PCGH-Plus Label [PLUS] 10 Jahre Geforce GTX 970: GPU im Kampf gegen aktuelle Spiele - zwischen VRAM-Ärger und HD-Texturen-Wrack

PCGH Plus: Legendär berüchtigt: Die GTX 970 hat sich so manche Auszeichnung verdient. Die populäre Nvidia-GPU wird heuer 10 Jahre alt. Wir feiern mit althergebrachten und frischen Benchmarks. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 12/2024.

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 10 Jahre Geforce GTX 970: GPU im Kampf gegen aktuelle Spiele - zwischen VRAM-Ärger und HD-Texturen-Wrack
Quelle: PCGH

Rückblick: 10 Jahre GTX 970

Die Performance des rund 950 Euro teuren Enthusiasten-Schlachtschiffs Geforce GTX Titan sowie eine üppig scheinende Speichermenge, die als ebenso geschwind und verlässlich beworben wurde, wie jene der Oberklasse-Grafikkarte GTX 980: Als Ende September 2014 Nvidias Geforce GTX 970 erschien, waren PC-Gamer ebenso wie Hardware-Redaktionen begeistert. Für kaum 330 Euro unverbindliche Preisempfehlung verlockte die 70er-GPU der Maxwell-Generation viele Spielerherzen. Doch es gab einen Haken.

Sie versprach hohe Bildraten und geschmeidige Performance in den gerade aufblühenden Next-Gen-Spielewelten der ein Jahr zuvor angelaufenen Xbox-One- und Playstation-4-Ära. Spannende Einzelspieler-Titel wie das Tomb-Raider-Reboot von 2013, Watch Dogs, das im Oktober nach der Xbox-Version auch für den PC erschienene Ryse: Son of Rome oder Bioshock Infinite lockten mit feiner Grafik. Battlefield 4 war nach rund einem Jahr endlich beinahe bugfrei. Mehrspieler-Fans freuten sich obendrein über die Mech-Schlachten in Titanfall oder den nächsten Zerg-Rush in Starcraft 2: Heart of the Swarm. Far Cry 4, Assassin's Creed Unity, Dragon Age Inquisition und Middle-Earth: Shadow of Mordor ließen im Herbst 2014 auf viele Stunden prächtig präsentierter Unterhaltung hoffen. Wie vortrefflich, dass Nvidia gerade zu diesem Zeitpunkt eine verlockend attraktive Grafikkarte zu einem sehr ansprechenden Preis feilbot. Eine Grafikkarte, die bis auf wenige Shader- und Textureinheiten und bis auf einige Megahertz laut Nvidia und den offiziellen Spezifikationen nichts, aber auch gar nichts gegenüber dem Maxwell-Oberklasse-Modell GTX 980 vermissen ließ. Mit 4 GiByte die gleiche Menge Grafikspeicher, die haargenau gleiche Anbindung, das gleiche 256-Bit-Interface, die gleichen 224,4 GByte/s Speicherübertragungsrate bot, so versprach Nvidia. Welch ein fabelhaftes, welch tolles Angebot! So dachten wir. Nicht alle der 2014 anfänglich verheißungsvollen Versprechen entpuppten sich kurz darauf als heitere Freude.

Speichertrauma

Leider ist Nvidia bei der damaligen Auslieferung und Bewerbung der GTX 970 bei der Kommunikation mit Hardware-Redaktionen, Testern und auch Händlern ein klitzekleines Malheur geschehen: Die 4 GiByte Speicher, die Speicheranbindung der GTX 970, das Speicherinterface waren gar nicht "genauso wie bei der GTX 980". Statt 64 ROPs konnte die GTX 970 nur mit 56 aufwarten. Schlimmer noch, der Level-2-Cache war beschnitten und nur 3,5 GiByte des 4-GiByte-Speichers ließen sich mit voller Geschwindigkeit ansteuern: Werden die "hintersten" 512 MiByte der Geforce GTX 970 benötigt, kann der gesamte Grafikspeicher lediglich mit drastisch reduzierter Geschwindigkeit angesprochen werden, es mehren sich Ruckler, im schlimmsten Fall bricht die Leistung der GTX 970 komplett zusammen.

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Folgende Themen finden Sie im Artikel: 

  • Speichertrauma: Die Geschichte mit dem Grafikspeicher
  • God of War Ragnarök: Götterdämmerung der GTX 970?
  • Elden Ring: Mit leichtem Verzicht sauber spielbar
  • Ghost of Tsushima: Harte Nuss und doch geknackt?
  • Monster Hunter World: Harter Last-Gen-Brocken
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