Geforce GTX 1650: Turing-Ablöse der GTX 1050 Ti und langerwartete Konkurrenz zur RX 570 [Update]
Benchmark-Update: Mit der neuen Geforce GTX 1650 prescht Nvidia in AMD-Territorium vor. Die Radeon RX 570 und RX 580 dominieren seit vielen Monaten das Preissegment unter 200 Euro und wurden stetig günstiger. Ob diese Herrschaft mit der rund 170 Euro kostenden, Turing-basierten Geforce GTX 1650 endet?
Auf dieser Seite
Update vom 24. April: Wie angekündigt, haben wir die Zeit nach dem Launch genutzt, um die Gaming-Leistung der Geforce GTX 1650 zu ermitteln. Dafür verwenden wir sowohl den aktuellen Geforce-Treiber 430.39 WHQL als auch die neuesten Spiele-Benchmarks in Gestalt von Anno 1800, Battlefield 5, Dirt Rally 2.0, The Division 2, Metro Exodus und Tropico 6. Die Popularität dieser Spiele und die frische Wertebasis sind der Grund dafür, dass wir diese Benchmarks vorziehen. Sie finden die Ergebnisse nebst Erläuterung im rot markierten Benchmark-Abschnitt dieses Artikels.
Original-Artikel vom 23. April: Ein neuer Turing-Spross ist geboren: Mit der Geforce GTX 1650 feiert auch der TU117-Prozessor sein Debüt. Damit umfasst Nvidias aktuelles GPU-Portfolio fünf verschiedene Chips; auf TU102, TU104, TU106 (allesamt RTX 20) sowie TU116 folgt nun der TU117 (beide GTX 16). Nvidias Strategie, jedes Segment mit einer maßgeschneiderten GPU zu bedienen, ist zwar mit hohem Designaufwand verbunden, erlaubt jedoch größtmögliche Flexibilität. Hauptkonkurrent AMD verzichtet aus Kostengründen auf eine breit aufgestellte GPU-Flotte und differenziert die Modelle durch unterschiedliche Konfektionsgrößen (Taktraten, Rechenwerke).
Geforce GTX 1650: Marktpositionierung
Die Geforce GTX 1650 schickt sich an, der alteingesessenen Radeon RX 570 das Leben schwer zu machen. Die neue Nvidia-Grafikkarte ersetzt die GTX 1050 Ti (Pascal), welche in den allermeisten Fällen keine Chance gegen die AMD-GPU hat. Nvidias unverbindliche Preisempfehlung für Basisversionen der GTX 1650 ohne werkseitige Übertaktung lautet 149 US-Dollar, eine offizielle Euro-UVP existiert nicht. Die Startpreise rangieren derzeit um 170 Euro. Im Verhältnis zu den übrigen Turing-Modellen ist das zweifellos günstig, doch unterhalb von 200 Euro wartet eine Radeon-Übermacht: Ab 125 Euro locken erste RX-570-Grafikkarten mit 4 GiByte Speicher (7 GT/s) und ab 140 Euro Varianten mit 8 GiByte Kapazität und werkseitiger Übertaktung. Auch die mittlerweile ab 170 Euro verfügbare Radeon RX 580/8G lauert auf Beute. Doch der Reihe nach.
Quelle: PC Games Hardware
Geforce GTX 1650: Der TU117-Prozessor ist kaum größer als GDDR5-Speicherchips oder gängige Euromünzen.
Spezifikation: Geforce GTX 1650
Die Geforce GTX 1650 basiert auf dem TU117, Nvidias neuestem und kleinstem Turing-Prozessor mit 200 mm² Kernfläche. Der 4,7 Milliarden Transistoren schwere Kern bringt im Vollausbau mit zwei Graphics Processing Clusters (GPCs) 16 Shader-Multiprozessoren mit 1.024 FP32-Einheiten, 1 MiByte Level-2-Cache sowie eine 128-Bit-Speicherschnittstelle unter. Im Falle der GTX 1650 kommt jedoch ein Beschnitt zum Tragen. Der Aufdruck "-300" verrät, dass Nvidia einige Rechenwerke stilllegt, 128 um genau zu sein. Unter dem Strich ergibt das 896 FP32-ALUs innerhalb von 14 Shader-Multiprozessoren. Das Speichersubsystem ist vollständig vorhanden und bindet konsequent 4.096 MiByte GDDR5-Speicher mit einer Übertragungsrate von 8 Gigatransfers pro Sekunde an. Eine "Geforce GTX 1650 Ti" mit 1.024 ALUs, höherem Takt und möglicherweise auch GDDR6-Speicher ist angesichts dieser Erkenntnis machbar und wahrscheinlich, aber unbestätigt.
