Raptor Lake im Test: Fazit und Wertung
Quelle: PCGH
Seite 7:

Raptor Lake im Test: Fazit und Wertung

260
Test David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Jetzt kommen wir zur finalen Wertung. Wir haben Core i9-13900K, Core i7-13700K und Core i5-13600K abgeschnitten? Lohnt sich ein Kauf? Das klären wir im finalen Fazit.

Falls Sie nach dem Zen-4-Test auf diesen Artikel hier gewartet haben, um eine fundierte Wahl zu treffen, welcher Prozessor (zu Weihnachten) in Ihren PC wandert, dann haben Sie alles richtig gemacht. Wir können Ihnen ohne Umschweife sagen, dass Sie die maximale Performance aktuell in Form des Core i9-13900K finden. Es gibt zwar vereinzelt Spiele, wo ein Ryzen 7000 die Nase vorn hat, aber das Gros der Games läuft auf der Intel-CPU (deutlich) flotter. Beim Arbeiten spielen die 16 E-Cores ihren Vorteil voll aus, die prozentuale Leistung liegt knapp über den 32 Threads des Ryzen 9 7950X. Anspruchsvolle Spieler und Content Creator können auch zum Core i7-13700K greifen, der in Spielen nahezu gleichauf mit dem Topmodell und in Anwendungen nur etwa 16 Prozent langsamer rechnet. Ein i7 hat gegenüber dem i9 eine etwas niedrigere Leistungsaufnahme unter Last.

Falls Sie reiner PC-Spieler sind und den Raptor-Lake-Launch noch abgewartet haben, um Ihnen die Wahl zwischen einer AM5-Plattform, dem Ryzen 7 5800X3D und dem Core i5-13600K zu erleichtern, dann können Sie jetzt aus dem Vollen schöpfen. Der i5-Prozessor überflügelt den 3D-Prozessor in jeder Hinsicht, nur bezüglich der Spiele-Effizienz hat die AMD-CPU leicht die Nase vorn. Der i5 ist in Spielen jedoch auch schneller als jeder Zen-4-Prozessor. AMDs Ryzen 5 7600X liefert zwar mehr Fps pro Watt, ist dabei allerdings rund zehn Prozent langsamer in Spielen. Am Ende müssen Sie das mit Ihrem Geldbeutel klären und eines sollte Ihnen zudem bewusst sein: AMD wird seinen Sockel AM5 noch bis ins Jahr 2025 unterstützen. Dafür erhalten Sie stand jetzt zwar nicht die höchste Leistung, jedoch eine Aufrüstbarkeit, die Ihnen Intel aller Voraussicht nach nicht bieten kann.

Die 13. Core-Generation hat den PCGH-CPU-Index im Sturm erobert: Maximale Spiel- sowie Anwendungsleistung und im Falle des i5 hat Intel auch (endlich) seine Hausaufgaben bezüglich der Effizienz gemacht. Natürlich hat auch der Spezial-Benchmark zum Core i9-13900K gezeigt, dass es möglich ist, die CPU mit nur wenigen Handgriffen deutlich sparsamer zu gestalten. Das ist nach wie vor das Schöne an den K-Prozessoren: Sie können frei entscheiden, ob Sie daraus ein 6-GHz-Monster oder eine Effizienz-Granate machen. Der einzige Nachteil ist der "tote" Sockel 1700. Doch diesem "Opfer" müssen Sie sich als Interessent stellen, immerhin ist das schon seit vielen Jahren so und damit nichts Neues. Es ist zwar von Intel noch nicht bestätigt worden, aber ein Sockel-Wechsel mit der nächsten Generation Meteor Lake ist nur wahrscheinlich. Raptor Lake ist daher für alle eine gute Wahl, die nur alle 4-6 Jahre den PC auf Vordermann bringen und jetzt maximale Leistung wünschen.

