Günstige Gaming-Grafikkarten: Leistungsaufnahme & Effizienz
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Günstige Gaming-Grafikkarten: Leistungsaufnahme & Effizienz

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Wie steht es um die Leistungsaufnahme und Energieeffizienz der günstigen Gaming-Grafikkarten?

Günstige Grafikkarten sind gleichzusetzen mit sparsamen Grafikkarten: Alle in diesem Artikel getesteten Modelle rangieren beim Gaming weit unter 200 Watt, meistens im Bereich zwischen 130 und 160 Watt. Diese Leistungsaufnahme ist wahrlich kein Neuland, sondern war schon vor zehn Jahren gängig, unter anderem zum Betrieb einer Geforce GTX 980, Geforce GTX 1070 oder Radeon RX 580. Wer sich für eine moderne Grafikkarte entscheidet, besitzt folglich mit großer Wahrscheinlichkeit ein passendes Netzteil. Die Chance ist besonders groß, da alle Grafikkarten zwischen rund 200 und 400 Euro über einen klassischen 8-Pol-Stecker vom Netzteil versorgt werden.

Eine einfache 8-Pol-Strombuchse ist Standard bei Grafikkarten unter 200 Watt. Quelle: PCGH Eine einfache 8-Pol-Strombuchse ist Standard bei Grafikkarten unter 200 Watt.

Leistungsaufnahme

Im Folgenden haben wir die Leistungsaufnahme der preiswerten Grafikkarten im Leerlauf, bei Niedriglast und bei vielfältigen Gaming-Workloads zusammengetragen. PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power-Capture-Analysis-Tools. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab, ohne dass die Infrastruktur einen bremsenden Einfluss hat.

GPUs mit 8 oder 10 GiByte RX 9060 XT 8GB RX 9060 (OEM) RTX 5060 RTX 5050 B570 RX 7600
Getestetes Modell Gigabyte Gaming* Sapphire Pulse Zotac Solo Gigabyte Gaming* Asrock Challenger AMD MBA
Leerlauf/Idle (UHD-Desktop) 5,5 – 6,5 Watt 5 – 6 Watt 9 – 12 Watt 8,5 – 10 Watt 10 – 32 Watt** 5,5 – 29 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 8 – 9,5 Watt 7 – 9 Watt 11 – 12 Watt 12 – 13 Watt 17,5 – 33 Watt** 22,5 – 30 Watt
Ultra-HD-Youtube-Video 18 – 19 Watt 17 – 18 Watt 12 – 13 Watt 14 – 15 Watt 32 – 33 Watt** 10 – 28 Watt
Gaming (Maximum) 160 Watt 145 Watt 151 Watt 135 Watt 166 Watt 164 Watt
Anno 1800 (FHD, 4× MSAA) 157 Watt 143 Watt 149 Watt 134 Watt 135 Watt 160 Watt
Control (WQHD, RT) 158 Watt 144 Watt 149 Watt 131 Watt 151 Watt 158 Watt
CP2077 (Full HD, Raster) 158 Watt 142 Watt 150 Watt 134 Watt 128 Watt 160 Watt
Metro Exodus EE (WQHD, RT) 159 Watt 145 Watt 150 Watt 134 Watt 165 Watt 161 Watt
Full-HD-Gaming @ 60-Fps-Cap 39 Watt 42 Watt 38 Watt 44 Watt 54 Watt 56 Watt
CS 2 (Full HD, 4× MSAA) 156 Watt 144 Watt 137 Watt 124 Watt Nicht getestet Nicht getestet
Dota 2 (FHD, 240-Fps-Cap) 101 Watt 81 Watt 111 Watt 107 Watt Nicht getestet Nicht getestet
Max. Energie über PCIe-Slot 35 Watt 1 Watt 45 Watt 1,5 Watt Nicht getestet Nicht getestet
GPUs mit 12 oder 16 GiByte Geforce RTX 5060 Ti 16GB Radeon RX 9060 XT 16GB Arc B580 Radeon RX 7600 XT
Getestetes Modell Palit Infinity 3 Sapphire Pulse Intel Limited Edition XFX Qick 309*
Leerlauf/Idle (UHD-Desktop) 12 – 13 Watt 6 – 7 Watt 13 – 37 Watt** 6,5 – 19 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 14 – 15 Watt 7,5 – 9 Watt 20 – 37 Watt** 24 – 32 Watt
Ultra-HD-Youtube-Video 15 – 16 Watt 16 – 18 Watt 37 – 40 Watt** 21 – 35 Watt
Gaming (Maximum) 184 Watt 168 Watt 197 Watt 189 Watt
Anno 1800 (FHD, 4× MSAA) 175 Watt 167 Watt 175 Watt 186 Watt
Control (WQHD, RT) 166 Watt 167 Watt 185 Watt 187 Watt
CP2077 (Full HD, Raster) 180 Watt 167 Watt 147 Watt 185 Watt
Metro Exodus EE (WQHD, RT) 183 Watt 167 Watt 196 Watt 188 Watt
Full-HD-Gaming @ 60-Fps-Cap 37 Watt 40 Watt 62 Watt 105 Watt
CS 2 (Full HD, 4× MSAA) Nicht getestet Nicht getestet Nicht getestet Nicht getestet
Dota 2 (FHD, 240-Fps-Cap) Nicht getestet Nicht getestet Nicht getestet Nicht getestet
Max. Energie über PCIe-Slot 47 Watt 40 Watt Nicht getestet Nicht getestet

Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate. Angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz. *Auf Referenzwerte hinsichtlich Power/Takt gesetzt. **Der niedrigste Wert erfordert optimal konfiguriertes ASPM im UEFI der Hauptplatine, ansonsten gilt der hohe Wert.

Sparsamkeit allerorten - mit Detailunterschieden zwischen den Architekturen und Modellvarianten. Erwähnenswert sind vor allem AMDs Errungenschaften: Nach Jahren der unnötig hohen Leistungsaufnahme im Leerlauf haben die Radeon-Macher das Problem mit RDNA 4 nicht nur behoben, sie unterbieten den Mitbewerber sogar deutlich. Keine Geforce kann es mit den exzellenten RX-9000-Werten beim Nichtstun aufnehmen - dafür trumpfen Geforce-Grafikkarten mit niedrigerer Leistungsaufnahme und somit hoher Effizienz beim Videokonsum auf. Intels Arc-Grafikkarten erreichen nicht ganz diese Sparsamkeit und sind außerdem auf explizit konfiguriertes Active State Power Management (ASPM) angewiesen. Weitere Vergleichswerte von Grafikkarten bis ins Jahr 2012 liefert das folgende Video.

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Energieeffizienz

Leistung ist Arbeit pro Zeit; das wissen wir spätestens seit dem Physikunterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch für das Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die günstigen Gaming-Grafikkarten im Vergleich abschneiden:

Hier schlägt die Stunde der Geforce RTX 5050, die kleinste Blackwell-Grafikkarte holt sich knapp die Effizienzkrone. Alle 60er-Modelle - sowohl von AMD als auch Nvidia - sind ihr jedoch dicht auf den Fersen. Die gute Nachricht ist offensichtlich: Egal, welche Grafikkarte zwischen rund 200 und 400 Euro Sie kaufen, keine macht Sie während des Betriebs arm. Wer möchte, kann die sehr gute Effizienz sogar noch weiter steigern: [PLUS] Undervolting-Test: Radeon RX 9060 XT vs. Geforce RTX 5060 Ti. Wer von einem Altmodell wie der Radeon RX 580, Geforce GTX 1060 oder RTX 2060 wechselt, erhält um mehrere Faktoren mehr Fps pro Watt. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:

Die mit 6 und 8 GiByte Speicher bestückten Grafikkarten laufen sparsamer als beim Rasterizing - wie kommt's? Ganz einfach: Wird die Leistung durch Speicherüberlauf gehemmt, legen die GPUs Leerlaufzyklen ein, sodass die durchschnittliche Leistungsaufnahme sinkt. Dies führt zu abweichenden Platzierungen, allerdings keinem grundsätzlich anderen Bild - wer mithilfe gezielten Detailverzichts und Upsampling die Speicherkapazität nicht überschreitet, erhält auch mit den Spar-Grafikkarten eine hohe Effizienz. Auf der nächsten Seite wird es Zeit für die Preis-Leistungs-Betrachtung. Abschließend ziehen wir ein Fazit zu den günstigen Gaming-Grafikkarten.

