Radeon RX 9070 GRE im Exklusiv-Test: Geheimtipp aus China oder Rohrkrepierer?
AMDs Radeon RX 9070 GRE im Exklusiv-Test: Was kann die Spezial-Grafikkarte aus China wirklich? Wir haben die "Great Radeon Edition" importiert und verraten, ob sie auch im Westen eine gute Ergänzung des AMD-Portfolios wäre.
In diesem Artikel
- Seite 1 Übersicht und Daten
- Seite 2 RDNA 4: Technik-Tauchgang
- Seite 3 Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 5 Pathtracing-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 6 Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster und Raytracing) und Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Falls Sie gerade an Ihren Sinnen zweifeln, obwohl Sie das Geschehen am Grafikkartenmarkt verfolgen: Sie haben keinen Launch verpasst - das heißt, keinen, der hierzulande stattfand. Bei der Radeon RX 9070 GRE handelt es sich um ein derzeit China-exklusives Modell, das die große Lücke zwischen der Radeon RX 9070 und Radeon RX 9060 XT schließt. Wir haben die Spezial-Grafikkarte aus Fernost importiert, um der Zeit ein wenig voraus zu sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass die RX 9070 GRE in einigen Monaten auch im Rest der Welt erscheint, ist laut unserer Einschätzung hoch. Vor knapp zwei Jahren, im chinesischen Jahr des Hasen, lief es ähnlich. Damals testeten wir die erste ihrer Art, die namensgebende "Golden Rabbit Edition", in Gestalt der Radeon RX 7900 GRE, welche ein halbes Jahr später auch hierzulande veröffentlicht wurde. Im Folgenden klären wir, ob das neue Modell eine gute Ergänzung des Portfolios darstellt oder nicht. Und falls die neue GRE - inoffiziell nun "Great Radeon Edition" genannt - doch nicht in den Westen kommt, wissen Sie dennoch Bescheid.
Darüber hinaus gibt es eine weitere Besonderheit: Der Test der Radeon RX 9070 GRE ist das erste Joint Venture aus Computerbase und PC Games Hardware. Wir testen folglich nicht nur die gleiche, sondern tatsächlich dieselbe Grafikkarte, was spannende und ergänzende Ergebnisse für alle Beteiligten mit sich bringt. Den Test der Kollegen lesen Sie bei Computerbase. Zusammen ergibt sich erstmals ein vollständiges Bild der Radeon RX 9070 GRE, zu der bislang nur wenige und zudem oberflächliche Tests existierten.
Radeon RX 9070 GRE: Übersicht
Wie eingangs erläutert, handelt es sich bei der Radeon RX 9070 GRE um eine Grafikkarte speziell für den chinesischen Markt, was sich unter anderem an der Verpackung mit entsprechenden Schriftzeichen ablesen lässt. Die darin zu findende Grafikkarte ist selbstverständlich aller Sprachen mächtig und funktioniert auch in westlichen PCs - gut für uns! Die Radeon RX 9070 GRE basiert auf der gleichen GPU wie ihre großen Geschwister, Navi 48, muss jedoch einige Federn lassen: Die aktiven FP32-Shader-Einheiten werden auf 3.072 reduziert, während das Speichersubsystem sogar noch deutlicher beschnitten wird. Caches, Datenbahnen und Speichermenge schrumpfen linear um 25 Prozent, einen geringeren Takt gibt es obendrauf. Auf diese Weise kann AMD auch GPUs verwenden, welche kleine Defekte in diesen Bereichen aufweisen, und einen niedrigeren Preis realisieren. Sehen wir uns die gesamte Spezifikation der Radeon RX 9070 GRE an; weitere Modelle finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | RX 9070 | RX 9070 GRE | RX 9060 XT 16GB | RTX 5070 | RTX 5060 Ti 16GB |
|---|---|---|---|---|---|
| Referenzkarte verfügbar? | Nein | Nein | Nein | Ja | Nein |
| Getestetes Modell | Sapphire Pulse | Sapphire Pulse Metal | Sapphire Pulse | Nvidia FE | Palit Infinity 3 |
| Marktstart | 06.03.2025 | Derzeit nur in China | 05.06.2025 | 05.03.2025 | 16.04.2025 |
| Architektur | RDNA 4 | RDNA 4 | RDNA 4 | RTX Blackwell | RTX Blackwell |
