Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X im Test: Sanfte Evolution am Horizont [Update]
Nach einer unerwarteten Verschiebung sind die neuen Ryzen-9000-Prozessoren nun endlich da. PCGH testet zuerst den Achtkerner Ryzen 7 9700X und den Sechskerner Ryzen 5 9600X. Freuen Sie sich auf einen großen Leistungs- und Effizienzvergleich in zahlreichen Benchmarks.
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Aktualisierung vom 08.08.2024: Mittlerweile sind die ersten Listungen der neuen CPUs von AMD im deutschen Einzelhandel aufgetaucht. Die 279 US-Dollar beim Ryzen 5 9600X bedeuten 309 Euro im Einzelhandel bisher - auch bei Mindfactory sind es 309 Euro. Tray-CPUs gibt es noch nicht. Beim Ryzen 7 9700X scheint es beim Geizhals noch Verzögerungen zu geben. Direkt bei Mindfactory zahlt man aber die angekündigten 399 Euro. Mit unserem Gaming-PC-Partner Dubaro haben wir direkt zum Launch einen neuen Aktions-PC mit 9600X und RTX 4070 Super aufgelegt.
Bereits am 03.06.2024 hat AMD die neuen Ryzen-9000-Prozessoren im Rahmen seiner Keynote auf der Computex 2024 in Taipeh vorgestellt. Mit durchschnittlich 16 Prozent höherer IPC (Pro-MHz-Leistung) im Gepäck sollten Ryzen 9 9950X, 9900X, Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X am 31.07.2024 in den Handel gehen. Die PCGH-Redaktion hat sich somit in der Woche davor Zeit freigeschaufelt, um die vier CPUs ausreichend beleuchten zu können. AMD gab sich vor dem Launch selbstbewusst und hat ganz klar verlauten lassen, dass man mit Zen 5 schneller als die Konkurrenz (in Form von Raptor Lake) sein wird, entsprechend gespannt haben wir auf die Test-Samples gewartet. Allerdings gestand AMD sich ein, nicht mit Ryzen 7000X3D mithalten zu können (Ryzen 9 7950X3D, 7900X3D und Ryzen 7 7800X3D), hat dies jedoch "nur" auf die Gaming-Leistung bezogen.
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Quelle: AMD
AMD Ryzen 9000 Übersicht, mit den bekannten Daten und Fakten.
Doch es kam alles anders, wie Sie längst wissen: AMD hat am 24.07.2024 erklärt, dass der Launch von Ryzen 9000 verschoben werden muss. Laut AMD entsprach die erste Fuhre Samples, die auch schon an Großhändler ausgeliefert war, nicht den Qualitätsansprüchen des Unternehmens. Die genauen Gründe sind bis Redaktionsschluss nicht klar, doch wir vermuten, dass einige Modelle nicht ihr volles Leistungsspektrum abrufen konnten. Die neuen Release-Termine sind nun gestaffelt und gelten für Ryzen 9 9950X und 9900X am 15. August und für Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X am 8. August. Heute, praktisch 24 Stunden vor dem Verkaufsstart der ersten beiden Zen-5-CPUs, dürfen die ersten Tests online gehen, so auch unserer. Es sollte daher ein Leichtes für Sie sein, zu erraten, wann Sie mit dem zweiten großen Test-Artikel rechnen können.
Quelle: PCGH
Die Verpackungen entsprechen dem Vorgänger. Enthalten sind nur die CPUs, einen Boxed-Kühler suchen wir vergeblich.
Eine Frage an unsere PCGH-Leser an dieser Stelle: Wäre es Ihnen lieber, wenn Sie den Test zu den beiden Ryzen-9-Modellen einzig bezogen auf die beiden neuen Prozessoren formuliert lesen? Oder können Sie sich eher einen großen Test vorstellen, der noch einmal alle Ryzen-9000-Prozessoren vorstellt? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und lassen Sie es uns wissen. Doch jetzt wünschen wir Ihnen erst einmal viel Spaß beim Stöbern im Test zum Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X. Für diesen Artikel haben wir die letzten Monate umfangreiche Vorarbeit geleistet, Sie dürfen gespannt sein. Wir bedanken uns bei AMD für die Bereitstellung der Samples. Es gab außer dem Zeitpunkt des Launches des Testberichts keine Vorgaben von AMD.
