Leistungsaufnahme, Effizienz & Fazit
In diesem Artikel
Vermutlich sind Sie für die Benchmarks hier. Die Frage, wie viel elektrische Energie für besonders lange Balken notwendig ist, ist jedoch nicht nur angesichts der deutschen Hochpreise für Strom wichtig und richtig. Daher werfen wir nun einen Blick auf die Energie-Effizienz der schnellsten Gaming-Grafikkarten.
Quelle: PCGH
Asus RTX 4090 ROG Matrix Platinum (MAX-OC): Die vereinfachte Voltage/Frequency Curve für ~3,05 GHz.
RTX 4090 "Ultra": Leistungsaufnahme
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energie-Effizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen brandneuen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex in Relation zur Leistungsaufnahme setzt. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die maximal übertaktete Geforce RTX 4090 im Rasterizing-Vergleich abschneidet:
"Übertakten ruiniert die Energie-Effizienz!": Diese Aussage trifft zwar grundsätzlich zu, in unserem Fall aber nicht. Ursächlich ist, dass sich eine Geforce RTX 4090 aus aktueller Fertigung nicht frei übertakten lässt. Wie eingangs erläutert, weisen RTX-4090-Grafikkarten eine unüberwindbare Spannungsgrenze bei 1,05 Volt auf - nur Modelle aus den ersten Chargen erlauben bis zu 1,1 Volt. Der Spannungsdeckel wirkt sich positiv auf die Effizienz aus, denn wie wir alle wissen, skaliert die Leistungsaufnahme mit der Spannung im Quadrat, während Takt eine lineare Steigerung zur Folge hat. Da wir die Asus ROG Matrix Platinum im Rahmen des Erlaubten "ausquetschen" und möglichst kühl halten - eine geringere Temperatur führt zu höheren GPU-Boost-Stufen -, übertakten wir sie effizient. Tatsächlich läuft auch die Nvidia-Referenzkarte immer wieder mit 1,05 Volt, allerdings mit lediglich 2.760 MHz. Das Endergebnis kann sich sehen lassen: plus zehn Prozent Leistung bei plus elf Prozent Gesamtverbrauch. Sehen wir uns bis dahin an, wie es beim Raytracing aussieht:
Wenig überraschend ändert sich nichts an den Platzierungen der Nvidia-GPUs untereinander, lediglich die Ausprägung unterscheidet sich etwas. Während die Effizienzunterschiede zwischen Geforce RTX 4090 "Ultra", RTX 4090 und RTX 4080 Super marginal sind, fällt die Radeon RX 7900 XTX aufgrund ihrer Raytracing-Schwäche zurück. Erwähnenswert ist lediglich Metro Exodus Enhanced Edition, das als einziges Spiel die 500-Watt-Marke zu knacken weiß. Die Engine treibt jede (Raytracing-)GPU-Architektur zu Höchstleistungen, sodass die Asus ROG Matrix Platinum @ ~3.040 MHz und 24 GT/s bis zu 530 Watt aus dem Netzteil zieht. In den anderen Spielen genügt der werkseitige "Deckel" auf 500 Watt.
RTX 4090 "Ultra": Fazit und Ausblick
Grafikleistung ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Grafikleistung: Mit dieser leicht abgewandelten IT-Weisheit möchten wir diese Betrachtung abschließen. Sie sehen das Aggregat aus über 4.000 brandneuen Messungen vor sich und während Sie diese Zeilen lesen, absolvieren weitere Grafikkarten die neuen Leistungsindizes. Gegenüber den GPU-Benchmarks 2024 ist keine große Bewegung zu erkennen, das bewusst breit gestreute Feld der GPU-Benchmarks 2025 zeigt die vertrauten Platzierungen der Top-GPUs: Geforce RTX 4090 mit großem Abstand in Front, gefolgt von Radeon RX 7900 XTX und Geforce RTX 4080 Super. Das bedeutet nicht, dass die GPU-Benchmarks 2025 keine neuen Erkenntnisse bringen, diese finden sich jedoch ein paar Leistungsklassen weiter unten: Grafikkarten mit 8 GiByte fallen noch weiter zurück als im vorherigen Parcours und sollten daher bei einem Neukauf gemieden werden (mehr dazu im Test der Arc B580 sowie kommenden Arc B570).