| GPU-Codename/Konfektion | Navi 48 XT | Navi 48 XL | Navi 44 XT | GB205-300 | GB206-300 |
| Chipgröße (Die) | 356,5 mm² | 356,5 mm² | 199 mm² | 263 mm² | 181 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 53,9 | 53,9 | 29,7 | 31,1 | 21,9 |
| Fertigungsverfahren (Foundry) | N4P (TSMC) | N4P (TSMC) | N4P (TSMC) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 3.584*/224/128 | 3.072*/192/96 | 2.048*/128/64 | 6.144/192/80 | 4.608/144/48 |
| Raytracing-Einheiten | 56 | 48 | 32 | 48 | 36 |
| Matrix-Einheiten („AI-Cores”) | 112 | 96 | 64 | 192 | 144 |
| Level-2-Cache (MiB) | 8 | 6 | 4 | 48 | 32 |
| Level-3-Cache (MiB) | 64 | 48 | 32 | – | – |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 2.630 | 2.910 | 3.110 | 2.800 | 2.720 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 75,4 | 71,5 | 51,0 | 34,4 | 25,1 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 37,7 | 35,8 | 25,5 | 34,4 | 25,1 |
| Füllrate (Gtex/Gpix pro Sek.) | 589,1/336,6 | 558,7/279,4 | 398,1/199,0 | 528,0/220,0 | 391,7/130,6 |
| Multi Frame Generation | Nein | Nein | Nein | Ja (bis zu 3 KI-Bilder) | Ja (bis zu 3 KI-Bilder) |
| Frame Generation für alle Spiele | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) |
| Speicheranbindung (Bit) | 256 | 192 | 128 | 192 | 128 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 20,1/10.072 | 18,0/9.000 | 20,0/10.008 | 28,0/14.001 | 28,0/14.001 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR7 | GDDR7 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 644 | 432 | 320 | 672 | 448 |
| Speicherkapazität (MiB) | 16.384 | 12.288 | 16.384 | 12.288 | 16.384 |
| PCI-Express-Anbindung | 5.0 ×16 | 5.0 ×16 | 5.0 ×16 | 5.0 ×16 | 5.0 ×8 |
| Stromanschlüsse | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol | 1× 8-Pol | 1× 16-/2× 8-Pol | 1× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme | 220 Watt | 220 Watt | 160 Watt | 250 Watt | 180 Watt |
| Display-Konnektivität | DP 2.1a, HDMI 2.1b | DP 2.1a, HDMI 2.1b | DP 2.1a, HDMI 2.1b | DP 2.1b, HDMI 2.1b | DP 2.1b, HDMI 2.1b |
| Video-Decoding | VP9/H.264/H.265/AV1 | VP9/H.264/H.265/AV1 | VP9/H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 |
| Video-Encoding | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns umfassend getesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die rechtlich abgesicherten Herstellerangaben liegen teils deutlich darunter. *ALUs mit Dual-Issue-Fertigkeit; angegeben ist der bestmögliche (doppelte) Durchsatz.
Vergleicht man die Radeon RX 9070 GRE mit der RX 9070, wirkt das China-Modell verschwenderisch: AMD spezifiziert beide Grafikkarten mit der gleichen Board-Power, obwohl die Hardware unterschiedlich ausfällt. Der Ersteindruck bessert sich beim Blick auf die Rechenleistung, denn das generöse Watt-Budget erlaubt es der 9070 GRE, deutlich höher zu boosten als die 9070. Mit den real erreichten Taktraten weist das größere Modell eine um lediglich 5,5 Prozent höhere Rechenleistung auf. Beim Speichersubsystem gibt es keine derartige Kompensation, hier unterliegt die Radeon RX 9070 GRE massiv. Was schwerer wiegt - die um 33 Prozent reduzierte Transferrate oder die um 25 Prozent gesenkte Kapazität -, klären wir sogleich in den Benchmarks. Immerhin: Die Rechenleistung der Radeon RX 9060 XT wird von der RX 9070 GRE um 40 Prozent überboten, was sich unmöglich durch Overclocking des kleinen Modells angleichen lässt. Die GRE füllt die Lücke somit erfolgreich, wildert jedoch näher an der RX 9070, was den Namen zunächst passend erscheinen lässt. Auf der nächsten Seite wagen wir einen aktualisierten Technik-Tauchgang rund um RDNA 4, gefolgt von den Rasterizing-, Raytracing- und Pathtracing-Benchmarks.
