Geforce RTX 4060 Ti im Test: Fazit und Preis-Leistungs-Check
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Geforce RTX 4060 Ti im Test: Fazit und Preis-Leistungs-Check

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Wie schlägt sich die Nvidia Geforce RTX 4060 Ti insgesamt? Fazit mit Preis-Leistungs-Analyse und Kaufempfehlungen.

Geforce RTX 4060 Ti 8GB: Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachdem die Leistung der Geforce RTX 4060 Ti sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 23. Mai 2023) gesetzt.

Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):

Hier hat sich in den vergangenen Wochen wieder einiges bewegt, viele Grafikkarten wurden etwas günstiger, speziell die Geforce RTX 3060 Ti, Radeon RX 6750 XT und RX 6800. Das passt sehr gut zum aktuellen Schlagabtausch mit der Geforce RTX 4060 Ti 8GB, welche für offiziell 439 Euro an den Start geht. Wir haben die neue Nvidia-Grafikkarte nicht nur mit dieser UVP, sondern auch mit unserem Preisvorschlag von 400 Euro in den Preis-Leistungs-Index gepackt (Letzteres standardmäßig ausgeblendet). Woher der Vorschlag kommt, dürfte offensichtlich sein: Zur UVP weist die RTX 4060 Ti kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (PLV) auf - obwohl das stets die Stärke der Grafikkarten-Mittelklasse war. Wäre die Geforce RTX 4060 Ti 8GB hingegen für 400 Euro verfügbar, könnte sie sich knapp an die Spitze der Preis-Leistungs-Liste setzen. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:

Beim Raytracing erzielen alle Geforce-Grafikkarten - ebenso wie Intels Arc-Modelle - eine deutlich bessere PLV-Bilanz als beim Rasterizing, da hier bei gleichen Preisen eine bessere relative Leistung erzielt wird. So kommt es zu deutlich veränderten Platzierungen mit Nvidia-Dominanz. Die Geforce RTX 4060 Ti 8GB lässt hier gegenüber der RTX 4070 Federn, da sie eine schwächere Raytracing-Vorstellung abliefert. Somit schiebt sich die RTX 4070 (12GB) insgesamt an die Spitze unter den Geforce-Grafikkarten - sie ist das Ada-Modell mit dem knapp besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Geforce RTX 4060 Ti 8GB: Fazit

Nvidias preisgekrönte "Ada Lovelace"-Architektur beehrt die Grafikkarten-Mittelklasse: Viele PC-Spieler haben auf diesen Moment hingefiebert, in der Hoffnung, dass hier hohe Leistung und Effizienz auf niedrige Preise treffen. Umso mehr schmerzt es uns, das folgende Fazit zu ziehen: Obwohl die Geforce RTX 4060 Ti 8GB keine schlechte Grafikkarte ist, sind wir enttäuscht von diesem Produkt. Auf der Habenseite stehen die hohe Energie-Effizienz in Kombination mit generell niedriger Leistungsaufnahme sowie das moderne Feature-Set. Wer möglichst effizient spielen möchte, hat dank DLSS, Frame Generation und nutzbarer Raytracing-Leistung viele Regler, um Spiele den eigenen Wünschen anzupassen.