Eine dreistellige Anzahl der federführenden Rechenwerke mutet 2019 mager an, die ältere GTX 1050 Ti erzielt ihre gute Leistung jedoch schon mit 768 Einheiten. Das Plus der GTX 1650 von 16,7 Prozent ist nur eine Seite der Medaille, denn auch die GTX 1650 beherrscht das Turing-Feature "Concurrent Execution": Ein Turing-Multiprozessor beinhaltet pro FP32-Einheit je eine INT32-ALU, womit die effektive Rechenleistung deutlich steigen kann. Nvidia gibt an, dass moderner Spiel-Code, beispielsweise in Shadow of the Tomb Raider, viele Integer-Instruktionen beinhaltet, welche sich unter die komplexeren Gleitkommabefehle mischen. Pascal, Vega und Konsorten berechnen beide Datenformate mithilfe ihrer FP32-ALUs, wobei INT stets FP blockiert. Turing arbeitet in diesem Fällen parallel, sodass der Durchsatz mitunter um 50 Prozent steigen kann. Die GTX 1650 verhält sich ergo unter günstigen Umständen wie eine GPU mit 1.344 Rechenwerken. In älteren Spielen, welche die Mehrheit ausmachen, kann Turing diesen Trumpf nicht ausspielen. Stumpfes Addieren der Rechenwerke zu "1.792 ALUs" ist daher völlig falsch.
Die Geforce GTX 1650 wird ausschließlich mit 4 GiByte Grafikspeicher ausgestattet. Das ist für eine Full-HD-Grafikkarte dieser Leistungsklasse angemessen und in 99 Prozent der Fälle ausreichend. Käufer sollten sich jedoch im Klaren darüber sein, dass Grafikkarten mit 4 GiByte keine sorgenfreie Zukunft bevorsteht, zumal im Segment ab 140 Euro bereits erste 8-GiByte-Modelle auf Kundschaft warten. Mit ihrer Speicherkapazität bleibt die Geforce GTX 1650 trotz moderner Architektur außerdem in Sachen Raytracing außen vor: Um Software-DXR zu berechnen, ist ein Framebuffer von mindestens 6 GiByte notwendig.
| Modell | RTX 2060 | GTX 1660 Ti | GTX 1660 | GTX 1650 | GTX 1060 6GB | GTX 1050 Ti | RX 590 | RX 570 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mikroarchitektur | Turing | Turing light | Turing light | Turing light | Pascal | Pascal | GCN 1.3 | GCN 1.3 |
| Codename/Konfektion | TU106-200A-KA | TU116-400 | TU116-300 | TU117-300 | GP106-400 | GP107-400 | Polaris 30 XT | Polaris 20 XL |
| DX-12-Feature-Level | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_0 | 12_0 |
| Chipgröße (reiner Die) | 445 mm² | 284 mm² | 284 mm² | 200 mm² | 200 mm² | 132 mm² | 232 mm² | 232 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 10.800 | 6.600 | 6.600 | 4.700 | 4.400 | 3.300 | 5.700 | 5.700 |
| Fertigungsverfahren | 12 nm FFN | 12 nm FFN | 12 nm FFN | 12 nm FFN | 16 nm FF+ | 14 nm LPP | 12 nm LP | 14 nm LPP |
| FP32-ALUs/SIMDs/TMUs | 1.920/30/120 | 1.536/24/96 | 1.408/22/88 | 896/14/56 | 1.280/10/80 | 768/6/48 | 2.304/36/144 | 2.048/32/128 |
| Dedizierte INT32-ALUs | 1.920 | 1.536 | 1.408 | 896 | - | - | - | - |
| Tensor-Kerne | 240 | - | - | - | - | - | - | - |
| Raytracing-Kerne | 30 | - | - | - | - | - | - | - |
| Leistung RT-Kerne (Giga-Rays/s) | 5 | - | - | - | - | - | - | - |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 48 | 48 | 48 | 32 | 48 | 32 | 32 | 32 |
