Instabile Core-CPUs: Weshalb sogar ein Rückruf drohen könnte [Update]
Intels "Core-Desaster" scheint immer größer zu werden und so reißen die Berichte über instabile Core-CPUs der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake" und "Raptor Lake Refresh" nicht nur nicht ab, sondern weiten sich auch immer mehr aus. Sogar ein Rückruf scheint nicht ausgeschlossen.
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Martin Böckmann, seines Zeichens Hardware-Redakteur der Website Golem, fragte bereits vor wenigen Tagen "Muss Intel alle Raptor-Lake-CPUs tauschen?" und bezieht sich so auf die nach wie vor ungelösten Stabilitätsprobleme, welche immer häufiger, insbesondere bei den "hochgezüchteten" Core-i9-CPUs der 13. und 14. Core-Generation auftreten. Während auch vereinzelt Core i7-13xxx ("RPL-S") und Core i7-14xxx ("RPL-Refresh") und offensichtlich außerdem Serversysteme betroffen sind, scheint die Fehlersuche voranzuschreiten.
Originalmeldung vom 21. Juli 2024:
PCGH-Leser sind betroffen
Mehr als 40 PCGH-Leser und Community-Mitglieder aus dem PCGH-X-Forum gaben bereits bei einer Umfrage im Mai an, dass sie momentan ebenfalls mit einer instabilen Core-CPU zu kämpfen haben. Auch deshalb hat die PCGH-Redaktion diesem Thema besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt, absolut gesehen war das Thema ohnehin relevant.
In chronologischer Folge verlief nicht enden wollende "Core-Chaos" in etwa wie folgt.
- Intel untersucht instabile CPUs
- Core-CPUs werden "eingebremst"
- Intel-Stellungnahme lässt Fragen offen
- Intel dementiert eTVB-Fehler als Ursache
- Intel bestätigt zu hohe Spannungen
- Ist auch Arrow Lake betroffen?
Während darüber gemutmaßt wird, ob auch die Core Ultra 200 ("Arrow Lake-S") betroffen sind, was jetzt wohl mit Sicherheit noch niemand mit Gewissheit sagen kann, steht für Intel auch das Vertrauen der Verbraucher in die nächste Desktop-Plattform auf dem Spiel. Für viele Anwender und Systembuilder ist es fundamental, dass die genaue Ursache noch vor der Veröffentlichung des Intel Core Ultra 9 285K und der später einmal voraussichtlich zusammengenommen 18 Prozessormodelle geklärt ist. Nur dadurch ließe sich "gewährleisten", dass "ARL-S" mit Sicherheit nicht betroffen sein wird.
Auch Game-Server sind betroffen
Wie die Recherchen des YouTube-Kanals Level1Techs ergeben haben, sind aber nicht nur Desktop-PCs und DIY-Systeme, sondern auch Game-Server von den durch instabile Core-CPUs hervorgerufenen Problemen betroffen. Auch hier werden häufiger als oftmals gedacht Core i9 anstatt der für Server vorgesehenen Xeon-CPUs eingesetzt, um von deren besonders hohen Taktfrequenzen zu profitieren. Level1Techs dokumentierte 210 Server-Systeme in seinen Erhebungen und attestierte dem Core i9-13900K(F/S) und Core i9-14900K(F/S) die prozentual höchsten Absturzraten. Die Fehlersuche geht nach wie vor weiter.
Steckt der Fehler im Ringbus?
Immer häufiger genannt wird die Theorie, dass der Fehler im Ringbus der Core-CPUs, welcher mit der Einführung von Raptor Lake-S im Vergleich zu Alder Lake-S beschleunigt wurde. Der Hersteller selbst hat die Fehlersuche aber nach wie vor nicht abgeschlossen, weshalb es offizielle auch noch keine Ursache gibt. Der eTVB-Bug soll indes nicht die Fehlerquelle darstellen und ohnehin per BIOS-Update und neuem Mikrocode behoben werden.
Bordpartner sind fein raus
Die Tatsache, dass neben den mittlerweile speziell bei den BIOS-Settings und OC-Features meist überzüchteten Gaming-Mainboards auch Abstürze im Server-Umfeld auf konservativen Server-Mainboards mit W680-Chipsatz zu verzeichnen sind, spricht gegen die anfänglich weitverbreitete Vermutung, dass die Werkseinstellungen der Mainboards die Ursache darstellen könnten. Dennoch hatte das Chaos um die "Intel Default Settings" die Gesamtsituation nicht positiv beeinflusst und für Unsicherheit gesorgt.
Mutmaßlich um seine Boardpartner noch ein wenig besser auf Linie zu bringen und etwas mehr Kontrolle und Klarheit über die eingesetzten Einstellungen und Werte zu gelangen, hat Intel seine Empfehlungen für Core-CPUs der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake und Raptor Lake Refresh" abermals angepasst und jetzt sogar entsprechend erweitert. Auch Prozessoren der Serie Core i5 und Core i7 sollten nun, wenn möglich, bestenfalls nach Empfehlungen von Intel betrieben werden. Zuvor war noch ausschließlich von den Prozessoren der High-End-Serien Core i9-13xxx und i9-14xxx die Rede.
