Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Fazit

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Im Test der Sandy-Bridge-CPUs Core i7-2600K, Core i5-2500K und Core i5-2400 prüft PC Games Hardware, wie schnell Intels neue Prozessor-Generation arbeitet, wie hoch der elektrische Energiekonsum ist, was die neuen Features bringen, wie sich die integrierte Grafikeinheit schlägt und vieles mehr.

Fazit
Nominell handelt es sich bei den heute vorgestellten Sandy-Bridge-CPUs um die Mittelklasse für den neuen (!) Sockel 1155. Gerade die größeren Modelle mit über 3,0 GHz wie der Core i5-2400, Core i5-2500(K) und der Core i7-2600(K) sind jedoch in der Lage, die versammelte Konkurrenz zu schlagen: Seien es AMDs Phenom II X4 und X6 oder Intels High-End-Modelle für den Sockel 1366, alle reihen sich hinter Sandy Bridge ein - einzig der sechskernige Core i7-980X kann den neuen CPUs in Multhitreaded-Anwendungen Paroli bieten. Insbesondere Spiele liegen den Sandy-Bridge-CPUs dank dem mit Kerntakt laufenden Last-Level-Cache (ehemals L3) sehr gut, je nach Titel steigert Sandy Bridge die Pro-Takt-Leistung eines Lynnfields um 5 bis 20 Prozent. Für Preise von um die 200 Euro bieten die Neulinge ergo ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis, insbesondere der Core i5-2500(K). Die hohe Performance kombinieren die Prozessoren mit einer dank 32-nm-Fertigung und damit einhergehenden Spannungen mit einem sehr geringen Stromverbrauch: So benötigt der Core i5-2500K ähnlich viel elektrische Energie wie ein Core i5-760 und weniger als ein Phenom II X4 955 BE, ist aber weitaus schneller. Die Befehlssatzerweiterung AVX konnten wir mangels Windows 7 Service Pack 1 und passender Software noch nicht testen.

Große Sprünge macht Intel auch bei der integrierten Grafikeinheit: Die HD 2000 sowie HD 3000 bieten Multisampling-Kantenglättung in Hardware sowie eine im Vergleich zur Clarkdale-IGP deutlich verbesserte anisotrope Filterung, diverse Fixed Function Units sorgen für einen geringen Energiehunger beim Abspielen von HD-Videos und die Kompatibilität zu aktuellen sowie älteren Spielen erwies sich im Test als erfreulich hoch. Die Leistung der HD 2000 liegt etwas unterhalb einer Radeon HD 4290 (890FX-Chipsatz), die HD 3000 kann sich knapp mit der dedizierten Grafikkarte Radeon HD 5450 messen. Für eine IGP sind dies Top-Werte. Unverständlich: Alle Notebook-Sandy-Bridge nutzen die HD 3000, bei den Desktop-Modellen aber ist diese nur bei den Übertakter-CPUs mit K-Anhang verfügbar.

Letzteren kommt (vorerst) eine besondere Rolle zu: Anders als bei bisherigen Intel-CPUs ist bei Sandy Bridge eine Übertaktung via Referenztakt kaum möglich, erst der kommende Z68-Chipsatz soll dies angeblich ermöglichen. Daher bleibt Ihnen nur die Option, eine der beiden K-CPUs zu kaufen und per Multiplikatoranhebung zu übertakten. Wir erreichten mit unserem Core i7-2600K problemlos 4,8 GHz mit Luftkühlung - beeindruckend. Der umgekehrte Weg klappt ebenfalls hervorragend: Mit 1,04 statt 1,20 Volt schluckt die CPU samt restlichem System dank Undervolting unter Volllast (Core Damage) rund 20 Watt weniger. Der Turbomodus 2.0 bringt wenig neues, dafür erlaubt er auch bei den non-K-CPUs eine Übertaktung per Multiplikator um fünf Stufen auf allen vier Kernen (bei Verwendung des Turboboosts).

Da auch die Sockel-1155-Mainboards bereits sehr ausgereift sind, zum großen Teil mit dem BIOS-Nachfolger UEFI ausgestattet sind und die Sockel-1156-kompatible Kühler auch für Sandy Bridge taugen, sollten Neukäufer zugreifen: Mehr Leistung bei derart geringem Stromverbrauch gibt es nirgends sonst, vor allem für Spieler mit über 150 Euro CPU-Budget ist Sandy Bridge erste Wahl. Allerdings sollten Sie wie üblich eine sehr flotte Grafikkarte Ihr Eigen nennen, da die CPU-Power ansonsten je nach Spiel im Grafiklimit verpufft. Ärgerlich bleibt natürlich Intels Aufrüstpolitik: Selbst wenn Sie ein aktuelles Sockel-1156-System haben, brauchen Sie für Sandy-Bridge CPUs ein neues Mainboard mit dem Sockel 1155. Zudem bleibt AMD im Preis-Bereich bis 160 Euro führend, denn für das kleine Geld bekommen Sie beim Rivalen bereits den Sechskerner Phenom II X6 1055T oder den Quadcore-Prozessor Phenom II X4 955 BE - für nur 130 Euro ist dieser unser Preis-Leistungs-Tipp. Zudem sind Sockel-AM3-Boards derzeit günstiger als 1155-Platinen.