| Größe des Level-2-Cache (KiB) | 3.072 | 1.536 | 1.536 | 1.024 | 1.536 | 1.024 | 2.048 | 2.048 |
| GPU-Basistakt (MHz) | 1.365 | 1.500 | 1.530 | 1.485 | 1.506 | 1.290 | 1.469 | 1.168 |
| GPU-Boost-Takt (MHz) | 1.680 | 1.770 | 1.785 | 1.665 | 1.708 | 1.392 | 1.545 | 1.244 |
| Leist. FP16/FP32/FP64 (TFLOPS) | 12,9/6,5/0,20 | 10,9/5,4/0,17 | 10,1/5,0/0,16 | 6,0/3,0/0,09 | 4,4/4,4/0,14 | 2,1/2,1/0,07 | 7,1/7,1/0,44 | 5,1/5,1/0,32 |
| Durchsatz Pixel/Texel (Mrd./s) | 80,6/201,6 | 85,0/169,9 | 85,7/157,1 | 53,3/93,2 | 54,7/136,6 | 44,5/66,8 | 49,4/222,5 | 39,8/159,2 |
| Speicheranbindung (Bit) | 192 | 192 | 192 | 128 | 192 | 128 | 256 | 256 |
| Geschwindigkeit RAM (GT/s) | 14,0 | 12,0 | 8,0 | 8,0 | 8,0 | 7,0 | 8,0 | 7,0 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 |
| Speicherübertragung (GB/s) | 336,0 | 288,0 | 192,0 | 128,0 | 192,3 | 112,2 | 256,0 | 224,0 |
| Speicherkapazität (MiB) | 6.144 | 6.144 | 6.144 | 4.096 | 6.144 | 4.096 | 8.192 | 4.096 / 8.192 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 1 × 8-polig | 1 × 8-polig | 1 × 8-polig | - | 1 × 6-polig | 1 × 6-polig | Je 1 × 8-/6-Pol | 1 × 6-polig |
| Typische Leistungsaufnahme | 160 Watt | 120 Watt | 120 Watt | 75 Watt | 120 Watt | 75 Watt | 225 Watt | 150 Watt |
Geforce GTX 1650: ausschließlich Partnerdesigns
Wie schon bei der Geforce GTX 1660 und GTX 1660 Ti überlässt Nvidia seinen Partnern das Design, eine Referenzkarte (Founders Edition) gibt es nicht. Nvidia steckt lediglich die Grenzen ab und liefert die Blaupausen. So bietet eine Geforce GTX 1650 mindestens 1.665 MHz GPU-Boost und 8 GT/s Speicherdatenrate (4.001 MHz, um genau zu sein) bei einem Energiebudget von 75 Watt. Hier findet sich die wahre Stärke der neuen Nvidia-Grafikkarte: Einsteigerdesigns ohne werkseitiges Tuning und zur UVP kommen ganz ohne Strombuchse aus. Das ist ein durchaus ambitioniertes Ziel, denn keine externe Stromversorgung bedeutet, dass die komplette Energie vom Mainboard-Slot bereitgestellt wird. Mehr als 75 Watt sind gemäß der aktuellen PCI-Express-Spezifikation nicht erlaubt, allerdings rechnet diese Angabe bereits die maximale Toleranz hinein. Wir gehen daher davon aus, dass günstige GTX-1650-Grafikkarten knapp unter dieser Marke rangieren.
Sie haben es vermutlich schon bemerkt: Wir haben bis hierhin nicht einmal das Wort "Test" geschrieben, denn solche waren uns bisher nicht möglich (sofern man von Oberflächlichkeiten und Analysen absieht). Nvidia hat sich dazu entschieden, den Launch direkt nach den Osterfeiertagen stattfinden zu lassen. Die Bemusterung durch die Boardpartner erfolgte zwar rechtzeitig davor, allerdings ohne einen kompatiblen Treiber im Schlepptau. Ein solcher erschien erst heute, am 23. April, dem Marktstart der Geforce GTX 1650. Wir bitten daher um Verständis, dass dieser Aufklärungsartikel zum Launch in vielen Teilen weitgehend theoretisch bleibt. Während Sie dies lesen, drehen die anwesenden Modelle von Asus, Gigabyte und MSI ihre Runden in unseren Testsystemen.