AMD Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X: Architektur-Übersicht
Die neue Ryzen-9000-Generation wird von Zen 5 angetrieben, einem überarbeiteten Zen-4-Design, das bei Ryzen 7000 und 8000 zum Einsatz kommt. Insbesondere beim Front und Back End gibt es viele Fortschritte gegenüber Zen 4. So kann Zen 5 auf volles AVX512 setzen: AMD nennt die AVX-512-Einheit auch liebevoll "512-bit AI Datapath". Auch SMT hat eine Überarbeitung erhalten und setzt beim Arbeiten jetzt auf eine Dual Decode Pipeline. Es kommt so nicht mehr zu Interferenzen, wenn sich ein Kern-Thread und ein SMT-Thread (wie bisher) die gleiche Pipeline teilen müssen. Ausgebaut hat AMD zudem die neuen Zen-5c-Kerne. Diese sind, wie schon beim Vorgänger 4c, geringer getaktete, jedoch vollwertige Kerne. Im Desktop setzt Ryzen 9000 natürlich auf volle, bis zu 16 Zen-5-Kerne. Insgesamt bedeuten die Verbesserungen einen IPC-Anstieg von durchschnittlich 16 Prozent.
Quelle: AMD
Die sanfte Evolution von Zen 4 zu Zen 5. Weiterhin lässt AMD bei TSMC fertigen, jetzt im N4-Prozess, Zen 4 wurde dagegen in 5N gefertigt.
Neben der Zen-5-Architektur wächst auch die XDNA-2-Architektur des integrierten Neuralprozessors, der sogenannten NPU (Neural Processing Unit), im Vergleich zu XDNA deutlich in die Breite, was eine KI-Rechenleistung von bis zu 50 TOPS zur Folge hat. Aus vormals 20 KI-Recheneinheiten werden jetzt 32 KI-Recheneinheiten. Ryzen 9000 im Desktop verzichtet jedoch auf eine NPU. Alles in allem nutzt AMD eine um 27 Prozent gesteigerte Dichte für ein Viertel mehr Transistoren im Eldora-CCD von Ryzen 9000.
Quelle: AMD
Nein, leider setzt auch Zen 5 nicht auf ein 16-Core-CCX, das wird wohl erst mit Zen 6 kommen. Auch bei der IGP hat sich nichts verändert. Neu ist die Unterstützung von bis zu DDR5-5600-Speicher, der erweiterte L1-Cache und die doppelte SMT-Pipeline. Zen 5 löst die letzten "Bremsen", die Zen 4 hat.
AMD Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X: Technische Daten
Nun zur Übersicht der beiden Testkandidaten. Der Achtkerner Ryzen 7 9700X setzt auf insgesamt 16 Threads, die mit bis zu 5,5 GHz takten. Der All-Core-Boost beträgt je nach Last einige hundert Megahertz weniger. Die TDP hat AMD gegenüber dem Vorgänger Ryzen 7 7700X von 105 Watt deutlich auf 65 Watt gedrückt. Diesen interessanten Einschnitt beleuchten wir später genauer. Des Weiteren kann Zen 5 von einer erhöhten Speicherfreigabe von DDR5-5600 profitieren. Zen 4 hat an dieser Stelle auf DDR5-5200 gesetzt. Wie seit Ryzen 5000 gewohnt, können die acht Kerne im CCX auf insgesamt 32 MiByte L3-Cache zugreifen. Auch Ryzen 5 9600X setzt auf eine TDP von 65 Watt, obwohl der Vorgänger 105 Watt bot. Die Taktfrequenzen bewegen sich bis in den Bereich von 5,4 GHz und es werden ebenfalls DDR5-5600 unterstützt. Den sechs Kernen stehen 32 MiByte L3-Cache zur Verfügung.
Quelle: AMD
Auch wenn AMD etwas anderes behauptet: Schon Ryzen 7000 hat DDR5-8000 unterstützt, was wir selbst bestätigen können. Neu ist dagegen tatsächlich der Curve Shaper, welcher eine Erweiterung des beliebten Curve Optimizers ist und das Realtime-Tuning des Arbeitsspeichers. AMD liefert zudem den JEDEC-Support für DDR5-5600, was "ab Werk" rund drei bis fünf Prozent Mehrperformance in Spielen gegenüber Zen 4 liefert.
Quelle: AMD
Der Curve Optimizer ist ein alter, sehr willkommener Bekannter und verhilft generell zu höherer Effizienz. Neu ist der Curve Shaper, eine Erweiterung des Optimizers. Dieser gibt dem Nutzer mehr Kontrolle darüber, wann die Spannungsreduktion (oder Erhöhung) greifen soll. Das dürfte einiges an Zeit kosten, sollte den Aufwand aber wert sein. Wir testen die Funktion im kommenden Tuning-Teil zu Ryzen 9000.
