Cyberpunk 2077 mit Pathtracing: GPUs fallen bei echter Next-Gen-Grafik um wie die Fliegen [Update mit RTX 4060]

Update mit Geforce RTX 4060: Cyberpunk 2077 ist mehr als ein Spiel - es ist auch ein Versuchskaninchen. Nachdem CD Projekts Mammutwerk jahrelang als Raytracing-Vorzeigespiel gedient hatte, zünden die Polen nun zusammen mit Nvidia die nächste Stufe auf dem Weg zum Fotorealismus: Mit dem "Ray Tracing Overdrive"-Update erhält Cyberpunk 2077 waschechtes Pathtracing. PCGH verrät, was das bringt und was es kostet.

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Cyberpunk 2077 mit Pathtracing: GPUs fallen bei echter Next-Gen-Grafik um wie die Fliegen
Quelle: PC Games Hardware
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Update vom 2. Juli: Wir haben nun auch die neue Geforce RTX 4060 (PCGH-Test) durch Night City gescheucht. Die bislang kleinste und günstigste RTX-40-Grafikkarte bringt zwar alle "Ada Lovelace"-Features mit, hat aber dennoch sehr mit der Pathtracing-Glorie zu kämpfen. Alle Werte können Sie im Benchmarkteil dieses Artikels bestaunen.


Update vom 31. Mai: Wir haben die Leistungswerte der neuen Grafikkarten Radeon RX 7600, Geforce RTX 4060 Ti 8GB sowie, als kleiner Bonus, der Geforce RTX 3050 ergänzt. Sie finden die Ergebnisse zusammen mit aktualisierten Erläuterungen auf der zweiten Artikelseite.


Mit Version 1.62 hat Entwickler CD Projekt Red den nächsten Schritt im Hinblick auf grafische Referenz vollzogen: Pathtracing. Es handelt sich dabei um einen völlig neuen Render-Modus, der deutlich mächtiger als das vorherige Raytracing arbeitet. Die Entwickler nennen es für Cyberpunk 2077 liebevoll "Overdrive Mode". CDPR macht klar, dass es zum Start dieser Technik noch zu Problemen kommen kann, und im Hauptmenü weist sich Pathtracing als "technische Vorschau" (Preview) aus. Der neue Render-Modus wurde gemeinsam mit Nvidia entwickelt - das ist kein Zufall, denn die Geforce-Macher sind seit knapp fünf Jahren Zugführer des Raytracing-Rummelzugs. Dementsprechend empfiehlt CDPR eine "RTX 4070 Ti and up". Natürlich lässt sich das Spiel auch mit Pathtracing auf älteren und nicht so leistungsfähigen Grafikkarten spielen, wenn Sie DLSS-, FSR- oder XeSS-Upsampling nutzen - echter Genuss des neuen Bombasts kommt dabei aber nicht auf. Die offiziellen Empfehlungen sehen eine RTX 3090 (!) vor, und Radeon-Grafikkarten werden gar nicht erst genannt. Zudem werden bereits in Full HD mindestens 8 GiByte VRAM benötigt, ab WQHD werden 10 GiB und ab UHD schließlich 12 GiB vorausgesetzt. Ob all das hinkommt und was Sie für die hohe Einstiegshürde erhalten, erfahren Sie in diesem Artikel mit tonnenweise Benchmarks.

Die Hardware-Anforderungen für Cyberpunks Pathtracing sind wenig überraschend hoch. Auch ahnen Sie richtig, wenn Sie eine überdurchschnittliche Geforce-Performance erwarten, schließlich wird Cyberpunk 2077 seit vielen Jahren technisch von Nvidia betreut und der Overdrive-Modus dient als brandneuer Showcase. Überdies stammt der in Cyberpunk genutzte Pathtracing-Ansatz von Nvidia. Obwohl das Pathtracing in Cyberpunk 2077 mit allen Raytracing-fähigen Grafikchips funktioniert, ist es also nicht verwunderlich, dass dieser für Geforce-GPUs maßgeschneidert wurde. Ada Lovelace, um genau zu sein, denn ganz besonders für die aktuelle Nvidia-Generation wurde das Overdrive-Pathtracing optimiert. Wie schlimm es um die nicht (mehr) im Rampenlicht stehenden Grafikkarten bestellt ist, klären wir auf der nächsten Benchmarkseite. Vorweg: Es wird schmerzhaft.

