Sons of the Forest im Tech-Test - Survival-Hit mit brillant genutzter Unity-Engine
Sons of the Forest ist jüngst im Early Access erschienen und lässt bereits zum Vorab-Launch viele Großproduktionen alt aussehen. Die Survival-Sandbox nutzt wie sein gefeierter Vorgänger die Unity Engine und der Entwickler Endnight Games vermag es, Beeindruckendes aus dem Grafikmotor zu kitzeln. Dennoch läuft Sons of the Forest flüssig - wir laden zu einem ersten Techniktest mit Benchmarks.
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Das heiß ersehnte Sons of the Forest ist am 23. Februar in den öffentlichen Early Access gestartet - und das Internet ist aus dem Häuschen. Auf Steam räumt das Spiel einen Rekord nach dem anderen ab, hat sich innerhalb von 24 Stunden mehr als 2 Millionen mal verkauft und schlägt bei den Spielerzahlen gleich mehrere jüngst erschienene, große und erfolgreiche Triple-A-Produktionen. Wenn man diese zusammenzählt! Die hohe Beliebtheit mag überraschen, doch gibt es gute Gründe: Denn trotz vieler Gemeinsamkeiten ist Sons of the Forest nicht einfach nur ein Nachfolger zum schon damals weit und breit gefeierten Survival-Sandbox-Abenteuer The Forest aus dem Jahre 2014 - sondern trotz vieler Ähnlichkeiten beinahe so etwas wie eine Runderneuerung. Der zweite Teil schickt sich an, das komplette Survival-Genre mit interessanten neuen Einfällen, Gameplay-Mechaniken und viel feinster Detailarbeit zu renovieren. Entwickelt wurde sowohl The Forest als auch Sons of the Forest von den im kanadischen Vancouver ansässigen Endnight Games, einem kleinen, von ehemaligen Visual-Effect-Artists gegründeten Studio. Genutzt wird - angesichts der stellenweise durchaus beeindruckenden Grafik für einige wohl überraschend - die aktuelle Unity Engine samt HDRP, der High Definition Render Pipeline. Wir wollen an dieser Stelle unsere Ersteindrücke zur Early-Access-Version schildern. Weitere, umfänglichere Tests, Benchmarks und Auseinandersetzungen mit der Technik werden folgen. Weitere Details zum Gameplay finden Sie bei den Kollegen der PC Games.
Sons of the Forest - Warum ist das Spiel etwas Besonderes?
In Sons of the Forest stürzen Sie zu Beginn des Spiels mit einem Fluggerät über einer bewaldeten Insel ab, müssen in der Wildnis ums Überleben kämpfen und sich gegen allerlei Kannibalen und Mutanten zur Wehr setzen - so weit, so bekannt. Doch Sons of the Forest mischt nicht nur das Konzept des Vorgängers, sondern auch des gesamten Genres kräftig auf. Ein sehr bald merkliches Element ist etwa die hohe Dynamik. So hat das Spiel bereits in der Early-Access-Version unterschiedliche Startpunkte samt veränderten Intros, auch einige andere Szenen sind dynamisch und hängen von ihrer Lokalität ab. Darüber hinaus wechseln Wetter und Jahreszeiten dynamisch, einige In-Game-Tage nach der Strandung auf der Kannibalen-Insel werden etwa die Blätter der Bäume gelb, Stürme und Unwetter kommen auf und es wird Herbst.
Besonders beeindruckend ist allerdings das Crafting und der Basenbau. Es ist kaum zu übersehen, dass die Entwickler bemerkenswert viel Arbeit in die Animationen und Modelle gesteckt haben. Etwa, um Ihre Spielfigur sehr glaubwürdig Bäume fällen zu lassen, die Pfeiler von Palisaden anzuspitzen, um unfreundliche Besucher abzuhalten, eine Feuerstelle oder Fallen zu bauen. Beeindruckend ist ebenfalls, dass jeder Busch, jeder Grashalm ein Physikmodell erhalten haben. Rollende Baumstämme drücken Gras nieder oder können in fließenden Gewässern transportiert werden. Raschelnde Büsche verbergen sich krabbelnd heranpirschende Kannibalen, Tiere und Mutanten. Andere Figuren hinterlassen Spuren in tiefem Schnee, und wer beim Baumfällen nicht aufpasst, wohin die Stämme fallen, zertrümmert dabei schon mal die mühsam aufgebaute Behausung.
Quelle: PC Games Hardware
Sons of the Forest - Early Access - sehr cool sind die Animationen und die hohe Dynamik beim Ressourcensammeln sowie Crafting.
Neu ist außerdem die KI-Begleitung, die - zumindest im Falle unseres ziemlich gehirnerschütterten und tauben Kumpel Kelvin - allerdings bisweilen etwas arg dämlich agiert und wohl noch ein wenig Arbeit seitens der Entwickler vertragen könnte. Kelvin ist durchaus sehr nützlich und brauchbar, wenn es darum geht, Stöckchen, Steine und weitere einfach zu ergatternde Ressourcen zu sammeln. Allerdings hat Kelvin - die wohl menschenähnlichste Figur und KI im Spiel - noch einige offenkundige Schwächen, darunter zählt etwa das Überqueren von Flüssen und selbst kleinen Bächen. Auch verbrennt sich Kelvin mit Vorliebe in unseren Feuerstellen oder zerlegt beim Baumfällen unsere mühsam aufgebaute Basis. Victoria, eine weitere Begleitung, der Sie bald nach Ihrer Strandung begegnen werden, wirkt von der KI deutlich ausgebauter und reagiert etwa darauf, ob wir Waffen in der Hand halten. Die KI der Mutanten wirkt ebenfalls schon besser ausgearbeitet.
