Hardware-Ausblick 2023: Informationen zu GPUs
Auf dieser Seite geben wir einen GPU-Rückblick auf 2022 und stellen Ihnen vor, wie es kommendes Jahr weitergeht.
In diesem Artikel
GPU-Rückblick 2022
Ampere und RDNA 2 haben ausgedient, Ada Lovelace und RDNA 3 sagen hallo! Und nicht zu vergessen ist Intels Versuch als CPU-Marktführer auch das Kräftemessen zwischen AMD und Nvidia im GPU-Segment aufzumischen. Intel veröffentlichte 2022 nach und nach einige Modelle der Arc-Alchemist-Architektur, begonnen mit der Einsteiger-Option Arc A380, die zunächst ausschließlich dem chinesischen Markt zugänglich war. Darauf folgten die "hochklassigen" Modelle Arc A770 (16 und 8 GiB) und die Arc A750. Die erste Welle an GPUs diente Intel erst einmal dazu, auf Tuchfühlung zu gehen und zu schauen, wo die Reise mit den neuen Grafikkarten hingeht. Mit kommenden Arc-Generationen klappt es dann vielleicht, im High-End-Bereich auch auf dem Niveau von Nvidia und AMD zu operieren.
[PLUS] Heißer Hardware-Herbst: Alles Wichtige zu neuen Grafikkarten wie RTX 4000, Intel Arc und RX 7000
PCGH Plus: Die Hälfte des Jahres haben wir bereits hinter uns, doch bisher war 2022 eher mau, was neue Hardware anging. Erfreulicherweise ändert sich das im zweiten Halbjahr - wenn alle Gerüchte stimmen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2022.
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Nvidia setzte mit Ada Lovelace und dem frisch gebackenen Flaggschiff RTX 4090 neue Standards, was die Performance angeht - leider aber auch die Preisgestaltung. Denn wie CEO Jensen Huang anmerkte, sind Preiserhöhungen künftig nicht zu vermeiden. Dass dies nicht allen GPU-Enthusiasten schmeckt, zeigt sich aktuell bei Grafikkarte Nummer Zwei, der Geforce RTX 4080. Auf der Leistungsebene wäre sie sicherlich keine schlechte Wahl, doch der hohe Preis (um die 1.500 Euro) machte sie für viele unattraktiv. Nvidia passte jedoch die Preise der neuen Grafikkarten im EU-Raum an, um dem veränderten Wechselkurs von Euro zu US-Dollar Rechnung zu tragen.
Bei AMD scheint man dieses Problem analysiert zu haben und brachte mit RDNA 3 und der Radeon RX 7900 XTX zwar einen der RTX 4090 klar unterlegenen Konkurrenten, der aber mit einer UVP von knapp 1.150 Euro preislich überzeugen soll. Denn ohnehin sieht AMD die Geforce RTX 4080 als direktes Vergleichsmodell an und da könnte man über den Preis die Herzen der Interessenten für sich gewinnen. AMD will hier mit Displayport 2.1 und seiner Plug-and-play-Philosophie einen Vorteil gegenüber Nvidia sehen, welcher den Stromstecker-Standard wechselte und "nur" auf Displayport 1.4a setzt.
