Survival-Hit Sons of the Forest (Final) im Tech-Test: Benchmarks von 30 Grafikkarten und 10 CPUs
Die Survival-Sandbox Sons of the Forest hat nach einjähriger Early-Access-Phase die Version 1.0 erreicht. PCGH hat sich die finale Fassung genauer angeschaut und prüft abermals die Systemanforderungen mit handelsüblicher Hardware. Ist das Spiel jetzt einen Kauf wert?
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Als Sons of the Forest am 23. Februar 2023 in die Early-Access-Phase startete, ging eine Welle durch das Internet. Auf Steam räumte das Spiel einen Rekord nach dem anderen ab, hat sich innerhalb von 24 Stunden mehr als 2 Millionen mal verkauft und schlug bei den Spielerzahlen gleich mehrere Triple-A-Produktionen. Stand heute wird das Spiel mit über 160.000 Rezensionen bei Steam als "Sehr positiv" gewertet. PCGH hat sich das als Anlass genommen, die Technik erneut auf die Probe zu stellen. Weitere Details zum Gameplay finden Sie bei unseren Kollegen von der PC Games.
Sons of the Forest - Systemanforderungen
Die Systemanforderungen haben sich seit dem Release der Early-Access-Fassung nicht verändert. Sie sind relativ gemäßigt und wirken nach der Tuchfühlung realistisch. Aktuell nimmt das Spiel lediglich 15 GByte auf der Festplatte in Beschlag und auch beim Grafikspeicher ist Sons of the Forest genügsam: Selbst in Ultra HD mit maximalen Details und TAA kommt es mit 8 GiByte Grafik- und - zumindest nach begrenzter Spielzeit und nur eingeschränktem Basenbau - mit unter 16 GiByte Hauptspeicher aus. Allerdings steigt die Last auf Grafik- und insbesondere den Hauptspeicher mit steigender Zeit und zunehmenden Konstruktionen. Engagierten Mehrspieler-Baumeistern raten wir daher zu mindestens 16 GiByte Hauptspeicher.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| Windows | Windows 10 x64 | Windows 10 x64 |
| CPU | Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 3 3300X | Intel Core i7-8700K oder AMD Ryzen 5 3600X |
| RAM | 12 GiByte RAM | 16 GiByte RAM |
| Grafikkarte | Nvidia GTX 1060 3GB oder AMD RX 570/4GB | Nvidia GTX 1080 Ti/11G oder AMD RX 5700 XT/8GB |
| API | DirectX 11 | DirectX 11 |
| Festplatte | 20 GByte verfügbarer Speicherplatz (SSD empfohlen!) | 20 GByte verfügbarer Speicherplatz (SSD empfohlen!) |
Sons of the Forest: Die Technik
Grafisch ist Sons of the Forest recht eindrucksvoll. Die Entwickler sind mit der bereits im ersten Teil genutzten Unity-Engine vertraut und können auf Erfahrung bauen. Dabei ist die Technik keineswegs "Bleeding Edge", es kommt schlicht und ergreifend eine moderne Version von Unity zum Einsatz, welche die Entwickler unter DirectX 11 gekonnt einsetzen - Vulkan-Support und Raytracing fehlen. Dafür kommt eine gelungene Materialdarstellung, dynamische Tessellation sowie höchstwahrscheinlich eine ganze Reihe Photogrammetrie-Assets zum Einsatz. Viele Texturen sind außerdem mit Parallax Mapping veredelt, was ihnen eine erhöhte Plastizität verleiht. Sehr gefällig ist obendrein die Interaktion von Beleuchtung und Materialien, sodass die Grafik von Sons of the Forest glaubhaft und realistisch anmutet. Das Spiel nutzt außerdem eine auf Raymarching basierende volumetrische Wolkendarstellung sowie hübschen, volumetrischen Dunst, durch den atmosphärisch God-Rays stechen. Sie können die gesamte Insel sowie die düsteren Höhlen und Kavernen obendrein ohne merkliche Ladezeiten bereisen.
Es gibt einige besonders eindrückliche Elemente bei der Grafik, etwa die schicke Darstellung von Wasser, das einen Refraktionseffekt mit sich bringt und in Wellen Regenbögen tanzen lässt. Wasser kann obendrein im Winter gefrieren - dies ist neben den wechselnden Farben bei Laubbäumen, Gras und Sträuchern sowie dem wechselnden Wetter samt Herbststürmen und Schneefall ein besonders interessanter Aspekt der spieleigenen Jahreszeiten. Bedauerlich ist hingegen, dass Sons of the Forest während der einjährigen Reifungsphase technisch nur kleine Schritte gemacht hat, in erster Linie flossen Optimierungen ein, aber kaum neue Features. Seit Version 1.0 bietet das Spiel unter anderem AMDs Upsampling-Verfahren FSR. Obwohl das Spiel explizit FSR 3.0 nennt und damit Frame-Generation-Unterstützung suggeriert, handelt es sich in Wahrheit nur um FSR 2, denn ein FG-Schalter fehlt. Das ist bedauerlich, denn kleinere und alte Grafikkarten könnten den Boost gut gebrauchen - dazu gleich mehr.
