Intel zieht Notbremse: Core-CPUs müssen eingebremst werden [Bericht]

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Intel zieht Notbremse: Core-CPUs müssen eingebremst werden
Quelle: Sven Bauduin

Intel hat seit Monaten mit anhaltenden Problemen durch schnell alternde und instabilen Core-CPUs der 13. und 14. Generation zu kämpfen. Jetzt zieht der Hersteller laut Benchlife die Notbremse und bremst die Prozessoren verpflichtend auf 188 Watt ein.

Intel hat bereits seit Monaten mit anhaltenden Problemen durch schnell alternde und dadurch nicht selten instabilen Core-i-Prozessoren der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake" und "Raptor Lake Refresh" zu kämpfen. Jetzt muss der Hersteller aus Santa Clara offenbar die Notbremse ziehen und verpflichtet die Mainboard-Hersteller dazu, abermals ein neues "Intel Baseline Profile" einzuführen. Diese sollen unter der offiziellen Bezeichnung "Intel Default Settings" laufen und die Core-CPUs "verpflichtend" auf 125/188W (PL1/PL2) einbremsen. Diese neuen "Werkseinstellungen" müssen bis Ende Mai umgesetzt werden.

Dieser Schritt, über den die Website BenchLife zuerst berichtet hatte, wäre bei Weitem noch tiefgreifender als die bisherige Umsetzung der von Hersteller zu Hersteller unterschiedlichen "Intel Baseline Profilen", den mit einer dann maximalen Verlustleistung von 188 Watt "bescheidet" Intel die großen K-CPUs.

  • Die großen Core-CPUs mit K-Suffix sind offiziell mit einer PL2, der sogenannten Maximalen Turbo-Leistungsaufnahme ("MTP"), von 253 Watt spezifiziert.
  • Mit den "Intel Default Settings" werden die Core-CPUs auf 188 Watt ("PL2") eingebremst und werden ihren maximalen Turbo-Takt unter Volllast nicht erreichen können.
  • Anwender, die das Risiko eingehen und die volle Leistung abrufen wollen, müssen auf die von Intel vorgesehen Performance- oder Extreme-Profile wechseln und im UEFI selbst Hand anlegen.

Bis zum 31. Mai müssen Mainboard-Hersteller die neuen "Intel Default Settings" lauf BenchLife "verpflichtend" eingeführt haben. Intels für diesen Monat angekündigtes allumfassende Statement zum aktuellen Core-Desaster steht bislang allerdings weiterhin aus. Die PCGH-Redaktion wird entsprechend berichten.

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Quelle: BenchLife

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    • Kommentare (112)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Dass die Instabilitäten durch zu geringe Spannungen auftreten, sollte inzwischen bekannt sein. Auch, dass quasi jedes Mainboard ab Werk CEP ausgeschaltet hat. Wenn man letzteres wieder einschaltet, was auch Teil der neuen Empfehlungen von Intel ist, dürfte es keine Abstürze mehr geben. Wir sind übrigens weiterhin mit Intel im Gespräch und klären die neue Spezifikation, unter welcher kommende PCGH-CPU-Benchmarks mit Intel-CPUs ablaufen.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Dass die Instabilitäten durch zu geringe Spannungen auftreten, sollte inzwischen bekannt sein. Auch, dass quasi jedes Mainboard ab Werk CEP ausgeschaltet hat. Wenn man letzteres wieder einschaltet, was auch Teil der neuen Empfehlungen von Intel ist, dürfte es keine Abstürze mehr geben. Wir sind übrigens weiterhin mit Intel im Gespräch und klären die neue Spezifikation, unter welcher kommende PCGH-CPU-Benchmarks mit Intel-CPUs ablaufen.
      • Von Gast1717146601
        Zitat von Incredible Alk
        Was daran liegt dass die x600/x700er sowieso eher nicht betroffen sind...
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Es geht praktisch ausschließlich um die Topmodelle deren Spitzentaktraten nicht stabil sind.
        Laut Twitterer Sebastian Castellanos neigt der UE5-Titel "The First Descendant" gemäß den Nutzermeldungen auf Steam besonders zu Stabilitäts-Problemen mit Intels Raptor-Lake-Prozessoren, üblicherweise auftretend beim Shader-Compiling. Dabei konnte der Twitterer jenes Problem mit dem Spiel unter seinem bislang absolut stabilen bzw. für das Problem unanfälligem Core i7-14700K nachvollziehen.

        Gelöst werden konnte dies über eine Reduzierung des bisher (bewußt) angesetzten Undervoltings bei gleichzeitiger Reduzierung des ICCMax-Werts – wobei die Vermutung offensteht, dass letzteres kaum Auswirkungen hat und alles nur vom Undervolting abhängt. Da das benutzte System bisher trotz gezielten Ausprobierens aller möglichen UE-Titel stabil war und dann eben unter "The First Descendant" dennoch crashte, kann man jenes Spiel derzeit wohl als perfekten Test für diese Problematik ansehen.

        Denn interessanterweise ergibt sich die Replizierung dieser Geschichte im 3DCenter-Forum: Ein bislang absolut stabiles System mit Core i5-13600K scheiterte speziell an "The First Descendant" mit dem bekannten "out of video memory" Bug.

        Auch hier half dann wieder das Zurückdrehen des Undervoltings – im übrigen am Ende nur um einen kleinen Anteil. Das Spiel weist somit nicht gleich jegliches Undervolting zurück, sondern zeigt eben einfach nur grenzwertige Fälle von Untervolting früher als andere Tests auf. Das Bestehen dieses Tests deutet somit auf wirkliche Stabilität auch unter anderen Anforderungen hin – wenn "The First Descendant" geradeso stabil läuft, haben andere Anwendungen somit wohl noch etwas Reserve. Das Spiel ist dato noch nicht veröffentlicht, allerdings kann man in Steam (wohl kostenlosen) Zugriff zur Testversion anfordern.


        Quelle: 3dcenter.org

        mit frdl. Gruß
      • Von -Neo- PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Schinken
        Ich oute mich mal als fauler N3rd.
        Spannungen ausloten und Takt ausreizen? Stundenlang fummeln für 3 FPS mehr? Allein die Dokumentation wenn man sich nicht Grad alle Werte merken will. Nah, das ist es nicht (mehr) wert.
        Ich hab natürlich keine Zahlen, aber gehe davon aus nicht der Einzige zu sein, der das so sieht .
        Bist Du nicht . Da hab ich gar keine Zeit für

        Hab gestern bei mienem Board (ganz unabhängig von dem Thema) erst ein BIOS Update gemacht auf das aktuellste was verfügbar war. Standard PL2 waren da aber trotzdem wieder die 4096W oder wieviel das waren.
      • Von QIX BIOS-Overclocker(in)
        Das Beta-Bios F13g vom Aorus Master mit dem Baseline Profile 125/188 ist bei Gigabyte auf der Website wieder verschwunden:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Ishe Freizeitschrauber(in)
        Iwie shice, wenn die Brechstange abbricht.

        Aber egal, Intel macht Intel sachen
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