Instabile Core-CPUs: Intels Werkseinstellungen senken die Leistung um bis zu 11 Prozent [Bericht]
Intels Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation neigen in Spielen zu Instabilität, was Asus dazu bewogen hat, das sogenannte "Intel Baseline Profile" einzuführen. Diese "Werkseinstellungen" senken die Leistung um bis zu 11 Prozent.
Intels aktuelle Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake" und "Raptor Lake Refresh" neigen in Spielen zu Instabilität, was Asus dazu bewogen hat, das sogenannte "Intel Baseline Profile" einzuführen. Diese "Werkseinstellungen" senken die Leistung um bis zu 11 Prozent, wie HardwareLuxx in einem entsprechenden Test mit einem Core i9-14900K belegen konnte.
Wie Andreas Schilling von HardwareLuxx, welcher den Core i9-14900K zum einen mit dem "Out-of-the-Box"-Setting von Asus, welches unter anderem auch die sogenannten "Asus Mulit-Core Enhancements" umfasst, als auch mit dem "Intel Baseline Profile", das sich strikt an die Herstellervorgaben von Intel hält, betrieben hat, im Rahmen eines Tests belegen konnte, gehen die Werkseinstellungen des Herstellers mit Leistungseinbußen von bis zu 11 Prozent einher. Im Durchschnitt wird die Performance um 8 bis 9 Prozent reduziert, wobei die Effizienz steigt.
Während die Werkseinstellungen von Asus ein TDP ("PL1") von 253 Watt sowie ein maximale Turbo-Leistungsaufnahme ("PL2") von 4.096 Watt erlauben, sorgt das aktive "Intel Baseline Profile" dafür, dass die PL2 auf 253 Watt "gedeckelt" wird. Damit einher geht eine geringere Leistungsaufnahme, die von 316 Watt auf 253 Watt sinkt, sowie eine von 101 °Celsius auf 89 °Celsius reduzierte Temperatur. Auch die Spannung reduziert sich entsprechend und der Core i9-14900K läuft deutlich effizienter.
Quelle: HardwareLuxx
Anwender, die ihren Core-Prozessor der 13. oder 14. Generation auf einem Mainboard von Asus betreiben, sollten daher zum "Intel Baseline Profile" greifen, um die ohnehin nicht sonderlich hohe Effizienz von "Raptor Lake" und "Raptor Lake Refresh" nicht vollständig aus dem Runder laufen zu lassen.
Wie HXL (@9550pro) über den Kurznachrichtendienst X - vormals Twitter - berichtet hat, bremst Asus die instabilen Core-Prozessoren mit den nachfolgenden Maßnahmen deutlich aus, wenn das Intel Baseline Profile aktiviert wird.
Quelle: HXL (@9950pro)
Wie erste Benchmarks mit dem Cinebench R23 gezeigt haben, lassen sich die Leistungseinbußen durch das Intel Baseline Profile auf 10 bis 15 Prozent beziffern, wie erste Vergleichstests auf Overlock.net gezeigt haben. Intel und die Hersteller der Mainboards zahlen jetzt den Preis für ihr Werks-OC und am Ende sind die Anwender die Leittragenden und müssen Einbußen in Kauf nehmen.
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Quelle: HardwareLuxx


Intel sagt Herstellern wie Asus nicht konsequent genug, was Spezifikation ist.
Hersteller wie Asus haben eine eigene Vorstellung davon, was Spezifikation ist.
Intel sagt Herstellern wie Asus, dass sie eine Fail-Safe-Option anbieten müssen.
Intel sagt dagegen PCGH aber genauer, was Spezifikation ist.
PCGH testet CPUs also nach Intel Spezifikation.
User findet nun heraus, dass die Spezifikation anders ist, als PCGH sagt.
PCGH sagt, Intel hat das aber PCGH so gesagt.
Jetzt fragen wir Intel, was sie dazu sagen, was der User gesagt hat.
Torsten schlägt derweil vor, einfach alle CPUs ohne Limit zu testen, aka "macht doch, was ihr wollt!".
Ich sage, können wir nicht bringen, weil wir die Spezifikation schon seit etlichen Jahren predigen.
