Hardware-Ausblick 2023: CPUs, GPUs, Monitore und Co. - Was bringt das kommende Jahr?

2022 hat sein Ende gefunden und mittlerweile haben AMD, Nvidia und Intel ihre neuen GPU- und CPU-Reihen auf den Markt gebracht, die kommendes Jahr noch kräftig ergänzt werden. Was hat man aber danach zu erwarten? Und wie sieht es bei anderer Hardware aus, etwa Monitoren oder SSDs? PCGH schaut in die Zukunft und verrät, was da alles auf uns zukommt.

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Hardware-Ausblick 2023: CPUs, GPUs, Monitore und Co. - Was bringt das kommende Jahr?
Quelle: PCGH

Wie im Fluge verging das Jahr 2022, welches mit Corona einen Lieferengpässe begünstigenden Faktor weitestgehend verloren und mit dem Krieg in der Ukraine einen neuen hinzugewonnen hat. Natürlich halten die Covid-Nachwehen und der damit einhergehende Chipmangel noch eine längere Zeit an, wie Experten aus der Tech-Branche und CEOs bekannter Hardwarehersteller nach wie vor nicht müde werden zu betonen. Das hält aber bekanntlich keinen Hersteller davon ab, sein Produktportfolio auch kommendes Jahr zu erweitern, egal ob Chiphersteller wie AMD, Nvidia und Intel oder andere Größen aus der Technologiebranche, die andere Formen von Hardware, etwa Monitore, SSDs oder Tastaturen, produzieren. In diesem Jahresausblick schauen wir uns an, wie es im Jahr 2023 anhand bestätigter Informationen oder Gerüchte weitergeht und werfen im Falle von CPUs und GPUs einen kurzen Blick zurück ins zweite Halbjahr des noch laufenden, aber in wenigen Tagen endenden Jahres.

CPU-Rückblick 2022

Den Neuerscheinungen in den Hardwarebereichen taten die globalen und wirtschaftlichen Herausforderungen in diesem Jahr selbstredend keinen Abbruch und so gab es reichlich Bewegung im Bereich der CPUs und GPUs. AMD präsentierte die neuen Ryzen-7000-Prozessoren auf Zen-4-Basis, die zusammen mit der AM5-Plattform veröffentlicht worden sind, heißt: ein PCI-E-5.0-Ökosystem mit neuem Sockel, neuen I/O-Hubs und ausschließlich DDR5-RAM. Während AMD also den Rundumschlag mit vier frischen CPUs zum Start wagte, ließ es Intel ein wenig gemächlicher angehen.

Mit der 13. Core-Generation auf Basis der Raptor-Lake-Architektur brachte Intel keinen neuen Sockel ins Spiel, sondern bewahrte die Abwärtskompatibilität für Mainboards seiner 600er-Serie. Neue 700er-Chipsätze gibt es von Intel aber trotzdem. Drei K-CPUs, insgesamt sechs inklusive Modelle ohne integrierte Grafikeinheit, beförderte das Unternehmen noch 2022 auf den Markt, von denen noch einige mehr, aber mit anderen Suffixen oder gar keinen, nächstes Jahr folgen werden.

CPU-Ausblick 2023

Was für das kommende Jahr klar sein sollte, sind die Veröffentlichungen weiterer Modelle aus den 2022 präsentierten Produktreihen von AMD und Intel, nicht nur für Desktop-PCs, sondern auch für mobile Anwendungen. Zur CES 2023, die quasi direkt mit dem Jahreswechsel ins Haus steht und wieder von vielen großen Techunternehmen als Bühne für Produkterscheinungen dienen wird, werden AMD und Intel weitere Prozessoren der Ryzen-7000- und 13.-Core-Generation präsentieren. Ein Insider bei Intel hat quasi schon bestätigt, dass die restlichen 16 Desktop-CPUs auf Raptor-Lake-Basis bei der CES vorgestellt werden. Dabei handelt es sich um die Non-K-Prozessoren, die mit geringeren Leistungsaufnahmen (65 W) und ohne offenen Multiplikator aufwarten. Dann sollen auch preisgünstigere Mainboards mit Intels B760 und H770 auf den Markt kommen.

