Instabile Core-CPUs: Mainboardhersteller mit düsterer Prognose für Arrow Lake [Bericht]
Mitte des Monats kamen offizielle Dokumente zum eTVB-Fehler bei Intels Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation ans Licht. Nun äußerte sich eine anonyme Stimme eines Mainboardherstellers und sieht die Verkäufe kommender Arrow-Lake-CPUs in Gefahr.
Vor gut zwei Wochen wurden Instabilitäten mit Intels Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation mit offenem Multiplikator bestätigt, da ein offizielles Dokument an die Öffentlichkeit gelangt war. Aus diesem Dokument ging hervor, dass die Ursache für die möglichen instabilen Core-CPUs in einem falschen Wert im Mikrocode-Algorithmus der eTVB-Funktion begründet sein soll. Mögliche Auswirkungen dieses "fehlerhaften Algorithmus" könnten demnach erhöhte Taktfrequenzen, Spannungen und Temperaturen sein, welche dann die Stabilitätsprobleme auslösen und die Zuverlässigkeit verringern - PCGH berichtete darüber ausführlich.
Intel um Problemlösungen bemüht - Mainboardhersteller besorgt
Intel selbst dementierte im Anschluss, dass es sich beim Fehler im eTVB-Feature um die eigentliche Ursache für die Instabilitäten der neuen Core-K-Prozessoren handelt. Der Hersteller vermute, dass dieses Problem dadurch verursacht wird, dass die Mainboard-Firmware (BIOS) zu hohe Spannung liefert und den Prozessor dadurch instabil macht, wie die koreanische Webseite Zdnet jetzt berichtete.
Dort wird Intel auch damit zitiert, dass für große Mainboardhersteller ein Update entwickelt wird, das dieses Problem beheben soll. Bis zum 19. Juli werde dieses als Firmware-Update bereitgestellt. Intel empfiehlt zudem allen Nutzern die "Intel-Standardeinstellungen". Im Zuge der anstehenden Veröffentlichung der nächsten Desktop-Generation Arrow Lake sowie Ryzen 9000 bei der Konkurrenz, wird Intel darum bemüht sein, das Problem mit Instabilitäten bei seinen Prozessoren schnell in den Griff zu bekommen. Ansonsten könnte es zu Wettbewerbsnachteilen kommen, wie jetzt auch aus der Mainboard-Branche befürchtet wird.
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Ein Entwickler bei einem in Südkorea ansässigem Mainboardhersteller, der um Anonymität gebeten haben soll, malte für Intel nämlich eine düstere Zukunft. "Wenn das Stabilitätsproblem nicht eindeutig gelöst wird, wird das Misstrauen der Verbraucher zunehmen und der Verkauf von 'Arrow Lake', einem neuen Prozessor für Desktop-PCs, den Intel im vierten Quartal auf den Markt bringen will, abnehmen", wird der Entwickler von Zdnet zitiert.
Quelle: via Zdnet

Da gibt es keinen Interpretationsspielraum.
Von daher haben meiner Meinung nach beide Schuld.
Vermutlich wissen über 98% der Verbraucher nicht, dass es den Fehler überhaupt gibt und diejenigen, die es wissen, interessiert das überraschend wenig. Ich habe hier im Forum jedenfalls nicht gelesen, dass die Intelnutzer massenhaft versuchen ihre CPUs zurückzugeben und sich stattdessen einen AMD zu holen. Deshalb wird sich da nichts tun. Intel schiebt die Verantwortung den Boardherstellern zu, die schieben sie auf Intel, beides ist irgendwie richtig und am Ende ist es keiner gewesen. Die Fehler werden per UEFI Update "gelöst", wobei das sowieso nur extrem wenige getroffen hat. Bei Arrowlake ist man dann vorsichtiger und verzichtet auf die letzten 3-5%, die eh nur Strom ohne Ende kosten.
Im Profisegment darf man sich das nicht leisten. Wenn sich der neue Supercomputer permanent verrechnet, dann gibt das eine üble Berichterstattung und die Leute merken sich das Jahrzehnte lang. Aber das ist einer der Gründe, warum Xeon, EPYC und Quadros niedriger Takten, als es möglich wäre.
Da gibt es keinen Interpretationsspielraum.
Die Boardhersteller haben keine vernünftigen Vorgaben bekommen, wie man die Prozessoren zu betreiben hat.
Außerdem hat Intel kurz vor knapp nachweislich die eigenen Specs drastisch hochgekurbelt, was die uns immer noch als "Standard" weismachen wollen.
Igor hat das vor Monaten schon aufgedeckt und sogar das Original im Video gezeigt, wie die K-prozessoren ursprünglich hätten laufen sollen.
Nur wären die dann noch viel schlechter als jetzt, da die dann weniger Leistung bringen und dann nicht einmal mehr beim längsten Benchmarkbalken von irgendwas glänzen können.
Aber vielleicht wäre das ja die bessere Lösung gewesen, um zumindest die Effizienz nicht so dermaßen zu vergeigen.
Vor 10 Jahren hatte AMD die lahmen CPUs mit hohem Stromverbrauch, heute genießt Intel diese öffentliche Wahrnehmung zunehmend.
Ich brauch keinen langen Support. CPU's sind heute so schnell das man mindestens 5 Jahre nicht drüber nachdenken muss. Bis dahin ist jeder Support zu Emde. Dann wird halt neu gekauft.