180 Grafikkarten im Test: 3DMark Fire Strike
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3DMark Fire Strike
Wir eröffnen das Balken-Feuerwerk mit dem einzigen synthetischen Benchmark im Ensemble, einem echten Urgestein: dem 3DMark. Unsere Wahl fiel auf dessen "Fire Strike"-Test, denn dieser markiert den Einstieg in die DirectX-11-Welt, wird in Full HD (1080p) dargestellt und ist gemessen an heutigen Standards mäßig anspruchsvoll - perfekt für die betagten Teilnehmer, beispielsweise AMD/ATI Radeon HD 5870, Nvidia Geforce GTX 480 sowie deren kleine Geschwister.
Der 3DMark Fire Strike skaliert, dem hohen Alter und der geringen Detaildichte zum Trotz, hervorragend mit Grafikleistung - der nunmehr 6,2 GHz schnelle Prozessor ist ein Pfeiler dieses Erfolgs. Zwischen der langsamsten Grafikkarte (Radeon HD 5450) und der schnellsten (Geforce RTX 5090) liegt der Leistungsfaktor 304. Dieses eigentlich stattliche Ergebnis wirkt mickrig, wenn man bedenkt, dass die theoretische Rohleistung um mehr als den Faktor 3 höher als das Ergebnis liegt. Die altehrwürdige Radeon HD 5870 verkleinert den Abstand zur Geforce RTX 5090 knapp auf den Faktor 26. Bei der GTX 480 sieht es ähnlich aus. Letztere feierte im März 2025 ihren 15. Geburtstag und kann sich um 13 Prozent von der HD 5870 absetzen - obwohl ihre rohe Rechenleistung nur halb so hoch ausfällt.
Die Geforce RTX 5090 durchbricht als erste Gaming-Grafikkarte die Marke von 100 TFLOPS und sollte daher gigantisch viel schneller sein. Ist sie aber nicht, die GTX 480 wird "nur" um den Faktor 23 überboten. So ist das nun einmal - alte Anwendungen skalieren nicht linear mit neuen Rechenmonstern, da der Workload andere Schwerpunkte legt. Damit sind Sie auf die anschließenden Spiele-Tests vorbereitet.
Gegenüber der 2022er-Edition dieses Artikels sind diverse Neuzugänge im Benchmark vertreten, darunter selbstverständlich die kompletten Portfolios von RX 7000, RX 9000, RTX 4000 und RTX 5000. Im vorherigen Artikel war nach Geforce RTX 3090 Ti und Radeon RX 6950 XT Schluss. Intel, damals nur in Gestalt der Arc A380 vertreten, gesellt sich mit nunmehr sechs Modellen zum Vergleich - einzig die kleine A310 fehlt im PCGH-Bestand. Geht es nach der Gerüchteküche, werden wir beim nächsten Update mindestens eine "Arc B770" willkommen heißen, welche in Konkurrenz zur RX 9060 XT und RTX 5060 Ti treten soll.
Daneben gibt es weitere Premieren zu feiern, etwa die Anwesenheit der Moore Threads MTT S80 (PCGH-Test). Die Gaming-Grafikkarte "Made in China" musste im großen PCGH-Test vor einem Jahr zeigen, was sie (nicht) kann und mischt nun, mit einem gereiften Treiber, auch in diesem Vergleich mit. Außerdem verfügt PCGH seit einigen Monaten über eine Titan V. Diese besondere, einst unerhört teure Grafikkarte wird sich in Kürze einem großen Nachtest stellen. Bis dahin erfreuen Sie sich an den hier gezeigten Ergebnissen - neben 179 weiteren.