Bildergalerie

Auf der anderen Seite steht der wohl kleinste generationale Sprung in der Geschichte der Grafikkarten und ein ausbaufähiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem durchschnittlichen Leistungsplus von zehn Prozent gegenüber der eigenen Vorgängerin Geforce RTX 3060 Ti bietet die Geforce RTX 4060 Ti 8GB zu wenig, um einen Wechsel zu rechtfertigen. Das ist auch Nvidia bewusst, weshalb Nutzer einer GTX-10-, GTX-16- oder bestenfalls RTX-2060-Grafikkarte angesprochen werden sollen. Nimmt man ein solches Modell als Basis, etwa die weit verbreitete Geforce RTX 2060 6GB, ist ein ordentliches Leistungs-, Effizienz- und Feature-Plus zu holen. Der typische Mittelklasse-Käufer rümpft bei 439 Euro UVP jedoch die Nase und schaut auf die übrige Ausstattung. Hier sehen wir die wahren Probleme: Nvidia liefert nicht bloß kleine Fortschritte - es gibt auch Stillstand sowie handfeste Rückschritte. Speicherplus? Fehlanzeige - die RTX 3060 debütierte sogar mit 12 GiByte und wurde es später mit 8 GiByte aufgelegt. Stattdessen schrumpft Nvidia die Speicherschnittstelle auf 128 Bit und kürzt im selben Atemzug auch noch die PCI-Express-Anbindung. Während Ersteres dank des großen Caches kein praktisches Problem darstellt, führen die acht PCI-E-Lanes bei Speicherüberlauf zu Leistungseinbußen - insbesondere auf älteren 3.0er-Systemem. Es ist nicht bloß ein Gefühl, dass Nvidia einen "50er-Chip" als RTX 4060 Ti verkauft, die technischen Merkmale sprechen eine deutliche Sprache - ein Blick auf die Geforce RTX 3050 genügt. Damit geht Nvidia zwar einer Preiserhöhung aus dem Weg, liefert Interessenten aber weniger Fortschritt gegenüber der Vorgeneration.

Zwar stellt Nvidia erneut unter Beweis, dass Geforce-GPUs die beste Speicherverwaltung aufweisen, unter dem Strich bleiben 8 GiByte aber 8 GiByte. Wie wir in den vorangegangenen Grafikkarten-Tests des Jahres 2023 erläuterten, raten wir davon ab, beim Neukauf zu einer 8-GiByte-Grafikkarte zu greifen - zumindest jenseits von 300 Euro. Diese Kapazität hat ihren Zenit längst überschritten und erfordert bei modernen Spielen Kompromisse, die nur zum Grafikkarten-Einsteigersegment passen. Es gab eine Zeit, da schnallten die Geforce-Macher auf fast jedes Modell 8 GiByte, obwohl das Ende bereits in Sicht war. Zwischenzeitlich hat Nvidia verstanden, dass 12 GiByte deutlich besser zum eigenen Anspruch des Technologieführers passen, was PCGH ausdrücklich begrüßt. 12 GiByte sind 50 Prozent mehr als 8 GiByte, was eine derart bestückte Grafikkarte - wie die Geforce RTX 4070 oder Radeon RX 6750 XT - schlagartig für moderne Spiele fit macht. Das bedeutet aber nicht, dass 12 GiByte ein sorgloses Dasein ermöglichen. Allein dieses Jahr erschienen mehrere Titel, die mit 12 GiByte leichte Ausfallerscheinungen zeigten. Diese wurden zwar mittels Patches abgemildert, doch es ist klar, wohin die Reise geht. Es wird immer Spiele geben, die unsauber laufen, speziell Konsolen-Portierungen. Die Frage ist: Kaufen Sie für die perfekt optimierten Spiele, oder greifen Sie zu einer Grafikkarte mit größerem Puffer, um diese Probleme zu umschiffen?

Die gute Nachricht zum Schluss: Nvidia ist sich der Restriktionen der Geforce RTX 4060 Ti 8GB bewusst. Im Juli wird eine 16-GiByte-Variante der Mittelklasse-Grafikkarte folgen, die praktisch mit allen Problemen aufräumt. Speicherüberlauf mit schmerzhafter Auslagerung ist hier nicht zu befürchten, womit auch Raytracing und Frame Generation ohne Angst vor Speichermangel nutzbar sind (beachten Sie dazu unbedingt das obige Video). Wir raten allen Interessenten dazu, dieses Modell mindestens abzuwarten. Das gilt erst recht, wenn Sie Ihre Grafikkarte über viele Jahre zu nutzen gedenken.

Die Geforce RTX 4060 Ti 8GB geht ab dem 24. Mai in den offiziellen Verkauf. Nvidias Board-Partner haben zahlreiche Eigendesigns am Start, welche entweder gemäßigt ausfallen, oder über wuchtige Kühler sowie eine werkseitige Übertaktung verfügen. Wir arbeiten derzeit an einem Test und Vergleich verschiedener Designs. Bis dahin: Was halten Sie von der Geforce RTX 4060 Ti 8GB? Top oder Flop? Diskutieren Sie mit!