Und ihr wundert euch dann, warum ich nicht dazu komme, 800 CPUs in Manor Lords zu testen
Wünschenswert wäre, wenn mit dem Begriff Test nicht derart inflationär umgegangen wird. Denn ein Test, der dem auch tatsächlich gereicht wird, sollte auch Langzeitstabilität nicht außer Acht lassen.
Und soweit ich das mitbekommen habe, berufen sich die jeweiligen Mainboard-Hersteller auf unterschiedliche Vorgaben. Wie zum Teufel soll dem Rechnung getragen werden? Mal abgesehen davon, dass im späteren Verlauf die ein oder andere Sicherheitslücke gestopft wird, die vorangegangenen Messungen wieder obsolet machen.
Das Dilemma an sich ist doch insbesondere solchen Testberichten geschuldet, weil es gilt, stets den längsten Balken sein Eigen zu nennen. Dummerweise läuft's jetzt mal andersherum, denn aktuell wünscht das Gro bzw. der jeweilige Eigner zu wissen, welche Abstriche er zukünftig hinzunehmen hat.
Erinnerst du dich an unsere Diskussion, hinsichtlich des längeren Balkens 5900X vs 7700? Mir persönlich ist es völlig Wurscht, ob nun der 5900X oder der 7700 im Gesamten vorn liegt, denn a: ist dies eine Frage der jeweiligen Anwendungen und b: ist es aus meiner Sicht nicht von Belang, ob nun der eine oder andere Proband 4 Sek. länger zum Rendern benötigt. Haltbarkeit hingegen sowie Stabilität ist für mich durchaus von Belang.
Wollt ihr beiden euch wirklich die Bürde auferlegen, der holden Community, bzw. den jeweiligen Eignern unter die Nase zu reiben, mit welchen Abstrichen sie zukünftig zu rechnen haben? Oder anders formuliert: Wäre nicht angebracht, ein gänzlich anderes Fazit aus der Geschichte zu ziehen, statt sich als Schildbürger zu opfern? Warum nicht Vorgaben zu erarbeiten, die auch zukünftig einen stabilen Betrieb ermöglichen, statt erneut auf Balkenjagt zu gehen?
BÄM.
Gigabyte haut im Baseline einfach mal fast 1,7v in nen 14900K im Singlecore. Das ist ja völlig irre. Klar, technisch gesehen erlaubt Intel 1,72v vCore... aber das sind Spannungen wo der geneignte Nerd seit vielen vielen Jahren erstmal zuckt wenn kein LN2-Topf greifbar ist.
Quelle: 3Dcenter/News des News des 30. April 2024
mit frdl. Gruß
Da man sich bei Intel nicht auf die Fertigung verlassen konnte, hat man dort ja schon seit längerer Zeit auf höhere Spannungen optimiert. Tatsächlich ist diese maximale Spannung über die Jahre deutlich angestiegen.
Wie hoch das für einen Intel-Core, und nicht der gesamte Chip wird mit dieser Spannung laufen, also wie sich das auswirkt und wie hart das an der Grenze der Physik arbeitet, kann ich nicht beurteilen.
Aber macht doch Laune. Da bekommt der Ausdruck "Fail Safe" mal eine ganz neue Bedeutung bezüglich der Vcore.
Was allerdings ist, das bei Default, also quasi offenen PowerLimit, die Vcore trotzdem nicht über 1.35V geht, also sich der Singleboost für seine 5,4GHz dort nicht mehr nimmt und im Allcore bei 1.236V liegt.
BÄM.
Gigabyte haut im Baseline einfach mal fast 1,7v in nen 14900K im Singlecore. Das ist ja völlig irre. Klar, technisch gesehen erlaubt Intel 1,72v vCore... aber das sind Spannungen wo der geneignte Nerd seit vielen vielen Jahren erstmal zuckt wenn kein LN2-Topf greifbar ist.
Bin sehr gespannt wie zukünftige Tests aussehen, weil nicht wenige Tests die ich gesehen habe bisher mit diesen Optimierungen gelaufen sind. Mal sehen wie das aussieht, wenn die Perfromancekrone jetzt vielleicht ein bißchen öfter zur Konkurrenz geht.