Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
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Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz

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Die Radeon RX 9070 GRE ist ein reines Partner-Produkt, AMD veröffentlicht keine "Made by AMD"-Referenzkarte. Wir verwenden für die Messungen der Leistungsaufnahme und Effizienzberechnungen dieselbe Grafikkarte wie für die Benchmarks: eine Sapphire Radeon RX 9070 GRE Pulse Metal, welche wir manuell auf 220 Watt Boardpower setzen. Da wir nicht wissen, ob Sapphire das getestete Modell irgendwann nach Deutschland bringt, verzichten wir auf genauere Tests des Kühlsystems.

220 Watt inklusive Sicherheitspuffer erfordern zwei Strombuchsen, in diesem Fall zweimal 8-Pol. Quelle: PCGH 220 Watt inklusive Sicherheitspuffer erfordern zwei Strombuchsen, in diesem Fall zweimal 8-Pol.

Stromversorgung und Leistungsaufnahme

Die Einstiegshürde für Ihr Netzteil ist bei einer Radeon RX 9070 GRE relativ niedrig - und zudem identisch wie bei der Radeon RX 9070. Erforderlich sind zwei konventionelle 8-Pol-Stromstecker sowie eine dauerhafte Leistung von (mindestens) 220 Watt. Dieses Watt-Niveau wurde bereits vor über zehn Jahren mit damaligen High-End-Grafikkarten etabliert. Die Chance, dass Ihr altgedienter Stromwandler mit einer Radeon RX 9070 GRE, Geforce RTX 5070 oder vergleichbarer Grafikkarte zurechtkommt, ist somit hoch. Weitere Anhaltspunkte und Vergleichswerte liefert das folgende Video.

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Zeit für die Messungen der Leistungsaufnahme, landläufig bekannt als "Stromverbrauch". PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um Feinheiten optimal zu erfassen. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab, ohne dass die Infrastruktur einen bremsenden Einfluss hat. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Radeon RX 9070 GRE im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:

  RX 9070 RX 9070 GRE RX 9060 XT 16GB RTX 5070 RTX 5060 Ti 16GB
Leerlauf/Idle (UHD-Desktop) 7,5 – 8,0 Watt 7 – 8 Watt 6 – 7 Watt 10 – 14 Watt 12 – 13 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 8,0 – 8,5 Watt 8 – 9 Watt 7,5 – 9 Watt 14 – 16 Watt 14 – 15 Watt
Ultra-HD-Youtube-Video 20 – 27 Watt 24 – 29 Watt 16 – 18 Watt 13,5 – 15 Watt 15 – 16 Watt
Dual-Display + Video (max.) 43 Watt 35 Watt 19 Watt 26 Watt 17 Watt
Gaming (MAXIMUM) 225 Watt 224 Watt 168 Watt 263 Watt 184 Watt
Anno 1800 (FHD, 4× MSAA) 224 Watt 222 Watt 167 Watt 256 Watt 175 Watt
Control (WQHD, RT) 223 Watt 222 Watt 167 Watt 229 Watt 166 Watt
CP2077 (Full HD, Raster) 223 Watt 223 Watt 167 Watt 231 Watt 180 Watt
Metro Exodus EE (WQHD, RT) 223 Watt 222 Watt 167 Watt 262 Watt 183 Watt
Full-HD-Gaming @ 60-Fps-Limit 59 Watt 50 Watt 40 Watt 51 Watt 37 Watt
CS 2 (Full HD, 4× MSAA) 222 Watt 166 Watt
Dota 2 (FHD, 240-Fps-Limit) 79 Watt 76 Watt
Max. Energie über Slot (12V+3,3V) 1 Watt 9 Watt 40 Watt 47 Watt

Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate. Angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz (ohne VRR). *Nur mit 60 Hertz getestet.

Die Radeon RX 9070 & XT beendeten erstmals die langjährige Marotte aller Radeon-Grafikkarten, im Leerlauf unnötig viel Strom zu ziehen, und die Radeon RX 9070 GRE wandelt auf diesem wunderschönen Pfad. Wird ein Spiel gestartet, setzen RX-9000-Grafikkarten alles daran, möglichst hoch und lange zu boosten. Das ist ein normales Verhalten, im Vergleich mit Nvidia-GPUs sind AMD-Chips jedoch deutlich rigoroser und reizen ihr Power-Budget in nahezu allen Fällen aus. So kommt es, dass eine Radeon RX 9070 GRE sogar in Full HD/1080p fast immer ihre 220 Watt ausreizt und damit genauso viel Energie benötigt wie die schnellere Radeon RX 9070. Beide AMD-Grafikkarten überschreiten ihr Powerlimit in den power-intensivsten Spielen, Kurzzeit-Lastspitzen gehen sogar über 300 Watt. Über die Zeit gemittelt fallen dann rund 225 Watt an. Netzteile, die bislang mit dem Kaliber Radeon RX 6800 XT oder Geforce RTX 3080 klargekommen sind, haben hiermit keinerlei Probleme.