| Grafikkarte | RX 7900 XTX | RX 7900 XT | RX 6950 XT | RTX 4090 | RTX 4080 |
|---|---|---|---|---|---|
| Marktstart | 13.12.2022 | 13.12.2022 | 10.05.2022 | 12.10.2022 | 16.11.2022 |
| Architektur | RDNA 3 | RDNA 3 | RDNA 2 | Ada Lovelace | Ada Lovelace |
| Codename/Konfektion | Navi 31 XTX | Navi 31 XT | Navi 21 KXTX | AD102-300 | AD103-300 |
| Chipgröße (Die/GCD) | 300 mm² | 300 mm² | 520 mm² | 608,5 mm² | 378,6 mm² |
| Größe Memory Cache Dies (MCD) | 6× ~37 = 220 mm² | 6× ~37 = 220 mm² | - | - | - |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 57,7 (inkl. MCDs) | 57,7 (inkl. MCDs) | 26,8 | 76,3 | 45,9 |
| Fertigungsverfahren | N5 (GCD) + N6 (MCD) | N5 (GCD) + N6 (MCD) | N7 | 4N | 4N |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 96 | 84 | 80 | 128 | 76 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 6.144*/384/192 | 5.376*/336/192 | 5.120/320/128 | 16.384/512/176 | 9.728/304/112 |
| Raytracing-Einheiten | 96 (2. Gen.) | 84 (2. Gen.) | 80 (1. Gen.) | 128 (3. Gen.) | 76 (3. Gen.) |
| Matrix-Einheiten | 192 (1. Gen.) | 168 (1. Gen.) | - | 512 (4. Gen.) | 304 (4. Gen.) |
| Level-2-Cache (MiB) | 6 | 6 | 4 | 72 | 64 |
| Level-3-Cache (MiB) | 96 | 80 | 128 | - | - |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 2.300** | 2.000** | 2.100 | 2.520 | 2.505 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 113 | 86 | 46,1 | 82,6 | 48,7 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 56,5 | 43 | 21,5 | 82,6 | 48,7/0,76 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 883,2/294,4 | 672,0/256,0 | 672,0/268,8 | 1.290,2/443,5 | 761,5/280,6 |
| Optical Frame Accelerator (TOPS) | - | - | - | ~305 | ~305 |
| Speicheranbindung (Bit) | 384 | 320 | 256 | 384 | 256 |
| Geschwindigkeit L3-Cache (MHz) | 2.300 | 2.300 (vmtl.) | 1.940 | - | - |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 20,0/10.000 | 20,0/10.000 | 18,0/9.000 | 21,0/10.502 | 22,4/11.200 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6X | GDDR6X |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 960 | 800 | 576 | 1.008 | 717 |
| Transferrate L3-Cache (TB/s) | 5,3 | 5,3 (vmtl.) | 2 | - | - |
| Speicherkapazität (MiB) | 24.576 | 20.480 | 16.384 | 24.576 | 16.384 |
| PCI-Express-Standard | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol | 1× 16-/4× 8-Pol | 1× 16-/3× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 355 Watt | 315 Watt | 335 Watt | 450 Watt | 320 Watt |
| (Display-)Konnektivität | DP 2.1, HDMI 2.1a, USB-C | DP 2.1, HDMI 2.1a, USB-C | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 1.4a, HDMI 2.1a |
| Unverbindlicher Preis (USD) | 999 | 899 | 1.099 | 1.599 | 1.199 |
| Unverbindlicher Preis (Euro) | 1.149 | 1.049,99 | 1.239 | 1.859 | 1.399 |
GPU-Ausblick 2023
Auch bei den Grafikkarten werden die aktuellen Serien munter weitergeführt. Anfang Januar wird es mit ziemlicher Sicherheit eine Geforce RTX 4070 Ti von Nvidia zu sehen geben, die man ursprünglich als Geforce RTX 4080 mit 12 GiB VRAM kannte, der Hersteller aber aus diversen Gründen zurückzog. Direkt zur CES wird hier gleichzeitig auch die Markteinführung erwartet, wobei die Spezifikationen mit der RTX 4080 12 GiB deckungsgleich bleiben dürften. Höchstwahrscheinlich wird Nvidia noch auf weitere Ada-Lovelace-Modelle verweisen, versichert scheint derweil die Ankündigung von fünf RTX-40er-GPUs für Laptops zu sein. Bei den mobilen Grafiklösungen handele es sich um die Geforce RTX 4090, 4080 Ti, 4070, 4060 und 4060 Ti. Die einzelnen GPUs sollen mit der Bezeichnung GN21-X und einer entsprechenden Nummer vermarktet werden, wobei die AD103- und AD104-GPUs eine Leistungsaufnahme von 175 Watt aufweisen sollen.
