SteamOS: Die neueste Version auf dem Gaming-PC installieren

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SteamOS: Die neueste Version auf dem Gaming-PC installieren
Quelle: Valve

Nicht erst seit der Vorstellung der neuen Steam Machine ist SteamOS in aller Munde. Die Gaming-Distribution ist auch auf dem Gaming-PC eine echte Alternative zu Windows 11 und wir zeigen euch, wie ihr immer die neueste Version bekommt.

Nicht erst seit der Vorstellung der neuen Steam Machine ist SteamOS, welches auch auf dem Steam Deck und Steam Deck OLED zum Einsatz kommt, in aller Munde. Das ganz auf die Verwendung von Steam optimierte Gaming-Betriebssystem ist auch für Gaming-PCs eine echte Alternative zu Windows 11 und wir zeigen euch, wie ihr es ganz einfach auf eurem System installieren könnt. SteamOS läuft grundsätzlich absolut problemlos auf jedem PC, der eine CPU und GPU von AMD aufweist.

Die weitreichenden Optimierungen von Proton auf den Mesa-Grafikstack und dessen Vulkan-Grafiktreiber sind ausschlaggebend dafür, dass die Wahl bestenfalls auf einen AMD Ryzen mit Zen 4 ("Persephone") oder Zen 5 ("Nirvana") und eine Radeon RX mit RDNA 3 ("GFX11") oder RDNA 4 ("GFX12") fallen sollte. Doch das von Valve offiziell bereitgestellte Systemabbild, das sogenannte "Image", von SteamOS, das für die Installation vorausgesetzt wird, ist grundsätzlich ziemlich veraltet und datiert momentan auf die Version 3.7.7. Das kann insbesondere auf aktuellsten Hardwarekomponenten zu ziemlich unschönen Problemen führen.

Das offizielle Systemabbild von SteamOS 3.7 liegt wie eingangs erwähnt aktuell in der Version 3.7.7 vor, welche auf den 21. Mai 2025 datiert ist. Das hat zur Folge, dass anders als mit der neuesten stabilen Version 3.7.17 vom 6. November 2025 oder der Entwicklerversion 3.9.0 vom 12. November kein Support für neueste Hardware wie Radeon-Grafikkarten auf Basis der RDNA-4-Architektur geboten wird. Um diesen Umstand zu vermeiden und sich später auch nicht mit langwierigen Updates herumschlagen zu müssen, sollten Spieler zu einem neuen Build greifen.

SteamOS immer in der neusten Version installieren

Während das Systemabbild auf der offiziellen Support-Website als "Repair Image" für die SteamOS-Installation und -Reparatur bezeichnet wird und nicht auf dem neuesten Stand ist, bietet Valve aber auch die neueste stabile Version 3.7.17 und die neueste Entwicklerversion 3.9.0 zum Download an. Die Redaktion von PCGH stellt euch zukünftig regelmäßig Links zu den neuesten Versionen bereit. Die aktuellen Versionsstände und Builds von SteamOS 3.x sind die nachfolgenden:

  Versionsstand Veröffentlichungsdatum Release Notes
SteamOS 3.7.17 6. November 2025 Link
SteamOS Beta 3.7.19 25. November 2025 Link
SteamOS Entwickler 3.9.0 5. Dezember 2025 -*

*) für Entwicklerversionen stellt Valve keine Release Notes auf Steam bereit.

Doch wie bekommen Spieler die neueste Version von SteamOS mit Unterstützung für RDNA-4-Grafikkarten auf ihren Gaming-PC? Ganz einfach, nämlich mit dem neuesten Systemabbild, welches für die OOBE ("Out-of-Box-Experience") optimiert wurde und neben Linux 6.16 auch mit Mesa 25.2 ausgeliefert wird und damit RDNA 4 sowie sämtliche neue Hardware "Out-of-the-Box" nach der Installation unterstützt.