Für leistungsgierige Spieler, die mehr als 160 Euro für eine CPU ausgeben können, ist die Sandy-Bridge-Reihe hingegen ab sofort die erste Wahl. Aber Vorsicht: Der offizielle Verkaufsstart ist er am 09. Januar!

Den Print-Test samt weiteren CPUs, Benchmarks und mehr sowie einer großen 1155-Mainboard-Marktübersicht finden Sie in der ab Mittwoch (05.01.2011) erhältlichen Ausgabe 02/2011. Ausführliche zusätzliche Praxistests folgen in der im Februar erscheinenden PCGH 03/2011.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Modelle und Architektur
  2. Seite 2 Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Neue Mainboard-Chips
  3. Seite 3 Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Performance und Leistungsaufnahme
  4. Seite 4 Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Overclocking
  5. Seite 5 Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Integrierte Grafikeinheit
  6. Seite 6 Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Fazit
    • Kommentare (262)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Core i7-2600K, Core i5-2500K und Core i5-2400 auf dem Prüfstand

        Zitat von hot6boy
        wieso bringen die sone tests on mass raus ? selbst in foren wurde behauptet das der i 5 nur in media anwendungen schneller ist .... für games wurde core 2 quad empfohlen..... schönes ding
        Das er in Games "nicht schneller war", war ggf. mal richtig - wenn was anderes limitiert, kann die bessere CPU halt nicht zeigen, was in ihr steckt. Warum dann jemand "im Moment gleich schnell, aber älter und mit weniger Potential" empfohlen hat, musst du denjenigen Fragen. Die Techniken, mit denen Anwendungen von neuen CPUs profitieren, findet man 2-3 Jahre später i.d.R. auch in Spielen.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Core i7-2600K, Core i5-2500K und Core i5-2400 auf dem Prüfstand

        Zitat von hot6boy
        wieso bringen die sone tests on mass raus ? selbst in foren wurde behauptet das der i 5 nur in media anwendungen schneller ist .... für games wurde core 2 quad empfohlen..... schönes ding
        Das er in Games "nicht schneller war", war ggf. mal richtig - wenn was anderes limitiert, kann die bessere CPU halt nicht zeigen, was in ihr steckt. Warum dann jemand "im Moment gleich schnell, aber älter und mit weniger Potential" empfohlen hat, musst du denjenigen Fragen. Die Techniken, mit denen Anwendungen von neuen CPUs profitieren, findet man 2-3 Jahre später i.d.R. auch in Spielen.
      • Von roheed BIOS-Overclocker(in)
        AW: Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Core i7-2600K, Core i5-2500K und Core i5-2400 auf dem Prüfstand

        Zitat
        Mit 1,425 GHz sind 4,8 GHz möglich
        dieser Fehler ist ja immer noch drin XD

        btw, ich habe mit 1,3ghz ähm ich meinte natürlich 1,3Volt die 4,5ghz marke locker erreicht
        mit einem i7-2600k + P67
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Core i7-2600K, Core i5-2500K und Core i5-2400 auf dem Prüfstand

        Die sind alle von den Illuminaten unterwandert ... weiß doch jeder.
      • Von hot6boy PC-Selbstbauer(in)
        AW: Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Core i7-2600K, Core i5-2500K und Core i5-2400 auf dem Prüfstand

        wieso bringen die sone tests on mass raus ? selbst in foren wurde behauptet das der i 5 nur in media anwendungen schneller ist .... für games wurde core 2 quad empfohlen..... schönes ding

        aber gut zu wissen das sich mein wechsel gelohnt hat

        ps:
        gta gay tony ruckelt bei mir ..teil 4 läuft glatt....das kann doch nicht sein das man dafür unbedingt nen 6 kerner braucht...wenns beim hauptspiel auch ohne ging....die spieleentwicker stecken doch mit denen unter einer decke !
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intel Sandy Bridge im CPU-Test: Core i7-2600K, Core i5-2500K und Core i5-2400 auf dem Prüfstand

        Du hast einen grafiklimitierten Bench verlinkt Der Q9550 war schon immer langsamer als der i5-750.
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