Raptor Lake im Test: Effizienz, Fps pro Watt
Wie hoch ist die Leistungsaufnahme von Intel Raptor Lake im Vergleich zu Alder Lake und Ryzen 7000? Wir zeigen Ihnen den Verbrauch in Spielen, Anwendungen und auch die interessanten Fps pro Watt.
In diesem Artikel
- Seite 1 Raptor Lake im Test: Übersicht
- Seite 2 Raptor Lake im Test: Raptor Cove Architektur
- Seite 3 Raptor Lake im Test: Benchmarks Spiele/Anwendungen - Teil 1
- Seite 4 Raptor Lake im Test: Benchmarks Spiele/Anwendungen - Teil 2
- Seite 5 Raptor Lake im Test: Effizienz, Fps pro Watt
- Seite 6 Raptor Lake im Test: Spezial-Benchmarks mit Core i9-13900K
- Seite 7 Raptor Lake im Test: Fazit und Wertung
- Seite 8 Bildergalerie
Package Power Tracking (PPT), Thermal Design Current (TDC) und Electrical Design Current (EDC) sind der Maßstab bei AMD-Prozessoren, welche die finale Leistungsaufnahme festlegen respektive als Grenzen fungieren. Bei Intel hingegen ist die Sache zwar nicht so kompliziert, doch auf mehrere Arten feingranular. Die CPU-Architekten aus Santa Clara geben auch eine TDP an. Dies beschreibt jedoch anders als beim Konkurrenten die dauerhafte Leistungsaufnahme, die unter Last anliegen soll. Der Chipriese nennt die TDP daher auch Processor Base Power, oder PL1 (Power Limit 1). Für den Turbo-Modus gelten dann andere Regeln. Die Maximum Turbo Power, oder auch PL2 konfiguriert Intel bei jeder CPU anders. Für den Zeitraum, den Intel "Tau" nennt, darf eine CPU das Power Limit 2 anlegen. Nach dieser Zeitspanne wird das Limit fest bei PL1 gesetzt. Die aktuellen Alder-Lake- und Raptor-Lake-Prozessoren (Core i-12000 und Core i-13000) bieten gegenüber den Vorgängern eine vereinfachte Boost-Mechanik. Die einzelnen Kerne verfügen über eine "bis zu" Angabe, die in der Regel für eine Belastung bis maximal zwei Kerne vorgesehen ist (Single-Core-Boost). Gerade für die K-Prozessoren gibt Intel großzügige PL2-Polster frei, die für solche Boosts genutzt werden, um die Leistung zu steigern. Leider halten sich die Mainboard-Hersteller oft nicht an diese Vorgaben und geben einfach ein unbegrenztes Limit frei, was die Prozessoren dazu verleitet, weit mehr als die angegebene TDP (=PL1) zu verbrauchen.
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Intel Raptor Lake im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz-Index
Den längsten Balken zu haben, ist das eine, doch dahinter steckt noch sehr viel mehr. Was nützen 250 Fps, wenn der Konkurrent 230 Fps bei höherer Effizienz liefert? Das haben wir auch im Rahmen unserer Messungen überprüft. Natürlich ist das Raptor-Cove-Design grundsätzlich effizienter gestaltet als die Golden-Cove-Kerne. Da wir die Prozessoren jedoch so testen, wie sie ab Werk bereitgestellt werden, ergeben sich interessante Unterschiede zu den direkten Vorgängern: Ein Core i5-13600K etwa ist mit 5,5 zu den 4,5 Fps pro Watt eines Core i5-12600K rund 22 Prozent effizienter unterwegs. Auf den durchschnittlichen Verbrauch in Spielen heruntergebrochen, genehmigt sich ein 13600K nur ein Watt mehr als ein 12600K, und das, obwohl sich die Anzahl der Kerne und die Taktfrequenzen insgesamt erhöht haben. Die Spiele-Effizienz liegt damit über der eines AMD Ryzen 7 7700X.
Schauen wir uns den Core i7-13700K an, dann holen wir kurz die MTP-Grenze von 253 Watt ins Gedächtnis, die wir bei der Vorstellung der CPU infrage gestellt haben. Gegenüber einem i7-12700K mit 3,9 Fps pro Watt liegt ein 13700K mit einem Wert von 4,4 nur knapp darüber. Das reicht dennoch, um den preislichen Konkurrenten AMD Ryzen 9 7900X in Schach zu halten. Mit 119 zu 112 Watt benötigt der 16-Kerner nur rund sieben Watt mehr Energie in Spielen als der Vorgänger. In Anwendungen dagegen haben wir unnötig hohe 225 Watt gemessen. Es liegt nahe, dass Intel unbedingt den Ryzen 9 7900X besiegen wollte und das ist ihnen auch ohne Zweifel gelungen, auch im prozentualen Effizienz-Vergleich. Leider macht das den Vielkerner für Spieler unattraktiver, in Cyberpunk 2077 haben wir einen Spitzenverbrauch von knapp 160 Watt gemessen. Ein i5-13600K ist nur fünf Prozent langsamer, erledigt diesen Job aber 30 Prozent sparsamer, auch ein 7900X benötigt, wenn es darauf ankommt, 24 Prozent weniger Energie. Wir empfinden es daher als schade, dass Intel auf "Teufel komm raus" beim 13700K dafür sorgt, dass der 16-Kerner zwar wenige Prozentpunkte schneller rechnet, doch dafür seine eigentlich gute Effizienz opfert. Diese CPU richtet sich an jene, die gerne mit den Power-Limits hantieren und eigenständig das Beste aus ihrer CPU herausholen.
Die ultimative TDP-Keule holt jedoch abermals das Topmodell heraus. Üblicherweise müssen für die letzten fünf Meter die größten Anstrengungen unternommen werden. Mit einem Wert von 3,4 liefert ein Core i9-13900K die geringsten Fps pro Watt im PCGH-Testparcours. Falls es Sie beruhigt: i9-12900K, i7-12700K, R9 5950X und R9 7950X sind ähnlich (in-)effizient. Mit durchschnittlich 148 Watt in Spielen sollten Sie dieser CPU einen leistungsfähigen Kühler zur Seite stellen. In Anwendungen, wie Cinebench oder Handbrake liegen nach einer Sekunde über 250 Watt an, der 24-Kerner weiß darum, seinen Boost vollständig zu nutzen.
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Warum schneidet der 13600K besser im Effizienz-Index ab als der 7700X, obwohl der 7700X weniger Strom verbraucht?
Sowohl in Spielen als auch in Anwendungen?
Bei den FPS/Watt ist der 7700X auch davor.
Intel Raptor Lake im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz-Index
Hier mal die Daten im Direktvergleich:
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Anno 1800 ist der Worst Case für den 7700X, aber dieser Wert wird am Ende nur mit etwas über acht Prozent in die Gesamtwertung gerechnet.
Beachte zudem, dass der 7700X mithilfe einer Radeon-GPU im Hinblick auf Effizienz ordentlich zulegt (oben ist mit Geforce):
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Weil der 7700X mit der Radeon-GPU mehr Fps generiert und dabei sogar noch die Leistungsaufnahme sinkt, sind die Fps pro Watt, die nicht(!) normiert werden, etwas höher, als beim 13600K. Mit einer Geforce-GPU ist es genau andersherum, da hat der 13600K die Nase vorn.
Und wie gesagt liegt der 7700X im "FPS pro Watt" Index vor dem 13600K:
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