Gothic Remake: Grafikkarten-Benchmarks (inklusive Linux)
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Gothic Remake: Grafikkarten-Benchmarks (inklusive Linux)

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Wie läuft das Remake von Gothic auf gängigen Grafikkarten? Wir haben zahlreiche Benchmarks durchgeführt - inklusive Linux.

Was ist die beste Grafikkarte und welcher der beste Prozessor für das Gothic Remake? Auf dieser Seite klären wir, welche Grafikkarten das Gothic Remake flüssig bewältigen. Die Basis aller Benchmarks bildet eine Testszene, die einem Worst-Case-Szenario nahekommt. Wir testen am Flussbett nahe des Alten Lagers. Links ein Wald, Regen, Nebel und God Rays überall, dazu Schatten durch Fackelschein: Schwerstarbeit für den ganzen Rechner und die GPU im Speziellen. Lediglich im Sumpf kann es phasenweise noch etwas anspruchsvoller werden. Somit gilt, was prinzipiell bei allen PCGH-Benchmarks gilt: Grafikkarten, die hier flüssig durchkommen, sind für das übrige Spiel gewappnet - und das ist gut zu wissen.

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Als Startschuss der GPU-Benchmarks möchten wir die Grundkosten skizzieren, die Messlatte legen. Wie läuft Gothic Remake mit allen Effekten am Anschlag, in Ultra HD, ohne Upsampling? Das haben wir uns anhand der neuesten und zugleich schnellsten Grafikkarte im PCGH-Testlabor angesehen, einer Gigabyte Aorus Geforce RTX 5090 Infinity (PCGH-Test). Diese haben wir auf 3 GHz Kerntakt sowie 34 GT/s beim Speicher getrieben. Im Spiel aktivieren wir alles, was geht, inklusive DLAA. Wie viele Fps erreicht eine Grafikkarte nahe der 4.000-Euro-Marke und was ist mithilfe von Multi Frame Generation möglich? Das zeigt der folgende Benchmark:

Die stark übertaktete Geforce RTX 5090 offenbart, dass das Gothic Remake kein Spaziergang für Grafikkarten ist - zumindest mit maximalen Details. Frame Generation - im Benchmark oben das Verfahren von Nvidia - hilft, die optische Geschmeidigkeit zu erhöhen. Angesichts dieser Werte sind weitere Benchmarks mit maximalen Details ohne Upsampling vom Tisch.

GPU-Benchmarks

Um die Veröffentlichung des Gothic Remakes angemessen zu feiern, testen wir 40 Grafikkarten der Baujahre 2017 bis 2026 in sechs Auflösungen von Full HD bis Ultra HD respektive Dual-QHD (32:9). Das Superultrabreitbildformat hat bereits einige Freunde - Grund für uns, die cineastische Darbietung zu berücksichtigen, sofern das behandelte Spiel eine ordentliche Unterstützung dafür bietet. Gothic Remake ist ein solcher Titel, sodass wir Ihnen gerne Ergebnisse in DQHD präsentieren.

Vergleich der Bildformate
Gothic Remake 32:9
Gothic Remake 32:9 Gothic Remake 21:9 Gothic Remake 16:9

Die Performance-Metriken ermitteln wir wie üblich via CapFrameX, für die Benchmarks errechnen wir die Mittelwerte von drei Durchgängen, jeweils für die Durchschnitts-Fps sowie das P1-Perzentil (Durchschnitt des niedrigsten Ein-Prozent-Werts). Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die Benchmarkszene im Video (oben). Falls Sie unsere Benchmarks am eigenen Rechner nachstellen möchten, sind Sie - wie immer - herzlich dazu eingeladen. Unsere Speicherstände stellen wir bei Interesse gerne zum Download bereit.

GPU-Benchmarks mit nativer Auflösung

Da maximale Details ohne Upsampling enorm anspruchsvoll sind, sich unsere Leser und Zuschauer aber native Benchmarks wünschen, haben wir einen Kompromiss erdacht. Dieser sieht folgendermaßen aus: Für die Benchmarks mit nativer Auflösung testen wir nicht mit maximalen Details, sondern dem Preset "Gothic", das sehr hohen Details entspricht. Bei den folgenden Benchmarks berechnen alle Grafikkarten das gleiche Bild, der Workload ist identisch. Die Ergebnisse:

Wie Sie sehen, stellt das Gothic Remake hohe Ansprüche an die Grafikkarte, gibt optisch aber viel zurück. Besonders erfreulich ist, dass das Spiel nach dem anfänglichen "Einruckeln" ordentliche Frametimes zeigt. Die geringe Differenz der Perzentilwerte gegenüber dem Durchschnitt verrät, dass die Bildausgabe regelmäßig ist - das ist keineswegs der UE5-Standard.