Intel Raptor Lake im Test: Wertung

Prozessor Intel Core i9-13900K Intel Core i5-13600K Intel Core i7-13700K
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2810039 www.pcgh.de/preis/2810186 www.pcgh.de/preis/2810156
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 750,-/befriedigend Ca. € 400,-/gut Ca. € 540,-/gut
Für Mainboards mit … Sockel 1700 Sockel 1700 Sockel 1700
Codename Raptor Lake S Raptor Lake S Raptor Lake S
Anzahl Kerne/Threads 24c/32t 14c/20t 16c/24t
Basistakt (Turbo für alle und einen Kern) 3,00/2,20 GHz, (5,5/4,3-5,8/4,3 GHz) 3,50/2,60 GHz, (5,1/3,9-5,1/3,9 GHz) 3,40/2,50 GHz, (5,3/4,2-5,4/4,2 GHz)
L1-Cache (Daten/Befehle, je Kern) 48 + 32 KiByte/32 + 64 KiByte 48 + 32 KiByte/32 + 64 KiByte 48 + 32 KiByte/32 + 64 KiByte
L2-Cache (je Kern)/LLC (gesamt) 2.048 + 4.096 KiByte/36 MiByte 2.048 + 4.096 KiByte/24 MiByte 2.048 + 4.096 KiByte/30 MiByte
Heatspreader, Fertigung Metall (verlötet), Intel 7+ Metall (verlötet), Intel 7+ Metall (verlötet), Intel 7+
Ausstattung (20 % der Endnote) 1,57 1,57 1,57
Grafikeinheit Intel UHD 770 Intel UHD 770 Intel UHD 770
Befehlssätze und Erweiterungen (Auswahl) AES, AVX, AVX2, FMA3, bis SSE4.1, SSE4.2, VT-x, EM64T AES, AVX, AVX2, FMA3, bis SSE4.1, SSE4.2, VT-x, EM64T AES, AVX, AVX2, FMA3, bis SSE4.1, SSE4.2, VT-x, EM64T
Integrierte PCI-Express-Lanes 20× PCI-Express 5.0 20× PCI-Express 5.0 20× PCI-Express 5.0
Eigenschaften (20 % der Endnote) 4,18 1,87 3,37
Offener Multiplikator Ja Ja Ja
Speicherkanäle (und max. Geschwindigkeit) 2× DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 2× DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 2× DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1
ECC-Support Ja Ja Ja
TDP laut Hersteller 253 Watt 181 Watt 253 Watt
TDP (Boost) 253 Watt 181 Watt 253 Watt
Leistungsaufnahme (Doom/Elden Ring/Spider-Man) 167,02/102,36/181,04 Watt 97,27/72,26/103,95 Watt 131,32/90,52/143,9 Watt
Leistungsaufnahme Spiele (Durchschnitt) 141 Watt 86 Watt 118 Watt
Leistungsaufnahme Anwendungen (Durchschnitt) 271 Watt 150 Watt 221 Watt
Effizienz Gesamt (Normiert) 63,4 % 85,3 % 70,2 %
Leistung (60 % der Endnote) 1,00 1,80 1,45
Spiele-Index 100 % 92,6 % 97,4 %
Anwendungs-Index 100 % 73,2 % 84 %
Endnote Wertung: 1,75 Wertung: 1,76 Wertung: 1,86

T-Rex oder Compsognathus? Was sagen Sie zu den neuen Raptor-Lake-Prozessoren von Intel? Wie immer freuen wir uns über Feedback. Hinterlassen Sie doch gerne einen Kommentar im Forum. Falls Sie noch nicht registriert sind, sollten Sie darüber nachdenken, ein Account im Computec-Netzwerk bringt viele Vorteile mit sich.

260
  1. Seite 1 Raptor Lake im Test: Übersicht
  2. Seite 2 Raptor Lake im Test: Raptor Cove Architektur
  3. Seite 3 Raptor Lake im Test: Benchmarks Spiele/Anwendungen - Teil 1
  4. Seite 4 Raptor Lake im Test: Benchmarks Spiele/Anwendungen - Teil 2
  5. Seite 5 Raptor Lake im Test: Effizienz, Fps pro Watt
  6. Seite 6 Raptor Lake im Test: Spezial-Benchmarks mit Core i9-13900K
  7. Seite 7 Raptor Lake im Test: Fazit und Wertung
    • Kommentare (260)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        i9-13900K grade geordert. Schönes Ding.
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        i9-13900K grade geordert. Schönes Ding.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] : Ok. Alles klar. Danke für die Erklärung.

        Zitat von PCGH_Dave
        Weil "höhere Effizienz" nicht "geringere Leistungsaufnahme" bedeutet, sondern "Leistung pro Watt".
        Ja das war mir klar...

        Zitat von PCGH_Dave
        Weil der 7700X mit der Radeon-GPU mehr Fps generiert und dabei sogar noch die Leistungsaufnahme sinkt, sind die Fps pro Watt, die nicht(!) normiert werden, etwas höher, als beim 13600K. Mit einer Geforce-GPU ist es genau andersherum, da hat der 13600K die Nase vorn.
        Daran hat´s wohl gelegen das ich das nicht ganz verstanden hatte.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von RyzA
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] :

        Warum schneidet der 13600K besser im Effizienz-Index ab als der 7700X, obwohl der 7700X weniger Strom verbraucht?
        Sowohl in Spielen als auch in Anwendungen?
        Bei den FPS/Watt ist der 7700X auch davor.

        Intel Raptor Lake im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz-Index
        Weil "höhere Effizienz" nicht "geringere Leistungsaufnahme" bedeutet, sondern "Leistung pro Watt".
        Hier mal die Daten im Direktvergleich:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Anno 1800 ist der Worst Case für den 7700X, aber dieser Wert wird am Ende nur mit etwas über acht Prozent in die Gesamtwertung gerechnet.

        Beachte zudem, dass der 7700X mithilfe einer Radeon-GPU im Hinblick auf Effizienz ordentlich zulegt (oben ist mit Geforce):

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Weil der 7700X mit der Radeon-GPU mehr Fps generiert und dabei sogar noch die Leistungsaufnahme sinkt, sind die Fps pro Watt, die nicht(!) normiert werden, etwas höher, als beim 13600K. Mit einer Geforce-GPU ist es genau andersherum, da hat der 13600K die Nase vorn.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Cleriker
        Ich denke mal, weil der Leistungsvorteil des 13600k im Spielemittel durch die krassen Differenzen in Anno, CP und GoW größer ist als der energetische Nachteil.
        Im Schnitt sind es nur 4%.

        Und wie gesagt liegt der 7700X im "FPS pro Watt" Index vor dem 13600K:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ich denke mal, weil der Leistungsvorteil des 13600k im Spielemittel durch die krassen Differenzen in Anno, CP und GoW größer ist als der energetische Nachteil.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk