Günstige Gaming-Grafikkarten: Preis-Leistungs-Verhältnis & Fazit
Günstige Gaming-Grafikkarten: Das PCGH-Fazit inklusive eines Blicks auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Inhaltsverzeichnis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung der günstigen Gaming-Grafikkarten sowohl beim Rasterizing als auch beim Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen gesetzt (Stand: 4. Dezember 2025), beginnend beim Rasterizing.
Die alte Regel "Günstige Grafikkarten bieten ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als teure" hat Bestand, unsere Probanden für derzeit 220 bis 420 Euro liefern deutlich mehr Fps pro Euro als die (hier nicht abgebildete) Leistungsspitze. Welches Modell Sie kaufen, ist aus Preis-Leistungs-Sicht nicht relevant, sofern Sie sich für ein aktuelles Modell interessieren. Sie alle sind, rein auf Fps/Euro bezogen, attraktiv. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:
Beim Rasterizing reicht es "nur" für Platz 2, beim Raytracing kämpft sich die Radeon RX 9060 XT 16GB schließlich auf Platz 1 vor. Wer für besonders wenig Geld besonders viel Raytracing-Leistung haben möchte, kauft eine Arc B580. Tiefer sollten Sie jedoch nicht einsteigen, denn Raytracing stellt hohe Ansprüche an die GPU und erfordert auf den günstigsten Modellen daher große Kompromisse bei Qualität und/oder Bildrate.
Günstige Grafikkarten: PCGH-Fazit
Egal, ob Sie selbst nach einer preiswerten Grafikkarte suchen oder Freunde und Bekannte beraten: Unser großer Test und Vergleich hilft beim Entscheiden. Dabei gilt grundsätzlich, dass es keine schlechten Grafikkarten gibt, sofern Sie sich an unsere Auswahl halten. Wer ernsthafte Gaming-Absichten hegt, sollte in jedem Fall einen großen Bogen um alles machen, das weniger als 8 GiByte Speicher trägt. Diese Kapazität ist für moderne Blockbuster wie Battlefield 6 als absolutes Minimum anzusehen. Daraus ergeben sich unsere Empfehlungen: Wer eine Grafikkarte für mehrere Jahre sucht und möglichst wenige Kompromisse eingehen möchte, greift zu einer Arc B580 (12 GiByte), Radeon RX 9060 XT 16GB oder Geforce RTX 5060 Ti 16GB (jeweils 16 GiByte). Diese Modelle eignen sich auch für moderne Errungenschaften wie Frame Generation und Raytracing, zwei Funktionen, die für hohe Speicheranforderungen bekannt sind.
Das bedeutet nicht, dass man mit einer günstigen 8-GiByte-Grafikkarte keinen Spaß haben kann. Faktisch genügen Radeon RX 6600, RX 7600, Geforce RTX 5050, RTX 5060 und Konsorten für alle Spiele - sofern Sie gewillt sind, auch mal mit mittleren bis hohen Details zu spielen. Wer sich eine entsprechende Grafikkarte kauft oder Freunden und Verwandten dazu rät, muss sich der damit verbundenen Limitierungen jedoch bewusst sein. Reine Rasterizing-Spieler, welche Raytracing gezielt ausschalten, kommen bis inklusive Full HD/1080p mit 8 GiByte aus. Das gilt insbesondere für Gamer, die grundsätzlich anspruchslose Spiele wie Counter-Strike, Dota, LOL, Minecraft oder Roblox spielen. Jeder Ausflug in den Triple-A-Bereich rund um Assassin's Creed Shadows, Battlefield 6, Doom: The Dark Ages, Spider-Man 2, Monster Hunter Wilds und Konsorten birgt jedoch die Gefahr, dass Ruckeln und Texturmatsch den Spaß trüben.
Unsere Empfehlung lautet daher, eine Preisstufe höher einzusteigen, solange es noch günstig geht. Unsere Allrounder-Empfehlung lautet Radeon RX 9060 XT 16GB, welche momentan ab 350 Euro verfügbar ist. Die AMD-Grafikkarte ist allen Lasten bis auf Pathtracing gewachsen, dank 16 GiByte zukunftssicher bestückt und steht außerdem voll im Fokus der Treiberentwicklung. Wer größeren Wert auf Ray- oder gar Pathtracing legt, greift alternativ zur Geforce RTX 5060 Ti 16GB. Die Nvidia-Grafikkarte punktet darüber hinaus mit der Option auf Multi Frame Generation, kostet aber mindestens 420 Euro. PCGH kann beide Grafikkarten ohne Einschränkungen empfehlen.
Sie sind dem Gebrauchtmarkt nicht abgeneigt? Dort wartet so mancher Geheimtipp. Nvidias Geforce RTX 3060 12GB, welcher PCGH vor fast fünf Jahren eine rosige Zukunft voraussagte, ist selbst heute noch ein ordentliches Gerät - sofern Sie nicht bei überteuerter Neuware um 270 Euro zuschlagen. Vergleichbar teuer ist die ältere Geforce RTX 2060 6GB, bei der "Finger weg" gilt, dieses Modell ist in jeder Hinsicht veraltet. Bei guten Preisen attraktiv ist hingegen die Radeon RX 6600, welche jahrelang der PCGH-Spartipp war (vor allem, als das Modell zeitweise um 190 Euro über die Ladentheke wanderte). Neuware um 220 Euro steht klar im Schatten der Radeon RX 7600, welche deutlich schneller und ab 230 Euro verfügbar ist. Interessant sind darüber hinaus Gebraucht-Deals für die Radeon RX 7600 XT und Arc A770, beides 16-GiByte-Modelle mit individuellen Stärken und Schwächen.
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Aber zwischen 5060Ti und 9060xt waren es beim Kauf genau 40 Euro Unterschied zwischen den Karten die infrage kamen.
Da ist die Wahl nicht schwer gefallen!
5060Ti.
Einfach in dem Fall das bessere Gesamtpaket gewesen.
Bei der 20er-Serie waren es noch 16-fach für alle GPUs, ab der 30er gings runter auf tlw. 8-fach. Während eine 2060 sich noch mit 192 Bit Interface schmücken durfte, ging es bei der 3060 schon auf 128 runter und bei der 40er-Serie wurde dann selbst die 4060Ti mit 128 Bit "beglückt".
Da 40er zu 50er nur eher ein evolutionärer Schritt war, wird es spannend, ob Nvidia bei der 60er-Serie sich traut noch weiter runterzugehen.
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Ich hätte hier etwas neutraler Berichterstattung erwartet.
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Also wer hat euch denn die grünen Pillen eingeworfen? Ich habe selber eine 4080 und nutze für mein zweites System eine 9070xt. Die Leistung ist in bisher allen getesteten Titel beinahe deckungsgleich, mal AMD mal Nvidia leicht vorne.
Ich hätte hier etwas neutraler Berichterstattung erwartet.
MfG
Raff
*Und etwas egoistisch, denn ihr kennt das vielleicht. Dieser Schmerz, den man spürt, wenn sich jemand mit 20 Bröckelmatsch-Fps durch ein Spiel kämpft. Der geht durch das Upgrade auch weg.
Ich selbst habe aber noch eine Vega 64 und vermisse sie schmerzlich in den Benchmarks 😂