Linux-Ausblick 2026: Das Jahr der Steam Machine(s)?
Linux und die darauf basierenden Gaming-Distributionen konnten sich spätestens im Jahre 2025 als echte Alternative zu Windows etablieren und finden immer mehr Anhänger. Wird 2026 also das Jahr der Steam Machine(s)? Die Möglichkeit besteht.
Linux-Jahresausblick 2026
Das Jahr der Steam Machine(s)?
Das freie Betriebssystem Linux und die darauf basierenden Gaming-Distributionen, wie CachyOS, Nobara und Bazzite, konnten sich spätestens im Jahre 2025 als echte Alternative zu Windows etablieren und finden immer mehr Anhänger. So haben auch in der Community des PCGH-X-Forums viele der Spieler schon den Wechsel auf das quelloffene Betriebssystem vollzogen. Frage: Wird 2026 also möglicherweise das Jahr der Steam Machine(s)? Antwort: Möglicherweise. Gleichwohl gibt es viele Fragezeichen und Unwägbarkeiten, welche über Erfolg oder Misserfolg des Wohnzimmer-PCs von Valve mitentscheiden. Besonders die immensen Hardwarekosten aufgrund der Speicherkrise sollten eine allzu hohe Erwartungshaltung bereits im Vorfeld entsprechend dämpfen.
Preise und einen möglichen Release-Termin für die neue Steam Machine und den neuen Steam Controller, welcher auch einzeln erhältlich sein wird, möchte Valve noch Anfang dieses Jahres offiziell bekanntgeben. Zuvor hatte das Unternehmen aber bereits angedeutet, dass der Preis in etwa mit vergleichbaren Gaming-PCs konkurrieren soll. Günstig wird die Steam Machine also nicht.
Quelle: Valve
Die Frage ist auch, ob angesichts der aufgrund der hohen Preise gedämpften Konsumnachfrage andere Hersteller ihre eigene Steam Machine vorstellen und ihre Systeme über das Programm "Powered by SteamOS" lizenzieren lassen werden. Eine breitere Auswahl an Steam Machines und Konfigurationen würde Valves eigenem Ökosystem wohl noch einmal einen deutlichen Aufschwung verleihen.
Erscheint SteamOS für alle Gaming-PCs?
Spieler können ihren Gaming-PC schon heute mit dem neuesten Build von SteamOS ausrüsten, das ist überhaupt kein Problem mehr. Insbesondere auf Systemen mit einer Ryzen-CPU und Radeon-GPU von AMD stellt die Installation keine große Herausforderung mehr dar, wie die PCGH-Redaktion demonstriert hat.
Ob SteamOS als reguläres Systemabbild für sämtliche PCs angeboten wird, oder nur Support für Systeme aus dem Programm "Powered by SteamOS" erhält, hängt wohl auch davon ab, ob die Steam Machine 2.0 letztlich Schule macht und von anderen OEMs aufgegriffen wird. Eigentlich stellt sich diese Frage aber überhaupt nicht, aufgrund der deutlich besseren Eignung dedizierter Gaming-Distributionen.
Wer sich SteamOS auf dem Desktop-PC wünscht, sollte entweder zu CachyOS oder Nobara Linux greifen. Wer dabei die "Experience" eines Steam Deck haben möchte, sollte sich Bazzite näher anschauen. So einfach ist das, denn SteamOS, so wie es standardmäßig auf dem Steam Deck zum Einsatz kommt, hat keinerlei Vorteile gegenüber den deutlich besser optimierten Gaming-Distributionen. Auf dem stationären Desktop-PC ist das "originale" SteamOS nur zweite Wahl.
Mesa 26 mit zahlreichen Optimierungen
Wie der aktuellen Roadmap zu entnehmen ist, ist spätestens Anfang Februar mit einem Release von Mesa 26 zu rechnen. Der freie Grafikstack, welcher auch den entsprechenden Vulkan-Grafiktreiber für Radeon-Grafikkarten mitbringt, ist absolut essenziell für das Spielen unter Linux und die zu erreichende Performance. Die kommende Version soll insbesondere im Bereich Raytracing noch einmal nachbessern und das Featureset deutlich erweitern.
FSR Redstone auch auf RDNA 3?
AMDs neueste ML-basierte Upscaling-Technologie FSR Redstone, welche exklusiv den aktuellen RDNA-4-Grafikkarten aus der Radeon-RX-9000-Serie vorbehalten bleibt und sich dabei aus den Grafik-Technologien FSR Upscaling und FSR Frame Generation sowie FSR Ray Regeneration und FSR Radiance Caching zusammensetzt, kann offensichtlich doch auf RDNA-3-Grafikkarten lauffähig gemacht werden. Die optimierte ML-basierte Frame Generation läuft auf den Radeon RX 7000.
Wie Modder und Enthusiast "AthleteDependent926" im Subreddit r/radeon erfolgreich demonstriert, lässt sich die FSR Frame Generation 4.0.0 ("ML"), welche anders als die FSR 3.1 Frame Generation ("Analytic") offiziell den RDNA-4-Grafikkarten der Serie Radeon RX 9000 vorbehalten bleiben soll, auch auf Radeon RX 7000 mit ihren auf RDNA 3 basierenden Navi-3x-Grafikprozessoren erzwingen. Hierfür vorausgesetzt werden einmal mehr der OptiScaler und VKD3D-Proton.
Wie schon beim KI-Upscaling von FSR 4 ist es also unter Linux durchaus möglich, die neuesten Features über die FP8-Emulation zu nutzen. Wird Valve also gemeinsam mit AMD an einer Lösung arbeiten, um FSR 4 Redstone auf die neue Steam Machine zu bringen? Da die Möglichkeit unter Linux besteht, wäre das zumindest denkbar.