Und dann wäre da noch DLSS 3.0 respektive die KI-unterstützte Frame Generation, welche die ganze Chose im Grunde überhaupt genießbar macht. Seien Sie daher nicht allzu überrascht, dass die besten Geforce-GPUs im Overdrive-Cyberpunk die beste Figur abgeben und das Spiel sicherlich nicht von ungefähr gerne von Nvidia als Verkaufsargument für dicke Grafikkarten herangezogen wird. Dieser Umstand ändert allerdings wenig an der beeindruckenden grafischen Güte und der fortschrittlichen Technik. Wirtschaftliches also einmal größtenteils beiseite: Lassen Sie uns zunächst ein wenig tiefer in die Technik tauchen.

Cyberpunk 2077 mit Pathtracing - Wandeln auf dem Pfad ins Licht?

Der noch nicht final abgeschlossene Pathtracing-Ansatz von Cyberpunk 2077 ist bereits jetzt ein großer technischer Wurf und eine grafische Augenweide, dies ist wohl kaum bestreitbar. Pathtracing verleiht dem stimmungsvollen Night City einen wortwörtlich neuen Glanz und lässt die Grafik des Spiels in ihrer vollen Pracht erstrahlen. Sicher, das klingt wohl ein wenig superlativ. Seien Sie jedoch versichert, sobald wir der famosen Pracht die dazu nötigen Performance-Kosten gegenüberstellen, relativiert sich das Bild um ein nicht unbeträchtliches Maß. Doch eins nach dem anderen. Auf die Grafik bezogen ist Cyberpunk 2077 mit dem neuen Overdrive-Pathtracing ein Augenschmaus.

Das Pathtracing wertet die komplette Optik auf, auch wenn es aus Leistungsgründen noch immer ein wenig abgespeckt ist, eine ganze Handvoll Optimierungstricks - darunter weiterhin Screen-Space-Reflections - und nur eine sehr begrenzte Anzahl Light-Bounces nutzt. Trotz "vollem" Raytracing und sehr hohen Hardware-Anforderungen ist Cyberpunk 2077 mit Overdrive Pathtracing also noch immer ein Stück weit von der Realität entfernt - auch, was die Beleuchtung betrifft. Aber es wurde ein großer Schritt getan und die Art und Weise, wie es für das Pathtracing optimiert wurde, ist ausgesprochen interessant. Und natürlich kommt auch Upsampling und Nvidias DLSS 3.0 respektive die Frame Generation zum Tragen, denn ohne diese Techniken schauen nicht nur die meisten, sondern praktisch alle aktuell genutzten Grafikkarten in die Röhre.

Es ist gar nicht so einfach, die beeindruckende Strahlenverfolgung auf einen besonderen, augenfälligen Umstand zu reduzieren. Klar, die schicken Spiegelungen sind eindrücklich und stechen ins Auge, die wahre Güte der Optik kommt aber nur zum Tragen, wenn man Cyberpunk 2077 mit Pathtracing-Overdrive als eine Art Gesamtkunstwerk betrachtet. Das gesamte Licht ist der beeindruckende Faktor, die Globale Beleuchtung in ihrem eigentlichen, ursprünglichen Sinne, wie bereits 1986 auf der SIGGRAPH durch Grafik-Pioneer James Kajiya in Form der weltbekannten Rendering Equation formuliert. Denn anders als bei dem bisherigen Hybrid-Raytracing-Ansatz, wird mit Pathtracing der gesamte Pfad des Lichts (nun ja, reduziert auf 2 Bounces und inklusive einiger Vereinfachungen) simuliert, das Gesamtbild ändert sich.

Die "Globale Beleuchtung" ist also der Knackpunkt. Das gesamte per Pathtracing realistisch simulierte Licht in Cyberpunk 2077 ist der Fortschritt. Die neue Overdrive-Stufe erlaubt es durch den Einsatz von Raytracing, auf andere, zuvor genutzte Rendertricks zu verzichten. Einige der größten Faktoren sind dabei indirekte Schattenwürfe und die Inklusion prinzipiell jedweder Lichtquelle, darunter auch diffuse. Statt via Offline-Raytracing respektive vorberechneter, indirekter Beleuchtung, die bislang selbst beim Einsatz der Hybrid-Raytracing-GI zum Einsatz kam und unter anderem in der Distanz das Gesamtbild störend einblendete, wird die indirekte Beleuchtung nun komplett via Strahlenverfolgung dargestellt. Anders als beim Hybrid-Ansatz verschwindet der vorberechnete, statische Teil der In-Game-Beleuchtung also. An dieser Stelle kommt eine noch junge Nvidia-Technik zum Einsatz.