Passend dazu: CPU-Roadmap 2022/2023: Aktuelle und künftige AMD- und Intel-Prozessoren

Schon zur Vorstellung im September teaserte CEO Pat Gelsinger an, dass 2023 eine CPU ansteht, die nur in begrenzten Mengen verfügbar sein wird und out of the box auf 6 GHz takten können soll. Hierbei wird es sich aller Voraussicht nach um einen Core i9-13900KS handeln, den es in dieser Form 2022 auch schon aufseiten Alder Lakes gegeben hatte. Erwartungsgemäß werden mobile Geräte ebenfalls mit neun Raptor-Lake-Modellen der H-, HX-, P- und U-Serien ausgestattet werden. Letztlich gibt es noch einen Nachschlag mit Alder Lake-N, wobei es sich um CPUs handeln soll, die ausschließlich E-Kerne verwenden.

Ähnlich wird es auch bei AMD aussehen. Drei weitere Ryzen-7000-CPUs ohne X-Suffix und mit Leistungsaufnahmen von 65 Watt werden wohl im Q1 2023 auf den Markt kommen und vorher bei der CES vorgestellt werden. Leaks gab es bereits zu den 65-W-CPUs Ryzen 5 7600, Ryzen 7 7700 und Ryzen 9 7900. Hierbei wurden sogar schon Preise und maximale Taktraten mitgeliefert, die von öffentlicher Seite noch nicht offiziell bestätigt sind. Gaming-Enthusiasten werden sich auch wieder auf einen (oder sogar drei) Prozessor/en mit 3D-V-Cache in verbesserter 4-nm-Fertigung gefasst machen dürfen, was AMD schon mit seiner Roadmap bestätigte.

CPU-Roadmap AMD. Quelle: AMD CPU-Roadmap AMD.

Neuen Spekulationen zufolge sollen drei Modelle mit jeweils 8, 12 und 16 Kernen erscheinen, von denen zwei mit über 200 MiByte Cache ausgestattet sein sollen. Konkret geht es um einen Ryzen 9 7950X3D, 7900X3D und Ryzen 7 7800X3D, die zur CES präsentiert werden und im März auf den Markt kommen könnten. Hinter diesem Gerücht steht allerdings noch ein großes Fragezeichen. Für das Mobilsegment hat AMD ein komplett neues System für die Modellierung seiner Laptop-CPUs eingeführt. Für das Jahr 2023 plant man mit fünf Prozessorfamilien aus der Ryzen-7000-Mobilserie: Mendocino (Ryzen 7020), Barcelo-R (Ryzen 7030), Rembrandt-R (Ryzen 7035), Phoenix (Ryzen 7040) und Dragon Range (Ryzen 7045). Dabei kommen alle Architekturen von Zen 2 bis 4 zur Anwendung.

Mobil-CPU-Roadmap AMD. Quelle: AMD Mobil-CPU-Roadmap AMD.

Wie es bei Intel im zweiten Halbjahr 2023 weitergeht, ist mittlerweile geklärt, mit einer Wendung im Herstellungsprozess. Ursprünglich plante das Unternehmen mit der Veröffentlichung der 14. CPU-Generation auf Meteor-Lake-Basis im nächsten Jahr. Das Design des Chips, der im nun einsatzbereiten Intel-4-Fertigungsverfahren und TSMCs 5 Nanometern das Band verlassen sollte, wurde von Intel bereits klar kommuniziert. Auch wurde vom Unternehmen bestätigt, dass es wieder einen Sockelwechsel von Raptor auf Meteor Lake geben wird. So setzte die 13. CPU-Generation wie ihr Alder-Lake-Vorgänger auf den LGA1700-Sockel, Meteor-Lake-CPUs hingegen werden künftig im LGA1851-Sockel platziert, genauso wie CPUs der Nachfolgegeneration Arrow Lake. Gerüchten zufolge sollen die Meteor-Lake-CPUs mit zwei P-Kernen weniger ausgestattet werden als die Prozessoren der 13. Generation.

Intels Desktop- und Workstation-Roadmap für 2023. Quelle: Intel/9550pro Intels Desktop- und Workstation-Roadmap für 2023.

Laut geleakten Intel-Folien wird es aber eine große Änderung im Veröffentlichungszeitplan geben, denn Meteor Lake soll 2023 nur im Mobilsegment zum Einsatz kommen und im Desktop-Bereich erst ein Jahr später. Ursprünglich hatte man das ganz anders geplant, so sollte die 14. CPU-Generation die 13. bereits 2023 ablösen, aber Probleme bei den Fertigungsverfahren scheinen den Zeitplan durcheinandergebracht zu haben. Stattdessen wird es kommendes Jahr für Desktop-CPUs einen Raptor-Lake-Refresh geben, mit leicht höheren Taktfrequenzen im niedrigen dreistelligen Megahertz-Bereich. Dies bestätigten ebenfalls die durchgesickerten Intel-Folien. Neue Chipsätze der 800er-Serie sind somit nicht geplant, sodass alle aktuellen 700er-Mainboards vom Raptor-Lake-Refresh weiterhin unterstützt werden.

