Gehäuse der Luxusklasse im Test: Asus ROG Hyperion GR701
Das Asus ROG Hyperion GR701 will als Big-Tower mit X-Design als Premium-Design-Gehäuse überzeugen. Taugt die Verarbeitung? Und welche Zielgruppe wird anvisiert? Wir verraten es Ihnen in diesem Einzeltest!
In diesem Artikel
Mit dem Asus ROG Hyperion GR701 wird über dem eigenen ROG Strix Helios ein weiteres Premium-Gehäuse für wohlbetuchte Gamer angeboten. Gleich vorne weg: Für Otto Normalverbraucher ist das 420 Euro teure ROG Hyperion zu kostspielig und extravagant - eine Alternativ-Variante in Weiß oder mit anderer Ausstattung gibt es nicht. Angesprochen werden vor allem Hardware-Enthusiasten, die auf Optik, Verarbeitung, Platz und besondere Extras setzen möchten.
Asus ROG Hyperion GR701: Abmessungen und Gewicht
Ein Leichtgewicht ist das Hyperion mit ca. 21 kg keineswegs. Mit eingebautem System kamen wir auf insgesamt ca. 27 kg. Setups mit modularem Wasserkreislauf und mehreren Radiatoren dürften ohne Probleme über die 30-kg-Marke kommen. Das hohe Gewicht ist bei empfindlichen Tischkonstruktionen zu beachten. Ähnliches gilt auch für die Gesamtmaße von 63,9 × 26,8 × 65,9 cm (Volumen von 112,9 Litern). Das Hyperion unterstützt Grafikkarten bis zu einer üppigen Länge von 46,0 cm, CPU-Luftkühler bis zu einer Höhe von 19,0 cm und Netzteile bis zu ca. 24 cm.
Quelle: PC Games Hardware
Die Glasseitenteile sind wuchtige Türen mit Magnetsicherung, die leicht aus den Scharnieren gehoben werden können. Zum Problem kann der Transport werden - die Seitenteile müssen/sollten selbst noch einmal fixiert werden, da der Magnet gerade in Bewegung nicht zuverlässig halten wird.
Die Aluminium-Elemente im X-Design eignen sich zwar als stabile Tragegriffe, allerdings sorgt das hohe Gewicht in Kombination mit notwendigen Vorsichtsmaßnahmen nicht unbedingt für einen schnittigen LAN-Rechner zum Mitnehmen. Die getönten Glasseitenteile mit Magnetmechanismus sind zwar angenehm zu öffnen und aus den Scharnierhalterungen für den Zusammenbau zu heben, jedoch reichen die Magnete nicht für ein garantiertes Halten beim Transportieren. Eigene Sicherungen der Seitenteile sind in Bewegung empfehlenswert.
Bildergalerie
Asus ROG Hyperion GR701: Ausstattung, Extras, Zubehör
Dass die Ausstattung des Asus ROG Hyperion noch einmal über dem ca. 280 Euro teuren ROG Strix Helios positioniert werden muss, wird auch im Detail deutlich: Um überhaupt alle Frontanschlüsse des größeren Hyperion-Bruders nativ nutzen zu können, ist ein Mainboard in der Preisklasse ab ca. 500 Euro Voraussetzung, ansonsten können die 2× USB-Typ-C (3.2 Gen 2×2) und 4× USB Typ-A (3.0/3.2 Gen 1) nicht gleichzeitig angeschlossen werden. Die Kabel sind je nach Seite beschriftet. Über die USB-C-Anschlüsse ist auch für eine 60-W-Schnelllade-Funktion gesorgt. An der Vorderseite sind sowohl oben als auch unten RGB-Verzierungen im Dreieck-Stil angebracht. Sowohl die Front-LEDs als auch das innere RGB-Wandpanel lassen sich über das mitgelieferte ARGB-PWM-Hub und dem Profilknopf an der Oberseite steuern.