Vergleicht man die jeweiligen Topmodelle von AMD und Nvidia miteinander, erreicht die Geforce RTX 4090 im Durchschnitt einen 26-prozentigen Vorsprung gegenüber der Radeon RX 7900 XTX, 29 Prozent rein auf Ultra HD bezogen. Die nunmehr 15 anstelle von 10 Raytracing-Benchmarks attestieren der RTX 4090 ein durchschnittliches Plus von 61 Prozent, 72 Prozent in Ultra HD. 2024 waren es noch 69 respektive 89 Prozent - eine bemerkenswerte und zugleich erfreuliche Entwicklung, denn sie zeugt von einer besseren Raytracing-Nutzbarkeit auf AMD-GPUs. Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Kontext, dass selbst der Raytracing-Leistungsindex 2025 nicht in die Vollen geht: Wir testen keine einzige der noch seltenen Pathtracing-Implementierungen (u. a. Indiana Jones und der Große Kreis, Alan Wake 2, Black Myth: Wukong, Cyberpunk 2077). Möglicherweise ändert sich das 2025 mit dem ersten Pathtracing-Leistungsindex ... bleiben Sie gespannt!
Bildergalerie
Damit ist die Vorarbeit getan, die neuen GPU-Benchmarks sind bereit für die Next-Gen-Architekturen Nvidia Blackwell (Geforce RTX 5000) und AMD RDNA 4 (Radeon RX 8000), welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf der Elektronikmesse CES Anfang Januar enthüllt werden. Die auf 100 TFLOPS und 1,15 TByte/s getriebene Asus ROG Geforce RTX 4090 Matrix Platinum zeigt, wohin die Reise geht und was man mit derart viel Grafikleistung anstellen kann. Gerade Ultra-HD-Zocker können jedes Leistungsplus gebrauchen, einige Spiele landen mit nativ berechnetem TAA unterhalb der 60-Fps-Marke - Upsampling, etwa DLSS Quality, schafft effektive Abhilfe. Wie viel das als "Geforce RTX 5090" gehandelte, neue Schlachtschiff aus dem Hause Nvidia obendrauf legen wird, kann derzeit niemand seriös beantworten. Wir spekulieren, dass die RTX 5090 mit TAA ungefähr die Leistung der RTX 4090 MAX-OC mit DLSS Q erreicht. Wie es tatsächlich kommt, erfahren Sie selbstverständlich zeitnah bei uns.
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Quelle: PCGH 07/24
Wichtige Frage in diesem Zusammenhang wird sein: Wie geht die neue Geforce-Generation mit den Flash-Tools um?
Wenn ich im MSI Afterburner schaue habe ich ja auch den Voltage Schieberegler.
Hat es nicht mal geheißen das man den in Ruhe lassen soll, da der so weit hoch regeln kann das es schädlich wird ?
Bei mir eine Strix 4070 TI Super
Wenn ich im MSI Afterburner schaue habe ich ja auch den Voltage Schieberegler.
Hat es nicht mal geheißen das man den in Ruhe lassen soll, da der so weit hoch regeln kann das es schädlich wird ?
Bei mir eine Strix 4070 TI Super
Ich hab zwar nur zwei seit Release verbaut, eine Referenz und eine supreme und die Referenz hatte auch keine 2,9GHz gehalten, die supreme effektiv etwas über 3060 MHz. Letztere war aber auch ab 1,07V dicht. Das war diesen September erst. Mich wundern die von dir beschriebenen, recht hohen Werte auch etwas, muss ich zugeben. Unter besonderen Bedingungen, rein zum benchen wird's wohl öfter klappen, aber unter realen Bedingungen, bei Temperaturen bei denen man auch im Zimmer sitzt und stundenlang spielt, tue ich mich schwer mit den hohen Werten. Hier geht's aber ganz klar um Spiele, rocksolid und dauerhaft, nicht um kurze Benchmomente. PCGH beispielsweise glüht die Karten ja auch vorher 30 Minuten durch, bevor es überhaupt ans messen geht.
Mit 1,10v wäre die dann wohl im Bereich 2900 MHz.
Da steht dann das was eingestellt ist (abhängig von der Temperatur).
Also z.B. stellt man 3060 ein und bekommt wegen Temperatur dann 3030 MHz. Das ist aber nicht der effektive Takt. Der effektive Takt ist extrem variabel und selten gerade. Kann man aber mit HWinfo auslesen. Sind aber zwei verschiedene Werte ^^
Ist ehr im unteren Mittelfeld angesiedelt in meinem Bekanntenkreis^^
Fast alle die ich kenne kommen im 3D Mark auf diesen Takt oder höher.
Wenn ich das mal Vergleiche mit meiner Freundin, die meine alte 6900xt hat... Uff da ist die 4090 einfach ein Monster dagegen.
Sogar eine Seminararbeit zum Thema Energieeffizienz, bei dem ich einzeln GPU und VRAM Takt angehoben und bei verschiedenen Powerlimits (50-110%) verglichen habe.
Pro Tipp diesbezüglich: VRAM OC ist bei niedrigen Powerlimits (<80%) meist ineffizienter als stock ^^