5K-Ultrawide (DQHD): Welche Grafikkarte ist schnell genug für 32:9? [Update]
32:9-Monitore mit doppeltem QHD/1440p versprechen nicht nur effizientes Arbeiten, sondern auch besonders immersives Gaming. Wir haben frisch getestet, welche Grafikkarten dem superultrabreiten Spaß gewachsen sind - jetzt mit Forza Horizon 6, Pragmata und Resident Evil Requiem.
Mehr Fläche, mehr Spaß? Nicht unbedingt, allerdings skalieren Immersion und Produktivität durchaus mit der Bildschirmbreite. Das noch relativ junge 32:9-Format protzt hier mit einem Alleinstellungsmerkmal: Wer sich beispielsweise für ein Dual-QHD-Display mit 5.120 × 1.440 Bildpunkten entscheidet, erhält die Arbeitsfläche von zwei (W)QHD-Bildschirmen nebeneinander - ohne deren lästige Querstreben. Während der Nutzen beim Arbeiten klar auf der Hand liegt, fragen sich Gamer zwangsläufig, was sie davon haben. Wir haben diverse Grafikkarten und Spiele in Dual-QHD getestet und die Anforderungen des Super-Breitbilds geklärt.
32:9 benötigt Spiele-Support
Obwohl Ultrawide-Monitore bereits einige Jahre am Markt sind und sich wachsender Beliebtheit erfreuen - nicht umsonst testet PCGH Grafikkarten standardmäßig auch in 3.440 × 1.440 Pixeln -, ist beim Gaming 16:9 die Macht. Was darüber hinausgeht, ist PC-exklusiv und erfordert zusätzlichen Programmieraufwand - dieser wird nicht von allen Entwicklern betrieben. Daher gibt es selbst Ende 2024 Spiele, die nicht auf Bildformate jenseits von 16:9 vorbereitet sind. Zu den prominentesten Beispielen zählen Elden Ring sowie Final Fantasy 16. Gerade noch die Kurve gekriegt hat beispielsweise Warhammer 40K: Space Marine 2, das ohne Breitbild-Support startete, mittlerweile jedoch dazu in der Lage ist. Neben diesen Ausfällen gibt es viele halbherzige Implementierungen, welche zwar 21:9 oder 32:9 im Spiel korrekt darstellen, Zwischensequenzen aber in 16:9 mit schwarzen Balken anzeigen. Auch kommt es immer wieder vor, dass die Wiedergabe korrekt zu den Seiten ausgeweitet wird, spieleigene Anzeigen jedoch in der Bildmitte verweilen. Auf diese Probleme sollten Sie als Breitbildspieler stets gefasst sein. Abhilfe oder zumindest Linderung der Symptome schafft in vielen Fällen ein Besuch des Widescreengamingforums.
Bei alten oder besonders störrischen Spielen bleibt noch die Option, eine 16:9-Auflösung (etwa WQHD) zentriert darstellen zu lassen. Wir haben im Folgenden ein paar Beispiele platziert - vorbildliche und ungenügende:
32:9-Benchmarks mit und ohne Raytracing
Welche Grafikkarte benötige ich, um flüssig in Dual-QHD mit 5.120 × 1.440 Pixeln zu spielen? Das haben wir uns anhand von diversen Spielen mit vorbildlichem Widescreen-Support angesehen. Die Grafikkarte muss schon bei 21:9-Auflösungen ein Drittel mehr Pixel berechnen als bei 16:9, bei 32:9 sogar das Doppelte. Dabei wichtig zu wissen: Erweitert man das Seitenverhältnis, steigert man damit die Anzahl der "schweren" Pixel. Mitte, links, rechts: Hier spielt die Musik in den allermeisten Spielen, mit vielen Objekten und Effekten. Der virtuelle Himmel zählt hingegen zu den einfachen Pixeln, hier gibt es für Grafikkarte und Prozessor wenig zu tun. Bei (Super-)Ultrawide-Auflösungen liegt die Gewichtung in der Breite, sodass die rechnenden Komponenten schwer schuften müssen.