Energieeffizienz

Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Radeon RX 9070 GRE im Vergleich abschneidet:

Es kommt, wie es kommen musste: Da sowohl die Radeon RX 9070 als auch RX 9070 GRE mit 220 Watt arbeiten, unterliegt das Spezialmodell bei der Effizienz - da sie bei gleicher Energie langsamer arbeitet. Ein perfektes Vergleichsobjekt ist die Geforce RTX 5070, welche sich im Mittel über alle Spiele-Benchmarks ebenfalls 220 Watt genehmigt. Das Nvidia-Modell reiht sich zwischen dem Effizienz-Champion Radeon RX 9070 und der GRE-Variante ein. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:

Beim Raytracing muss die Radeon RX 9070 den Platz an der Sonne räumen, alle aktuellen Nvidia-Grafikkarten machen an Boden gut. Die Radeon RX 9070 GRE erreicht hier nur noch das Effizienzniveau der Radeon RX 9070 XT, welche knapp das Schlusslicht des RDNA-4-Portfolios bildet. Die Geforce RTX 5070 ist bei gleichem Strombedarf um 17 Prozent schneller, was die gezeigten Platzierungen ergibt.

Overclocking & Undervolting

Selbst die schnellste Grafikkarte lässt sich noch schneller und das effizienteste Modell noch effizienter machen, indem man die werkseitigen Sicherheitsreserven ausreizt. Aufgrund des sehr positiven Feedbacks bei vorigen Grafikkartentests optimieren wir auch die Radeon RX 9070 GRE in diverse Richtungen, aber Fokus auf Effizienzsteigerung. Dabei ist eine bereits erläuterte Erkenntnis wichtig: Eine 9070 GRE arbeitet beim Spielen stets im Powerlimit, sofern Sie kein sehr tiefes Framelimit setzen oder einen steinalten Prozessor verwenden. Powerlimit bedeutet, dass das gesetzte Energie-Budget den Takt und somit die Leistung hemmt. Undervolting ist in diesem Zustand sehr heilsam, da es die Ströme reduziert, sodass die GPU mit dem gegebenen Watt-Budget höher takten kann. Im Folgenden sehen Sie, welche Auswirkungen Undervolting und Änderungen der Boardpower (Leistungsaufnahme der gesamten Grafikkarte) im dominanten Powerlimit haben. Letzteres erreichen wir erneut mithilfe von Metro Exodus Enhanced Edition, einem wahren Watt-Worstcase.

Der Power-Regelbereich einer jeden RDNA-4-Grafikkarte beträgt -30 bis +10 Prozent und bezieht sich stets auf die gesamte Boardpower. Eine Grafikkarte mit werkseitigen 230 Watt - wie unsere Testkarte - lässt sich somit zwischen 161 und 253 Watt kalibrieren. Damit lässt sich eine Menge anstellen, wie die Beispiele beweisen. Wir erreichen mit maximaler Boardpower eine um acht Prozent höhere Leistung und somit auch Effizienz. In diesem Zustand rechnet die Radeon RX 9070 GRE um elf Prozent schneller als im Referenzzustand und kann somit der Radeon RX 9070 Paroli bieten. Falls Sie sich über das maue Overclocking-Ergebnis des Grafikspeichers wundern: Die Radeon RX 9070 GRE arbeitet standardmäßig mit 18 GT/s ("9.000 MHz"), alle anderen RDNA-4-Grafikkarten mit 20 GT/s. Auf der nächsten Seite werfen wir abschließend einen Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und ziehen ein Fazit.

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  1. Seite 1 Übersicht und Daten
  2. Seite 2 RDNA 4: Technik-Tauchgang
  3. Seite 3 Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
  4. Seite 4 Raytracing-Benchmarks und Leistungsindex
  5. Seite 5 Pathtracing-Benchmarks und Leistungsindex
  6. Seite 6 Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
  7. Seite 7 Preis-Leistung (Raster und Raytracing) und Fazit
    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Schade dass es die Karte derzeit nicht in D gibt. Wäre eine spannende Alternative in dem Preisbereich.
        Zitat von Olstyle
        Das Wissen scheint veraltet zu sein.
        Zumindest bei den 8GB Karten hat TPU das Gegenteil beobachtet

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Zitat von shaboo
        Zumindest Raff spricht im vorliegenden Test nach wie vor von "besserem Speichermanagement" bei Nvidia.

