Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test: Die schnellste Desktop-CPU, die es jemals gegeben hat [Update]

Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition kommt nach Monaten der Spekulation auf den Markt. Wir haben den 16-Kern-Prozessor umfangreich getestet und klären nun die Frage aller Fragen: Ist Dual-3D-V-Cache die Lösung aller Probleme? Die Antwort ist leider nicht so einfach.

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Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test: Die schnellste Desktop-CPU, die es jemals gegeben hat
Quelle: PCGH

Aktualisierung vom 22.04.2026: Wie bereits angekündigt, ist der Ryzen 9 9950X3D2 heute in den Handel gestartet. Bisher sind die Listungen beim Preisvergleichspartner Geizhals überschaubar. Als Retailversion gibt es unter anderem bei Mindfactory ein Angebot zum UVP von 909,99 Euro. Als Tray gibt es noch gar kein Angebot. Außerhalb von Geizhals gibt es den 16-Kerner zum Beispiel bei Caseking. Weitere Angebote finden Sie im 9950X3D2-Artikel der Deals-Redaktion.

Zwei weitere Artikel befassen sich mit dem neuen Flaggschiff von AMD. Verpassen Sie nicht den Artikel AMD Ryzen 9 9950X3D2 vs. Ryzen 7 9850X3D: Worauf Spieler unbedingt achten sollten und natürlich Ryzen 9 9950X3D2 gegen Ryzen 9 9950X3D im Kampf der Könige: Wo Dual-Cache wirklich hilft.


Außergewöhnliche Entwicklungen auf dem CPU‑Markt sind selten. Einzelne Modelle prägen jedoch ganze Generationen. Ein frühes Beispiel ist der 1998 erschienene Intel Celeron 300A. Der Prozessor war aufgrund seines hohen Übertaktungspotenzials und des niedrigen Preises schnell zur Kult-CPU aufgestiegen. Fünf Jahre später folgt 2003 der Athlon 64 3000+, mit dem AMD erstmals 64-Bit im Consumer-Desktop etabliert. Der Schritt markiert einen grundlegenden technologischen Wandel. Nur drei Jahre danach reagiert Intel auf die Schwächen der Netburst-Architektur mit einem umfassenden Reset. Der Core 2 Duo E6600, besser bekannt unter Conroe, demonstriert, dass sich Leistung und Effizienz gleichermaßen steigern lassen. Intel war zurück. Im Jahr 2011 erscheint mit dem Core i5-2500K dann eine der populärsten Desktop-CPUs überhaupt. Vier Kerne, hohe Effizienz und starke Allroundleistung machen den Prozessor zu einem langjährigen Favoriten. In den folgenden Jahren bleibt es vergleichsweise ruhig. Wirklich prägende Neuentwicklungen, die den Markt spürbar verändern, bleiben zunächst aus.

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Erst 2022 setzt AMD mit dem Ryzen 7 5800X3D erneut einen markanten Impuls. Der stark vergrößerte L3-Cache rückt erstmals in den Mittelpunkt. AMD bezeichnet den Ansatz als 3D V-Cache. Dabei wurden zu den bestehenden 32 MiB L3-Cache weitere 64 MiB ergänzt, was den Kernen ermöglicht, auf insgesamt 96 MiB L3-Cache zurückzugreifen. Der Achtkerner bleibt bis heute eine ernst zu nehmende Alternative im Wettbewerb mit Intel und viele Spieler, welche die Zen-3-CPU nutzen, sehen gar keinen Anreiz, aufzurüsten. Mit dem rund zwei Jahre später erschienenen Ryzen 7 9800X3D hat AMD die zweite Generation des 3D V-Cache vorgestellt und vor allem thermische Gesichtspunkte verbessert. Spieler, die 3D V-Cache mit mehr als acht Kernen nutzen wollten, gingen jedoch lange Zeit leer aus. Das Warten darauf hat AMD selbst unnötig in die Länge gezogen, denn es gab in den Laboren tatsächlich lauffähige Prototypen von Ryzen 9 5900X3D und 5950X3D. Screenshots aus dieser Zeit bestätigen 3D V-Cache auf beiden CCDs zu je acht Kernen. Damals hieß es "Ryzen 9 5950X3D und 5900X3D hätten an den Start gehen können", doch das ist nie passiert.

AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test: Heute wird Geschichte geschrieben (1) Quelle: PCGH

Preis und Verfügbarkeit

AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition ist ab dem 22. April 2026 für 909,99 Euro (UVP) erhältlich.

Heute ist der 21. April im Jahr 2026, und wir schreiben wieder Geschichte. Denn jetzt fällt das weltweite Review-Embargo rund um den AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition. PCGH hat den Prozessor und die nötigen technischen Unterlagen im Rahmen einer Stillschweigevereinbarung von AMD vorab zum Testen erhalten. Inhaltliche Vorgaben seitens AMD gab es nicht. Neben dem regulären Standardtest folgen zwei weitere umfangreiche Specials, die zeitlich versetzt um 15:30 und 16:00 online gehen - Dranbleiben lohnt sich also. Dieser gestaffelte Ansatz ermöglicht es uns, den Ryzen 9 9950X3D2 aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und die Besonderheiten des Dual-CCD-Cache-Designs detailliert zu analysieren. Wir tauchen nun tief in die Materie ein und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Übersicht

Der Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition basiert auf der Zen-5-Architektur und richtet sich an Enthusiasten. AMD kombiniert 16 Kerne mit 32 Threads und nennt einen Basistakt von 4,3 GHz sowie Boosts bis zu 5,6 GHz. Die TDP liegt bei 200 Watt, womit der Prozessor klar auf leistungsstarke Kühlung ausgelegt ist. Gefertigt wird die CPU in 4 nm für die CCDs und 6 nm für den I/O-Die. Der Sockel bleibt AM5, kompatibel sind aktuelle Chipsätze von A620 bis X870E (UEFI-Update nötig). Offiziell unterstützt die CPU DDR5-5600 im Dual-Channel-Betrieb mit zwei Modulen, maximal lassen sich 256 GB installieren. Für Erweiterungskarten stehen 28 PCIe-5.0-Lanes bereit, davon 24 nutzbar. Trotz Fokus auf CPU-Leistung integriert AMD eine kleine RDNA-Grafikeinheit mit zwei Compute Units. Der Prozessor unterstützt Precision Boost Overdrive, Curve Optimizer und EXPO-Profile. Die Tjmax liegt bei 95 °C. Als Neuheit setzt der 9950X3D2 auf 3D V-Cache auf beiden CCDs und bietet damit insgesamt 192 MiB L3-Cache.

Ryzen 9 9950X3D2: Spezifikationen

Modell Ryzen 9 9950X3D2 Ryzen 9 9950X3D Ryzen 9 7950X3D Ryzen 7 9850X3D Ryzen 7 9800X3D Ryzen 7 7800X3D
Architektur Zen 5 Zen 5 Zen 4 Zen 5 Zen 5 Zen 4
Kerne 16 16 16 8 8 8
Threads 32 32 32 16 16 16
Basistakt 4,3 GHz 4,3 GHz 4,2 GHz 4,7 GHz 4,7 GHz 4,2 GHz
Boosttakt 5,6 GHz 5,7 GHz 5,7 GHz 5,6 GHz 5,2 GHz 5,0 GHz
Level-3-Cache 96 + 96 MiB 96 + 32 MiB 96 + 32 MiB 96 MiB 96 MiB 96 MiB
TDP 200 Watt 170 Watt 120 Watt 120 Watt 120 Watt 120 Watt

Die 2. Generation des 3D V-Cache

AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test: Heute wird Geschichte geschrieben (4) Quelle: AMD