Quelle: Intel
Nicht verschwiegen werden sollte, dass die "Intel Default Settings", welche zu Beginn noch als "Intel Baseline Profil" gehandelt wurden, die Leistung im Vergleich zu den Werkseinstellungen der Mainboardhersteller im Einzelfall mitunter deutlich senken können.
Doch wie geht es weiter und wie möchte Intel dem Problem letztlich beikommen? Ist das überhaupt möglich, wenn die Ursache nicht gefunden wurde und was bedeutet das für die kommenden Desktop-CPUs der Serie Core Ultra 200 ("Arrow Lake-S")?
Droht sogar ein Rückruf?
Die für Intel wohl eleganteste Lösung wäre mit Sicherheit, dass die Ursache für die Probleme schnellstmöglich gefunden und sich in Software in Form eines BIOS-Updates respektive einer Mikrocode-Aktualisierung lösen lässt. Bereits beschädigte Prozessoren müssen ohnehin ausgetauscht werden, da bei ihnen ein irreparabler physischer Schaden vorliegt.
Sollte es sich um einen Hardware-Fehler oder ein Problem, welches sich ganz einfach nicht mittels Windows-Update, BIOS/UEFA-Update oder Mikrocode-Aktualisierung lösen lässt, handeln, könnte Intel im schlimmsten Fall ein Rückruf der Core-Prozessoren aus der Generation "Raptor Lake-S" und "Raptor Lake Refresh" drohen. Das hätte einen Vertrauensverlust für Core Ultra 200 ("Arrow Lake-S") zufolge.
- Stabilität: Intel bekommt Core-CPUs mit K-Suffix nicht in den Griff
- Instabile Core-CPUs: Werkseinstellungen senken die Leistung
- Notbremse: Intels Core-CPUs müssen eingebremst werden
- Stabilitätsprobleme: Intel untersucht instabile Core-CPUs
- Instabile Core-CPUs: Erkenntnisse zum Baseline Profil
- Core-CPUs: MSI setzt Intels Empfehlungen jetzt um
Die Themenseite zu Intel und Intel Core belegt, dass dies bei Weitem nicht die einzigen Meldungen zu diesem Thema waren. Über weitere Stimmen bei der aktuellen Umfrage würde sich die PCGH-Redaktion sehr freuen.
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Kommentare (91)
Zur Diskussion im Forum-
Von Painkiller Kokü-Junkie (m/w)Moin zusammen

zunächst mal vielen Dank für eure Teilnahme und die interessante Diskussion!
Aber aufgrund von Neuigkeiten zum Thema, wird hier dicht gemacht.
Hier gehts weiter:
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*Closed*
Beste Grüße
Pain
Direkt zum Diskussionsende -
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Aber aufgrund von Neuigkeiten zum Thema, wird hier dicht gemacht.
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Pain
Das wird aber in vielen dieser Szenarien immer außen vor gelassen und maximal als Randnotiz erwähnt, die Ressourcen der Akkuproduktion werden dennoch 1:1 dem E-Auto angelastet.
Insgesamt betrachtet ist so ein E-Auto einem Verbrenner maximal überlegen, auch wenn die Leute das auf Grund der "geringen" Reichweite nicht wahrhaben wollen. Aktuell sehe ich lediglich für Vielfahrer, wo ich aber regelmäßige Tagestouren um 500km benötige keine E-Alternative. In allen anderen Szenarien ist der Nutzer dann mal gefordert.
AMD = BEV Bauer
ich hoffe nur das das die cpu kunden nicht am ende den schaden haben, das wäre echt nervig.
Schau dir AMD an. Die waren so hart am Boden dass sie fast schon drunter waren vor einigen Jahren und jetzt läufts wieder. Klar schaffens nicht alle und große Konzerne die über den Jordan gegangen sind sind entsprechend prominent aber die große Mehrheit solcher Riesenläden überlebt doch große Zeiträume.
Hier ein Frameworks mit 7840U vs. 1360P:
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Lenovo 6800H vs 12700H:
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Hier Asus Zenbook 8840HS vs. 155H und Lenovo 8845HS vs. 155H:
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So weit ich mitgekriegt habe wurde die Lücke mit Phoenix vs Raptor Lake mobile etwas kleiner da Intel sich verbessert hat, dann kam bei AMD der Phoenix refresh der genau gar nicht verbessert wurde, aber immer noch besser ist als Meteor Lake bei der Akkulaufzeit. Was ich so gehört hab ist Meteor Lake irgendwo zwischen Barcelo und Rembrandt was Idle/Teillast Laufzeit angeht.