Quelle: PC Games Hardware
Sons of the Forest - Early Access - Unsere KI-Begleitung Kelvin macht einen nicht direkt intelligenten Eindruck, hat bei der unfreiwilligen Bruchlandung allerdings auch ordentlich etwas abbekommen. Eine schwere Gehirnerschütterung scheint keine unwahrscheinliche Diagnose.
Wir haben am vergangenen Wochenende gut 8 Stunden in Sons of the Forest investiert und sicherlich noch lange nicht alles gesehen, was das Spiel bereits in der Early-Access-Fassung zu bieten hat. Die Kannibalen-Insel ist groß, besteht aus mehreren unterschiedlichen Umgebungen, die sich je nach Jahreszeit verändern, ist von düsteren Höhlen und Grotten durchzogen und bietet bereits in der frühen Early-Access-Version viele Inhalte. Das Spiel schafft es außerdem, Sie sowohl ein wenig an die Hand zu nehmen als Sie auch zum Experimentieren zu motivieren - das schlaue Pfadfinder-Buch und das clevere Crafting-System sei Dank. Noch gibt es einige kleinere Bugs und Einschränkungen, so können Sie etwa aktuell (trotz vorhandener Anleitung!) keine Tore direkt an Palisadenwände bauen, die Steam-Cloud-Saves funktionieren noch nicht (wie wir schmerzlich feststellen durften), hier und dort ist die Bedienung noch ein wenig hakelig, doch generell macht Sons of the Forest schon zum Early-Access-Launch einen starken Eindruck. Wir werfen im Folgenden genauere Blicke auf die Technik.
Sons of the Forest - Systemanforderungen
Laut den offiziellen Systemanforderungen für Sons of the Forest sollten es mindestens vier bis sechs halbwegs zügig agierende Prozessorkerne sein, dazu werden 12 GiByte Hauptspeicher als Minimum aufgeführt. Bei der Grafikkarte sollte es mindestens eine DirectX-11-taugliche GPU mit 3 GiByte Speicher sein. Dazu die erwähnten 20 GB Speicherplatz auf der SSD oder zur Not HDD.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| Windows | Windows 10 x64 | Windows 10 x64 |
| CPU | Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 3 3300X | Intel Core i7-8700K oder AMD Ryzen 5 3600X |
| RAM | 12 GiByte RAM | 16 GiByte RAM |
| Grafikkarte | Nvidia Geforce GTX 1060 3GB oder AMD Radeon RX 570/4GB | Nvidia GTX 1080 TI/11G oder AMD Radeon 5700 XT/8GB |
| API | DirectX 11 | DirectX 11 |
| Festplatte | 20 GiByte verfügbarer Speicherplatz (SSD empfohlen!) | 20 GiByte verfügbarer Speicherplatz (SSD empfohlen!) |
Die Systemanforderungen sind relativ gemäßigt und wirken nach der ersten Tuchfühlung auf unsere Augen realistisch. Aktuell nimmt das Spiel knapp über 13 GiByte auf der Festplatte in Beschlag, selbst bei voller 4K-Auflösung kommt es bei nur knapp über 8 GiByte Grafik- und - zumindest nach begrenzter Spielzeit und nur eingeschränktem Basenbau - mit unter 16 GiByte Hauptspeicher aus (Belegung von rund 14 GiByte RAM). Allerdings könnte sich insbesondere die Last auf Grafik- und insbesondere den Hauptspeicher mit steigender Zeit und baulichen Konstrukten steigern, da diese samt und sonders dynamischer Natur sind und daher stets im Speicher verweilen müssen. Speziell engagierten, sozialfreudigen Mehrspieler-Baumeistern raten wir daher zu mindestens 16 GiByte Hauptspeicher.
Die empfohlene CPU ist ein Sechskerner, das Spiel nutzt auch bei unserem - bei deaktivierten Efficiency-Rechenwerken - achtkernigen 12900K alle vorhandenen Threads aus und zeigt eine hohe CPU-Abhängigkeit. Selbst in voller 4K-Auflösung limitiert die CPU bei knapp über 100-120 Fps. Wir gehen davon aus, dass auch einige kleinere, alle paar Minuten auftretende Ruckler auf den Prozessor zurückfallen, wenn Sie ein passendes Frame-Limit von etwa 60 Fps setzen, verschwinden diese nahezu komplett. Die in den Mindestanforderungen gelistete CPU muss es indes nicht zwangsweise sein, ein Ryzen 1600X, ein Sechskerner der ersten Zen-Generation, liefert mit maximalen Details noch rund 40-45 Fps bei leicht unruhiger Bildausgabe. Der Ryzen 3 3300X liefert in unseren ersten Tests bereits deutlich höhere Bildraten. Weitere Eindrücke zur Prozessor-Performance finden Sie bei unseren Benchmarks.

Das sollte dazu führen das du so gut wie immer 60 FPS hast und keine komischen Ruckler.
War jedenfalls bei mir so.
MfG
Raff