AMDs Achtkerner, darunter vor allem Ryzen 7 5800X3D und 7800X3D, gelten als vergleichsweise schwer zu kühlen. Ursache ist der auf den Rechenkernen platzierte 3D V‑Cache. Der zusätzliche Cache liegt zwischen Silizium und Heatspreader, wodurch der Heatspreader keinen direkten thermischen Kontakt zu den CPU-Kernen erhält. Die Wärmeübertragung fällt entsprechend ungünstig aus. Mit der zweiten Generation der 3D‑V‑Cache‑Prozessoren hat AMD den Aufbau geändert. Der zusätzliche L3-Cache befindet sich nun unterhalb der Kerne. Dadurch rücken die CPU-Kerne näher an den Heatspreader heran, was den direkten Wärmetransport verbessert. Das spielt besonders beim neuen Ryzen 9 9950X3D2 eine große Rolle, denn AMD hat die TDP auf 200 Watt erhöht. Die TDP ist eine Information über die thermische Verlustleistung unter einem definierten Standard-Lastszenario, sie beschreibt jedoch nicht die tatsächliche Leistungsaufnahme unter Last. AMD hat dafür eine weitere Variable, genannt Package Power Tracking (PPT). Diese liegt beim 9950X3D2 bei sehr hohen 270 Watt. Jetzt wird auch klar, warum AMD eine Wasserkühlung für den 16-Kerner empfiehlt. Die PPT beim Ryzen 9 9950X3D liegt bei "nur" 200 Watt.

Nicht 192 MiB L3-Cache, sondern 2 × 96 MiB - ein wichtiger Unterschied

CPU-Z zeigt die Unterschiede zum Ryzen 9 9950X3D auf: einen 100 MHz geringeren Boosttakt und den Aufbau des L3-Cache. Letzterer wird von AMD selbstbewusst mit 192 MiByte ausgegeben, doch das ist eigentlich nicht richtig. Jedes CCD beinhaltet den regulären L3-Cache, der seit Zen 3 (Ryzen 5000) bei Desktop-Prozessoren 32 MiB beträgt, während der namensgebende 3D V-Cache eine zusätzliche Schicht mit 64 MiB beinhaltet. Diese stehen einem CCD mit bis zu acht Kernen jedoch exklusiv zu. Ein Ryzen 7 9850X3D etwa kommt so auf 96 MiB L3-Cache (64 + 32). CPU-Z zeigt in dem Fall die korrekte Schreibweise an: 2 × 96 MiB. Mit anderen Worten: Ein Ryzen 9 9950X3D2 ist praktisch ein Ryzen 7 9850X3D × 2. Um Verwechslungen mit dem 9950X3D zu vermeiden, hat AMD beim 9950X3D2 im Namen noch das "Dual Edition" ergänzt.

AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test: Heute wird Geschichte geschrieben (1) Quelle: AMD

Fokus auf Content Creator, nicht Gamer

Es gibt ansonsten keine technischen Änderungen. Es bleibt bei der Zen-5-Architektur, es bleibt bei der maximalen Speicher-Kompatibilität von DDR5-5600 mit zwei Riegeln und DDR5-3600 bei Vollbestückung (max. 256 GiB) und bei 24 nutzbaren PCI-Express-5.0-Lanes. Der einzig markante Unterschied ist tatsächlich "nur" der zusätzliche L3-Cache auf dem zweiten CCD. Doch dieser hat es laut AMD in sich. Bei der sechsminütigen Video-Ankündigung des Ryzen 9 9950X3D2 war besonders spannend, dass AMD mit keiner Silbe die Gaming-Leistung erwähnt hat. Stattdessen stellt man den Dual-Cache als nächste Evolutionsstufe des 3D V-Cache dar, als ersten Desktop-Prozessor mit 3D V-Cache auf beiden CCDs. Wie oben beschrieben, stimmt das nicht ganz, wenn AMD in den Laboren bereits lauffähige Muster eines "Ryzen 9 5950X3D" betrieben hat. In einem Punkt hat AMD aber recht: Mehr Cache auf der CPU bedeutet eine deutliche Latenz-Reduktion für alles, was diesen Speicher adressieren kann. Rein logisch ist ein 9950X3D2 also immer dann schneller als ein 9950X3D, wenn die zusätzlichen 64 MiB L3-Cache auf dem zweiten CCD verwendet werden können. Da moderne Spiele gegenüber Anwendungen bei der Mehrkernauslastung immer noch in der Steinzeit hängen, sind meist nicht mehr als acht Kerne notwendig oder werden nur teilweise verwendet. Eine CPU, die nun mehr L3-Cache auf den "hinteren" Teil der Kerne verlegt, zieht keinen Vorteil daraus, wenn die Last vorrangig auf dem "vorderen" Teil liegt.

AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test: Heute wird Geschichte geschrieben (6) Quelle: AMD Anwendungen dagegen können problemlos alle Rechenwerke parallel auslasten. Laut AMD erzielt das Plus an Cache in Einzelfällen gar 63 Prozent Mehrleistung (siehe Press Deck weiter unten, Folie 7), doch der Median liegt eher zwischen drei und sieben Prozent. Auf dieser Folie, die jetzt erst zum Launch verfügbar ist, hat AMD noch ergänzt, dass die Gaming-Leistung im Durchschnitt der eines Ryzen 9 9950X3D entspricht. Ob das tatsächlich der Fall ist, klärt unser Test auf Seite 2 bei den Benchmarks. Aber selbst wenn eine Grafikengine dazu in der Lage wäre, die insgesamt 32 Threads auszulasten, gibt es nach wie vor ein Problem bei aktuellen Prozessoren mit zwei CCDs: die Latenz, die unweigerlich entsteht, wenn die Kerne miteinander kommunizieren müssen. Da dieses Thema beim 9950X3D2 eine besondere Rolle einnimmt, bringen wir dazu ein gesondertes Special live.

Die Sache mit dem Chipsatz-Treiber

Treue Leser erinnern sich an die Problematik mit dem Chipsatztreiber von AMD. Wir dröseln kurz auf, warum dieser Treiber beim Einsatz einer Dual-CCD-CPU sinnvoll ist: Da zwischen beiden CCDs eine Latenz entsteht, wenn die Kerne miteinander kommunizieren müssen, hatte AMD den genialen, aber teilweise schwer umsetzbaren Einfall, die Last beim Spielen einfach auf das erste CCD zu forcieren, während das zweite CCD "geparkt" wird. Erreicht wird das durch eine Kombination von mehreren Elementen: dem AMD Provisioning Package Service, dem AMD 3D V-Cache Performance Optimizer und der AMD Application Compatibility Database. Wichtig für die Erklärung ist der Provisioning Package Service, welcher bei der Erkennung eines "Spiels" durch das Betriebssystem das "langsamere" CCD parkt, bei einem Ryzen 9 9950X3D als Beispiel das zweite CCD, da sich der für Gaming wichtige 3D V-Cache auf dem ersten CCD befindet.

Was nun beim Einsatz einer CPU mit identischer L3-Cache-Menge auf beiden CCDs passiert, war in Vorbereitung der 9950X3D2-Tests eine der größten Fragen. Und wir möchten es an dieser Stelle kurz machen: Ein 9950X3D2 verhält sich beim Gaming exakt so wie ein 9950X3D:

Lastverteilung CCDs: 9950X3D vs. 9950X3D2

R9 9950X3D R9 9950X3D2

Das Vergleichsbild zeigt uns das geparkte zweite CCD, völlig unabhängig davon, wie viel L3-Cache sich darauf befindet. Die sonstigen Angaben zum Takt, der Temperatur und der übrigen Lastverteilung sollten mit Vorsicht genossen werden und sind ausdrücklich nicht Teil des Vergleichs zwischen beiden CPUs. Es geht hier nur um die Tatsache, dass das zweite CCD geparkt wird. Ein 9950X3D2 kann sich somit beim Gaming nicht anders verhalten als ein 9950X3D. Deshalb spricht AMD auch von der durchschnittlich gleichen Gaming-Performance. Man könnte auch sagen: Pfeifen Sie auf den Chipsatztreiber beim Einsatz des 9950X3D2. Es spielt keine Rolle, auf welchem CCD die Last liegt. Getestet haben wir alle Ryzen-Prozessoren aber selbstverständlich mit dem Treiber, denn die anderen Modelle sind durchaus darauf angewiesen, damit die Last korrekt verteilt wird.

Das offizielle Press Deck zum Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition

Tests und Benchmarks sind auch unser Stichwort. Denn jetzt verlassen wir endlich die Theorie und geben uns der spannenden Frage hin, was der Dual-Cache auf beiden CCDs tatsächlich im Alltag bringt. Mehr Leistung in Spielen und Anwendungen? Oder ein Latenz-Chaos? Auf der kommenden Seite erwarten Sie zahlreiche Benchmarks zu Spielen und Anwendungen.

