Red Dead Redemption 2 - Das Western-Epos, die Grafik-Bombe und der Benchmark-Klassiker frisch getestet
Wie viele Western-Klassiker gedenkt Red Dead Redemption 2 mit melancholisch-nostalgischem Unterton einer endenden Ära und beklagt unterschwellig den Verlust von Naturnähe sowie ungebundener Freiheit nach Anbruch der Industriellen Revolution. Auch Fans von Red Dead Online stimmen ob der eingestellten Entwicklung Klagelieder an. PCGH erinnert sich dagegen mit warmen Gefühlen an einen langjährigen Benchmark-Begleiter und präsentiert einen dicken Satz frischer Werte.
In diesem Artikel
Red Dead Redemption 2, das Western-Epos aus der legendären Open-World-Schmiede Rockstar Games, reitet dem Sonnenuntergang entgegen. Zumindest gewissermaßen, denn Rockstar hat angekündigt, die zukünftige Entwicklung von neuem Inhalt für Red Dead Online einzustellen. Die dadurch frei gewordenen Ressourcen sollen stattdessen in die Produktion von GTA 6 gesteckt werden. Fans haben Red Dead Online bereits symbolisch zu Grabe getragen, der Online-Modus ist aber bis auf Weiteres zugänglich. Obendrein dürfen Sie in der wunderschönen Open World des Western-Abenteuers natürlich wie gewohnt im Einzelspieler-Modus als einsamer Cowboy losziehen.
Der Einzelspieler-Modus soll auch in diesem Artikel die Hauptrolle spielen, denn auch wir von der PCGH können auf eine langjährige gemeinsame Geschichte um den virtuellen Wilden Westen, Benchmarks und Technik-Artikel zurückblicken. Als Red Dead Redemption 2 am 5. November 2019 nach langer Wartezeit auch auf dem PC erschien, waren wir ob der ausgesprochen hübschen Grafik, die für den PC gegenüber den Konsolenfassungen ein nochmals deutliches Update erhalten hatte, sehr angetan. Ebenso überzeugten uns die Optionsvielfalt im Grafikmenü und die generell sehr fortschrittliche Technik. Der positive Eindruck hat sich über die Zeit verfestigt, trotz des Umstands, dass sich das Spiel anfangs berechtigte Kritik bezüglich Startproblemen einhandelte und die sehr schicke Grafik mit maximalen Details unter anderem aufgrund exzessiver Tessellation ausgesprochen anspruchsvoll ausfiel.
Doch auch heute noch ist Red Dead Redemption 2 ein technisch eindrückliches Spiel - das außerdem mit maximalen Details noch immer gehobene Ansprüche an die Hardware stellt und dank des umfangreichen Optionsmenüs samt Support für zusätzliches Supersampling, mit Unterstützung von sowohl DirectX 12 und Vulkan als auch einer Implementierung von Nvidias Temporal-Upsampling-Verfahren DLSS obendrein für die Zukunft gerüstet ist. Nach unzähligen Auftritten in diversen PCGH-Artikeln, API-Vergleichen, diversen Messungen und als ehemaligen Vertreter in sowohl unseren CPU- als auch GPU-Benchmark-Parcours wollen wir Red Dead Redemption 2 mit diesem Artikel nochmals ehren. Es erwarten Sie eine Vielzahl frisch angefertigter CPU- und GPU-Benchmarks.
Die Auswahl der Benchmark-Szenen nimmt bei der PCGH viel Zeit in Anspruch, denn schließlich sollen die ermittelten Werte repräsentativ und hilfreich sein. Wie immer haben sich vor allem mit Benchmarks zunächst mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen ein Bild vom Spiel verschafft. Open-World-Games wie Red Dead Redemption 2 und Red Dead Online stellen dabei vorwiegend in Städten hohe Anforderungen an den Prozessor, während dichte Wälder und Effekte eher die Grafikkarte beanspruchen. Die verwendete RAGE (Rockstar Advanced Game Engine) nutzt die zur Verfügung stehenden Ressourcen effizient aus, was der Grund dafür ist, dass das Spiel auch auf betagten Spiele-PCs noch ordentlich läuft.