  Versionsstand Veröffentlichungsdatum Link
SteamOS OOBE* 3.8.0 27. Oktober 2025 Download

* dank Linux 6.16 und Mesa 25.2 kompatibel mit RDNA 4.

Anders als SteamOS 3.7.x, welches nach wie vor auf Linux 6.11 setzt und RDNA 4 deshalb nicht unterstützt, lassen sich die Radeon RX 9000 ab SteamOS 3.8.0 problemlos nutzen. Als Basis dient dabei Linux 6.16-valve2-1-nbeptune.

So installiert man SteamOS auf dem Gaming-PC
• Das neueste OOBE-Systemabbild von SteamOS muss herunterladen werden.
• Das Systemabbild muss auf ein USB-Speichermedium mit mindestens 8 GiByte geschrieben werden.
• Unter Windows empfiehlt sich hierfür der Einsatz eines kostenlosen Systemtools wie Rufus, Balena Etcher oder Ventoy.
• Der Gaming-PC muss neu gestartet und dabei ins BIOS/UEFI gebootet werden.
• Im BIOS/UEFI muss das USB-Speichermedium, auf welches das Systemabbild von SteamOS geschrieben wurde, als erste Bootoption ausgewählt werden.
• Im BIOS/UEFI muss zudem das Feature "Secure Boot" deaktiviert werden.
• Die Einstellungen im BIOS/UEFI müssen gespeichert und der Gaming-PC erneut neu gestartet werden.
• Jetzt kann das Systemabbild von SteamOS vom USB-Speichermedium gebootet werden.
• Der Gaming-PC bootet anschließend automatisch in die Desktop-Umgebung von SteamOS.
• Um SteamOS abschließend auf dem Gaming-PC zu installieren, muss die Option Gerät neu abbilden ("Re-Image Device") ausgewählt werden.
• Jetzt wird SteamOS auf der primären SSD installiert und sämtliche vorhandenen Daten werden überschrieben.
• Nach erfolgreicher Installation kann das USB-Speichermedium entfernt und der Gaming-PC ein letztes Mal neu gestartet werden.
• Der Gaming-PC bootet automatisch in den Vollbildmodus ("Big Picture Mode") von SteamOS und das Gaming-Betriebssystem ist nach einer erfolgreichen Anmeldung über den Steam-Account einsatzbereit.

Nach der erfolgreichen Erstinstallation von SteamOS 3.8.0 sollten Spieler über SettingsSystemOS Update Channel auf den Entwicklerkanal Main wechseln, was wiederum nur möglich ist, wenn vorher unter SettingsDeveloper die Option Show Advanced Update Channels entsprechend aktiviert wurde. Jetzt ist der Weg zu einem absolut aktuellen SteamOS fast geschafft. Doch ein letzter Schritt fehlt.

SteamOS auf Version 3.9.0 aktualisieren

Wurden alle Einstellungen wie vorgesehen getroffen, wird beim nächsten Update eine Aktualisierung auf SteamOS 3.9.0 vorgenommen und das System ist jetzt auf dem neuesten Stand. Diese Prozedur hat der Autor sowohl auf einem Gaming-PC mit Radeon RX 9070 XT als auch auf einem Asus ROG Xbox Ally X ausprobiert.

Sobald SteamOS 3.9.0 als OOEB-Systemabbild erschienen ist, wird die Redaktion von PCGH entsprechend darauf hinweisen. Aktuell ist SteamOS 3.8.0 die Ausgangsbasis und muss auf die Version 3.9.0 aktualisiert werden. SteamOS 3.7 ist hingegen nicht mit RDNA 4 kompatibel.

