- DE
- English
- EN
Gothic Remake: Prozessor-Benchmarks und Fazit
Welche Prozessor-Anforderungen stellt das Gothic Remake? Wir haben zahlreiche Benchmarks durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
CPU-Benchmarks
Prozessoren testen wir im Alten Lager, da sich dort viele NPCs tummeln. Verglichen haben wir mehrere Tageszeiten, wobei es nachts am besten läuft. Das ist ein Hinweis darauf, dass die (dynamische) Wegfindung der Bewohner des Lagers einen nicht unerheblichen Einfluss auf die CPU-Last hat. Letztere zeigt sich erstaunlich hoch, wenn wir vormittags in Richtung des Lagerfeuers laufen. Wir haben uns dabei an Doom: The Dark Ages erinnert gefühlt: Alle Kerne und alle Threads bekommen im Remake von Gothic 1 etwas zu tun. Das hat gewisse Vor- und Nachteile für bestimmte Prozessoren, auf die wir gleich noch eingehen. Im Video zeigen wir den genauen Ablauf und die Details. Wichtig: Da das Spiel keine Vollbildauflösung übernehmen kann, müssen Sie die Auflösung auf dem Desktop reduzieren. Wir testen in 720p.
Bei den blau hervorgehobenen Prozessoren handelt es sich um PCGH-Testsysteme mit manueller Optimierung. Die übrigen CPUs laufen gemäß der offiziellen Herstellerspezifikation.
Satte 60 Prozessoren mussten sich beweisen. Die Unreal Engine 5 mag nicht mehr neu sein, im Gothic Remake erweist sie sich jedoch als etwas Besonderes. Wir haben selten so eine gleichmäßig hohe Last über alle Kerne und Threads hinweg gesehen. Das Leistungsplus durch zusätzliche Kerne fällt zwar nicht gigantisch, aber doch merklich aus. Und falls Sie das Spiel in sehr hohen oder "Overdose"-Details mit dreistelligen Bildraten erleben wollen, benötigen Sie jedes bisschen CPU-Leistung, das Sie bekommen können.
Um 30 Fps zu Gesicht zu bekommen, wobei wir hier die P1-Fps als Grundlage nehmen, sollte es ein AMD Ryzen 5 3600 oder ein Intel Core i9-9900K sein. Flüssig spielbar fühlt sich Gothic Remake damit aber noch nicht an, was an den geringen P0.2-Fps liegt. Auch leistungsfähigere Prozessoren haben damit zu kämpfen, siehe Ryzen 9 5950X oder Core i5-12400F. Geschmeidiger wird es ab 50 bis 60 Fps, für die es schon ein Ryzen 7 5800X3D oder besser ein Ryzen 5 7500F sowie ein Core i7-12700K sein sollte. Der legendäre 5800X3D gewinnt hier keinen Blumentopf, denn "3D V-Cache" zündet seinen Turbo erst ab der Zen-5-Generation, was ein Zeichen dafür ist, dass architektonisch andere Dinge limitieren.
Quelle: PCGH
Das sieht man auch nicht alle Tage: Trotz aktivem Chipsatz-Treiber mit PPM-Treiber und CPPC auf dem Cache verteilt sich die Last auch auf das zweite CCD. Das könnte somit eines der Spiele sein, für die sich ein 9950X3D2 besonders eignet. Ein Nachtest folgt, sobald uns das Sample wieder vorliegt.
Wenn Sie ganz genau hinschauen, werden Sie keine CPU ausmachen, die ab Werk mehr als 60 P0.2-Fps liefert. Dreistellig wird es erst nach ordentlichem Tuning. Das macht aber nichts, denn im Grunde brauchen Sie "nur" eines der beiden Dinge, um auch im Alten Lager ohne Ruckeln unterwegs zu sein: viele Kerne oder eine CPU, die DDR5 unterstützt, denn die sind alle mächtig genug, um nicht ins Stocken zu geraten. Es gibt, außer bei der ungewohnt schwachen Cache-Skalierung bei Zen 3 und Zen 4, ansonsten keine besonderen Ausreißer. Es bleibt bei der simplen Formel: mehr Kerne + mehr Takt + mehr Cache = mehr Fps. Wenn wir jeweils eine CPU von AMD und Intel empfehlen müssten, mit der sich das Spiel flüssig anfühlt, dann wären das der Ryzen 7 7800X3D und der Core i5-14600K.
Gothic Remake: Fazit
Den Entwicklern von Alkimia Interactive ist mit dem Gothic Remake wahrlich ein Kunststück gelungen. Das Remake vollbringt es, den Charme, den Look und die Atmosphäre des 25 Jahre alten Originals aufzugreifen, zu verinnerlichen und zugleich bei Technik, Steuerung, und genereller Bedienung Modernität zu bieten. Dabei kommen sich alte Design-Tugenden, runderneuerte Technik und moderner Bedienungskomfort kaum in die Quere - und auch beim Grafikstil haben die Entwickler mit Unterstützung und Feedback der Community eine erstklassige Arbeit geleistet. Für Gothic-Veteranen ist es wie eine Wiederbegegnung mit einer alten Liebe, die allerdings strahlkräftig und vital wirkt, so als wäre sie keinen Tag gealtert. Tatsächlich wirkt die Welt von Gothic so lebendig und detailstrotzend wie nie zuvor. Und die Atmosphäre, das fordernde Gameplay, die harsche, raue Spielewelt sind Alkimia Interactive so überzeugend gelungen, dass auch viele Gothic-Neulinge auf ihre Kosten kommen dürften.
