Borderlands 4: GPU/CPU-Benchmarks + Tuning
So läuft Borderlands 4 auf Ihrem PC + Tuning-Guide!
In diesem Artikel
Was ist die beste Grafikkarte und welcher der beste Prozessor für Borderlands 4? Diese Frage beantworten wir anhand einer breiten Spanne von Gaming-Hardware der Jahrgänge 2014 bis 2025. Wir testen die Grafikkarten in jeweils fünf Auflösungen von Full HD bis Ultra HD respektive Dual-QHD (32:9). Wir testen bereits seit einigen Monaten stets auch das Superultrabreitbildformat mit, sofern das behandelte Spiel eine ordentliche Unterstützung dafür bietet. Borderlands 4 ist ein solcher Titel, sodass wir Ihnen gerne Ergebnisse in DQHD präsentieren.
Für die Benchmarks setzen wir, wie üblich, auf zwei verschiedene Szenen: eine mit überdurchschnittlich hoher CPU- und eine mit markanter GPU-Last. Beide Szenen haben wir als Videos in diesem Artikel platziert. Die Performance-Metriken ermitteln wir wie üblich via CapFrameX, für die Benchmarks errechnen wir die Mittelwerte von drei Durchgängen, jeweils für die Durchschnitts-Fps sowie das P1-Perzentil (Durchschnitt des niedrigsten Ein-Prozent-Werts). Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 25.9.1, Intel GOD 7029 und der Nvidia Game-Ready-Driver 581.29. Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die Benchmarkszene im Video. Falls Sie unsere Benchmarks am eigenen Rechner nachstellen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen.
Borderlands 4: Can it run native?
Borderlands 4 nutzt einige anspruchsvolle Effekte, darunter die volumetrische Wolkendarstellung und deren ebenfalls kostspielige Wolkenschatten. Die dichte, per Nanite Foliage dargestellte Vegetation kann ebenfalls zu Leistungsproblemen führen, insbesondere schwächere Systeme könnten durch Overdraw besonders betroffen sein. Da bei alldem auch stets (Software-)Raytracing in Gestalt von Lumen aktiv ist, verwundert es nicht, dass Borderlands 4 - wie jedes Spiel mit dem vollen UE5-Effektspektrum - ein gerüttelt Maß an Grafikleistung erfordert. Der Einsatz von Upsampling ist praktisch eingepreist, eine Grundvoraussetzung. Um diese Behauptung mit frischen Fakten zu untermauern, haben wir die schnellste Grafikkarte im PCGH-Testlabor - eine Zotac Geforce RTX 5090 Arctic Storm - maximal übertaktet und mit nativem Ultra HD beharkt.
Wie Sie sehen, ist eine native UHD-Darstellung vom Tisch, keine existente Grafikkarte ist der Last gewachsen - das gilt für beinahe alle Spiele auf Basis der Unreal Engine 5, wenn man von Supraworld absieht. Der Einsatz von Upsampling, im Beispiel DLSS Quality, steigert die Bildrate massiv und sieht annähernd genauso gut aus. Wer eine RTX-5000-Grafikkarte besitzt, kann außerdem Multi Frame Generation (MFG) aktivieren, das in Borderlands 4 eine gute Figur macht. Die optisch wahrgenommene Geschmeidigkeit wird deutlich verbessert und dank der Integration von Nvidias Reflex ist kaum zusätzliche Latenz zu bemerken.
Borderlands 4: GPU-Benchmarks in 5 Auflösungen
Nachdem wir geklärt haben, dass Upsampling für flüssige Bildraten Pflicht ist, kommen wir zu den vergleichenden Grafikkarten-Benchmarks. Die Testszene enthält bewusst viel Sichtweite und Wasser, das besonders GPU-lastig ist. Alle Grafikkarten absolvieren den Test mit 67 Prozent interner Auflösung und ansonsten maximierten Spieldetails.