AMDs Erfolgsgeschichte geht weiter. Nach den starken Vorstellungen in Forza Horizon 6 und 007 First Light ist auch das Gothic Remake eine Spielwiese für Radeon-Grafikkarten. Das RDNA-4-Topmodell, die Radeon RX 9070 XT, kann sich mit der deutlich teureren Geforce RTX 5080 messen, während die RX 9060 XT deutlich an der RTX 5060 Ti vorbeiziehen kann und auch die neue Radeon RX 9070 GRE eine tolle Figur macht.

Wer tatsächlich auf Upsampling verzichten möchte, benötigt selbst für 30 Fps eine starke Grafikkarte. Full HD/1080p ist die einfachste Übung, hier genügen eine Geforce RTX 4060, Radeon RX 7600, Arc B580 oder ältere Modelle wie die Radeon RX 5700 XT respektive Geforce RTX 2080. Bereits WQHD/1440p schreit jedoch nach ehemaligem High-End, wie einer Geforce RTX 3080 oder Radeon RX 6800 XT. Aufrüster greifen am besten zu einer Radeon RX 9060 XT 16GB oder Geforce RTX 5060 Ti 16GB. Die allerhöchsten Auflösungen Ultra HD sowie Ultrawide-5K lassen sich nur mit den stärksten Grafikkarten am Markt befeuern. 60 Fps sind jedoch selbst auf 4.000-Euro-Boliden nur mit Upsampling drin - das Stichwort für die folgenden Benchmarks.

GPU-Benchmarks mit Upsampling

Im Folgenden setzen wir die Details auf das Maximum, im Gothic Remake "Alkimia Overdose" genannt. Diese Einstellungen werden als "experimentell" bezeichnet, da sie außerordentlich leistungshungrig sind. Um spielbare Bildraten sicherzustellen, darf jede GPU auf das hauseigene Upsampling-Verfahren setzen, jeweils mit einer internen Auflösung von 67 Prozent. Wegen der unterschiedlichen Verfahren sind weder der Aufwand, noch die Qualität identisch, doch diese Einstellungen orientieren sich an der gängigen Praxis. Die Ergebnisse:

*Geforce RTX: DLSS 4.5 Q, Radeon RX 9000: FSR 4.1 Q, Radeon Vega-RX 7000 & Geforce GTX: FSR 3.1.4 Q, Arc: XeSS 1.3.1 UQ

Maximale Details schlagen heftig ins Kontor, das beweisen die Zahlen unmissverständlich. Obwohl die Grafikkarten mit deutlich weniger Pixeln jonglieren müssen, sinkt die Bildrate gegenüber der nativen TSR-Darstellung deutlich. Das ändert wenig an den Platzierungen, auch mit "Alkimia Overdose" können sich Radeon-Grafikkarten stark in Szene setzen.

Bedauerlicherweise haben wir erneut schlechte Nachrichten für Nutzer älterer Grafikkarten. Diesmal trifft es nicht Radeon-Nutzer (wie bei 007 First Light), sondern Geforce-Besitzer. Wie Sie den Anmerkungen im Benchmark entnehmen, leiden alle Geforce-Generationen vor RTX 2000 an einer Absturzneigung. Zunächst hatten wir den Legacy-Treiber im Verdacht, allerdings stürzen auch GTX-16-Grafikkarten ab. Dabei handelt es sich um eine Hybrid-Architektur zwischen Pascal (GTX 10) und Turing (RTX 20), welche bis heute mit aktuellen Treibern versorgt wird. Die getestete Geforce GTX 1660 Super stürzte jedoch bei Ladevorgängen genauso häufig ab wie die GTX 1080 Ti und Titan V(olta). Als Workaround empfehlen wir niedrigere Details - das Preset "Gothic" flog uns kein einziges Mal um die Ohren.