Sons of the Forest: Prozessor-Benchmarks
Wir beginnen die Benchmarks mit den Prozessor-Leistungsmessungen, denn der Prozessor befehligt die Grafikkarte. Welche CPU stemmt das gereifte Sons of the Forest flüssig? Um dies zu prüfen, haben wir ein neues Spiel begonnen, uns eine kleine Hütte im Wald gebaut und rennen über einen Wasserfall einmal um den Platz. Diese Testszene ist zwar kein Worst Case, aber durchaus fordernd, weil die hohe Weitsicht, die üppige Flora und Fauna und zuletzt auch Kelvin zu jeder Zeit Last erzeugen. Sehen wir uns die Ergebnisse an:
Die außerordentlich starke Skalierung mit Level-3-Cache sticht direkt ins Auge: Satte 45 Prozent packt der inzwischen schon legendäre 5800X3D auf den 5800X. Doch so viel CPU-Power benötigen Sie gar nicht, um Sons of the Forest flüssig zu spielen. Stabile 60 P1-Fps erreicht schon ein altehrwürdiger Core i5-10400F. Insgesamt geben wir Entwarnung, was die CPU-Anforderungen angeht.
Sons of the Forest: Grafikkarten-Benchmarks
Wie groß die Grafikkarten-Anforderungen von Sons of the Forest ausfallen, haben wir selbstverständlich auch geprüft. Das Spiel befindet sich seit Ende 2023 in unseren GPU-Standard-Benchmarks im Rahmen des Leistungsindex, weshalb wir hier stets aktuelle Daten vorliegen haben. Die Benchmarks führen wir, wie immer, anhand einer überdurchschnittlich GPU-lastigen Szene durch, welche Sie im folgenden Video beim Zeitstempel 16:17 sehen können. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei unseren GPU-Benchmarks ebenso aktiv wie Hardware-accelerated GPU Scheduling (HAGS).
30 Grafikkarten haben die GPU-Testszene "Waterfall" über sich ergehen lassen, 25 davon in allen vier Auflösungen - das Low-End konfrontieren wir lediglich mit Full HD. Damit genug der Vorrede; kommen wir zu den Ergebnissen:
Sons of the Forest ist bei Weitem kein Grafikkartentöter, benötigt bei fordernden Szenen aber ein Mindestmaß an GPU-Leistung. Wer mit unterer Mittelklasse anrückt, rutscht schnell auf unter 40 Fps in Full HD. Für 60 Fps genügen die aktuellen 300-Euro-Modelle Radeon RX 7600 und Geforce RTX 4060, während man in WQHD am besten auf eine RX 7700 XT oder RTX 4060 Ti zurückgreift. Die schönste Grafik gibt es natürlich ab UHD, mit entsprechend hohen Anforderungen. Weniger als auf eine RTX 4070 Ti oder RX 7900 XT würden wir an dieser Stelle nicht setzen. Auffällig schwach performen nur Intels Arc-Grafikkarten, was im Angesicht der jüngst beworbenen Treiber-Leistungssteigerungen unter DX11 besonders kurios wirkt. Wir haben unsere Beobachtungen an Intel gemeldet und der Hersteller gelobt, sich das anzusehen. Bis dahin stellen Arc-GPUs keine gute Wahl für Sons of the Forest dar.
Sons of the Forest - Fazit
Es ist beeindruckend, was die Entwickler von Sons of the Forest aus der Unity-Engine herausgekitzelt haben. Das dynamische Naturschauspiel erweist sich als hübsch und performant, zumindest auf halbwegs aktuellen Gaming-PCs. Außerdem konnten wir während unserer Benchmarks keine Fehler oder Bugs mehr feststellen, die einjährige Reifezeit hat dem Spiel sichtlich gutgetan. Für künftige Updates wünschen wir uns zusätzliche Upsampling-Optionen wie XeSS sowie die Implementierung von Frame Generation. Der Grundstein dafür ist bereits gelegt, da Sons of the Forest bereits "FSR 3.0" bietet - allerdings ohne Zwischenbilderzeugung. Summa summarum kann sich Sons of the Forest aber sehen lassen und ist zweifellos ein tolles Spiel für alle, die mit Survival und Crafting etwas anfangen können.
Bildergalerie
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Die wenn die beste AMD Karte der letzten Generation keine rolle spielt dann sind die gesamten benchmarks nutzlos.
Denn bei benchmarken geht es darum vergleiche zu ziehen und da gegört ein top model der letzten Generation definitiv dazu.
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MfG
Raff
Aber es gibt doch ein Survivalspiel, welches ich immer wieder gerne in der Familie spiele: ECO. Irgendwie hat das etwas.
da Sons of the Forest bereits "FSR 3.0" bietet - allerdings ohne Zwischenbilderzeugung. Summa summarum kann sich Sons of the Forest aber sehen lassen und ist zweifellos ein tolles Spiel ...
vorübergehend probieren, bis echtes FG kommt