So kommt es, dass Dual-QHD mit seinen 7,4 Millionen Pixeln pro Frame beinahe genauso anspruchsvoll ist wie Ultra HD mit seinen 8,3 Millionen Bildpunkten. Das belegen zahlreiche Grafikkarten-Benchmarks, welche wir angefertigt haben. Gelegentlich führt die Betonung der "schweren" Pixel auch dazu, dass DQHD teurer ist als UHD. Nun ist es höchste Zeit für die Beweisstücke. In den folgenden Benchmarks können Sie stets Dual-QHD (32:9) und Ultra HD (16:9) auswählen - auch gleichzeitig. Auf diese Weise wird ersichtlich, welche Auflösung höhere Ansprüche stellt.
Der hohe Anspruch von DQHD, welcher stets auf Augenhöhe zu UHD/4K liegt, erfordert Kompromisse - gerade bei Spielen mit Raytracing. Wer keine High-End-Grafikkarte besitzt, muss Details reduzieren, das Upsampling heraufsetzen oder Frame Generation aktivieren. In den allermeisten Fällen ist die Grafikkarte der Hemmschuh, denn mehr Pixel bedeuten mehr Arbeit für die GPU. Besonders grafiklimitierte Titel wie Alan Wake 2 und Cyberpunk 2077 skalieren somit relativ linear mit den zusätzlichen Pixeln. Auf der anderen Seite stehen Titel wie Spider-Man 2, der Microsoft Flight Simulator sowie viele Strategiespiele, bei denen ein breiteres Sichtfeld vor allem zusätzliche Objekte und somit Stress für den Prozessor bedeuten.
Welche Grafikkarte Sie zum Befeuern Ihres neuen Dual-QHD-Bildschirms kaufen sollten, hängt von Ihren Ansprüchen an die Bildrate ab. Kaufberatung liefert nicht nur unser 32:9-Guide, sondern auch die folgenden Artikel rund um Grafikkarten-Leistung, -Effizienz und -Preis-Leistungs-Verhältnis. Orientieren Sie sich einfach am Leistungsindex Ultra HD. Dabei sollten Sie auch die Speicherkapazität beachten, denn in hohen Auflösungen wie 5.120 × 1.440 und 3.840 × 2.160 Pixeln ist neben der Grafikkartenleistung auch der Speicher (VRAM) wichtig. Denn hohe Auflösungen bedeuten große Frames. Diese lassen sich nicht mal eben hereinstreamen (wie etwa Texturen), sondern müssen immer griffbereit liegen. 12 GiByte sind als Mindestmenge für die Pixel-Spitzenklassen anzusehen, wir raten sogar zu Modellen mit mindestens 16 GiByte Speicher - beispielsweise die Radeon RX 9070 XT und Geforce RTX 5070 Ti, aber auch die Vorgängermodelle Radeon RX 7900 XT und Geforce RTX 4070 Ti Super. Nur auf diese Weise erhalten Sie sowohl genügend "Dampf" zur Berechnung der vielen Bildpunkte als auch genügend Speicher, um stets maximale Details zu genießen.
Was halten Sie von (Super-)Breitbildformaten? Nutzen Sie bereits eines oder planen Sie den Umstieg? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung und Fragen in den Kommentaren zu diesem Test. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

45 Zoll mit 5120 x 2160 ist top. Das wird mein nächster Monitor.
Ich arbeite in einer Behörde, da habe ich auf 24 Zoll auch nur FullHD und sitze etwas dichter. Das ist auch nicht wirklich besser. Mein nächster Monitor wir der 45er mit 5K2K. Natürlich muss da mehr mit DLSS herausgeholt werden.
32 : 9 habe ich mir angesehen, aber wie gesagt... gefällt mir nicht. Kaum Höhe und in der Breite verschwendete Fläche/verschwendete Rechenleistung, aber das ist nur meine Meinung...
Für 5k x 2k fehlt es noch an Grakas. Selbst eine 5090 ist hier dann gerne mal am Limit. Da bringen 240 Hz also mal nüx...
Ich arbeite in einer Behörde, da habe ich auf 24 Zoll auch nur FullHD und sitze etwas dichter. Das ist auch nicht wirklich besser. Mein nächster Monitor wir der 45er mit 5K2K. Natürlich muss da mehr mit DLSS herausgeholt werden.
32 : 9 habe ich mir angesehen, aber wie gesagt... gefällt mir nicht. Kaum Höhe und in der Breite verschwendete Fläche/verschwendete Rechenleistung, aber das ist nur meine Meinung...