Speicherbedarf (VRAM)

Die Zahlen lassen es mit ein wenig Detailversessenheit bereits erahnen: 8 GiByte VRAM sind für die Grafikpracht des Gothic Remakes nicht ausreichend. Fangen wir ganz unten an: Wer mit dem Preset "Gothic" und Quality-Upsampling zufrieden ist, wird mit 8 GiByte weitestgehend problemlos durch das Minental kommen. Höhere Auflösungen oder Detaileinstellungen führen jedoch zu den klassischen Problemen: Aus kleineren Nachladerucklern und sichtbar einladenden Texturen werden mit steigender Spielzeit Slowdowns deutlich. Das Preset "Alkimia Overdose" ist mit 8 GiByte völlig tabu, hier kommt es schon in Full HD zu großen Beeinträchtigungen. Ab 10 GiByte, etwa auf einer Geforce RTX 3080 zu finden, bessert sich die Lage. Wir raten jedoch ausdrücklich zu 12 GiByte, um maximale Details sowie Frame Generation ohne Nebenwirkungen zu nutzen. Wer gar Ultra HD anstrebt, der ist mit 16 GiByte optimal aufgestellt. Als Referenzpunkt: Während unserer langen Spiel-Sessions mit vielen Szenenwechseln allokierte das Spiel ohne Frame Gen höchstens 12 GiByte in Ultra HD.

Gothic Remake unter Linux

Selbstverständlich haben wir das Gothic Remake auch unter Linux ausprobiert. Das Spiel startet problemlos auf CachyOS und zeigt während unserer Tests keine Bugs gegenüber Windows. Doch wie verhält sich die Performance unter Linux im Vergleich zu Windows? Für den ersten Test haben wir uns repräsentative GPUs der beiden Hersteller gesucht. Schon in vielen anderen Tests konnten sich große Generationsdifferenzen abzeichnen, weswegen wir von Nvidia neben der Geforce RTX 5090 auch eine RTX 4080 Super geprüft haben. Bei AMD durften eine Radeon RX 9070 XT, 7900 XTX und 6800 XT antreten. Gemessen wird im "Gothic"-Preset mit TSR Nativ in UHD, WQHD und Full HD. Im Diagramm gibt es einen direkten Vergleich zur Windows-Leistung. Die RTX 4080 dient dem Vergleich zur eigentlich stärkeren 4080 Super und hat keinen Windows-Vergleich erhalten.

Gothic ist ein Unreal-Engine-5-Spiel. Man erwartet somit kein völlig abwegiges Verhalten unter Linux. Die Nvidia-Karten leiden unter CachyOS sehr deutlich und verlieren stark an Performance. Wir können aber auch teils seltsame Verhaltensweisen zwischen der RTX 4080 Super und einer zusätzlich getesteten RTX 4080 erkennen. So erreicht das eigentlich schwächere Modell in UHD und WQHD höhere Bildwiederholraten als die große Schwester. Letztere zeigt in UHD und mit jedem neuen Laden eines Speicherstands dazu eine Framerate-Reduktion über Zeit. Da dies bei niedrigeren Auflösungen nicht zu beobachten war, gehen wir von einem Problem mit der Speicherhandhabung aus. Genauere Details können wir nicht nennen. Der Erfahrung nach sind Nvidia-Karten und der zugehörige Treiber noch immer unberechenbar.

Bei AMD sieht es anders aus. Die neueste Generation in Form der RX 9070 XT performt zwar gut, kann aber bisher nicht die Windows-Leistung erreichen. Es fehlen je nach Auflösung drei bis fünf Prozent. Wirklich überzeugen können dagegen die beiden älteren Generationen. Die RX 7900 XTX räumt als unsere Linux-Spitzenreiterin ab und liefert ein Leistungsplus, aber vor allem die noch ältere RX 6800 XT weiß mit einer abermals erhöhten Linux-Performance zu überzeugen. Lediglich einen kleinen Kritikpunkt gibt es an der AMD-Linux-Performance - zumindest bei RX 9000 und 7000: Derzeit ist die Frametime-Konstanz etwas schlechter als unter Windows. Der niedrigere P1-Wert suggeriert einen leicht unruhigeren Lauf, der in der Praxis etwas erkennbar ist, aber nicht zu sehr das Spielerlebnis stört.

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Technik-Details: UE5-Hybrid
  3. Seite 3 GPU-Benchmarks in 6 Auflösungen (inklusive Linux)
  4. Seite 4 Benchmarks von 60 CPUs und PCGH-Fazit
    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nef Freizeitschrauber(in)
        Wirklich toller Test. Hatte das Spiel nicht wirklich auf dem Schirm, aber wenn ich Witcher 3 endlich mal durch hab, dann werd ich mir das mal gönnen.^^

        Bei den GPUs zeigt sich, wie neuerdings öfter, dass die 9070XT die GPU der Wahl für Normalverdiener ist, wenn man zumindest eher oben mitspielen möchte. Die 5070Ti kostet ja gern 200 bis 300 Euro mehr und liefert dafür nicht wirklich.