Beide Modelle liefern 24 PCI-E 5.0 Lanes zur freien Verfügung und bieten eine IGP, die auf RDNA 2 basiert. Diese ist mit 2 CUs (128 SP) größtenteils für den Office-Einsatz gedacht. Es wird darüber hinaus ECC und ein freier Multiplikator unterstützt, zudem liefert AMD mit Ryzen 9000 neue OC-Funktionen, wie den Curve Shaper und RAM-OC in Echtzeit. Die Tuning-Eigenschaften werden wir in einem gesonderten Artikel näher beleuchten. Auf eine NPU verzichtet Ryzen 9000 wie gesagt, doch diese könnten in Form neuer Zen-5-APUs durchaus wieder ihren Weg in den Desktop finden. Doch das ist ein Inhalt für einen anderen Test.
| CPU | Kerne | Takt (Basis/Boost) | RAM | TDP | Preis (Launch/Jetzt) |
|---|---|---|---|---|---|
| AMD Ryzen 9 9950X | 16c/32t | 4,30 / 5,70 GHz | DDR5-5600 | 170 Watt | 649 US-Dollar |
| AMD Ryzen 9 7950X | 16c/32t | 4,50 / 5,70 GHz | DDR5-5200 | 170 Watt | 699 US-Dollar ((jetzt: 479 Euro) |
| AMD Ryzen 9 9900X | 12c/24t | 4,40 / 5,60 GHz | DDR5-5600 | 120 Watt | 499 US-Dollar |
| AMD Ryzen 9 7900X | 12c/24t | 4,70 / 5,60 GHz | DDR5-5200 | 170 Watt | 549 US-Dollar (jetzt: 352 Euro) |
| AMD Ryzen 7 9700X | 8c/16t | 3,80 / 5,50 GHz | DDR5-5600 | 65 Watt | 359 US-Dollar (399 Euro) |
| AMD Ryzen 7 7700X | 8c/16t | 4,50 / 5,40 GHz | DDR5-5200 | 105 Watt | 399 US-Dollar (jetzt: 285 Euro) |
| AMD Ryzen 5 9600X | 6c/12t | 3,90 / 5,40 GHz | DDR5-5600 | 65 Watt | 279 US-Dollar (309 Euro) |
| AMD Ryzen 5 7600X | 6c/12t | 4,70 / 5,30 GHz | DDR5-5200 | 105 Watt | 299 US-Dollar (jetzt: 188 Euro) |
Anfänglich wurde berichtet, der IF-Takt läge bei 2,4 GHz für einen optimalen RAM-Takt von 7.200 MT/s. Das ist Unsinn. Ryzen 9000 setzt wie schon Ryzen 7000 auf einen IF-Takt von 2,0 GHz. Auch ist es uns nicht gelungen, mehr als 8.000 MT/s zu booten. Weitere Tests dazu finden später statt und sind auch mit dem besser selektierten Topmodell sinnvoller.
Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns ausschließlich mit der Leistung des Ryzen 7 9700X und des Ryzen 5 9600X. Dabei lassen wir die beiden Testkandidaten gegen 38 andere Modelle antreten, die alle neu für diesen Artikel eingemessen wurden. Selbstverständlich kommen dabei die neuesten Sicherheits-Updates als auch die Intel-Empfehlungen (Intel Default) zum Einsatz.

Der keine Schxxer wird recht warm obwohl auf die Schnelle optimiert. Mal schauen ob da noch was geht.
Läuft stabil und erreicht seine Leistung mit 1.1 Soc . und -20 allcore, mit der Freezer 36 werden im ITX System so dennoch 75 Grad erreicht.
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Bedenke, dass du, wenn du die Zahlen aus dem diesem Test hier nimmst (9700X/9600X Launch) ebenfalls alte Zahlen vergleichst.
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und da die Frames eben ohne partielles GPU limit dennoch gut 20 bzw 50% geringer bei den aktuellen CPUs
und das game nun mal auch da noch gut skaliert
14700k hat seit März ~50% verloren
7800x3d hat ~20% verloren
5800x3d aber nur 1% ?!?
Ihr schreibt aktuell “Maximal mögliche Details im CPU-Limit” oder wie Du schreibst “Wir testen alle CPUs immer im CPU-Limit und maximalen Details für höchste CPU-Last.” das hört sich beides für mich danach an, das Ihr details runtersetzt bis die GPU nicht mehr limiiert.
im Test vom März steht aber nur max details (nichts von im CPU Limit ) sowie “Die schnellsten CPUs sind selbst mit einer Geforce RTX 4090 partiell GPU-limitiert.”
und da die Frames eben ohne partielles GPU limit dennoch gut 20 bzw 50% geringer bei den aktuellen CPUs
und das game nun mal auch da noch gut skaliert
ob ich mit einem 14700k oder 5800x3d nun ohne GPU limit 115 Frames bekomme oder aber eben mit GPU limit
mit dem 14700k 160fps ist ein riesen unterschied in meinen Augen
Inzwischen auch eine andere Benchmarkszene wie hier im Video zu sehen (die man übrigens selbst nachstellen kann, man sollte sich aber penibel daran halten, was Laufweg und Kamerastellung angeht).
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] kann gar nicht offener sein was seine Benchmarks angeht, außer es selbst zu benchen...
Allerdings schließe ich mich TrueRomance an. Ich weiß es auch immer noch nicht so wirklich, was genau deine Kritik ist. Ich bin offen für Kritik, aber dann muss sie halt auch klar formuliert sein.