Gothic Remake: Grafikkarten-Benchmarks (inklusive Linux)
Quelle: PC Games Hardware
Seite 3:

Gothic Remake: Grafikkarten-Benchmarks (inklusive Linux)

223
Special Raffael Vötter Philipp Reuther David Krausbauer Jan Hauck Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wie läuft das Remake von Gothic auf gängigen Grafikkarten? Wir haben zahlreiche Benchmarks durchgeführt - inklusive Linux.

Was ist die beste Grafikkarte und welcher der beste Prozessor für das Gothic Remake? Auf dieser Seite klären wir, welche Grafikkarten das Gothic Remake flüssig bewältigen. Die Basis aller Benchmarks bildet eine Testszene, die einem Worst-Case-Szenario nahekommt. Wir testen am Flussbett nahe des Alten Lagers. Links ein Wald, Regen, Nebel und God Rays überall, dazu Schatten durch Fackelschein: Schwerstarbeit für den ganzen Rechner und die GPU im Speziellen. Lediglich im Sumpf kann es phasenweise noch etwas anspruchsvoller werden. Somit gilt, was prinzipiell bei allen PCGH-Benchmarks gilt: Grafikkarten, die hier flüssig durchkommen, sind für das übrige Spiel gewappnet - und das ist gut zu wissen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Als Startschuss der GPU-Benchmarks möchten wir die Grundkosten skizzieren, die Messlatte legen. Wie läuft Gothic Remake mit allen Effekten am Anschlag, in Ultra HD, ohne Upsampling? Das haben wir uns anhand der neuesten und zugleich schnellsten Grafikkarte im PCGH-Testlabor angesehen, einer Gigabyte Aorus Geforce RTX 5090 Infinity (PCGH-Test). Diese haben wir auf 3 GHz Kerntakt sowie 34 GT/s beim Speicher getrieben. Im Spiel aktivieren wir alles, was geht, inklusive DLAA. Wie viele Fps erreicht eine Grafikkarte nahe der 4.000-Euro-Marke und was ist mithilfe von Multi Frame Generation möglich? Das zeigt der folgende Benchmark:

Die stark übertaktete Geforce RTX 5090 offenbart, dass das Gothic Remake kein Spaziergang für Grafikkarten ist - zumindest mit maximalen Details. Frame Generation - im Benchmark oben das Verfahren von Nvidia - hilft, die optische Geschmeidigkeit zu erhöhen. Angesichts dieser Werte sind weitere Benchmarks mit maximalen Details ohne Upsampling vom Tisch.

GPU-Benchmarks

Um die Veröffentlichung des Gothic Remakes angemessen zu feiern, testen wir 44 Grafikkarten der Baujahre 2017 bis 2026 in sechs Auflösungen von Full HD bis Ultra HD respektive Dual-QHD (32:9). Das Superultrabreitbildformat hat bereits einige Freunde - Grund für uns, die cineastische Darbietung zu berücksichtigen, sofern das behandelte Spiel eine ordentliche Unterstützung dafür bietet. Gothic Remake ist ein solcher Titel, sodass wir Ihnen gerne Ergebnisse in DQHD präsentieren.

Vergleich der Bildformate
Gothic Remake 32:9
Gothic Remake 32:9 Gothic Remake 21:9 Gothic Remake 16:9

Die Performance-Metriken ermitteln wir wie üblich via CapFrameX, für die Benchmarks errechnen wir die Mittelwerte von drei Durchgängen, jeweils für die Durchschnitts-Fps sowie das P1-Perzentil (Durchschnitt des niedrigsten Ein-Prozent-Werts). Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die Benchmarkszene im Video (oben). Falls Sie unsere Benchmarks am eigenen Rechner nachstellen möchten, sind Sie - wie immer - herzlich dazu eingeladen. Unsere CPU- und GPU-Savegames stehen zum Download bereit.

