhalb der Geforce RTX 3060 (PCGH-Test). Nachteilig ist, bedingt durch die 2018er-Architektur, nur das Fehlen von HDMI 2.1 sowie die relativ hohe Leistungsaufnahme von 184 Watt. PCGH-Praxistests haben ergeben, dass sich die RTX 2060 12GB jedoch hervorragend optimieren lässt, wenn man ein Tuning-Tool wie den MSI Afterburner bemüht. Wer weder auf den Speicher noch Raytracing abzielt, fährt unterdessen mit einer Radeon RX 6600 (PCGH-Test) besser. Die AMD-Grafikkarte kostet derzeit mindestens 320 Euro, ist um durchschnittlich sieben Prozent schneller als die RTX 2060 12GB und vor allem in Full HD eine flinke, sehr effiziente Option.

Meine 6700XT ist nur knapp langsamer als die 3070, die 6800XT ist ein ganzes Stück schneller.
Ich baue für einen älteren Kollegen einen neuen Rechner demnächst.
Budget war 2000 € + -.
Soweit hab ich alles gut raus gesucht, bin mir aber bei der GPU unsicher.
Wird es eine RTX 3070 oder eine 6800 XT?
Preislich nehmen die sich nicht viel, die 6800 XT wäre sogar günstiger von Asus als die 3070 von MSI.
Rein vom Speicher her und der Leistung - Lagerdenken mal weglassen, welche würdet ihr nehmen?
Die 6800 XT oder?