Apropos: Derzeit haben nur Modelle mit gehobener Ausstattung das PCGH-Testlabor erreicht. Da wäre die Asus GTX 1650 Strix O4G: Sie arbeitet mit 85 Watt Thermal Design Power (TDP), werkseitiger Übertaktung und bietet ein starkes Dual-Slot-Kühldesign mit zweifacher Belüftung auf. Ähnlich sieht es bei der MSI GTX 1650 Gaming X 4G aus, welche wir im einleitenden Video zeigen. Auch hier sind 85 Watt voreingestellt und ein starker Dual-Fan-Kühler sorgt für einen geringen Boostabfall unter Dauerlast. Die dritte im Bunde stimmt in den Chor mit ein, auch die Gigabyte GTX 1650 Gaming OC setzt auf Dual-Slot, Dual-Fan und Heatpipe-Wärmeabtransport. Dieses Modell arbeitet jedoch nur mit der von Nvidia minimal vorgesehenen TDP von 75 Watt. Ebenfalls gemeinsam haben alle Probanden eine einzelne 6-Pol-Strombuchse. Wie viel Energie hierdurch bezogen und somit der Mainboard-Slot entlastet wird, sehen wir uns schnellstmöglich an. Derweil finden Sie die drei Herstellerdesigns in Wort und Bild in der Galerie.
[COLOR=textColor3]Geforce GTX 1650: Spieleleistung [Update]
Benchmark-Update: Sie finden nun die ersten Benchmarks unterhalb dieses Texts. Dabei handelt es sich, wie bei PCGH-Spieletests üblich, um einen Schlagabtausch zwischen moderaten Custom-Designs. Neben der Full-HD-Auflösung haben wir auch WQHD gemessen, wobei die Leistung der GTX 1650 und vergleichbarer Grafikkarten erwartungsgemäß nicht für flüssige Bildraten ausreicht. Weitere Messungen inklusive Bestimmung des PCGH-Leistungsindex laufen.
Die übliche Distanz zwischen GTX 1650 und GTX 1050 Ti beträgt 27 bis 42 Prozent.
Für die ersten Messungen in derzeit populären Spielen haben wir uns für die Gigabyte Geforce GTX 1650 Gaming OC entschieden, da sie von den derzeit anwesenden Modellen einer Referenzkarte am nächsten kommt. Die wichtigste Eigenschaft dabei ist ihr werkseitiges Powerlimit von nur 75 Watt, während die Asus Strix O4G und MSI Gaming X 4G mit jeweils 85 Watt arbeiten (siehe Bildergalerie). In den Spieletests taktet das Gigabyte-Modell last- und auflösungsabhängig mit 1.890 bis 1.965 MHz, wobei eine klare Tendenz zur Mitte besteht (1.920-1.935 MHz).
Die Schlagkraft der Geforce GTX 1650 schwankt stark; in einigen Spielen kann das Modell den Turing-Architekturvorteil ausspielen, in anderen nicht. Die übliche Distanz zwischen GTX 1650 und GTX 1050 Ti beträgt 27 bis 42 Prozent, gegen die Radeon RX 570/4G reicht es jedoch nur in einem der sechs getesteten Spiele - in Tropico 6, das die Unreal Engine 4 verwendet, ist die GTX 1650 so schnell wie eine RX 580. Beeindruckend ist hingegen das Ergebnis in The Division 2, in dem die GTX 1650 um satte 79 Prozent schneller rendert als die GTX 1050 Ti - hier schlägt die neue Architektur voll durch (zumindest in Full HD, wo 4 GiByte Speicher ausreichen). Das Zwischenfazit zur Leistung lautet: Wer vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achtet, ist mit einer Radeon RX 570/8G derzeit am besten beraten.