GPU-Benchmarks mit nativer Auflösung

Da maximale Details ohne Upsampling enorm anspruchsvoll sind, sich unsere Leser und Zuschauer aber native Benchmarks wünschen, haben wir einen Kompromiss erdacht. Dieser sieht folgendermaßen aus: Für die Benchmarks mit nativer Auflösung testen wir nicht mit maximalen Details, sondern dem Preset "Gothic", das sehr hohen Details entspricht. Bei den folgenden Benchmarks berechnen alle Grafikkarten das gleiche Bild, der Workload ist identisch. Die Ergebnisse:

Wie Sie sehen, stellt das Gothic Remake hohe Ansprüche an die Grafikkarte, gibt optisch aber viel zurück. Besonders erfreulich ist, dass das Spiel nach dem anfänglichen "Einruckeln" ordentliche Frametimes zeigt. Die geringe Differenz der Perzentilwerte gegenüber dem Durchschnitt verrät, dass die Bildausgabe regelmäßig ist - das ist keineswegs der UE5-Standard.

AMDs Erfolgsgeschichte geht weiter. Nach den starken Vorstellungen in Forza Horizon 6 und 007 First Light ist auch das Gothic Remake eine Spielwiese für Radeon-Grafikkarten. Das RDNA-4-Topmodell, die Radeon RX 9070 XT, kann sich mit der deutlich teureren Geforce RTX 5080 messen, während die RX 9060 XT deutlich an der RTX 5060 Ti vorbeiziehen kann und auch die neue Radeon RX 9070 GRE eine tolle Figur macht.

Wer tatsächlich auf Upsampling verzichten möchte, benötigt selbst für 30 Fps eine starke Grafikkarte. Full HD/1080p ist die einfachste Übung, hier genügen eine Geforce RTX 4060, Radeon RX 7600, Arc B580 oder ältere Modelle wie die Radeon RX 5700 XT respektive Geforce RTX 2080. Bereits WQHD/1440p schreit jedoch nach ehemaligem High-End, wie einer Geforce RTX 3080 oder Radeon RX 6800 XT. Aufrüster greifen am besten zu einer Radeon RX 9060 XT 16GB oder Geforce RTX 5060 Ti 16GB. Die allerhöchsten Auflösungen Ultra HD sowie Ultrawide-5K lassen sich nur mit den stärksten Grafikkarten am Markt befeuern. 60 Fps sind jedoch selbst auf 4.000-Euro-Boliden nur mit Upsampling drin - das Stichwort für die folgenden Benchmarks.

GPU-Benchmarks mit Upsampling

Im Folgenden setzen wir die Details auf das Maximum, im Gothic Remake "Alkimia Overdose" genannt. Diese Einstellungen werden als "experimentell" bezeichnet, da sie außerordentlich leistungshungrig sind. Um spielbare Bildraten sicherzustellen, darf jede GPU auf das hauseigene Upsampling-Verfahren setzen, jeweils mit einer internen Auflösung von 67 Prozent. Wegen der unterschiedlichen Verfahren sind weder der Aufwand, noch die Qualität identisch, doch diese Einstellungen orientieren sich an der gängigen Praxis. Die Ergebnisse:

*Geforce RTX: DLSS 4.5 Q, Radeon RX 9000: FSR 4.1 Q, Radeon Vega-RX 7000 & Geforce GTX: FSR 3.1.4 Q, Arc: XeSS 1.3.1 UQ

Maximale Details schlagen heftig ins Kontor, das beweisen die Zahlen unmissverständlich. Obwohl die Grafikkarten mit deutlich weniger Pixeln jonglieren müssen, sinkt die Bildrate gegenüber der nativen TSR-Darstellung deutlich. Das ändert wenig an den Platzierungen, auch mit "Alkimia Overdose" können sich Radeon-Grafikkarten stark in Szene setzen.

