Red Dead Redemption Remastered PC: Grafik, Technik, GPU-Benchmarks
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Red Dead Redemption Remastered PC: Grafik, Technik, GPU-Benchmarks

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Red Dead Redemption nutzt Rockstars RAGE-Engine, im Großen und Ganzen basiert das Original auf einer ähnlichen technischen Ausbaustufe wie GTA 4 anno 2008, es kommen bei den Versionen für Xbox 360 und Playstation 3 gar die gleiche Auflösung und Kantenglättungsmodi zum Einsatz. Für den PC hält offenkundig die Remastered-Version der Playstation 4/5, die im Oktober des vergangenen Jahres zusammen mit einem Switch-Port veröffentlicht wurde, als Basis her. Die Portierungsarbeiten für PS4/5, Switch und PC übernahm das britische Studio Double11. Wie bereits das Playstation-Remastered bietet die PC-Version einige Extra-Features.

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Dazu zählt auch eine optionale, temporale Kantenglättung; statt FSR 2 (im Native Mode respektive mit dynamischer Skalierung, doch nahezu durchgehend in voller 4K-Auflösung) bietet die PC-Version FSR 3 (ohne Frame Generation). Nvidia-Nutzer können auf DLSS zurückgreifen, obendrein steht für RTX-4000-Nutzer Frame Generation zur Verfügung. Beide Upsampling-Verfahren können mit Native-Mode genutzt werden, ebenso sind die bekannten Stufen von "Quality" bis "Ultra-Performance" auswählbar. Daneben steht nur der spatiale Postfilter FXAA zur Verfügung - sehen Sie diesen als absoluten Notnagel für sehr alte und hüftlahme GPUs.

Weitere Finessen weist die Schattendarstellung auf. Wie schon bei der PS4-Version (die auch auf der PS5 läuft, siehe Videovergleich oben) ist die Auflösung der Shadow Maps drastisch erhöht. Im Grafikmenü der PC-Version lässt sich die Qualität indes nochmals anheben und mit CHSS (Contact Hardening Soft Shadows) ein besonders feiner, weicher und ansehnlicher Ansatz zuschalten. Viele Texturen wurden gegenüber der Original-Fassung von 2010 sichtbar überarbeitet und liegen in einer höher aufgelösten, schärferen und knackigeren Version vor.

Red Dead Redemption PC - Detailvergleich
Detailvergleich - Ultra
Detailvergleich - Ultra Detailvergleich - Hoch Detailvergleich - Mittel Detailvergleich - Niedrig

An der generell etwas überholt wirkenden Technik ändert dies allerdings wenig. Red Dead Redemption ist alt, das sieht man auch dem PC-Port eindeutig an. Doch ist Rockstars in Würde gealteter Klassiker noch heute hübsch und insbesondere mit HDR-Darstellung ist der Ritt in den Sonnenuntergang auch heute ein Erlebnis. Und auf der Habenseite benötigt man keine dicke Grafikkarte, keine Unmengen Videospeicher, um Red Dead Redemption mit geschmeidigen Bildraten auf dem heimischen Desktop oder Laptop zu genießen. Kommen wir zu unseren Benchmarks.

Grafikkarten-Benchmarks

Wie läuft die ultimative Version von Red Dead Redemption auf gängigen PC-Grafikkarten? Analog zu Visions of Mana, das ähnlich niedrige Hardware-Anforderungen stellt, testen wir diesmal keine High-End-Grafikkarten. Dies hätte sehr langweilige Benchmarks zur Folge, bei denen ein Großteil der Teilnehmer ans 144-Fps-Limit der Engine knallt. Im Fokus steht daher die Frage, inwiefern a) die offiziellen Empfehlungen funktionieren und b) welche älteren respektive günstigen Grafikkarten sich für RDR am PC eignen. Da die PC-Version eine vorbildliche Breitbildunterstützung bietet, testen wir die Grafikkarten in den fünf Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD, Ultra HD sowie DQHD (mehr Info hier: 5K-Ultrawide: Ist Ihre Grafikkarte schnell genug für 32:9?). Die Messungen erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 24.10.1, der Intel Game On Driver 6130 und der Nvidia Game Ready Driver 566.03.

Als Benchmarkszene dient uns die grafisch anspruchsvollste Szene, welche wir nach etwa fünf Spielstunden und ausgiebigem Erkunden der weiten Westernwelt zu Gesicht bekamen. Gegenüber dem besonders flüssigen Spielstart sind hier wesentlich (!) geringere Bildraten anzutreffen, der dichte Bewuchs und die abendliche Beleuchtung unserer Benchmarkszene "Bayou" fordert ihren Tribut.