*Geforce RTX: DLSS Quality, Radeon & Arc: FSR Quality
Die Unreal Engine 5 ist und bleibt eine Wundertüte - man weiß bei neuen Spielen nie, wie die GPU-Machtverhältnisse aussehen. Borderlands 4 ähnelt mit der starken Radeon-Performance dem ebenfalls neuen Mafia: The Old Country. Auffällig ist ein weiteres Mal, dass sich RTX 5000 kaum von RTX 4000 absetzen kann, gute Ergebnisse erzielen beide Serien - im Gegensatz zu Intels erster Arc-Generation, welche deutlich zurückfällt. An den Zahlen nicht deutlich ablesbar ist unterdessen der VRAM-Hunger: Mit 8 GiByte Grafikspeicher kommt es bereits in Full HD mit Upsampling zu Slowdowns, weshalb wir Aufrüstwilligen mindestens zu einer Arc B580, Radeon RX 9060 XT 16GB oder Geforce RTX 5060 Ti 16GB raten.
Performance-Tuning mit 5700X3D und RX 9060 XT
Borderlands 4 bietet eine Fülle an Grafikoptionen, um das Bild an das eigene System anzupassen. Wir haben uns sämtliche Grafikregler genauer angesehen und haben zwei entdeckt, welche für eine fühlbar bessere Performance sorgen: Volumetrischer Nebel und die Lichtqualität. Um den Einfluss zu prüfen, haben wir uns ein stinknormales Gaming-System aufgebaut, bestehend aus einem AMD Ryzen 7 5700X3D, 32 GiB DDR4-3600-RAM und einer Radeon RX 9060 XT. Das Ziel lautet: stabiles Gameplay bei rund 60 Fps.
Quelle: PCGH
Full-HD-Nativ mit Badass-Qualität: Die Radeon versagt an dieser Stelle und liefert nur etwa 38 Fps. Für einen Shooter reicht das nicht, es fühlt sich schwammig und ungenau an. Doch da lässt sich etwas machen.
In maximalen Details ist die RX 9060 XT sogar schon in Full HD überfordert. An dieser Stelle ist noch kein Upscaling aktiv. Eine erste leichte Performance-Steigerung lässt sich mit einer Reduzierung der Grafikoption Volumetrischer Nebel erreichen. Einen optischen Einfluss hat das nicht, wie die Vergleichsbilder zeigen.
Sie können oben links im Overlay jeweils die Fps ablesen. Eine Performance-Steigerung von nur zwei Fps mag wenig anmuten, doch in diesen Bereichen sorgt das bereits dafür, dass sich Borderlands 4 etwas flüssiger und damit besser anfühlt. Spannender wird es, wenn wir uns der Lichtqualität widmen. Für den Vergleich haben wir wieder Sehr Hoch mit Mittel verglichen.
Auch hier muss man die Unterschiede mit der Lupe suchen. Fakt ist, dass nicht alle Lichtquellen im Spiel von dieser Option betroffen sind. Achten Sie beim Vergleich einmal auf die Lichtquellen direkt an den Wänden bei der Scheune rechts und dem großen Gebäude links. Ihnen dürfte auffallen, dass das Licht nun nicht mehr die Wand trifft und es damit insgesamt minimal weniger glaubwürdig aussieht. Aber mal ehrlich, beim Kämpfen und Erkunden der Welt ist es quasi unmöglich, das zu sehen.
Bei diesem Vergleich haben wir jetzt beide Optionen kombiniert: Nebel und Licht stehen jetzt auf Mittel. Ausgehend von den 38 Fps bei maximaler Qualität haben wir jetzt bereits 50 Fps erreicht, was sich wesentlich besser anfühlt und optisch keinen Nachteil mit sich bringt. Aber das erklärte Ziel sind "60 Fps+", und um das zu erreichen, müssen wir zu Upscaling greifen.
Jetzt schalten wir FSR-Quality dazu und reduzieren damit die Pixel, welche die RX 9060 XT berechnen muss. Da Borderlands 4 auf das hübsche FSR 4 setzt, leidet die Qualität damit nur minimal. Im Bewegtbild ist höchstens ein kleiner Unterschied bei der Schärfe auszumachen. Die Fps steigen nun von 50 auf 69 Fps, was definitiv sichtbar und fühlbar ist. Damit haben wir unser Fps-Ziel erreicht. Als Bonus lässt sich nun noch die AMD Frame Generation dazuschalten.
Wie bei der Frame Generation üblich, explodieren die Fps förmlich bei der Aktivierung. Von anfänglich 38 Fps, welche sich ohne Upscaling auf 50 und mit FSR-Q auf 69 Fps steigern lassen, sind mit der AMD FG satte 131 Fps möglich. Nach unserem Eindruck gefühlt ohne zusätzlichen Input Lag, zumindest mit Maus und Tastatur. Wir fassen die Unterschiede noch einmal übersichtlich im Benchmark zusammen:
Mithilfe von leichten Anpassungen bei der Nebel- und Lichtqualität lassen sich bereits rund 32 Prozent höhere Bildraten erzielen. Wer dann noch Quality-Upsampling dazuschaltet, landet schon bei +82 Prozent Fps. Die AMD Frame Generation schließlich kitzelt dem Bild, ausgehend von der nativen "Badass"-Konfiguration, satte 245 Prozent mehr Fps heraus. Damit lässt sich Borderlands 4 auch auf einer Mittelklasse-Grafikkarte wie der RX 9060 XT hervorragend spielen.
Prozessor-Benchmarks
Borderlands 4 stellt hohe Anforderungen an den Prozessor. Wie von anderen Spielen auf Basis der Unreal Engine 5 gewohnt, sind die durchschnittlichen Fps dabei nicht das Problem, sofern die CPU nicht steinalt ist. Die Frametimes dagegen, in Form der P1- und P0.2-Fps abgebildet, sind erst mit leistungsfähigen CPUs auf einem flüssigen Niveau. High-End muss es dafür glücklicherweise nicht sein, ein AMD Ryzen 7 5700X3D genügt bereits. Beachten Sie bitte, dass das Spiel auf den Denuvo-Kopierschutz setzt. Wir sind also in der Anzahl der CPUs eingeschränkt, die wir testen können, und haben das Testfeld möglichst breit gestreut. Insgesamt werden Sie eher im GPU-Limit landen, sofern Sie eine halbwegs moderne CPU mit sechs oder acht Kernen verwenden.
Borderlands 4: Fazit
Der Leistungshunger von Borderlands 4 ist mit maximalen Settings tatsächlich recht "Badass" - pardon, hoch. Allerdings kann durch ein wenig Detailverzicht auch viel Performance gewonnen werden. Grafisch ist der jüngste Spross der Looter-Shooter-Reihe allerdings auch gefällig. Die schicke und abwechslungsreiche Spielwelt ist optisch interessant gestaltet und bietet dank des Open-World-Designs zudem eine größere Bewegungsfreiheit als die Vorgänger, die zudem ohne lästige Ladeunterbrechungen erkundet und nach Schätzen und neuen Waffen durchforstet werden kann.
Der Humor ist ebenfalls gelungen und wirkt vom Ton etwas weniger albern als noch Borderlands 3. Zumeist entsteht dieser durch Gegebenheiten, die Ihre Spielfigur, Ihre Mitstreiter und auch Ihre Gegner dynamisch von sich geben - Situationskomik. Dies wirkt weniger aufgesetzt und obendrein spontan. Wenn einer der Roboter-Soldaten des Zeitwächters nach einem Kopfschuss samt Enthauptung kommentiert: "Könnte schlimmer sein!" entlockt das sogar dem einen oder der anderen in der Redaktion ein kleines Schmunzeln.
Borderlands 4: Weitere Impressionen
Das Gameplay ist ebenfalls gelungen, das Movement zackig, die Waffenhandhabung knackig, das Feedback satt. Wir hatten viel Spaß beim Anspielen, auch wenn selbst unsere High-End-Rechner unter der Last keuchen und gar eine RTX 5090 bei nativer 4K-Darstellung samt vollen Badass-Details mehr als nur ein wenig unterhalb 60 Fps zurückfällt. Ohne Detailverzicht und Upsampling-Unterstützung kommt man kaum auf fluffige Fps und eine geschmeidige Eingabe. Bei Letzterem kann auch eine Frame Generation nicht helfen, diese verflüssigt lediglich das optische Empfinden. Mit ein wenig Detailverzicht sind allerdings auch 60 Fps und mehr drin, die Sie darauf mit einer FG Ihrer Wahl auf dreistellige Bildraten aufblasen können. Spätere Patches könnten die Performance obendrein weiter verbessern - auch wenn Randy Pitchford verkündete, dass die Entwickler von Gearbox Software bereits das Optimum erzielt hätten.
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Mittlerweile ja raus vom Markt, oder kann nur noch vereinzelt sehr überteuert abgegriffen werden.
Diese Woche kommt bei mir auch eine Acer Nitro 9060 XT 16 GB in den Rechner, sodass ich zufällig genau die Specs aus dem Test habe.
Das Spiel werde ich aber vorerst trotzdem meiden, weil ich solche unoptimierten Spiele nur mit massiven Rabatt kaufe. Apropos unfertige Spiele, jetzt ist ja auch ein guter Zeitpunkt, um Cyberpunk zu kaufen - die Bugs sollten ja mittlerweile einigermaßen rausgebügelt sein.
Zum Thema an sich:
Hardware Unboxed hat auch ein schönes Video zu dem Thema BL4 produziert. Kann ich jedem empfehlen, der es aktuell spielen möchte.
An den Zahlen nicht deutlich ablesbar ist unterdessen der VRAM-Hunger: Mit 8 GiByte Grafikspeicher kommt es bereits in Full HD mit Upsampling zu Slowdowns, weshalb wir Aufrüstwilligen mindestens zu einer Arc B580, Radeon RX 9060 XT 16GB oder Geforce RTX 5060 Ti 16GB raten.
Auch hier muss man die Unterschiede mit der Lupe suchen. Fakt ist, dass nicht alle Lichtquellen im Spiel von dieser Option betroffen sind. Achten Sie beim Vergleich einmal auf die Lichtquellen direkt an den Wänden bei der Scheune rechts und dem großen Gebäude links. Ihnen dürfte auffallen, dass das Licht nun nicht mehr die Wand trifft und es damit insgesamt minimal weniger glaubwürdig aussieht. Aber mal ehrlich, beim Kämpfen und Erkunden der Welt ist es quasi unmöglich, das zu sehen.
Bei diesem Vergleich haben wir jetzt beide Optionen kombiniert: Nebel und Licht stehen jetzt auf Mittel. Ausgehend von den 38 Fps bei maximaler Qualität haben wir jetzt bereits 50 Fps erreicht, was sich wesentlich besser anfühlt und optisch keinen Nachteil mit sich bringt. Aber das erklärte Ziel sind "60 Fps+", und um das zu erreichen, müssen wir zu Upscaling greifen.
High-End muss es dafür glücklicherweise nicht sein, ein AMD Ryzen 7 5700X3D genügt bereits.
Man könnte sich z.B. einfach auf 1 repräsentative AMD und 1 repräsentative Nvidia Karte (auf etwa selben Leistungsniveau) und eine Linux-Distribution (z.B. vollständig aktualisiertes CachyOS mit neusten Treibern etc) beschränken und einen kleinen "Quervergleich" AMD vs. Nvidia vs. Windows vs. Linux darstellen?
Jeweils ein Hersteller. Also evtl 7800X3D + 9070 und 265K + 5070ti. Nur damit man einen generellenEindruck der Spielbarkeit bekommt
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aber:
Wie oft hat sich BL4 verkauft? Er hat also alles richtig gemacht.