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  1. Seite 1 Übersicht & Spezifikation
  2. Seite 2 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
  4. Seite 4 Pathtracing-Benchmarks & Leistungsindex
  5. Seite 5 Leistungsaufnahme & Effizienz
  6. Seite 6 Preis-Leistungs-Verhältnis & Fazit
    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Stovi Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Schak28
        Ich hab ebenfalls geschwankt.
        Aber zwischen 5060Ti und 9060xt waren es beim Kauf genau 40 Euro Unterschied zwischen den Karten die infrage kamen.

        Da ist die Wahl nicht schwer gefallen!
        5060Ti.
        Einfach in dem Fall das bessere Gesamtpaket gewesen.
        Leider hat Nvidia seit der RTX20-Serie stetig die Busschnittstelle eingekürzt und das Speicherinterface.
        Bei der 20er-Serie waren es noch 16-fach für alle GPUs, ab der 30er gings runter auf tlw. 8-fach. Während eine 2060 sich noch mit 192 Bit Interface schmücken durfte, ging es bei der 3060 schon auf 128 runter und bei der 40er-Serie wurde dann selbst die 4060Ti mit 128 Bit "beglückt".
        Da 40er zu 50er nur eher ein evolutionärer Schritt war, wird es spannend, ob Nvidia bei der 60er-Serie sich traut noch weiter runterzugehen.
      • Von Stovi Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Schak28
        Ich hab ebenfalls geschwankt.
        Aber zwischen 5060Ti und 9060xt waren es beim Kauf genau 40 Euro Unterschied zwischen den Karten die infrage kamen.

        Da ist die Wahl nicht schwer gefallen!
        5060Ti.
        Einfach in dem Fall das bessere Gesamtpaket gewesen.
        Leider hat Nvidia seit der RTX20-Serie stetig die Busschnittstelle eingekürzt und das Speicherinterface.
        Bei der 20er-Serie waren es noch 16-fach für alle GPUs, ab der 30er gings runter auf tlw. 8-fach. Während eine 2060 sich noch mit 192 Bit Interface schmücken durfte, ging es bei der 3060 schon auf 128 runter und bei der 40er-Serie wurde dann selbst die 4060Ti mit 128 Bit "beglückt".
        Da 40er zu 50er nur eher ein evolutionärer Schritt war, wird es spannend, ob Nvidia bei der 60er-Serie sich traut noch weiter runterzugehen.
      • Von Gwyrdd Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Olstyle
        Wo sind 4FPS/3% denn nicht "beinahe Deckungsgleich"?
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Jepp... Da bin ich in der Zeile verrutscht. Mein Fehler. Ich ändere meinen ursprünglichen Kommentar. Nicht wundern bitte.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Gwyrdd
        Also wer hat euch denn die grünen Pillen eingeworfen? Ich habe selber eine 4080 und nutze für mein zweites System eine 9070xt. Die Leistung ist in bisher allen getesteten Titel beinahe deckungsgleich, mal AMD mal Nvidia leicht vorne.
        Ich hätte hier etwas neutraler Berichterstattung erwartet.
        Wo sind 4FPS/3% denn nicht "beinahe Deckungsgleich"?
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Gwyrdd Schraubenverwechsler(in)
        Mein folgender Kommentar ist hinfällig. Ich bin in der Zeile verrutscht. Sorry liebe PCGH Redaktion.

        Also wer hat euch denn die grünen Pillen eingeworfen? Ich habe selber eine 4080 und nutze für mein zweites System eine 9070xt. Die Leistung ist in bisher allen getesteten Titel beinahe deckungsgleich, mal AMD mal Nvidia leicht vorne.
        Ich hätte hier etwas neutraler Berichterstattung erwartet.
      • Von sven842 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Und, wem in eurem Umfeld legt ihr welche Grafikkarte ans Herz? Am einfachsten und ganz altruistisch* geht das, indem man das passende Gerät einfach unter den Baum legt!

        MfG
        Raff

        *Und etwas egoistisch, denn ihr kennt das vielleicht. Dieser Schmerz, den man spürt, wenn sich jemand mit 20 Bröckelmatsch-Fps durch ein Spiel kämpft. Der geht durch das Upgrade auch weg.
        Ich hatte erst vor kurzem eine Empfehlung für eine B580 ausgesprochen, aber es wurde dann aufgrund der besseren Treiber dann doch eine rx7600.
        Ich selbst habe aber noch eine Vega 64 und vermisse sie schmerzlich in den Benchmarks 😂
      Direkt zum Diskussionsende
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