Intel Arc A580 im GPU-Test: Überraschend heller Stern am Preis-Leistungs-Himmel [Update]
Wer eine Gaming-taugliche Grafikkarte um 200 Euro sucht, musste sich bislang zwischen Radeon RX 6600, Geforce RTX 3050 und gut abgehangener Altware entscheiden. Mit der Arc A580 betritt nun ein weiteres Modell die Bühne der bezahlbaren Grafikkarten - und mischt die Konkurrenz gehörig auf. PCGH klärt im Test die Stärken und Schwächen der Arc A580.
In diesem Artikel
Aktualisierung vom 12.10.2023: Der bisherige Marktstart von Intels Arc A580 darf getrost als überschaubar eingestuft werden. Genau eine Arc-A580-Grafikkarte wurde bisher im deutschen Einzelhandel gesichtet, und zwar die Asrock Arc A580 Challenger OC. Diese wird auch genau bei einem Händler gelistet, der Preis liegt aktuell bei 215 Euro und damit über den erhofften 200 Euro.
Originalartikel vom 10.10.2023: Es ist nicht lange her, da erfreute sich der Preisbereich um 200 Euro großer Beliebtheit. Wer auf der Suche nach dem "Best Bang for the Buck" war, wie es unsere amerikanischen Kollegen so treffend formulieren, sah sich nach einer Grafikkarte in diesem Segment um - die Radeon RX 480 sei exemplarisch genannt. Mit den Jahren stiegen die Preise und die Grafikkarten-Hersteller hatten vor allem während der Mining-Krise große Probleme, das volumenträchtige 200-Euro-Segment mit attraktiven Produkten zu fluten. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Neben AMDs Radeon RX 6600, welche seit Monaten Budget-Gamer um 200 Euro erfreut, näherte sich auch Nvidias Geforce RTX 3050 der 200-Euro-Marke. Dabei handelt es sich jedoch um verhältnismäßig alte Technologie, RDNA 2 und Ampere entspringen dem Jahr 2020. Hier kommt Intels neuestes Produkt ins Spiel.
Die ersten Grafikkarten des Prozessor-Giganten feierten kürzlich ihren ersten Geburtstag, Arc A770 und Arc A750 debütierten am 5. Oktober 2022. Die GPU-Architektur mit dem Codenamen "Alchemist" führt Funktionen ins Feld, die Radeon RX 6600 und Geforce RTX 3050 nicht aufbieten, allen voran fortschrittliches Video-Encoding mittels AV1. Bislang fehlte ein maßgeschneidertes Produkt für den 200-Euro-Preisbereich, um diese Vielseitigkeit auch Sparfüchsen zugänglich zu machen. Damit ist nun Schluss: Mit der Arc A580 erscheint eine Grafikkarte für offiziell 179 US-Dollar, mit welcher Intel der Radeon RX 6600 und Geforce RTX 3050 das Wasser abgraben möchte. Zwar nennt Intel keine Euro-UVP für den deutschen Markt, der US-Listenpreis führt jedoch direkt zu einem Preisschild von 200 Euro. PCGH prüft anhand von brandneuen Benchmarks, was von diesem Angebot zu halten ist.
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Arc A580 im Test: Übersicht
Die Arc A580 ist aus mehreren Perspektiven eine alte Bekannte. Die Existenz des Modells ist bereits seit 2022 bekannt und es sollte vermutlich zusammen mit seinen großen Geschwistern erscheinen, doch dazu kam es aus ungenannten Gründen nie. Nun erreicht die A580 doch den Handel - und zwar mit der gleichen Spezifikation wie ursprünglich erdacht. Um die genannten AMD- und Nvidia-Grafikkarten in Bedrängnis zu bringen, setzt Intel auf seinen bislang größten Grafikchip, den ACM-G10 (Alchemist). Dieser läuft in moderner N6-Fertigung bei der taiwanischen Foundry TSMC vom Band und packt 21,7 Milliarden Transistoren auf 406 Quadratmillimeter Kernfläche. Das ist eine Menge "Holz" im Vergleich mit den kleinen und mutmaßlich deutlich günstiger zu fertigenden Chips der Mitbewerber, doch der ACM-G11 wäre der Aufgabe nicht ansatzweise gewachsen.
Quelle: Intel
Arc-Portfolio: Dieses Bild ist rund 13 Monate alt und immer noch aktuell.