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Somit gilt, was grundsätzlich immer bei PCGH-Benchmarks gilt: Erreicht eine Grafikkarte in unserer Testszene gute oder gar tadellose Bildraten, sind Sie für das restliche Spiel gerüstet. Übrigens haben wir auch Red Dead Redemption 2 in einem Sumpfgebiet getestet und die Szene genauso genannt. Wie Teil 1 am besten läuft, dokumentiert der folgende Benchmark:

*Nvidia Geforce RTX: DLAA, AMD Radeon, Intel Arc, Nvidia Geforce GTX: FSR 3 Native

Wer befürchtet hat, dass das alte Spiel halbherzig und ruckelig auf den PC portiert würde, wird eines Besseren gelehrt: Red Dead Redemption ist selbst auf zehn Jahre alten Grafikkarten spielbar. Zwar haben wir die Minimalanforderungen nicht geprüft, die Empfehlung einer Geforce RTX 2070 und Radeon RX 5700 XT wirkt jedoch plausibel - etwas hoch gegriffen, auf Nummer sicher gehend, aber dafür passend. Die RTX 2070 Super und GTX 1080 Ti zeigen das damit mögliche Performance-Level auf: Full HD ist trotz unserer anspruchsvollen Testszene kein Problem und selbst WQHD lässt sich mit über 60 Fps betreiben. Aufgrund der hohen Bildraten dieser Stichprobe haben wir uns herabgetastet - nicht bis ins RDR-Erscheinungsjahr 2010, aber bis nach 2014, als Nvidias Geforce GTX 970 erschien. Tatsächlich ist die betagte Grafikkarte mit maximalen Details zu Bildraten im 30er-Bereich in der Lage. Das Spielgefühl ist nicht optimal, es tritt Stottern auf, das möglicherweise mit der kontroversen Segmentierung des Grafikspeichers zu tun hat. Die in vielen Spielen ähnlich schnelle Geforce GTX 1060 6GB bleibt davon verschont, hier sind sogar 40 Fps möglich.

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PCGH Plus: Legendär berüchtigt: Die GTX 970 hat sich so manche Auszeichnung verdient. Die populäre Nvidia-GPU wird heuer 10 Jahre alt. Wir feiern mit althergebrachten und frischen Benchmarks. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 12/2024.

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Kurz: Red Dead Redemption ist auch mit steinalten Grafikkarten oder aktuellen Sparflammen wie der Geforce RTX 3050 6GB spielbar. Interessant ist die Skalierung; wie auch bei RDR2 ist Auflösung relativ günstig - kein Vergleich zu GPU-Killern wie Alan Wake 2, Cyberpunk 2077 & Co. Das ist positiv für Nutzer fein auflösender Displays, birgt jedoch ein Problem: Wenn Pixel günstig sind, schlägt Upsampling weniger Leistung frei. Die Geforce GTX 970 legt von FSR Native auf FSR Performance fühlbar zu, mehr als 50 Fps sind jedoch in Full HD nicht drin. Wer sich höhere Bildraten wünscht, muss Details reduzieren, was unser Versuchskaninchen mit bis zu dreistelligen Bildraten dankt.

Um auf die Frage in unserer Überschrift zurückzukommen: Nein, PC-Hardware des Jahres 2010 genügt nicht, um dieses 2010er-Spiel flüssig darzustellen. Das ist angesichts der Tatsache, dass die aktuelle RDR-Iteration wesentlich hübscher ist als das Original, und den hohen Bildraten ein verschmerzbarer Zustand.

Red Dead Redemption PC: Fazit

Wer zuletzt lacht, lacht am besten? Nun, der PC-Port von Red Dead Redemption bietet tendenziell die beste Optik, die geschmeidigsten Bildraten und mit der flinken Steuerung die höchste Genauigkeit. Mit Maus und Tastatur ziehen Sie in Duellen schneller als der grob-pixelige Konsolenschatten. Es gibt einige behutsame, grafische Verbesserungen, modernes Upsampling sowie Support für Breitbild-Formate. Letztere passen für das Western-Genre besonders gut, schließlich waren es nicht zuletzt Western-Filme (und die Marlboro-Cowboys), die das Breitbild-Format via Anamorphoskop (respektive CinemaScope) über Hollywood zu seiner Popularität verhalfen.

Ob dies die für PC-Spieler ewige Wartezeit sowie den in Anbetracht des Alters nicht ganz günstigen Preis von 50 Euro rechtfertigt, sei dahin gestellt. Schon das PS4-Remastered musste sich wegen der Preisgestaltung Kritik gefallen lassen. Allerdings konnten langjährige Konsolenspieler das erste Red Dead Redemption bereits zum Release 2010 oder all die Jahre danach genießen, eine passende Konsole vorausgesetzt. Für PC-Spieler erscheint der Titel erstmalig, für PC-Only-Gamer ist das Spiel also tatsächlich "neu" respektive erstmals (ohne Emulator, sauber) spielbar. Und mit Undead Nightmare liegt ein launiger, populärer Zombie-DLC bei, mit dem Sie sich vergnügen können - allerdings ohne Online- oder Mehrspieler-Modus.