Red Dead Redemption 2: 56 Prozessor-Benchmarks
Für die CPU-Benchmarks verwenden wir jeden Prozessor innerhalb der Parameter, wie es der Hersteller vorgibt. Das gilt auch für die Powerlimits. Für die Vergleichbarkeit kommt für jede DDR3, DDR4- und DDR5-Plattform der jeweils selbe Speicher zum Einsatz. Alle Mainboards, die zum Testen der Prozessoren zum Einsatz kommen, wurden vorher durch die Redaktion geprüft. Die CPU-Wasserkühlung verhindert zu jeder Zeit ein temperaturbedingtes Heruntertakten des Prozessors. Als Grafikkarte kommt eine Asus Radeon RX 6900 XT TUF mit erhöhten Taktraten zum Einsatz. Durch Vorheizen umgehen wir temporäre Boost-Modi, welche nicht die zu erwartende Leistung in Spielen abbilden, sofern nötig.
Die Tests finden in der "praxisfernen" Auflösung von 1.280 × 720 Bildpunkten statt. Oft reduzieren wir die Auflösung mithilfe eines Multiplikators noch weiter. Das hat einen einfachen Grund. Egal, ob Prozessor, Grafikkarte, Festplatte, Arbeitsspeicher oder durch die Software: Ihr Computer leistet maximal nur so viel, wie das langsamste Glied in der Kette. Je höher die Auflösung, desto eher limitiert die Grafikkarte die maximale Bildrate. Ist Ihre CPU zu langsam, kann auch der Prozessor limitieren. Wir lenken den Fokus bei CPU-Benchmarks auf die Hardware, die getestet werden soll: den Prozessor. Dazu ist es nötig, andere Limits so gut wie möglich auszuschließen. Die Auflösung zu reduzieren, ist dabei die einfachste Möglichkeit, die GPU-Last zu senken. Die Grafikdetails belassen wir jedoch in der Regel auf der höchsten Stufe, da diese auch die Prozessor-Last erhöhen. Lediglich GPU-exklusive Effekte wie Ambient Occlusion und anisotrope Filterung schalten wir für die CPU-Benchmarks ab.
Die Prozessor-Benchmarks finden in Saint Denis statt. Das ist eine der größeren Städte in RDR2. Zu sehen sind viele NPCs, die sich zu Fuß, auf dem Pferd, auf Kutschen oder sogar mithilfe einer altertümlichen Straßenbahn durch die Gassen bewegen. Wir bahnen uns einen Weg über eine der Hauptstraßen und halten dabei die Fps fest. Beachtenswert: Das Spiel ist weitestgehend sehr GPU-lastig - wenn Sie also unsere Szene nachstellen wollen, achten Sie darauf, die Auflösungsskalierung auf 50 Prozent zu setzen, um ein partielles GPU-Limit auszuschließen oder zumindest abzuschwächen.
So viele Datensätze hatten wir noch nie in einem Benchmark. Die Spanne reicht von Dualcores bis hin zu 16-Kern-Kolossen und eines wird klar: AMD-Prozessoren laufen um einiges besser als vergleichbare Intel-Pendants. Interessant ist auch, dass viele Kerne noch lange keine schnelle CPU ausmachen. Ein Ryzen 3 3300X konkurriert in RDR2 mit einem Core i7-9700K und ein 10600K ist kaum langsamer als der Achtkerner 9900K. Überrascht hat uns auch der Ryzen 7 5700X, welcher kaum langsamer als ein 5800X rechnet, aber schneller als ein Core i9-12900K arbeitet. Generell läuft RDR2 aber super, auch auf älteren Prozessoren. Viel wichtiger ist die Grafikkarte. Mehr dazu auf Seite 2.

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Out of the box regelt hat der Cache vom X3D und lässt die Alder Lake CPUs stock (ohne RAM-OC) alt aussehen.
Auf fast allen Ebenen ein Meisterwerk, und technisch sowieso. Die gute alte RAGE-Engine hat da echt einen riesen Sprung gemacht.
Man muss sich mal reinziehen, dass das Spiel für die Jaguar-APU der alten Konsolen entwickelt wurde. Ich hoffe GTA VI hat diesen Flaschenhals nicht mehr.
Auf den Konsolen hast du ja nicht mal Medium texturen ..
Weißt aber schon das es auf einem pc entwickelt wird und dann halt für die jeweilige Plattform angepasst wird ...
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Mal davon abgesehen kannst wohl die Wahrheit nicht vertragen....
Ist aber Fakt....