Bedauerlicherweise haben wir erneut schlechte Nachrichten für Nutzer älterer Grafikkarten. Diesmal trifft es nicht Radeon-Nutzer (wie bei 007 First Light), sondern Geforce-Besitzer. Wie Sie den Anmerkungen im Benchmark entnehmen, leiden alle Geforce-Generationen vor RTX 2000 an einer Absturzneigung. Zunächst hatten wir den Legacy-Treiber im Verdacht, allerdings stürzen auch GTX-16-Grafikkarten ab. Dabei handelt es sich um eine Hybrid-Architektur zwischen Pascal (GTX 10) und Turing (RTX 20), welche bis heute mit aktuellen Treibern versorgt wird. Die getestete Geforce GTX 1660 Super stürzte jedoch bei Ladevorgängen genauso häufig ab wie die GTX 1080 Ti und Titan V(olta). Als Workaround empfehlen wir niedrigere Details - das Preset "Gothic" flog uns kein einziges Mal um die Ohren.

Speicherbedarf (VRAM)

Die Zahlen lassen es mit ein wenig Detailversessenheit bereits erahnen: 8 GiByte VRAM sind für die Grafikpracht des Gothic Remakes nicht ausreichend. Fangen wir ganz unten an: Wer mit dem Preset "Gothic" und Quality-Upsampling zufrieden ist, wird mit 8 GiByte weitestgehend problemlos durch das Minental kommen. Höhere Auflösungen oder Detaileinstellungen führen jedoch zu den klassischen Problemen: Aus kleineren Nachladerucklern und sichtbar einladenden Texturen werden mit steigender Spielzeit Slowdowns deutlich. Das Preset "Alkimia Overdose" ist mit 8 GiByte völlig tabu, hier kommt es schon in Full HD zu großen Beeinträchtigungen. Ab 10 GiByte, etwa auf einer Geforce RTX 3080, Radeon RX 6700 und Arc B570 zu finden, bessert sich die Lage. Wir raten jedoch ausdrücklich zu 12 GiByte, um maximale Details sowie Frame Generation ohne Nebenwirkungen zu nutzen. Wer gar Ultra HD anstrebt, der ist mit 16 GiByte optimal aufgestellt. Als Referenzpunkt: Während unserer langen Spiel-Sessions mit vielen Szenenwechseln allokierte das Spiel ohne Frame Gen höchstens 12 GiByte in Ultra HD.

Gothic Remake unter Linux

Selbstverständlich haben wir das Gothic Remake auch unter Linux ausprobiert. Das Spiel startet problemlos auf CachyOS und zeigt während unserer Tests keine Bugs gegenüber Windows. Doch wie verhält sich die Performance unter Linux im Vergleich zu Windows? Für den ersten Test haben wir uns repräsentative GPUs der beiden Hersteller gesucht. Schon in vielen anderen Tests konnten sich große Generationsdifferenzen abzeichnen, weswegen wir von Nvidia neben der Geforce RTX 5090 auch eine RTX 4080 Super geprüft haben. Bei AMD durften eine Radeon RX 9070 XT, 7900 XTX und 6800 XT antreten. Gemessen wird im "Gothic"-Preset mit TSR Nativ in UHD, WQHD und Full HD. Im Diagramm gibt es einen direkten Vergleich zur Windows-Leistung. Die RTX 4080 dient dem Vergleich zur eigentlich stärkeren 4080 Super und hat keinen Windows-Vergleich erhalten.

Gothic ist ein Unreal-Engine-5-Spiel. Man erwartet somit kein völlig abwegiges Verhalten unter Linux. Die Nvidia-Karten leiden unter CachyOS sehr deutlich und verlieren stark an Performance. Wir können aber auch teils seltsame Verhaltensweisen zwischen der RTX 4080 Super und einer zusätzlich getesteten RTX 4080 erkennen. So erreicht das eigentlich schwächere Modell in UHD und WQHD höhere Bildwiederholraten als die große Schwester. Letztere zeigt in UHD und mit jedem neuen Laden eines Speicherstands dazu eine Framerate-Reduktion über Zeit. Da dies bei niedrigeren Auflösungen nicht zu beobachten war, gehen wir von einem Problem mit der Speicherhandhabung aus. Genauere Details können wir nicht nennen. Der Erfahrung nach sind Nvidia-Karten und der zugehörige Treiber noch immer unberechenbar.