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  1. Seite 1 Übersicht
  2. Seite 2 Benchmarks
  3. Seite 3 Effizienz und Fazit
    • Kommentare (239)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von KevinSimulinski Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von blautemple
        Wie gut dass Latenz und Bandbreite nicht zusammenhängen.
        Die große Latenz tritt nur beim Adressieren einer Page (1K) auf, wenn die Page erstmal geöffnet ist, können die Daten darin wesentlich schneller ausgelesen und per Burst transferiert werden, die Übertragung von Daten insgesamt ist quasi ein Mix aus Timings.

        Edit: wenn ich die Anzahl der Cycles und die dabei übertragenen Bytes betrachte, brauche ich weder Latenz noch Bandbreite, da sich beide aus den Cycles ergeben:

        Latenz aus der Anzahl der Cycles je Vorgang
        Bandbreite aus der Anzahl der Cycles multipliziert mit der Anzahl der Bytes je Cycle

        Die Länge eines Cycles errechnet sich aus 1 geteilt durch die jeweilige Taktfrequenz.
      • Von KevinSimulinski Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von blautemple
        Wie gut dass Latenz und Bandbreite nicht zusammenhängen.
        Die große Latenz tritt nur beim Adressieren einer Page (1K) auf, wenn die Page erstmal geöffnet ist, können die Daten darin wesentlich schneller ausgelesen und per Burst transferiert werden, die Übertragung von Daten insgesamt ist quasi ein Mix aus Timings.

        Edit: wenn ich die Anzahl der Cycles und die dabei übertragenen Bytes betrachte, brauche ich weder Latenz noch Bandbreite, da sich beide aus den Cycles ergeben:

        Latenz aus der Anzahl der Cycles je Vorgang
        Bandbreite aus der Anzahl der Cycles multipliziert mit der Anzahl der Bytes je Cycle

        Die Länge eines Cycles errechnet sich aus 1 geteilt durch die jeweilige Taktfrequenz.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von KevinSimulinski
        sonst würde die Übertragungsleistung von 80 GB/s schwer zustande kommen.
        Wie gut dass Latenz und Bandbreite nicht zusammenhängen.
      • Von KevinSimulinski Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von blautemple
        das ist die Latenz die vergeht bevor der Arbeitsspeicher die nächste Aktion durchführen kann. Das ist nicht die Latenz zwischen CPU und Ram.
        Korrekt, aber wieviel kommt dann noch durch Adresse senden und Daten empfangen via Core + IOD dazu?
        Kann mir nicht vorstellen, dass da permanent 80 ns zusammenkommen, sonst würde die Übertragungsleistung von 80 GB/s schwer zustande kommen.

        Zitat von Darkearth27
        Ja aber er misst ja gar nicht die L3 Latenzen, sondern die Latenzen, die ein Kern braucht um mit dem anderen zu interagieren.
        Nach meinem Dafürhalten sind es die Latenzen, mit denen die Kerne mit dem RAM agieren.
        Ich finde nirgends einen Hinweis, dass Kerne miteinander agieren können, von Interrupts abgesehen.

        Jedenfalls können die Kerne nicht gegenseitig in ihre Caches schreiben.
        Und der L3 kann nicht explizit durch Instruktionen beschrieben werden, da geht der Overflow vom L2 rein.
        Zumindest finde ich nirgends eine andere Darstellung.

        Der Punkt ist auch nicht die CMPXCHG Instruktion, sondern dass sie für die atomare Ausführung mit dem LOCK PREFIX versehen wird und dazu finde ich:

        In a multiprocessor environment, the LOCK# signal ensures that the processor has exclusive use of any shared memory while the signal is asserted.

        Und lt. Intel manual "8.1.4 Effects of a LOCK operation on Internal Processor Caches":
        Instead, it will modify the memory location internally and allow it’s cache coherency mechanism to ensure that the operation is carried out atomically. This operation is called “cache locking.” The cache coherency mechanism automatically prevents two or more processors that have cached the same area of memory from simultaneously modifying data in that area.

        Dieses Cache-Sperren geht, wenn das zweite CCD diesen RAM-Bereich gar nicht im Cache hat, recht flott, dauert, wie du auch sagst, über IOD mit FCLK gegen das andere CCD aber länger.

        Nur findet nach meiner Ansicht eben kein "Datenaustausch" zwischen den CCDs statt, sondern einfach ein Cache-Locking, das gemessen wird.