So kommt es, dass Intel seine Top-GPU auch auf der Arc A580 installiert, diese jedoch bei den Rechenwerken beschneidet: Von 32 Compute-Blöcken bleiben auf der A580 lediglich 24 aktiv, womit der neuen Grafikkarte 3.072 FP32-Einheiten zur Verfügung stehen. Interessanterweise lässt Intel jedoch das komplette Speicher-Subsystem intakt, die Arc A580 zieht in Sachen Speichertransferrate und -kapazität mit der A750 und A770 8GB gleich. Vergleicht man die Arc A580 mit der Geforce RTX 3050 und Radeon RX 6600, wird der Anschein erweckt, Intel schieße mit Kanonen auf Spatzen. Ursächlich ist, dass Arc Alchemist nicht die hohe Effizienz pro Rechenwerk erreicht, wie sie AMD und Nvidia bieten - zumindest ist das der bekannte Stand. Wir klären in diesem Artikel anhand von Benchmarks der neuen Generation, ob Intel den Rückstand mittlerweile aufgearbeitet hat. Die Spezifikationen der Arc A580 neben ihren Geschwistern und Mitbewerbern; weitere Vergleichsmodelle finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | Arc A750 | Arc A580 | Radeon RX 6600 | Geforce RTX 3050 | Geforce RTX 2060 |
|---|---|---|---|---|---|
| Marktstart | 12.10.2022 | 10.10.2023 | 13.10.2021 | 27.01.2022 | 07.01.2019 |
| Referenzkarte verfügbar? | Ja | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Architektur | Xe HPG | Xe HPG | RDNA 2 | Ampere | Turing |
| Codename/Konfektion | ACM-G10 | ACM-G10 | Navi 23 XL | GA106-150-KA | TU106-200-KA |
| Chipgröße (mm²) | 406 | 406 | 237 | 276 | 445 |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 21,7 | 21,7 | 11,06 | 12,0 | 10,8 |
| Fertigung (Foundry) | N6 (TSMC) | N6 (TSMC) | N7P (TSMC) | 8N (Samsung) | 12FFN (TSMC) |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 28 | 24 | 28 | 20 | 30 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 3.584/224/128 | 3.072/192/128 | 1.792/112/64 | 2.560/80/48 | 1.920/120/48 |
| Raytracing-Einheiten | 28 (1. Gen.) | 24 (1. Gen.) | 28 (1. Gen.) | 20 (2. Gen.) | 30 (1. Gen) |
| Matrix-Einheiten | 448 (1. Gen.) | 384 (1. Gen) | – | 80 (3. Gen.) | 240 (2. Gen.) |
| Level-2-Cache (MiB) | 16 | 16 | 2 | 3 | 3 |
| Level-3-Cache (MiB) | – | – | 32 | – | – |
| Typ. GPU-Takt in Spielen (MHz) | 2.380 | 2.330 | 2.550 | 1.880 | 1.840 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 17,1 | 14,3 | 18,3 | 9,6 | 7,1 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 17,1 | 14,3 | 9,1 | 9,6 | 7,1 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 533,1/304,6 | 447,4/298,2 | 285,6/163,2 | 150,4/90,2 | 220,8/88,3 |
| Speicheranbindung (Bit) | 256 | 256 | 128 | 128 | 192 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 16,0/8.000 | 16,0/8.000 | 14,0/7.000 | 14,0/7.000 | 14,0/7.000 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 512 | 512 | 224 | 224 | 336 |
| Speicherkapazität (MiB) | 8.192 | 8.192 | 8.192 | 8.192 | 6.144 |
| PCI-Express-Standard | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×8 | 4.0 ×8 | 3.0 ×16 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | Je 1× 8-/6-Pol | Je 1× 8-/6-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 225 Watt | 200 Watt* | 132 Watt | 130 Watt | 160 Watt |
| UVP zum Start (USD) | 289 | 179 | 329 | 249 | 349 |
| UVP zum Start (Euro) | 349 | 199 (vmtl.) | 339 | 279 | 369 |
| €-Preis derzeit (Testzeitpunkt) | 240 | 199 (vmtl.) | 200 | 230 | 250 |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns ausführlich durchgetesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die Herstellerangaben liegen teils deutlich und somit praxisfern darunter. Je nach Modell sind Abweichungen um bis zu 200 MHz möglich.
*Bevor wir zur Leistung der Arc A580 kommen, möchten wir einige Worte zur Leistungsaufnahme verlieren, welche sich aus der GPU-Power und den übrigen Verbrauchern auf der Grafikkarte ergibt. Intel sieht eine GPU-Power - das ist die Energie rein für den Grafikchip - zwischen 134 und 170 Watt vor. Aus dem niedrigen Referenzwert von 134 Watt ergibt sich eine Boardpower von 185 Watt, welche PCGH unter normalen Umständen für die Benchmarks ansetzen würde. Im Falle der Arc A580 wäre dies jedoch ein Theoriewert, der keinen Praxisnutzen hat, denn es gibt keine Referenzkarte mit dieser Spezifikation. Derzeit sind zwei A580-Designs für den deutschen Markt bestätigt, die Asrock Arc A580 Challenger OC und die Sparkle Arc A580 Orc OC. Wir haben daher beschlossen, die A580 so zu testen, wie Sie sie derzeit kaufen können: mit 150 Watt GPU-Power und somit rund 200 Watt Leistungsaufnahme für die gesamte Grafikkarte. Die zusätzlichen 16 Watt helfen der GPU, ihren Maximal-Boost von 2.400 MHz öfter und länger aufrechtzuerhalten. Mehr dazu in den Benchmarks ab Seite 2.

