Red Dead Redemption mit GPU-Benchmarks: Reicht 2010er-Hardware für das Western-Epos aus?
Seit dem 29. Oktober können erstmals auch PC-Spieler in den Genuss des ehemals 2010 veröffentlichten Rockstar-Epos Red Dead Redemption gelangen. Der PC-Port des Klassikers bietet fluffige Performance, scharfe Grafik und einige Extras. PCGH bittet zum Techtest.
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Die Welt verändert sich, ist nicht mehr die alte. Sie wird schnelllebiger, hektischer, Vertrautes scheint dem Neuen zu weichen. Alte Werte, Tugenden, der Anstand, die Moral sind dem Wandel der Moderne unterworfen und Sie tanzen lediglich wie ein Spielball in den stürmischen, wogenden Gezeiten. Tapfer schwimmend, doch den reißenden Strömungen der unstetigen Zeit unterworfen, den bangen Blick in die ungewisse, drohende Zukunft gerichtet.
Dies ist der Sound von Red Dead Redemption, dessen melancholische Klänge Rockstar Games bereits im Jahre 2010 verklingen ließ. Red Dead Redemption war mehr als einfach nur ein GTA im Wilden Westen. Es war ein Abgesang an alte, vergangene Tage. Aber auch ein Aufbruch zu Neuem. Vieles, was Rockstar-Spiele der letzten Jahrzehnte ausmacht, gleich ob GTA, RDR2, gleich ob die freie, offene Welt Online oder Offline, hat damals, 2010, im ersten Red Dead Redemption, seine Ursprünge. RDR war eins der bis dato umfangreichsten, teuersten und aufwendigsten Spiele aller Zeiten. Auch dies hat heute Rockstar-Tradition. Damals erschien das Western-Abenteuer nach über fünf Jahren Entwicklungszeit ausschließlich für die damaligen Konsolen.
Doch abermals: Die Zeiten ändern sich. Mehr als 14 Jahre nach dem Aufsatteln im Mai 2010, dem langen Ritt gen Sonnenuntergang, dem Aufzäumen von Playstation 3 und Xbox 360, reitet Red Dead Redemption lässig dem PC entgegen. Das am 29.10. erschienene Red Dead Redemption bietet PC-Spielern nicht nur erstmals eine direkte Kontaktaufnahme mit Rockstars legendärem Western-Epos, sondern obendrein zusätzliche, den heutigen Zeiten angemessene Ergänzungen. Neben Support für DirectX 12 - inklusive Shader-Pre-Compiling -, feinen Auflösungen, diversen (Super-)Breitbildformaten, hohen Bild- und geschwinden Aktualisierungsraten gibt es auf Wunsch farbenfrohe HDR-Darstellung und natürlich individualisierbare Grafik-Optionen.
Das Original lief obendrein auf der Xbox 360 in 720p mit 2× MSAA, die PS3-Version gar in nur 1.152 × 640 Pixel samt "Quincunx"-Antialiasing; heutzutage wohl eher antik. Und während Red Dead Redemption auf damaligen Konsolen kaum auf ruckelige 30 Fps kam, können Sie Rockstars Western-Epos heute auf dem PC in sehr geschmeidiger, hochauflösender Pracht genießen. Die Systemanforderungen sind moderat. Die PC-Version von Red Dead Redemption ist unter anderem via Steam (Rockstar-Account und -Launcher dennoch erforderlich!) für knapp 50 Euro erhältlich, die bisherige Nutzerbewertung ist "sehr gut".
| RDR PC | Mindestanforderungen | Empfohlen |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 64-Bit | Windows 10 64-Bit |
| Prozessor | Core i5-4670 / AMD FX-9590 | Core i5-8500 / AMD Ryzen 5 3500X |
| Arbeitsspeicher | 8 GiB RAM | 8 GiB RAM |
| Grafik | Geforce GTX 960 / Radeon R7 360 | Geforce RTX 2070 / Raddeon RX 5700 XT |
| DirectX | Version 12 | Version 12 |
| Speicherplatz | 12 GB verfügbarer Speicherplatz | 12 GB verfügbarer Speicherplatz |
| Zusätzliche Anmerkungen | - | SSD empfohlen |
In Red Dead Redemption übernehmen Sie die Rolle des alternden Revolverhelden John Marston (dargestellt und vertont von Rob Wiethoff), dem Sie im Übrigen auch in RDR2 begegnen können. Red Dead Redemption spielt im Jahre 1911, die Geschehnisse im Erstling finden also nach der Handlung des zweiten Teils statt: Die glorreichen Jahre des Wilden Westens neigen sich dem Ende zu. Die Industrialisierung, die Moderne, schreitet unaufhaltsam voran.
Wie der hier verlinkte Original-Trailer zeigt: Das Dampfross zerschneidet auf eisernen Kufen die Weite, die Freiheit der Prärie; beschleunigt unaufhaltsam das Leben, begünstigt den Verfall alter Sitten, gewohnter Tugenden. Diesen Ton, diese Melancholie, diese Auseinandersetzung mit der Zukunft, das Unwohlsein gegenüber einer sich rapide wandelnden Gegenwart, das Unvermögen des Protagonisten, sich dieser anzupassen, diesen Ton stimmt Red Dead Redemption bereits in den ersten Minuten, schon in der Intro-Sequenz an. Es ist ein fast gleicher Tonfall, eine vertraute Atmosphäre, die auch viele Western-Filme anstimmen. Es ist der gleiche Sound, der gleiche Vibe, den auch RDR2 zu Beginn des Spiels verklingen lässt.

Das vermisse ich inzwischen mehr denn je. Die Bildschärfe und allgemeine Bildqualität fast aller modernen Titel empfinde ich als Vollkatastrophe weil zu viel Post-Processing und zu viel temporale Effekte verwendet werden. Besonders die UE5 fällt hier äußerst negativ auf.
Bin zwar spät dran, aber muss auch sagen, dass es schön ist, das noch von jemand anderem zu hören/lesen. Man fühlt sich zuweilen allein, dass man von der Bildqualität (nicht Grafik!) neuer Spiele enttäuscht ist..
Das in Kombination mit der schlechter werdenden Optimierung, wodurch man dann nicht mit Downsampling entgegensteuern kann, kann frustrierend sein.
Zur Beantwortung dieser Frage hätte man evtl. die alten GPUs noch in 720p sowie Settings unterhalb "ultra" testen sollen.
Eine 2012er GTX 660 kommt in 1080p medium und sogar 1080p high gut mit dem Spiel zurecht:
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Das sollte dann doch für eine 2010er GTX 580 erst recht gelten, oder?
War die GTX 580 nicht ca. 10% schneller als die GTX 660?
Gefühlt ist das Spiel noch mehr im CPU Bottleneck als GTA 4.
Außerhalb der Städte natürlich immer 144 FPS.
Würde damit auch die anfangs mickrige Konsolenperformance erklären, die CPU der PS4 kommt wahrscheinlich nicht hinterher bzw. es musste noch optimiert werden.