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  1. Seite 1 Hardware-Ausblick 2023: Informationen zu CPUs
  2. Seite 2 Hardware-Ausblick 2023: Informationen zu GPUs
  3. Seite 3 Hardware-Ausblick 2023: Informationen zu Monitoren, Tastaturen, SSDs etc.
    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von DaHell63
        Gesamt Verbrauch liegt bei beiden natürlich höher...nur kann man das Softwareseitig nicht auslesen.
        PCGH gibt für die RX 6700 158W TGP/max 190W TBP an. Deswegen auch der Vergleich mit der TGP.
        TGP x 115% + 5Watt sollten ~ den Gesamtverbrauch ergeben.
        PCGH hat das auch so beim Test zur RX 6700 oc simuliert.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das sollte dann...wenn die Berechnung so stimmt..bei 80W TGP auf ~100W TBP/Gesamtverbrauch hinauslaufen.
        Einfacher wäre es für den User, wenn man (wie bei Nvidia) gleich die TBP Softwareseitig auslesen könnte.

        Edit:
        Natürlich ist die RX 6800 hart uv.
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        Ich würde bei TGP 115W, eher auf ca. 145-150W gesamt tippen. Sofern die Karte auch richtig ausgelastet wird.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von DaHell63
        Gesamt Verbrauch liegt bei beiden natürlich höher...nur kann man das Softwareseitig nicht auslesen.
        PCGH gibt für die RX 6700 158W TGP/max 190W TBP an. Deswegen auch der Vergleich mit der TGP.
        TGP x 115% + 5Watt sollten ~ den Gesamtverbrauch ergeben.
        PCGH hat das auch so beim Test zur RX 6700 oc simuliert.

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        Das sollte dann...wenn die Berechnung so stimmt..bei 80W TGP auf ~100W TBP/Gesamtverbrauch hinauslaufen.
        Einfacher wäre es für den User, wenn man (wie bei Nvidia) gleich die TBP Softwareseitig auslesen könnte.

        Edit:
        Natürlich ist die RX 6800 hart uv.
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        Ich würde bei TGP 115W, eher auf ca. 145-150W gesamt tippen. Sofern die Karte auch richtig ausgelastet wird.
      • Von KasperleX7 Kabelverknoter(in)
        5800x3D bin ich am überlegen... Aber habe jetzt das Upgrade schon so lange aufgeschoben, da kann ich gleich die DDR5 Plattform mitnehmen ^^
      • Von sonny1606
        Zitat von KasperleX7
        Auf die 7000X3D noch bis März warten - und dann ist es noch ein Gerücht und nicht fix... Seufz =(
        Finde aktuell die 5800x3d so schnell dass man sich damit die nächsten Jahre keine Gedanken über cpu Rechenleistung in Spielen machen muss. Das Problem ist der GPU Flaschenhals. Da die meisten High-End Gamer (wofür eine 5800x3d gemacht ist) eher in 4k zocken bremsen selbst rtx4090 etc. sämtliche cpu's aus. So groß war das "Flaschenhals-Verhältnis" zw. Cpu und gpu noch nie. Ist natürlich durch die hohen Auflösungen geschuldet die sich als Standard etablieren.
      • Von KasperleX7 Kabelverknoter(in)
        Auf die 7000X3D noch bis März warten - und dann ist es noch ein Gerücht und nicht fix... Seufz =(
      • Von DaHell63 Volt-Modder(in)
        Zitat von RyzA
        Wieso 80W TGP? Wenn ich woanders gucke hat die Karte eine TDP von 250-280W.
        Oder hast du die undervoltet?
        Gesamt Verbrauch liegt bei beiden natürlich höher...nur kann man das Softwareseitig nicht auslesen.
        PCGH gibt für die RX 6700 158W TGP/max 190W TBP an. Deswegen auch der Vergleich mit der TGP.
        TGP x 115% + 5Watt sollten ~ den Gesamtverbrauch ergeben.
        PCGH hat das auch so beim Test zur RX 6700 oc simuliert.

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        Das sollte dann...wenn die Berechnung so stimmt..bei 80W TGP auf ~100W TBP/Gesamtverbrauch hinauslaufen.
        Einfacher wäre es für den User, wenn man (wie bei Nvidia) gleich die TBP Softwareseitig auslesen könnte.

        Edit:
        Natürlich ist die RX 6800 hart uv.
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