Raptor Lake Next: Intels DDR4‑Refresh kommt wohl 2027
Intel plant laut Tom's Hardware neue CPUs für den Sockel LGA 1700, die als "Raptor Lake Next" in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen und DDR4 unterstützen sollen. Für Aufrüster heißt das: vorhandener DDR4‑Speicher bliebe nutzbar.
Wer noch ein DDR4‑System betreibt und vor den hohen DDR5‑Preisen zurückschreckt, wird bei diesem Gerücht aufhorchen. Statt eines erneuten Wechsels des Sockels stellt Intel offenbar einen längeren Atem für eine betagte Plattform in Aussicht und würde damit einem Muster folgen, welches AMD mit der Rückkehr des Ryzen 7 5800X3D gerade vorexerziert hat.
Raptor Lake Next soll DDR4 auf LGA 1700 am Leben halten
Intel bereitet einem Bericht von Tom's Hardware zufolge eine dritte Auflage von Raptor Lake-S vor, welche in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen soll. Die Chips sollen parallel zur kommenden Generation Nova Lake-S laufen, welche Intel wohl im Rahmen der CES 2027 einführen wird. Einen offiziellen Namen gibt es nicht; intern kursiert die Bezeichnung "Raptor Lake Next". Eine Stellungnahme lehnte Intel gegenüber Tom's Hardware ab, doch die Indizien gibt es schon lange
Raptor Lake Next: Zeitplan, Herkunft und Skepsis
Den Termin erste Jahreshälfte 2027 nennt Tom's Hardware nach Gesprächen auf der Computex, ohne offizielle Bestätigung durch Intel. Erstmals tauchte das Gerücht im April 2026 auf, als der für gewöhnlich zuverlässige Intel-Insider Jaykihn von einer Verlängerung des Sockels LGA 1700 mit DDR4-Arbeitsspeicher sprach.
Gestützt wird es durch Aussagen von Intel‑Manager Robert Hallock, wonach die CPUs auf Basis von Raptor Lake "reichlich vorhanden" bleiben sollen. Belastbar ist bislang nur wenig: bekannt sind nur der Arbeitstitel und ein grober Zeitrahmen.
DDR4 gegen die Speicherkrise: Deshalb bleibt LGA 1700 attraktiv
DDR4‑Systeme sind derzeit vor allem deshalb gefragt, weil DDR5‑Kits seit Sommer 2025 um mehrere Hundert Prozent teurer geworden sind. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht: AMD rechnet erst 2028 mit einer Rückkehr zu normalen Preisen, getrieben von der KI‑Nachfrage. Populäre 32‑GiB‑Kits mit DDR5‑6000 kosten hierzulande 400 bis 450 Euro, also 300 % mehr als im Sommer 2025.
Raptor Lake und Raptor Lake Refresh unterstützen offiziell bis zu DDR4‑3200 sowie DDR5‑5600 und arbeiten mit Mainboards der 600er‑ und 700er‑Chipsätze zusammen. Damit bleibt die Plattform für preisbewusste Aufrüster die günstigere Wahl, solange DDR5 knapp ist. Der DDR4-Bestand kann zudem weiterverwendet werden.
Vorbild AMD: Ryzen 7 5800X3D weist den Weg
AMD hat mit der Neuauflage des Ryzen 7 5800X3D bereits vorgemacht, wie sich eine DDR4‑Plattform im Speichermangel reaktivieren lässt. Der schnelle Achtkerner kehrt zum 10. Jubiläum des Sockels AM4 zurück und erscheint am 25. Juni 2026 für 350 US‑Dollar. Tom's Hardware hält einen vergleichbaren Schritt bei Intel für plausibel.
Bartlett Lake und Nova Lake: Intels zweigleisige Strategie
Bartlett Lake zeigt, dass Intel weiterhin Raptor‑Cove‑Silizium auf dem Prozess Intel 7 fertigt, bislang allerdings nur für Industrieanwendungen im Embedded-Segment. Das Spitzenmodell Core 9 273PQE (Test) bietet bis zu zwölf P‑Kerne, vier mehr als der Core i9‑14900K, verzichtet dabei aber komplett auf E‑Kerne.
Offiziell sind diese Chips nicht für Consumer‑Boards freigegeben, doch Bastler haben sie bereits auf 600er‑ und 700er‑Platinen zum Laufen gebracht. Parallel führt Intel mit Nova Lake die nächste Generation samt DDR5 ein, während "Raptor Lake Next" das DDR4‑Segment abdecken und Aufrüster adressieren würde.
DDR4‑Preise in Deutschland
Auch DDR4‑Speichermodule sind hierzulande deutlich teurer geworden, liegen im PCGH‑Preisvergleich von Geizhals aber weiterhin klar unter DDR5-Speicher. Der größte Spareffekt für deutsche Aufrüster bleibt die Weiternutzung vorhandener Module: Wer bereits eine DDR4‑Platine besitzt, umgeht den teuren Neukauf eines kompletten DDR5‑Unterbaus. Am Ende entscheidet der Preis über die Erfolgsaussichten.
Mitmachen und kommentieren
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich schon über Ihre Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie hingegen noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 YouTube oder 💬 WhatsApp und erhalten Sie Neuigkeiten zu CPUs, Grafikkarten und Gaming direkt in Ihrem Feed.
Quelle: Tom's Hardware

Und am Ende bekommen wir doch noch unseren i9 14850K mit 12 P-Kernen.
Es ist aber eh schade, dass etwa Meteor Lake nicht für 1700 kam. Ein in Intel 3 hergestellter Meteor Lake Refresh für den Desktop wär zumindest spannend
Mal sehen was da noch für den Sockel 1700 geplant ist von Intel.Von der Leistug her bin ich weiterhin mehr als zufrieden mit meinem System.