Und wieso sollte Full HD das einzige Einsatzgebiet sein? Von Full HD auf QHD verliert die Karte kaum Performance.
Da reicht dein Tellerrand einfach nicht.
Die PCIe Anbindung ist quasi egal.
Gerade bei der Radeon sehen wir, dass da überhaupt gar nichts geht.
"Die Intel ARC 580 wird ihren technischen Angaben auf dem Datenblat in keinster Weise gerecht und reiht sich weit unten in der Bestenliste - da, wo das Einsatzgebiet der Karten ist - sogar unterhalb einer Radeon 6600 ein."
Wen interessiert das Datenblatt? Haha!Das juckt null Komma null!
Und nirgends liegt die unterhalb einer 6600. Ich glaube du redest dir Dinge ein die nicht real sind.
Entweder ist das Satire, oder noch schlimmer du meinst das alles ernst...
Im Zukunftsträchtigen Raytracing deklassiert Intel,s A580 die Amd Rx 6600 geradezu !
Das hat Intel aus dem Stand mit ihrer ersten Dedizierten Grafikarte geschafft !
Wie lange macht Amd eigentlich schon Dedizierte Grafikkarten nachdem sie das Nowhow von ATI gekauft haben ?!?
Der einzige Kritikpunkt der Intel Arc A580 ist der etwas zu hohe Stromverbrauch , was angesichts der ersten Gehversuche Intels auch verständlich sein kann , aber immerhin hat Intel Amd gleichmal im ersten Anlauf viel Staub fressen lassen .
Da kann ich nur sagen stell dich endlich der Realität und lebe im hier und jetzt in diesem manchmal etwas chaotischen, aber schlussendlich doch sehr schönen Universum.
Ach ja, Raytracing interessiert in dieser Leistungsklasse niemanden, dass einzige was zählt ist Effizienz und der damit verbundene Stromverbrauch, sowie Raster-Performance FPS 1080p und die Treiberqualität.
Auch handelt es sich bei der A580 um ein wahres Transistor Monster, es wird mit 22 Mrd. in etwa das Doppelte wie bei der RX6600 benötigt um am Ende bei der Raster perforance in 1080p 5% dahinter zu liegen. Man würde es nicht glauben wenn man es nicht selber gesehen hätte, Raja muss anscheinend auf Drogen gewesen sein als er diese GPU entworfen hat.
Auch Flächenmäßig handelt es sich mit 406mm2 (6nm) vs. 237mm2 (7nm) um ein wahres Monster.
Da kann man nur sagen, gutes Silizium wir da für nichts aber gar nichts regelrecht verschwendet.
Schade AMD oder Nvidia hätte aus der gleichen Fläche viel effizienter ca. die 2.5 - 3 Performance/Fläche abgeliefert (siehe auch die RX 7600 die ebenfalls in 6nm gefertigt wird dabei 30% schneller ist und misst dabei nur gerade zu winzige 200mm2 !
Punkto Verbrauch und Raster performance :
Gaming Performance 1080p = 100% bei 210W (A580) vs. 105% bei 119W (RX6600)
Idle = 42W (A580) vs. 2W (RX6600)
Video Playback = 49W (A580) vs. 12W (RX6600)
Bei der A580 handelt es sich wohl um die ineffektiefste, altbackene Grafikkarte aller Zeiten
geschenkt ist da noch zu teuer und ich bin mir sicher das Intel wenn man alle Faktoren miteinbezieht mit dieser Karte auch noch Verlust macht.
Review Arc A580 Techpowerup
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Im Zukunftsträchtigen Raytracing deklassiert Intel,s A580 die Amd Rx 6600 geradezu !
Das hat Intel aus dem Stand mit ihrer ersten Dedizierten Grafikarte geschafft !
Wie lange macht Amd eigentlich schon Dedizierte Grafikkarten nachdem sie das Nowhow von ATI gekauft haben ?!?
Der einzige Kritikpunkt der Intel Arc A580 ist der etwas zu hohe Stromverbrauch , was angesichts der ersten Gehversuche Intels auch verständlich sein kann , aber immerhin hat Intel Amd gleichmal im ersten Anlauf viel Staub fressen lassen .