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    • Kommentare (83)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von KleinerLoeschZwerg PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von mike23m
        SteamOS ist nach wie vor auf Handheld optimiert.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das stimmt eher nicht. Muss auch schon gut auf XY PC Kisten laufen und dass auch besser als Bazzite. Aber ich will dem Kanal auch nicht zu viel Glauben.
      • Von KleinerLoeschZwerg PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von mike23m
        SteamOS ist nach wie vor auf Handheld optimiert.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das stimmt eher nicht. Muss auch schon gut auf XY PC Kisten laufen und dass auch besser als Bazzite. Aber ich will dem Kanal auch nicht zu viel Glauben.
      • Von mike23m Komplett-PC-Käufer(in)
        1. SteamOS ist nach wie vor auf Handheld optimiert.

        2. "Jetzt wird SteamOS auf der primären SSD installiert und sämtliche vorhandenen Daten werden überschrieben." Das ist definitiv keine Option! Wenn ich das Laufwerk für die Installation nicht bestimmen kann, war es das. Ich baue sicherlich nicht sämtliche M.2 SSDs dafür aus. Zudem komme ich gar nicht soweit, dass ich das System überhaupt installieren kann. Beim Boot der Image kommen schon überwiegend Probleme (Fehler).

        3. Nvidia Unterstützung!? Ebenfalls keine Option.

        Nein danke.
      • Von Zik7 Software-Overclocker(in)
        Zitat von joecnstr
        Anscheinend wird an einer Erweiterung von Vulkan gearbeitet, die diesen Nachteil beheben soll.


        Schau einach mal hier rein
        Hui! Das wäre super!
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Solange SteamOS keine Full Disk Encryption anbietet, ist das OS für mich sowieso komplett raus.

        Grundsätzlich würde ich SteamOS gerne auf meinem ROG XBox Ally X nutzen, aber ich nutze im Urlaub, bzw. allgemein unterwegs, kein unverschlüsseltes OS.

        So bleibt es erstmal bei Bazzite. Das läuft komplett verschlüsselt und nutzt das TPM Modul zur Freischaltung.
      • Von The_Invisible84 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Pendlecoven
        NVIDIA hat doch klar gesagt, sie sind jetzt eine KI Firma. Die einzige Funktion die NVIDIA unter Linux tadellos laufen lassen will ist CUDA. Und das läuft hervorragend! Warum? CUDA brauchen sie für die KI Modelle und die meisten Serverfarmen, auch die bei Microsoft (z.B. Azure) laufen unter Linux. Daher werden sie auch nie einen wirklich offenen Treiber für Linux veröffentlichen, weil sie Angst haben zu viel zu verraten = schlecht fürs Geschäft. Sie investieren nur so viel in die Entwicklung unter Linux wie sie es für ihr KI-Geschäft brauchen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein NVIDIA-Hasser. Aber das was NVIDIA in den letzten Jahren macht, hat doch mit uns als Endkonsumenten nichts mehr zu tun. Ich glaube wir sind denen auch egal geworden..siehe Blackwell. Das einzige was zählt sind KI und die 90er Baureihe, weil man mit denen das Geld machen kann. Die 90er sind die Karten für die ganzen Hobby KI-Bastler gedacht und für die Enthusiasten-Gamer und das ist ja auch Ok. Aber wir Gamer müssen akzeptieren das wir für NVIDIA nicht mehr interssant sind.
        Nvidia macht in Sachen Gaming zumindest mehr als AMD wenn man sich die ganzen Gaming Events der letzten Zeit ansieht. Das es trotzdem nur die 2. Geige ist stimmt natürlich aber quasi jede Firma die irgendwie ein "AI" einbringen kann springt derzeit auf den AI Zug auf.

        Zudem sind sie auch nicht unter Linux untätig wie die Open Kernelmodule zeigen und auch das daraus enstandene NVK. Hätten sie hier keine Ambitionen hätten sie das gar nicht auf die Beine gestellt bzw eine Schnittstelle angeboten. Auch zeigen sie mit Aktionen wie das Reaktivieren von 32 bit Physx auf den 5000er Karten das ihnen Gamer nicht völlig egal sind
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