Die Branche spinnt: Der "verrückteste" April seit Langem? Ein Kommentar von Thilo Bayer
Der abgelaufene April dürfte einer der verrücktesten Monate seit Jahren oder gar Jahrzehnten gewesen sein. Ein paar Kostproben gefällig?
Was für ein April: Hätten Sie gedacht, dass es mal für Aufsehen sorgt, wenn eine vier Jahre alte CPU wiederaufgelegt werden könnte? Bitte nicht falsch verstehen, ich feiere AMD heute noch dafür, dass im April 2022 mit dem Ryzen 7 5800X3D die erste X3D-CPU erschien. Doch wenn diese CPU für den alten Sockel AM4 wirklich als Neuheit im Jahr 2026 herhalten muss, dann weiß man ungefähr, was die Stunde geschlagen. Immerhin gleicht AMD das mit der Monster-Cache-CPU Ryzen 9 9950X3D2 direkt wieder aus.
Woanders gibt es diesen Ausgleich nicht. Bisher unbestätigten Gerüchten zufolge hört die "neue" Nvidia-GPU der nächsten Monate auf den altbekannten Namen Geforce RTX 3060. Hier muss man sogar ins Jahr 2021 zurückreisen. Nicht zu vergessen: Der neue RAM-Standard HUDIMM, eine mögliche Antwort auf die Speicherkrise. Hier steht die Kosteneffizienz und nicht die Leistung im Vordergrund: Kein Wunder, wenn man nur noch einen One Sub-Channel mit einmal 32-Bit im Vergleich zu Standard-UDIMM mit 2 × 32-Bit hat. Wirklich feiern sollte man das nicht; manchmal ist "Fortschritt" auch einfach Rückschritt.
Aber ist alt immer schlecht? Mitnichten! Der C64 Ultimate (PCGH-Test) ist das beste Beispiel dafür, wie man Hardware aus den 80er-Jahren (meiner Kindheit) perfekt neu auflegt. Wenn es also schon kaum neue PC-Hardware gibt, dann zumindest gute Neuauflagen von Klassikern wie dem "Brotkasten". Und davon gab es zuletzt wirklich viele, wie den Sinclair ZX Spectrum.
Verrückter April auch bei Spielen
Auch bei Spielen gab es im April viele bemerkenswerte Aktivitäten. Gleich drei Spiele/DLCs sind Stunden vor der eigentlich geplanten Veröffentlichung kurzfristig verschoben worden. Darunter war das "Half-Life in Berlin", Industria 2, auf das viele Fans geduldig warten und das hoffentlich noch im April nachgereicht wird. Betroffen war auch 1492, ein inoffizielles Remake des Strategieklassikers Sid Meiers Colonization, das erst kurzfristig verschoben und dann genauso kurzfristig veröffentlicht wurde (dazu heute noch mehr). Noch ein Beispiel? Ubisoft Mainz verschob den ersten DLC für Anno 117 kurz vor Release wegen eines kritischen Bugs; wir sind gespannt, wie es kommende Woche weitergeht.
Und Stichwort Retro bei Spielen: Es gab gleich zwei Releases im April, hinter denen bekannte Entwickler stecken. Peter Molyneux will es mit Masters of Albion im Bereich God Game noch einmal wissen, Björn Pankratz (Ex-Piranha Bytes, Gothic, Risen, Elex) mit einem Dungeon Crawler namens Cralon. Beide Projekte sind bestenfalls als gemischter Erfolg zu werten. Immerhin ist Masters of Albion erst im Early Access, während Cralon ein finaler Release war.
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Sorry fürs OT. Überhaupt:
Aber wie sagte schon Deutschlands letzter Beschaffer absoluter Mehrheiten, Konrad Adenauer, als man ihn auf die fragwürdige Nachhaltigkeit seiner damaligen Reformen hinwies: "Müssen Sie die nächste Wahl gewinnen oder ich?" Top, das Motto gilt.
Der wird aber auch nicht rendern. Da mag der 270K+ evtl. auch gut sein - aber nicht für berufliches/professionelles Rendern. Für Leute, die privat ein bisschen mit 3D "rumspielen", aber programmieren und compilen, modden, zocken - ja, da tuts so ein kleiner Intel oder kleinerer AMD locker.
Aber für den professionellen Bereich: wer holt sich Software für ca. 20.000-30.000,- € (also 3D-Suite, Add Ons, Texturenpakete, Assets, Engines, Zusatzpakete wie Adobe After Effects) oder schließt da kostspielige monatliche Abos ab, aber arbeitet damit nur auf ner Homekiste für 1.000-1.500 €, wenn er das so professionell betreiben und damit seine Brötchen verdienen möchte? Niemand.
Wobei ich mich da immer noch Frage, wie sich da der 9950 X3D 2 im Vergleich zu TR's bzw. HEDT-/Workstation-CPU's mit Quadchannel-RAM schlägt.
Also das bezieht sich jetzt auf den Satz mit dem 270k+ und Rendern. Ja, natürlich sind das gute CPU's, genauso wie alle anderen, kleienren CPU's, aber ich sehe diese nicht beim profesionellen Rendern, industriellem CAD oder in dem Umfeld. Aber in Musik-DAW's z.B. schon.
Lange Rede, kurzer Sinn: wir sind uns einig, dass das eine Enthusiasten-CPU ist und da ist sie nunmal top.
Keine Ahnung, wenn das mit dem Globalismus nun wirklich nicht mehr so gut läuft und wir hier in Europa nur so kommunistische Schrumpfhirne (das habe ich gehört, ICH sage sowas natürlich NICHT) in den Regierungen haben, so als sozialistischen Einheitspartei (die keine Ahnung von Nichts haben und von Autonomie und Selbsterhaltungswille schon dreimal nicht), dann sind wir schlecht aufgestellt, für die Zukunft.
Und ob da mein PC dann 500 Euro mehr kostet oder es einen gibt oder nicht, das kann dann schnell ganz unwichtig werden. Kommt mir in etwas so vor wie das alte Rom vor den Fall, da saßen auch alle apathisch rum, von der eigenen Dummheit, Korruption und Degeneration völlig gelähmt, aber mit dem Bewußtsein, daß man doch die beste aller Zeiten habe und besser sei als die BARBAREN!
Auch Notebooks sind betroffen. Notebooks unter 500€ werden kaum noch angeboten. Und wenn, dann nur Hardware aus dem Jahr 2022 mit Speichermangel. Oder es gibt CPUs mit der Bezeichnung AMD Ryzen 7030U (oder so) und in Wirklichkeit sind das nur Zen3 Prozessoren. Wer ein halbwegs normales Notebook haben will (16GB DDR5/512GB SSD) muss mindestens 700€ berappen. Dafür gibt es dann Plastikbomber mit dünnen Displayscharnieren und mäßigen LCD Displays.