<strong>Zieht schneller als der alte Konsolen-Schatten: Red Dead Redemption auf dem PC mit hohen Bildraten und geschwinder Maussteuerung.</strong> Quelle: PCGH Zieht schneller als der alte Konsolen-Schatten: Red Dead Redemption auf dem PC mit hohen Bildraten und geschwinder Maussteuerung. Generell sind wir von der PC-Version doch angetan. Die Portierungsarbeit wirkt sauber, das Bild ist dank Temporal-Kantenglättung (via DLSS und FSR) scharf und stabil wie nie, einige Extrafeinheiten runden den guten Eindruck ab. Bedauerlich ist, dass man sich für DLSS Frame Generation anstelle von FSR Frame Generation entschieden hat. Denn während Erstere nur auf RTX-4000-Grafikkarten zur Verfügung steht, würden mittels FSR alle GPUs profitieren. Doch was nicht ist, kann noch werden - nicht wahr, Rockstar? Bis dahin bedienen sich Radeon-Nutzer am besten der treibereigenen Frame Generation namens (A)FMF 2.

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Spielwelt und Szenario
  3. Seite 3 Grafik, Technik, GPU-Benchmarks
    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von D4rKnE55 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Atma
        Optisch gut gealtert, dank viel AA/AF kann sich das Spiel im Jahr 2024 noch mehr als sehen lassen. Was ich an den alten Titeln auch mag: es sind keine Post-Processing-Höllen. Kein CA, keine Kamera Distortion, kein Geschmiere oder rauschen wegen Motion Blur, Upscaling, Denoising oder sonst was. Einfach ehrliche, native Auflösung ohne viel Schnickschnack.

        Das vermisse ich inzwischen mehr denn je. Die Bildschärfe und allgemeine Bildqualität fast aller modernen Titel empfinde ich als Vollkatastrophe weil zu viel Post-Processing und zu viel temporale Effekte verwendet werden. Besonders die UE5 fällt hier äußerst negativ auf.
        Amen.

        Bin zwar spät dran, aber muss auch sagen, dass es schön ist, das noch von jemand anderem zu hören/lesen. Man fühlt sich zuweilen allein, dass man von der Bildqualität (nicht Grafik!) neuer Spiele enttäuscht ist..
        Das in Kombination mit der schlechter werdenden Optimierung, wodurch man dann nicht mit Downsampling entgegensteuern kann, kann frustrierend sein.
      • Von D4rKnE55 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Atma
        Optisch gut gealtert, dank viel AA/AF kann sich das Spiel im Jahr 2024 noch mehr als sehen lassen. Was ich an den alten Titeln auch mag: es sind keine Post-Processing-Höllen. Kein CA, keine Kamera Distortion, kein Geschmiere oder rauschen wegen Motion Blur, Upscaling, Denoising oder sonst was. Einfach ehrliche, native Auflösung ohne viel Schnickschnack.

        Das vermisse ich inzwischen mehr denn je. Die Bildschärfe und allgemeine Bildqualität fast aller modernen Titel empfinde ich als Vollkatastrophe weil zu viel Post-Processing und zu viel temporale Effekte verwendet werden. Besonders die UE5 fällt hier äußerst negativ auf.
        Amen.

        Bin zwar spät dran, aber muss auch sagen, dass es schön ist, das noch von jemand anderem zu hören/lesen. Man fühlt sich zuweilen allein, dass man von der Bildqualität (nicht Grafik!) neuer Spiele enttäuscht ist..
        Das in Kombination mit der schlechter werdenden Optimierung, wodurch man dann nicht mit Downsampling entgegensteuern kann, kann frustrierend sein.
      • Von Cohen Freizeitschrauber(in)
        "Um auf die Frage in unserer Überschrift zurückzukommen: Nein, PC-Hardware des Jahres 2010 genügt nicht, um dieses 2010er-Spiel flüssig darzustellen."

        Zur Beantwortung dieser Frage hätte man evtl. die alten GPUs noch in 720p sowie Settings unterhalb "ultra" testen sollen.

        Eine 2012er GTX 660 kommt in 1080p medium und sogar 1080p high gut mit dem Spiel zurecht:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das sollte dann doch für eine 2010er GTX 580 erst recht gelten, oder?
        War die GTX 580 nicht ca. 10% schneller als die GTX 660?
      • Von openworldgamer Freizeitschrauber(in)
        Habe es mal gerade auf dem PC meiner Freundin getestet mit einer 3080 und einem i9 9900K (Stock) und da droppen die FPS sogar auf 70 in Armadillo, 4K, Ultra und DLSS Quality. Ist aber auch Tageszeitabhängig, Nachts droppen die FPS am meisten.
        Gefühlt ist das Spiel noch mehr im CPU Bottleneck als GTA 4.
        Außerhalb der Städte natürlich immer 144 FPS.
        Würde damit auch die anfangs mickrige Konsolenperformance erklären, die CPU der PS4 kommt wahrscheinlich nicht hinterher bzw. es musste noch optimiert werden.
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        50€ für so´n Schinken typisch R* Gier . Ich hasse die Bude.
      • Von Schuemeluenz Kabelverknoter(in)
        Im Vergleich ein sprachlich sehr auffälliger Artikel! Dieser war sehr kurzweilig zu lesen
      Direkt zum Diskussionsende
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