Bei den Desktopgrafikkarten wandern derweil vermeintliche technische Daten zu einer Geforce RTX 4070 und RTX 4060 Ti durchs Netz. Erstere soll etwa 12 GiByte GDDR6X-Speicher an 192 Bit liefern, während Nvidia bei der RTX 4060 Ti eine kleine Änderung vornehmen könnte: Die kolportierten 8 GiB Speicher an 128 Bit werden nämlich wohl nur vom Typ GDDR6 sein. Nach wie vor sollen aber alle weiteren Grafikkarten auf Ada-Lovelace-Basis die Energieversorgung über den 12VHPWR-Anschluss bewerkstelligen.
Passend dazu: GPU-Roadmap 2022/2023: Geforce-, Radeon- und Arc-Grafikkarten
Aufseiten AMDs wird man wohl zur CES 2023 neue Grafikkarten aus dem Radeon-RX-7000-Line-up, sowohl fürs Desktop- als auch Mobilsegment, vorgestellt bekommen. Technische Neuerungen sind dabei die dritte Iteration der Upscaling-Technologie FSR mit "Fluid Motion Frames Technology" als Erweiterung, die gegenüber FSR 2 laut AMD die Performance bei 4K-Auflösung verdoppeln soll. Auch für 2023 angekündigt ist AMDs Gegenstück zu Nvidia Reflex, Hypr-RX. Hierbei soll ein Leistungszuwachs von 85 Prozent bei gleichzeitiger Reduzierung der Latenz um ein Drittel herausspringen. Was weitere RDNA-3-Modelle auf Desktop- und Laptop-Basis angeht, gab es dazu von AMD noch keine spezifischen Ankündigungen. Mobil-GPUs mit den Navi-31-Chips sollen aber wohl noch dieses Jahr erscheinen.
Bei Intel muss sich noch zeigen, wie es nächstes Jahr weitergeht. Laut eines Gerüchts des Youtubers Redgamingtech könnte es zur CES neue Laptop-Chips aus dem Arc-Alchemist-Line-up geben, die sich aber kaum von den bereits verfügbaren Modellen unterscheiden sollen, abgesehen von erhöhten Taktraten. Wann der Alchemist-Nachfolger Battlemage das Licht der Welt erblicken wird, ist auch noch nicht bekannt. Möglicherweise könnte es nächstes Jahr so weit sein. Intel selbst hält sich mit genauen Erscheinungsdaten noch zurück, bestätigte in Form von Raja Koduri aber, dass man sich nun verstärkt der Battlemage-Architektur widmen möchte, mit der man einst (oder vielleicht immer noch) vorhatte, bereits an das High-End-Segment anschließen zu wollen.

PCGH gibt für die RX 6700 158W TGP/max 190W TBP an. Deswegen auch der Vergleich mit der TGP.
TGP x 115% + 5Watt sollten ~ den Gesamtverbrauch ergeben.
PCGH hat das auch so beim Test zur RX 6700 oc simuliert.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Das sollte dann...wenn die Berechnung so stimmt..bei 80W TGP auf ~100W TBP/Gesamtverbrauch hinauslaufen.
Einfacher wäre es für den User, wenn man (wie bei Nvidia) gleich die TBP Softwareseitig auslesen könnte.
Edit:
Natürlich ist die RX 6800 hart uv.
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Oder hast du die undervoltet?
PCGH gibt für die RX 6700 158W TGP/max 190W TBP an. Deswegen auch der Vergleich mit der TGP.
TGP x 115% + 5Watt sollten ~ den Gesamtverbrauch ergeben.
PCGH hat das auch so beim Test zur RX 6700 oc simuliert.
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Das sollte dann...wenn die Berechnung so stimmt..bei 80W TGP auf ~100W TBP/Gesamtverbrauch hinauslaufen.
Einfacher wäre es für den User, wenn man (wie bei Nvidia) gleich die TBP Softwareseitig auslesen könnte.
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Natürlich ist die RX 6800 hart uv.
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