        CPUs auch interessant. Ohne Tuning ist Intel vorne und der 285K ist unerwartet vor dem 270K, obwohl der 270K das schnellere InterConnect hat.

        Spannend, spannend.

        Grüße an die PCGH Redaktion. Ihr leistet kontinuierlich sehr gute Arbeit
      • Von Nef Freizeitschrauber(in)
        Wirklich toller Test. Hatte das Spiel nicht wirklich auf dem Schirm, aber wenn ich Witcher 3 endlich mal durch hab, dann werd ich mir das mal gönnen.^^

        Bei den GPUs zeigt sich, wie neuerdings öfter, dass die 9070XT die GPU der Wahl für Normalverdiener ist, wenn man zumindest eher oben mitspielen möchte. Die 5070Ti kostet ja gern 200 bis 300 Euro mehr und liefert dafür nicht wirklich.

        CPUs auch interessant. Ohne Tuning ist Intel vorne und der 285K ist unerwartet vor dem 270K, obwohl der 270K das schnellere InterConnect hat.

        Spannend, spannend.

        Grüße an die PCGH Redaktion. Ihr leistet kontinuierlich sehr gute Arbeit
      • Von StutterStruggle Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Jaffech
        Und wieviel FPS hat meine 9070XT ?
        Da hat der Artikel 10x mehr praktischen Informationsgehalt als das Video.
        Naja, eigentlich unendlich mal mehr, weil es exakt 0 Informationen in diesem Video für mich gibt

        Was ich damit sagen will:
        Sei vorsichtig mit absoluten Aussagen, die fliegen einem gerne um die Ohren.

        Aber mal ernsthaft:
        Absolutes Schrottvideo mit quasi keinem Informationsgehalt, außer man hat eine RTX5070 und einen 14700K mit DDR4-3600. Daraus kann ich nichts praktisches mitnehmen
        Nö, da fliegt gar nichts um die Ohren. Ich habe selbst keine 5070, kann aber anhand des Videos sehr viel besser abschätzen wie das Spiel performt, wie das Spiel auf Upscaling und Frame Generation in Kombination mit dem sinnvollen nicht-max Setting reagiert.
        Das Video zeigt auch, dass das Game sogar besser performt als viele andere UE5 games. Dass man mit einer 5070 in 4K mit DLSS Performance und Frame gen auf deutlich über 100 FPS kommen kann ist keine Selbstverständlichkeit und sonst üblicherweise eher das Niveau einer 5070ti.

        Das zeichnet einfach das komplette Gegenteil dessen was der Test suggeriert. Denn da stehen bei der 5070 sagenhafte 21 FPS. Klasse! Wirklich aussagekräftig.

        Aber wie du anhand der 21 FPS im Test auch nur ansatzweise die praxiswerte abschätzen kannst die man im Video sieht, kannst du mir ja gerne mal erklären.
      • Von WeeFilly PC-Selbstbauer(in)
        Ich verstehe das Problem von einigen hier nicht... Es ist ein super Test mit massiv verschiedener Hardware, und anhand der gezeigten Daten lassen sich doch alle Karten gut einschätzen...? Auf niedrigeren Details läuft's dann halt schneller...
      • Von latinoramon BIOS-Overclocker(in)
        Wahnsinns Test, hab noch nicht alles durch, bin selber gerade am Zocken, aber Stück für Stück. Vielen Dank erstmal hierfür.
        Also ich spiele auf sehr hoch mit FSR und Frame gen. Das passt soweit. 3840 × 2160 und Ups. Auf Qualität gestellt.

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      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von StutterStruggle
        Das YouTube Video hier hat 10x mehr praktischen informationsgehalt als alle Messungen im Artikel.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Und wieviel FPS hat meine 9070XT ?
        Da hat der Artikel 10x mehr praktischen Informationsgehalt als das Video.
        Naja, eigentlich unendlich mal mehr, weil es exakt 0 Informationen in diesem Video für mich gibt

        Was ich damit sagen will:
        Sei vorsichtig mit absoluten Aussagen, die fliegen einem gerne um die Ohren.

        Aber mal ernsthaft:
        Absolutes Schrottvideo mit quasi keinem Informationsgehalt, außer man hat eine RTX5070 und einen 14700K mit DDR4-3600. Daraus kann ich nichts praktisches mitnehmen
      Direkt zum Diskussionsende
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