Diese unterscheidet sich von anderen Raytracing-Beleuchtungen, etwa der bekannten RTXGI, die beispielsweise in Metro Exodus Enhanced Edition für feine Erleuchtung sorgte. Nvidias RTXGI setzt auf Light-Probes, mithilfe derer die Szene ausgeleuchtet werden konnte. Und die wiederum sowohl eine Verbesserung als auch eine Vereinfachung der zuvor genutzten, technisch noch recht hemdsärmeligen Implementation der Raytracing-GI in der Urversion von Metro Exodus darstellte.

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  1. Seite 1 Cyberpunk mit Overdrive-Pathtracing - Was steckt dahinter?
  2. Seite 2 Cyberpunk mit Overdrive-Pathtracing - Die GPU-Performance
  3. Seite 3 Cyberpunk mit Overdrive-Pathtracing - Die CPU-Performance
    • Kommentare (232)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wr2champ Software-Overclocker(in)
        Zitat von MezZo_Mix
        Plus ein absolut schmieriges Bild.
        Kannst dir ja mal den Screenshotthread anschauen und die „absolut schmierigen“ Screenshots bestaunen - die es da nicht gibt. Keines meiner Screenshots ist schmierig, DLSS hin oder her.
      • Von wr2champ Software-Overclocker(in)
        Zitat von MezZo_Mix
        Plus ein absolut schmieriges Bild.
        Kannst dir ja mal den Screenshotthread anschauen und die „absolut schmierigen“ Screenshots bestaunen - die es da nicht gibt. Keines meiner Screenshots ist schmierig, DLSS hin oder her.
      • Von Gsonz PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von MezZo_Mix
        Kleiner aber feiner Unterschied.
        Optisch absolut null Unterschied.

        Zitat von MezZo_Mix
        Alleine das man auf einem modernen System DLSS braucht um brauchbare FPS zu haben,
        Ohne Pathtracing würde ich weder DLSS noch FG brauchen. Das ist meine freiwillige Entscheidung weil es mir so am besten gefällt.
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Zitat von MezZo_Mix
        Plus ein absolut schmieriges Bild.
        Und du spielst mit aktivem DLSS nicht auf 1440P sondern at best 1080p hoch skaliert auf 1440P.
        Kleiner aber feiner Unterschied. Dafür hat sich der Hardwarekauf sicher gelohnt, dass man nur noch auf 1080p spielt und User feiern es ab. Alleine das man auf einem modernen System DLSS braucht um brauchbare FPS zu haben, sollte jedem schon ein Magengeschwür geben.

        Früher wurden Konsolen dafür gehatet und auf dem PC ist das ein super Feature.
        Naja ich finde du übertreibts schon ein wenig. Bist natürlich mit deinem System in der Lage auch ohne Hilfsmittel gute FPS zu haben.
      • Von MezZo_Mix Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Gsonz
        Ich spiele Cyberpunk auch mit Pathtracing. In 1440p Ultra mit DLSS Balanced und Frame Generation komme ich auf über 100 fps. Zusätzlichen Input Lag durch FG bemerke ich persönlich nicht.

        Ich bin megamäßig zufrieden damit. Es sieht geil aus und läuft flüssig. Das Upgrade von 3070 auf 4070 Ti war es sowas von wert.
        Plus ein absolut schmieriges Bild.
        Und du spielst mit aktivem DLSS nicht auf 1440P sondern at best 1080p hoch skaliert auf 1440P.
        Kleiner aber feiner Unterschied. Dafür hat sich der Hardwarekauf sicher gelohnt, dass man nur noch auf 1080p spielt und User feiern es ab. Alleine das man auf einem modernen System DLSS braucht um brauchbare FPS zu haben, sollte jedem schon ein Magengeschwür geben.

        Früher wurden Konsolen dafür gehatet und auf dem PC ist das ein super Feature.
      • Von Gsonz PC-Selbstbauer(in)
        Ich spiele Cyberpunk auch mit Pathtracing. In 1440p Ultra mit DLSS Balanced und Frame Generation komme ich auf über 100 fps. Zusätzlichen Input Lag durch FG bemerke ich persönlich nicht.

        Ich bin megamäßig zufrieden damit. Es sieht geil aus und läuft flüssig. Das Upgrade von 3070 auf 4070 Ti war es sowas von wert.
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