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Zumindest bei den 8GB Karten hat TPU das Gegenteil beobachtet
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Ist halt die Frage, unter welchen Testbedingungen TPU zu dieser Erkenntnis kam, ob sie sich von 8 GB auf andere VRAM-Größen übertragen lässt, und ob andere unabhängige Tests zu ähnlichen Ergebnissen kamen. Ich höre das so auf jeden Fall zum ersten Mal.
Die Vorteile einer 5070 gegenüber einer 9070 GRE sind doch offensichtlich, sinnloses Cherrypicking hin oder her. Natürlich profitiert man von ihnen - je nach präferierten Titeln und Einstellungen - mal mehr und mal weniger, aber im Zweifel gilt wie immer: Besser haben als brauchen. Eine bessere Speicherverwaltung bei 12 GB VRAM sowieso. Dass man persönlich für 'nen Fuffi darauf zu verzichten würde, mag ja sein, aber deswegen muss der Rest der Welt das ja nicht genauso sehen.
Es wurden als Beispiel PT-Games genannt (von Pu224) und ich habe kein Kirschenpflücken betrieben, sondern deshalb die letzten beiden großen Titel genommen die auch im Parcour sind, damit wir immer aktuelle Zahlen vergleichen können und daran aufgezeigt, dass der genannte Vorteil eben arg begrenzt ist.
Er liegt genaues dort, wo auch andere Karten schon genug FPS liefern um halbwegs ordentlich zu spielen.
Beispielsweise bei Spielen die schon ausreichend FPS bringen, aber man einfach mehr aus seinem 240Hz Display herausholen möchte. Klarer Punkt. Das verstehe ich durchaus. Auch Titel, wo man sich gerade so im Übergang zwischen spielbar und nicht spielbar befindet.
Ich für meinen Teil empfinde das aber als zu geringen Vorteil aktuell und das ist meine Meinung und kein Befehl an die Welt, so wie du das scheinbar empfunden hast. Der Beitrag von mir war sachlich und ohne Wertung, falls dir das entgangen ist in deiner "Beurteilung" dessen.
Schau mal:
Wir haben die genannten und von mir eingegrenzten Vorteile, die man sich mit 50€ höherer Investitionssummer erkauft. das kann einem gefallen oder nicht. Dazu gesellen sich aber zuletzt immer mehr Berichte und userthreads über Probleme mit den Treiben, die es bei RTX4000 so nicht gab in der Zahl und die ich vor der 5080 mit der 7900XTX auch nicht hatte. Oben drauf empfinde ich die Produktpolitik bei RTX5000 als nicht geil. das sind bessere 4000 Super Ti, in meinen Augen und hätten nicht für solche Preise erscheinen dürfen.
Das zusammen ergibt diese Wertung meinerseits und das kann doch jeder für sich selbst anders werten. Es ist doch nicht so, als müssten wir alle ein und der Gleichen Meinung sein. Also:
Zumindest bei den 8GB Karten hat TPU das Gegenteil beobachtet
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Wer seine Grafikarte entsprechend der verbauten GPU Leistung und VRAM Ausstattung sinnvoll nutzt , und je nach Geldbeutel für diese , die Grafik Einstellungen im Game anpasst kann flüssig Spass haben .
Die Meinung das viel Vram die Karte in etwa auf das Niveau eines nächst schnelleren Modell,s mit weniger Vram heben kann oder das die Karte Jahre länger ohne einbußen neue Games 60 FPS + packt kann man vergessen , wie PCGH Test,s immer wieder Faktisch zeigen .
Was dann schlimmer ist mit GPU seitig 30 - 40 FPS rumruckeln oder Artefakte und Bildfehler wegen fehlendem Vram ist egal .
Die Karte hat dann eben ausgedient .
Da war die RNDA2-GRE damals interessanter.
Nach der 4GB-6500XT-Legende kommt jetzt erst mal die 9070 ZERO.
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