Weitere Detailvergleiche
Erfreulich ist zudem die gute Performance - das Gothic Remake läuft geschmeidig, nahezu ohne störende Ruckler und Traversal-Stutter. Allerdings stellt das Remake hohe Anforderungen, insbesondere an die Grafikkarte. Mit schwächeren GPUs kann es zu einer Herausforderung werden, das Spiel auf flüssige Bildraten zu trimmen, ohne dabei die Optik allzu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen und/oder beim Upsampling extrem aggressive Faktoren zu fahren. Die Grafikpracht, die Detaildichte und die teils erweiterten Lumen-Effekte fordern ihren Tribut. Weshalb die Entwickler sich etwa entschlossen haben, die Lumen-Raytracing-Reflexionen selbst auf niedrigster Stufe aktiv geschaltet zu lassen, können wir nicht direkt beantworten. Auf der Habenseite können Sie mit reichlich Grafikpower das Alkimia-Preset zuschalten, welches insbesondere die Lumen-Beleuchtung sichtbar komplexer und glaubwürdiger mit der Spielewelt und dem volumetrischen Nebel interagieren lässt.
Gothic Remake "maxed out"
Alles in allem hat uns das Gothic Remake positiv überrascht. Viele in der PCGH-Redaktion und der Schwesterredaktion PC Games (Test des Gothic Remake + Einsteiger-Tipps) hatten gehofft und die Daumen gedrückt, dass Alkimia Interactive den Spagat zwischen geliebtem Klassiker, zeitgemäßem Spieldesign und neuer Grafik-Engine meistert und Tradition erfolgreich mit Moderne vereint. Dass es den Entwicklern jedoch gelingt, mit dem Gothic Remake eine derart überzeugende Neuauflage zu kredenzen, hätten vermutlich nur wenige erwartet. Das Remake des ersten Gothic ist ein fabelhafter Neubeginn für den Rollenspielklassiker und zugleich eine Verneigung vor dem Original. Es ist eine wahre Freude, das neu gestaltete und doch vertraute Minental zu erkunden, alten Bekannten in modernem Gewand zu begegnen und der fantastisch inszenierten Spielwelt erneut zu erliegen. Hinzu kommen teils altbekannte Sprecher aus dem Original, und natürlich sorgt abermals der famose Soundtrack von Komponist Kai Rosenkranz für brillantes Gothic-Flair. Eine bessere, ehrenvollere und dem Vorbild gerechtere Umsetzung wäre wohl schwerlich möglich. Bravo, Alkimia Interactive!
Mitmachen und kommentieren
Gothic ist zurück - wer folgt uns ins Minental? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.

Bei den GPUs zeigt sich, wie neuerdings öfter, dass die 9070XT die GPU der Wahl für Normalverdiener ist, wenn man zumindest eher oben mitspielen möchte. Die 5070Ti kostet ja gern 200 bis 300 Euro mehr und liefert dafür nicht wirklich.
CPUs auch interessant. Ohne Tuning ist Intel vorne und der 285K ist unerwartet vor dem 270K, obwohl der 270K das schnellere InterConnect hat.
Spannend, spannend.
Grüße an die PCGH Redaktion. Ihr leistet kontinuierlich sehr gute Arbeit
Da hat der Artikel 10x mehr praktischen Informationsgehalt als das Video.
Naja, eigentlich unendlich mal mehr, weil es exakt 0 Informationen in diesem Video für mich gibt
Was ich damit sagen will:
Sei vorsichtig mit absoluten Aussagen, die fliegen einem gerne um die Ohren.
Aber mal ernsthaft:
Absolutes Schrottvideo mit quasi keinem Informationsgehalt, außer man hat eine RTX5070 und einen 14700K mit DDR4-3600. Daraus kann ich nichts praktisches mitnehmen
Das Video zeigt auch, dass das Game sogar besser performt als viele andere UE5 games. Dass man mit einer 5070 in 4K mit DLSS Performance und Frame gen auf deutlich über 100 FPS kommen kann ist keine Selbstverständlichkeit und sonst üblicherweise eher das Niveau einer 5070ti.
Das zeichnet einfach das komplette Gegenteil dessen was der Test suggeriert. Denn da stehen bei der 5070 sagenhafte 21 FPS. Klasse! Wirklich aussagekräftig.
Aber wie du anhand der 21 FPS im Test auch nur ansatzweise die praxiswerte abschätzen kannst die man im Video sieht, kannst du mir ja gerne mal erklären.
Also ich spiele auf sehr hoch mit FSR und Frame gen. Das passt soweit. 3840 × 2160 und Ups. Auf Qualität gestellt.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Da hat der Artikel 10x mehr praktischen Informationsgehalt als das Video.
Naja, eigentlich unendlich mal mehr, weil es exakt 0 Informationen in diesem Video für mich gibt
Was ich damit sagen will:
Sei vorsichtig mit absoluten Aussagen, die fliegen einem gerne um die Ohren.
Aber mal ernsthaft:
Absolutes Schrottvideo mit quasi keinem Informationsgehalt, außer man hat eine RTX5070 und einen 14700K mit DDR4-3600. Daraus kann ich nichts praktisches mitnehmen