        Mein eigentliches Problem war aber die Aussage im Absatz "Die Sache mit dem Chipsatz-Treiber":

        Es geht hier nur um die Tatsache, dass das zweite CCD geparkt wird. Ein 9950X3D2 kann sich somit beim Gaming nicht anders verhalten als ein 9950X3D. Deshalb spricht AMD auch von der durchschnittlich gleichen Gaming-Performance. Man könnte auch sagen: Pfeifen Sie auf den Chipsatztreiber beim Einsatz des 9950X3D2. Es spielt keine Rolle, auf welchem CCD die Last liegt.

        Da sehe ich einen Widerspruch, weil das Parken des zweiten CCDs doch grad bei Games die Performance ggü. ungeparkt erhöht. Oder lese ich das falsch? Grad für Games wurde doch das Parken des Chipsatztreibers eingeführt.

        Und Windows - abgesehen von Server Editionen - kennt nativ keine CCDs, da würden die Threads doch zufallsmäßig auf die CCDs verteilt.

        Ich selbst kann das nicht beurteilen oder messen, da mein Prozi nur ein CCD hat.
        Kann mir daher auch wurscht sein, aber interessant wäre das Verhalten bei Games ohne das CCD-Parking trotzdem.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von KevinSimulinski
        Kann man überall nachlesen, z.B. bei Corsair:
        CL: CAS Latency. The number of cycles it takes between the processor asking for data from the memory and returning it.
        Und bei MEMCLK=3000 MHz -> 0,333 ns wären CL30 = 30 x 0,333 ns = 10 ns für das Auslesen im RAM.
        Die Latency beschreibt das Öffnen einer 1K Page, wenn die offen ist, geht's flotter, weil bereits alles eingelesen ist.
        Nein, das ist die Latenz die vergeht bevor der Arbeitsspeicher die nächste Aktion durchführen kann. Das ist nicht die Latenz zwischen CPU und Ram.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Dave
        Ich habe mich entschieden, den Meinungskasten in diesem Test zu entfernen. Der Grund ist einfach: Die aktuelle Diskussion im Internet trifft mich persönlich mehr, als ich erwartet hätte. Vieles davon basiert auf Missverständnissen und Annahmen, die meiner Arbeit und der der Redaktion nicht gerecht werden. Was mich dabei besonders trifft, ist, wie schnell Einschätzungen von außen als gegeben angenommen werden, ohne dass zuvor der direkte Austausch gesucht wird. Ich bin hier im Forum sehr aktiv, beantworte Nachrichten, erkläre unsere Testmethoden und versuche, so transparent wie möglich zu sein. Gerade deshalb hätte ich mir gewünscht, dass man zuerst das Gespräch sucht, bevor sich ein bestimmtes Bild festsetzt.

        Der Test des 9950X3D2 war mir persönlich wichtig. Ich habe mich wirklich auf diesen Launch gefreut, weil es etwas Besonderes ist. Solche CPU bleiben schließlich über Jahre spannend (man denke nur an den Ryzen 7 5800X3D). Umso frustrierender ist es, dass sich jetzt vieles nur noch um die Sampling-Situation dreht. Zumal das eine Entscheidung ist, die nicht bei uns liegt. Nach sieben Jahren im Amt sollte man meinen, man steckt so etwas einfach weg. Aber diesmal merke ich, dass es etwas mit mir macht. Wenn man viel Zeit, Energie und Herzblut in so einen Test steckt und dann sieht, wie darüber gesprochen wird, hinterlässt das Spuren.

        Ja, ich wäre auch frustriert gewesen, wenn wir kein Sample bekommen hätten. Aber mich hätte mein Ehrgeiz dann eher dazu angetrieben, mir auf anderem Weg ein Sample zu organisieren und einen noch größeren Test umzusetzen. In der nächsten Zeit werdet ihr weniger von mir lesen, denn meine Zeit und Energie werde ich vorerst in andere Projekte investieren. Ich komme wieder, sobald ich für mich den richtigen Fokus gefunden habe.
        Finde ich ganz ehrlich richtung schade. Lass diese Idioten doch reden. Von denen ist keiner mit Leidenschaft dabei.

        Ich weiß natürlich nicht was du so an post bekommen hast, aber mir schien es im Forum darum ruhig geworden zu sein.
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