Bei AMD sieht es anders aus. Die neueste Generation in Form der RX 9070 XT performt zwar gut, kann aber bisher nicht die Windows-Leistung erreichen. Es fehlen je nach Auflösung drei bis fünf Prozent. Wirklich überzeugen können dagegen die beiden älteren Generationen. Die RX 7900 XTX räumt als unsere Linux-Spitzenreiterin ab und liefert ein Leistungsplus, aber vor allem die noch ältere RX 6800 XT weiß mit einer abermals erhöhten Linux-Performance zu überzeugen. Lediglich einen kleinen Kritikpunkt gibt es an der AMD-Linux-Performance - zumindest bei RX 9000 und 7000: Derzeit ist die Frametime-Konstanz etwas schlechter als unter Windows. Der niedrigere P1-Wert suggeriert einen leicht unruhigeren Lauf, der in der Praxis etwas erkennbar ist, aber nicht zu sehr das Spielerlebnis stört.

223
  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Technik-Details: UE5-Hybrid
  3. Seite 3 GPU-Benchmarks in 6 Auflösungen (inklusive Linux)
  4. Seite 4 Benchmarks von 64 CPUs und PCGH-Fazit
    • Kommentare (223)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von rolandluis Kabelverknoter(in)
        Zitat von Cleriker
        Sieht für mich schwer nach treiberseitigem Radeon Super Resolution ikl. Fluid Motion Frames 2.1 aus.

        das einzige was mich daran verwundert ist, dass man das eigentlich sehen würde

        Edit
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wenn du an die CPU-benches denkst, welche CPU würde realistische 300 fps machen?
        Das ist doch gerade der Witz das FMF egal ob Treiberseitig oder InGame eben nur mit einer der beiden *.exe funktioniet! ... Auch nach dem Patch!
      • Von rolandluis Kabelverknoter(in)
        Zitat von Cleriker
        Sieht für mich schwer nach treiberseitigem Radeon Super Resolution ikl. Fluid Motion Frames 2.1 aus.

        das einzige was mich daran verwundert ist, dass man das eigentlich sehen würde

        Edit
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wenn du an die CPU-benches denkst, welche CPU würde realistische 300 fps machen?
        Das ist doch gerade der Witz das FMF egal ob Treiberseitig oder InGame eben nur mit einer der beiden *.exe funktioniet! ... Auch nach dem Patch!
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PureLuck
        da als Laie ordentliche Einstellungen zu finden bei diesem Spiel...
        Im Zweifel einfach das Preset "Hoch" in Verbindung mit FSR 3.x, das dürfte dann eigentlich für jeden etwas sein. Aber teste ruhig selbst mal, das Spiel ist eben ziemlich hardwarelastig.
      • Von PureLuck BIOS-Overclocker(in)
        Thread ist jetzt online:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Wie drin erwähnt, ein zweites Preset für nicht so starke GPUs kommt noch. Frisst mehr Zeit als gedacht, da als Laie ordentliche Einstellungen zu finden bei diesem Spiel...

        Happy Benching undso
        🤓
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Joa, ich mache dann mit dem Cheater-9950X3D2 auch gern mit, kann ich direkt mal gucken, was ich da rausquetschen kann. Also, auf gehts [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Falls es bis zum Wochenende klappt, bin ich gerne am Start. Danach einige Tage nicht wegen Umzugs. Keine Ahnung, wann Rechner, Internet und Ruhe bereitstehen, aber tobt euch gerne schon mal aus.

        MfG
        Raff
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk