Grafikkarten-Benchmarks und Fazit
Auf der letzten Seite geht es ans Eingemachte mit Grafikkarten-Benchmarks und dem abschließenden Fazit.
In diesem Artikel
Sons of the Forest: Grafikkarten-Benchmarks
Wie groß die Grafikkarten-Anforderungen von Sons of the Forest ausfallen, haben wir selbstverständlich auch geprüft. Da sich bei den Anspiel-Sessions abzeichnete, dass die Bildraten grundsätzlich hoch sind und wir es mit einem Early-Access-Spiel zu tun haben, verzichten wir auf eine Benchmark-Lawine und konzentrieren uns zunächst auf eine Handvoll Grafikkarten. Angetreten sind zum einen die PCGH-Tipps für alle, die 2023 eine bezahlbare Gaming-Grafikkarte mit Zukunftspotenzial suchen: AMD Radeon RX 6700 (10 GiByte), Intel Arc A770 (16 GiByte) und Nvidia Geforce RTX 3060 (12 GiByte). Diese Modelle sind derzeit für 340 bis 380 Euro verfügbar und liefern gemäß PCGH-Parcours ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Daneben wollten wir abklopfen, wie Sons of the Forest nach oben skaliert, sprich, welche Bildraten die Engine mit deutlich mehr Grafikleistung liefern kann. Dafür haben wir eine Geforce RTX 4070 Ti und Radeon RX 7900 XT installiert. Diese beiden 900-Euro-Grafikkarten sind über das globale Spiele-Mittel vergleichbar schnell, in der Regel mit etwa 10 Prozent Vorteil für das AMD-Modell. Wie es in Sons of the Forest aussieht, prüfen wir anhand einer überdurchschnittlich fordernden Szene (siehe Video), welche jedoch keinen Worstcase darstellt.
Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei unseren GPU-Benchmarks aktiv. Diesmal haben wir Grafikkarten-Benchmarks in satten fünf Auflösungen angefertigt: Neben dem üblichen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD können Sie im folgenden Benchmark außerdem Dual-QHD mit 5.120 × 1.440 Pixel auswählen. Wir testen die besonders cineastische 32:9-Auflösung, da Sons of the Forest auf einem entsprechenden Display bildhübsche Naturpanoramen zeichnet. Eine Messung dauert wie von PCGH gewohnt 20 Sekunden und erfolgt via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 23.2.2, Intel Game On Driver 4125 Beta und Nvidia Game Ready Driver 528.49 WHQL.
Die Ergebnisse halten einige interessante Details parat, die vom Spiele-Durchschnitt abweichen. Da wäre zum einen das Prozessor-Limit, welches sich aus dem Ressourcen-Management der Engine und dem Grafiktreiber ergibt: Sons of the Forest lässt sich auf einem potenten PC mit dreistelligen Bildraten spielen, wie die Full-HD-Ergebnisse zeigen, dort ist das Spiel jedoch gnadenlos CPU-limitiert. Interessanterweise kann sich weder AMD, noch Nvidia in Führung setzen, die Radeon RX 7900 XT und Geforce RTX 4070 Ti erzielen im CPU-Limit die gleiche Durchschnitts-Bildrate um 120 Fps. Normalerweise würde man bei einem DirectX-11-Spiel wie Sons of the Forest erwarten, dass der Geforce-Treiber höhere Bildraten aus der Infrastruktur presst, wohingegen der AMD-Treiber in der Regel unter DirectX 12 punktet.
Erst höhere Auflösungen als Full HD trennen das Grafikkarten-Feld deutlich auf - und zeichnen eine klare Überlegenheit der Radeon RX 7900 XT gegenüber der Geforce RTX 4070 Ti, welche überdurchschnittlich ist. Flüssig läuft Sons of the Forest selbstverständlich auf beiden Modellen, selbst Ultra HD lässt sich mit 60 Fps spielen. Genügt Ihnen das nicht, können Sie von TAA auf DLSS oder FSR wechseln. Bedauerlicherweise sieht Letzteres nicht gut aus, da die Entwickler von Sons of the Forest nur FSR 1.0 implementiert haben.
Interessant ist auch, was in der Grafikkarten-Mittelklasse passiert. Die Arc A770 16GB liegt normalerweise ungefähr auf dem Niveau der Radeon RX 6700 10GB und beide ziehen an der Geforce RTX 3060 12B vorbei. In diesem Fall schlägt die "Wundertüte" - der Intel-Treiber - voll zu: Zwar lässt sich Sons of the Forest ohne Grafikfehler oder sonstige Probleme auf einer Arc-Grafikkarte spielen, die dabei erzielten Bildraten sind gegenüber den Vergleichsmodellen jedoch unterdurchschnittlich. Die GPU wird offenbar nicht ausgelastet, was sich auch am konstanten Maximal-Boost von 2.400 MHz ablesen lässt. Hier hilft nur ein Treiber-Update - oder wenn die Entwickler von Sons of the Forest auf eine Lower-Level-Schnittstelle wechseln. Arc kann nämlich auch bei der Unity-Engine anders, wie die starke Performance in Valheim (mit Vulkan-API) demonstriert. Die RX 6700 und RTX 3060 liefern sich derweil das typische, ungleiche Duell, mit klarer Überlegenheit der AMD-Grafikkarte. Je höher die Auflösung jedoch, desto besser steht die Nvidia-GPU da. Letztere hat zudem einen klaren Vorteil durch optionales DLSS, das sowohl ansehnlich ist, als auch fühlbar beschleunigt.
Sons of the Forest - Fazit zum technischen Ersteindruck
Zwar ist die Early-Access-Version bereits weit fortgeschritten, ganz fertig ist Sons of the Forest aber noch nicht. Dennoch ist es beeindruckend, was die Entwickler aus der Unity Engine herauszukitzeln vermögen, verstecken muss sich das feine Survival-Abenteuer wahrlich nicht. Auch die Performance ist mindestens gut, auf größere technische Probleme sind wir während unserer Spiel- und Test-Sessions bislang nicht gestoßen. Hier und dort gibt es noch Verbesserungspotenzial und für die Zukunft würden wir uns eine DirectX-12- oder Vulkan-Umsetzung (samt Vorab-Shader-Compiling!) wünschen, um die Ressourcen moderner Spiele-PCs noch besser nutzen zu können und eventuell die CPU-Last etwas zu reduzieren.
Bildergalerie
Insbesondere würden wir uns aber über ein (optionales) HD-Texturen-Paket freuen, das höhere Auflösung ohne sichtbare Textur-Kompression für Spieler mit entsprechend gut ausgestatteten Grafikkarten bietet. Obendrein wären ein paar weitere Grafikschmankerl nett, etwa eine optional höhere Raymarching-Auflösung für den volumetrischen Nebel. Gerne auch Raytracing. Die Unity-Engine unterstützt die feine Strahlverfolgung schließlich. Fein wären außerdem weitere Upsampling-Technologien, darunter FSR 2 und XeSS. Abseits Extrawünschen haben wir aber wenig an der Technik von Sons of the Forest auszusetzen.
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Das sollte dazu führen das du so gut wie immer 60 FPS hast und keine komischen Ruckler.
War jedenfalls bei mir so.
MfG
Raff