Das Asus Hyperion GR701 verfügt über hochwertige, größtenteils feine Staubschutzmechanismen, die die meisten Bereiche des Gehäuses abdecken. An der Front befinden sich feine seitliche Mesh-Einschübe, an der Decke ein Einklippmechanismus und am Boden ein vorbildlicher Schiebemechanismus. Obwohl einige Stellen offen sind (etwa an den oberen Ecken der Glasseitenteile), ist beim Lufteinzug für genügend Filter gesorgt. Insgesamt sind 4× 140 mm Asus ROG A1425L125 PWM-Lüfter ab Werk verbaut (3× an der Vorseite, 1× am Heck), die eine maximale Drehzahl von 1.400 U/min erreichen können.
Quelle: PC Games Hardware
Beide Seitenteile sind dunkel getönt und bis zum Heck schnell ausklappbar.
Das mitgelieferte Handbuch ist sehr ausführlich und enthält gute Illustrationen, die den Aufbau und die Bedienung des Gehäuses erleichtern. Wer seine Grafikkarte vertikal verbauen möchte, bekommt eine Halterung dafür mitgeliefert - ohne Riser-Kabel. Zu den netten Kleinigkeiten gehören die CPU-EPS-Kabelverlängerungen für ein leichteres Anschließen, ein Frontkabelbündel (statt einzelne Splitter für Power-, Reset-Buttons usw.), Schraubenkästchen und Fächer im Gehäuseinnenraum an der Netzteilkammer.
An der rechten Seite ist für ein vorbildliches Kabelmanagement gesorgt. Unter dem rechten Glasseitenteil befindet sich hinter dem LED-Wandpanel eine weitere herausnehmbare, transparente Kunststoff-Abdeckung, die mit zwei Schrauben fixiert wird, sodass wildere Kabelstränge optisch leichter kaschiert werden können. Fingerabdrücke an der Oberfläche des Kunststoffs fallen unter dem getönten Glas nicht auf. Auf der nächsten Seite gehen wir auf weitere wichtige Punkte wie Radiator-/Lüfterplätze und den praktischen Zusammenbau ein.

Ist eher OT, aber in den USA sind mir optisch gar nicht sooo schlecht vorkommende cases der Marke HYTE aufgefallen.
Dat ist eine Tochterfirma von ibuypower, so ein echt großer Lieferant von Daddel-PCs in den Staaten.
Da die völlig problemlos und für schmales Geld auch nach Europa liefern (weil mutmaßlich eh alles in Fernost produziert wird) könnte "man" mal darüber generell nachdenken, in D. weniger bekannte Hersteller von Cases testmäßig und als Alternative zum Angebotseinheitsbrei bei uns mal anzuschauen.
Könnte evtl. auch ein lukrativerer "+" Artikel werden, der sich für PCGH lohnen könnte.
Der genannte Hersteller ist rein exemplarisch zu verstehen, mag auch andere, evtl. noch interessantere Hersteller geben.
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Ist eher OT, aber in den USA sind mir optisch gar nicht sooo schlecht vorkommende cases der Marke HYTE aufgefallen.
Dat ist eine Tochterfirma von ibuypower, so ein echt großer Lieferant von Daddel-PCs in den Staaten.
Da die völlig problemlos und für schmales Geld auch nach Europa liefern (weil mutmaßlich eh alles in Fernost produziert wird) könnte "man" mal darüber generell nachdenken, in D. weniger bekannte Hersteller von Cases testmäßig und als Alternative zum Angebotseinheitsbrei bei uns mal anzuschauen.
Könnte evtl. auch ein lukrativerer "+" Artikel werden, der sich für PCGH lohnen könnte.
Der genannte Hersteller ist rein exemplarisch zu verstehen, mag auch andere, evtl. noch interessantere Hersteller geben.
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Wäre nicht auch mal wieder ein Projekt-PC der Oberklasse denkbar? Quasi einmal in die Vollen und schauen wie viele Kleinwagen oder Monatsmieten man dafür bekommen hätte. Oder Einmal alles nur vom Besten und einmal ein Vernunftssystem uns schauen wie weit die Schere auseinander geht?
Wäre nicht auch mal wieder ein Projekt-PC der Oberklasse denkbar? Quasi einmal in die Vollen und schauen wie viele Kleinwagen oder Monatsmieten man dafür bekommen hätte. Oder Einmal alles nur vom Besten und einmal ein Vernunftssystem uns schauen wie weit die Schere auseinander geht?