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  1. Seite 1 Geforce RTX 4060 Ti im Test: Spezifikation
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  3. Seite 3 Geforce RTX 4060 Ti im Test: Benchmarks in 4 Auflösungen
  4. Seite 4 Geforce RTX 4060 Ti im Test: Raytracing-Benchmarks inkl. DLSS 3
  5. Seite 5 Geforce RTX 4060 Ti im Test: Verbrauch, Lautheit & Effizienz
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    • Kommentare (296)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SIR_Thomas_TMC Software-Overclocker(in)
        Zitat von reishasser
        Mining Boom hat die Preisspirale unnötig sehr hoch platziert, schuld daran sind ganz klar die Käufer gewesen.
        Exakt. Und die können es, wie man aktuell sieht, auch in die andere Richtung bewegen. Dauert eben.
      • Von SIR_Thomas_TMC Software-Overclocker(in)
        Zitat von reishasser
        Mining Boom hat die Preisspirale unnötig sehr hoch platziert, schuld daran sind ganz klar die Käufer gewesen.
        Exakt. Und die können es, wie man aktuell sieht, auch in die andere Richtung bewegen. Dauert eben.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von DaHell63
        Was ja auch keiner bestreiten will..nur gibt es auch keinen Matsch oder Nachladeruckler, wenn es mal nicht reicht.
        Über die Matschbildchen die hier oft gezeigt werden kann ich nur lachen.
        Mal wieder das obligatorische TLOU....in 1080p mit einer 8GB Karte angeblich nur noch Matsch.
        Mit Patch 1.03 hat sich das Spiel in 1440p/nativ gezeigt
        Ja, was wir bei den "problematischen Spielen" sehen ist primär ein Softwareproblem der Streamingengine. Hogwarts hat das damals ja eindrucksvoll gezeigt, als die Texturqualitätsstufen konstant durchwechselten ohne, dass man die Kamera irgendwie bewegte. Trotzdem halte ich 8GB für knapp, denn es gibt eben auch viele unproblematische Spiele, die 8GB gut ausnutzen, manche nehmen gerne auch mehr.
      • Von DaHell63 Volt-Modder(in)
        Zitat von seahawk
        Aber schöne Texturen kosten keine FPS, wenn der VRAM reicht.
        Was ja auch keiner bestreiten will..nur gibt es auch keinen Matsch oder Nachladeruckler, wenn es mal nicht reicht.
        Über die Matschbildchen die hier oft gezeigt werden kann ich nur lachen.
        Mal wieder das obligatorische TLOU....in 1080p mit einer 8GB Karte angeblich nur noch Matsch.
        Mit Patch 1.03 hat sich das Spiel in 1440p/nativ gezeigt
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        ...und so sieht es aus wenn auf dem 1440p Bildschirm in 1080p mit angepasten Settings gezockt wird
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        auch wenn das hier komprimierte Screens sind, hat das mal überhaupt nichts mit dem zu tun was hier teilweise gezeigt wird.

        8GB VRam sind natürlich nicht toll, aber trotzdem kann man auch mit einer 8GB Karte solche Spiele zocken ohne Augenkrebs zu bekommen.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von DaHell63
        Es geht mir auch darum, dass bis jetzt keine 60er in 1080p/max durchgehend die 60FPS erreicht. Ob mit, oder ohne VRam Mangel...anpassen ist sowieso angesagt. Und den immer wieder weisgesagten Matsch bekommt man auch nicht zu Gesicht, wenn man den VRam nicht absichtlich überlaufen lässt.
        Aber schöne Texturen kosten keine FPS, wenn der VRAM reicht.
      • Von reishasser Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das einzige was ich gelten lasse ist die Kritik das die 4060er bei einem System mit nur PCIE 3.0 spürbar schwächer angebunden ist als auf einem PCIE-4.0 System.

        Hier hat Nvidia das unnötig beschnitten.
        Einige sollten sich aber davon verabschiedene die Perfekte GK für 600€ zu bekommen, gibt es schlicht nicht (auch nicht im AMD Lager -> Effizienz Versager).

        Mining Boom hat die Preisspirale unnötig sehr hoch platziert, schuld daran sind ganz klar die Käufer gewesen.
      Direkt zum Diskussionsende
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