Original-Text vom 23. April: Benchmarks ohne Treiber? Leider unmöglich. Warum sich Nvidia gegen einen vorab verfügbaren Pressetreiber entschied, ist unbekannt. Wie wir im Begleitvideo erläutern, waren uns zwar erste Funktionstests möglich, nachdem wir den zum Testzeitpunkt aktuellen Treiber Geforce 425.31 WHQL manuell via Windows-Gerätemanager installierten. Damit funktionieren Windows, gängige Tuning-Tools und sogar Spiele, allerdings fällt die Leistung der Karte unterirdisch aus. Offensichtlich spricht der alte Treiber den neuen TU117 nicht vollumfänglich an, sodass Ressourcen auf der Strecke bleiben. Aus der ursprünglichen Idee einer Benchmark-Vorschau wurde daher nichts. Nun, da die Geforce GTX 1650 um 15 Uhr offiziell erschienen und ein Treiber auf der Nvidia-Website verfügbar ist, laufen die PCGH-Benchmarksysteme jedoch auf Hochtouren. Wir aktualisieren diesen Artikelabschnitt kontinuierlich mit frischen Werten.
Bis dahin hilft die gute, alte Mathematik. Wirft man einen Blick auf die PCGH-Grafikkarten-Rangliste 2019, werden die möglichen Konkurrenten der Geforce GTX 1650 offenbar. Nvidia selbst hält die GTX 1650 für ein ideales Aufrüstobjekt ausgehend von einer GTX 950 - doppelt so schnell soll sie in Full HD sein. GTX-1050-Nutzer freuen sich indes über ein 70-prozentiges Plus, wenn sie sich für eine GTX 1650 entscheiden. Nun handelt es sich bei den genannten Modellen um langsame 2-GiByte-Grafikkarten, welche schon lange keine PCGH-Empfehlung mehr erhielten. Blicken wir daher auf die von PCGH indizierten, naheliegenden Modelle GTX 1050 Ti und RX 570.
Die Geforce GTX 1050 Ti erreicht einen PCGH-Indexwert von 19,9 Prozentpunkten, der isolierte Full-HD-Index beträgt 21,8 Prozentpunkte. Die Radeon RX 570/4G erreicht 28,5 respektive 30,4 Prozentpunkte, ist in 1080p folglich 39 Prozent schneller. Wir erinnern uns, die GTX 1650 bietet 16,7 Prozent mehr Rechenwerke als die GTX 1050 Ti. Hinzu kommen der etwas höhere Takt sowie die Architekturverbesserungen. Wir vermuten, dass es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Radeon RX 570 hinausläuft - je nach Spiel mit einem anderen Sieger. Daraus folgt, dass die RX 570/8G und erst recht die RX 580 im Mittel schneller rendern. Diese Aussagen beziehen sich rein auf die Spieleleistung - in Sachen Energieeffizienz wird die Geforce GTX 1650 mit großem Abstand führen. Ursächlich dafür ist der relativ hohe Energiebedarf der AMD-Grafikkarten; eine RX 570 benötigt gemäß PCGH-Messungen mindestens 140 Watt und eine RX 580 mindestens 180 Watt.
Geforce GTX 1650: Zwischenfazit
Für ein abschließendes Fazit ist es noch zu früh. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald wir alle Benchmark- und Verbrauchstests abgeschlossen haben. Bis dahin hat unsere erste Einschätzung Bestand: Bei der rohen Spieleleistung hat es die Geforce GTX 1650 schwer gegen das Polaris-Aufgebot, bei der Energieeffizienz kann jedoch glänzen. Immerhin die Vorgängerkarte GTX 1050 Ti wird im Mittel um circa 30 Prozent geschlagen. Nvidia hat die Geforce GTX 1650 nicht als Benchmarksieger konzipiert, sondern als sparsame Option für gelegentliches Spielen und den Multimedia-Einsatz. Kompaktbauten mit einem Lüfter dürften somit die beste Option für entsprechende PCs darstellen.

Irgendwie sehe ich das Ende dieses Forums als interssantes Forum erreicht. Schade.
Wie kann das nur sein?
Aber gut, ich schweife ab...
gRU?; cAPS
In den Zusatzziehungen "Hat auch nur begrenzt mit dem Thema zu tun" und "Wechselt auf die persönliche Ebene" rechne ich ebenfalls mit Treffern.
Im wesentlichen hat er sich darüber echauffiert, wie du es wagen kannst, 25% als "wenig" hinzustellen, und wie du damit mal wieder unter Beweis gestellt hast, wie AMD-"biased" du bist.
(nebenbei: hatten wir es nicht schon mal, dass "25% nicht viel mehr als 13,3%" sind, aber 25% sind plötzlich "viel"? Komisch.)
gRU?; cAPS