Gigabyte Aorus RTX 5090 Infinity im Test: Enorme Leistung, aber relativ laut und heiß

Ausgefallenes Design und zwei Lüfter - oder etwa doch drei? Mit der Aorus Infinity bringt Gigabyte eine besondere Version der RTX 5090. Wir haben das Einhorn eingefangen, auf unsere Testweide gestellt und ordentlich Daten herausgekitzelt.

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Gigabyte Aorus RTX 5090 Infinity im Test: Enorme Leistung, aber relativ laut und heiß

Keine neuen Chips, dafür neue Custom-Designs: Die RTX 5090 bleibt vorerst das Topmodell der Nvidia-Reihe. Mit der Aorus Infinity erscheint eine weitere sehr ausgefallene Version von Gigabyte. Das Design kombiniert eine kompakte Platine und Flow-Through-Design mit zwei(-einhalb) Lüftern. Ob das Konzept aufgeht, haben wir im Test geprüft.

Optik und Ausstattung

Die Optik ist speziell, so viel ist klar. Die retrofuturistische Aufmachung kann aber durchaus auch von der Haptik überzeugen. Viele Komponenten wurden aus Metall gefertigt. Während die beiden kleinen beleuchteten Streifen einen dezenten Leuchteffekt erzeugen, wurden an den Lüfterspitzen der beiden 11-cm-Gebläse kleine LEDs angebracht, die bei der Rotation Blink-Effekte erzeugen. Ob das gefällt, ist wohl individuell, es passt zumindest zur GPU-Optik. Neben den beiden "großen" Lüftern findet man auch ein kleines Gebläse in der Mitte, versteckt hinter einem Gitter. Dieser Zusatzlüfter geht erst unter hoher Last an.

Obwohl kleine Lüfter tendenziell schnell unter hoher Drehzahl unangenehme Geräusche abgeben können, ist dies bei der Infinity nicht der Fall. Der Lüfter lässt sich nicht explizit aus dem Lärmgeschehen heraushören. Und wer dennoch selbst die Kontrolle haben möchte, kann mit Tools wie dem Afterburner jeden der drei Lüfter einzeln ansteuern und eigene Lüfterkurven festlegen. Dank der großen Rotoren wird die Grafikkarte mit Luft durchströmt - es handelt sich wie auch bei der Founders Edition um ein Flow-Through-Design, das die Platine in der Mitte anordnet und auf beiden Seiten einen Luftdurchlass ermöglicht. Die Dicke beläuft sich auf 3,5 Slots und ist damit etwas dicker bemessen. Der Infinity wurde lediglich ein BIOS spendiert, eine zweite Lüfterkurven-Alternative gibt es nicht. Das Powerlimit wurde auf maximal 600 Watt gesetzt.

Details

Testmethodik

Temperaturen unter Volllast

Um der Praxis so nahe wie möglich zu kommen, verbauen wir jede zu testende Karte auf unserem Passiv-Testsystem, setzen sie unter maximale Spielelast und bringen sie damit ans Powerlimit. Nicht jedes Spiel fordert die Grafikkarte dermaßen. Bewährt hat sich hier Metro Exodus in der Raytracing-only-Variante "Enhanced Edition". Das Innere der Kultisten-Kirche im Wolga-Abschnitt eignet sich dank aufwendiger Strahlenberechnung besonders gut und reizt bei jeder GPU das Limit aus.

Jedes Custom-Modell muss sich im auf 22 Grad Celsius klimatisierten Raum mindestens 20 Minuten in seiner Temperatur einpendeln. Anschließend werden zum einen Temperaturwerte von GPU, VRAM und Spannungswandlern mittels HWInfo erfasst, zum anderen die dabei entstehende Lärmentwicklung mit unserem Lautheitsmessgerät, einem Cortex Analyzer NC10, in Sone gemessen. Dafür wird das Messmikrofon in 50 cm Abstand zu den Lüftern positioniert.

Spulenfiepen

Spulenfiepen ist bei nahezu allen aktuellen GPUs ein alltägliches Problem. Und so kann eine Grafikkarte trotz leiser Kühlung dem Silent-Rechner durch derartige Störgeräusche einen Strich durch die Rechnung machen. Wir messen für unseren Test auch das Spulenfiepen. Hierfür wird bei stillstehenden Lüftern The Witcher 3 geöffnet. Die offene Framerate im Menü erzeugt bei jeder Grafikkarte Spulenfiepen und unser Messgerät erfasst dessen Lautheit in Sone.

Lautheitsnormierter Test

Ein Vergleich zwischen Temperatur und Lärmabgabe im Standard-Modus hat seine Berechtigung. Viele Nutzer werden ihre GPU betreiben, wie sie aus dem Karton kommt, und sich nicht um nachträgliche Einstellarbeiten kümmern wollen. Doch für alle Tuner, die das Beste aus einer Grafikkarte pressen möchten, ist es von entscheidender Relevanz, wie gut sich ein Modell optimieren lässt. Um das herauszufinden, unterziehen wir Letzteres einem lautheitsnormierten Test. Hier stellen wir die Lüfter der GPU auf eine festgelegte Lärmabgabe und fixieren die Leistungsaufnahme auf einen definierten Wert. Im Falle der RTX‑5090-Karten wird die Drehzahl so lange justiert, bis unser Messgerät in 50 cm Entfernung 1,0 Sone erfasst. Die Leistungsaufnahme wird auf 575 Watt gesetzt.

Auf der nächsten Seite beschäftigen wir uns mit den Ergebnissen aus dem Leistungstest und werfen einen Blick auf die Lärmentwicklung der Lüfter und des Spulenfiepens. Außerdem zeigt die Taktrate Besonderheiten. Schlussendlich gibt es die Vergleichstabelle mit allen vorher getesteten Modellen der RTX 5090.

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  1. Seite 1 Verarbeitung, Optik und Testmethodik
  2. Seite 2 Temperaturen, Lautstärke und Fazit
    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        Zitat von KornDonat
        Ich finde Karte optisch wirklich gelungen, ist jedenfalls mal wieder was anderes. Erinnert mich an alte Tage, wo die Hersteller noch Experimentierfreudig waren.
        Häh?

        ... abgekupfert von der hässlichen ASUS
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        Zitat von KornDonat
        Ich finde Karte optisch wirklich gelungen, ist jedenfalls mal wieder was anderes. Erinnert mich an alte Tage, wo die Hersteller noch Experimentierfreudig waren.
        Häh?

        ... abgekupfert von der hässlichen ASUS
      • Von KornDonat Software-Overclocker(in)
        Ich finde die Karte optisch wirklich gelungen, ist jedenfalls mal wieder was anderes. Erinnert mich an alte Tage, wo die Hersteller noch Experimentierfreudig waren.
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        ... und warum gibt's so was ned mal in bezahlbar?
      • Von Evgasüchtiger Volt-Modder(in)
        Schön ist was anderes
      • Von Gast1781730603
        Letztendlich wäre mir egal, wie die aussieht. Mein PC ist noch immer oldschool: ein schwarzer Metalkasten unterm Tisch. Bisschen RGB ist drin, weil es nicht mehr ohne quasi gibt, das Gehäuse ist etliche Jahre alt.
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