        Ist halt die Frage, unter welchen Testbedingungen TPU zu dieser Erkenntnis kam, ob sie sich von 8 GB auf andere VRAM-Größen übertragen lässt, und ob andere unabhängige Tests zu ähnlichen Ergebnissen kamen. Ich höre das so auf jeden Fall zum ersten Mal.
        Die Anzahl der Lanes spielt hier eine Rolle. Um das genauer zu prüfen, müsste man beide Karte auf die selbe Bandbreite setzen. Hab das kürzlich mal ausgewertet, generell scheint NV mit der Speicherverwaltung noch einen My effizienter zu sein. Wenn der Speicher dann abschließend aber nicht mehr reicht, ist die Karte mit mehr Lanes natürlich im Vorteil. Man müsste das mal sauber auswerten, die GRE eignet sich eigentlich ganz gut dafür.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Schade dass es die Karte derzeit nicht in D gibt. Wäre eine spannende Alternative in dem Preisbereich.
        Zitat von Olstyle
        Das Wissen scheint veraltet zu sein.
        Zumindest bei den 8GB Karten hat TPU das Gegenteil beobachtet

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Zitat von shaboo
        Zumindest Raff spricht im vorliegenden Test nach wie vor von "besserem Speichermanagement" bei Nvidia.

        Ist halt die Frage, unter welchen Testbedingungen TPU zu dieser Erkenntnis kam, ob sie sich von 8 GB auf andere VRAM-Größen übertragen lässt, und ob andere unabhängige Tests zu ähnlichen Ergebnissen kamen. Ich höre das so auf jeden Fall zum ersten Mal.
        Die Anzahl der Lanes spielt hier eine Rolle. Um das genauer zu prüfen, müsste man beide Karte auf die selbe Bandbreite setzen. Hab das kürzlich mal ausgewertet, generell scheint NV mit der Speicherverwaltung noch einen My effizienter zu sein. Wenn der Speicher dann abschließend aber nicht mehr reicht, ist die Karte mit mehr Lanes natürlich im Vorteil. Man müsste das mal sauber auswerten, die GRE eignet sich eigentlich ganz gut dafür.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von plusminus
        Was dann schlimmer ist mit GPU seitig 30 - 40 FPS rumruckeln oder Artefakte und Bildfehler wegen fehlendem Vram ist egal .
        Du erkennst die Quereinsteiger sofort, die erst in den letzten 10-20 Jahren durchgestartet sind mit PC-Gaming -- wir hatten ja damals nichts. (Spaß beiseite: Auf Konsole sind 30-40 Bilder jede einzelne Sekunde ja immer noch ein "akzeptierter" Standard -- und Doom knatterte mit seinem 35er-Lock genau in der Mitte. Aufm PC hingegen pushte Nvidia neulich kräftig die 1.000-Hz-Bildschirme. Denn hier ist noch was an Wachstumspotenzialen zu wecken).
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von shaboo
        Weil die Leute ja pausenlos nur Indiana Jones oder Doom spielen ...

        Die Vorteile einer 5070 gegenüber einer 9070 GRE sind doch offensichtlich, sinnloses Cherrypicking hin oder her. Natürlich profitiert man von ihnen - je nach präferierten Titeln und Einstellungen - mal mehr und mal weniger, aber im Zweifel gilt wie immer: Besser haben als brauchen. Eine bessere Speicherverwaltung bei 12 GB VRAM sowieso. Dass man persönlich für 'nen Fuffi darauf zu verzichten würde, mag ja sein, aber deswegen muss der Rest der Welt das ja nicht genauso sehen.
        Jetzt bleib mal locker und halt dich zurück mit deinen haltlosen Anschuldigungen!
        Es wurden als Beispiel PT-Games genannt (von Pu224) und ich habe kein Kirschenpflücken betrieben, sondern deshalb die letzten beiden großen Titel genommen die auch im Parcour sind, damit wir immer aktuelle Zahlen vergleichen können und daran aufgezeigt, dass der genannte Vorteil eben arg begrenzt ist.
        Er liegt genaues dort, wo auch andere Karten schon genug FPS liefern um halbwegs ordentlich zu spielen.
        Beispielsweise bei Spielen die schon ausreichend FPS bringen, aber man einfach mehr aus seinem 240Hz Display herausholen möchte. Klarer Punkt. Das verstehe ich durchaus. Auch Titel, wo man sich gerade so im Übergang zwischen spielbar und nicht spielbar befindet.

        Ich für meinen Teil empfinde das aber als zu geringen Vorteil aktuell und das ist meine Meinung und kein Befehl an die Welt, so wie du das scheinbar empfunden hast. Der Beitrag von mir war sachlich und ohne Wertung, falls dir das entgangen ist in deiner "Beurteilung" dessen.

        Schau mal:
        Wir haben die genannten und von mir eingegrenzten Vorteile, die man sich mit 50€ höherer Investitionssummer erkauft. das kann einem gefallen oder nicht. Dazu gesellen sich aber zuletzt immer mehr Berichte und userthreads über Probleme mit den Treiben, die es bei RTX4000 so nicht gab in der Zahl und die ich vor der 5080 mit der 7900XTX auch nicht hatte. Oben drauf empfinde ich die Produktpolitik bei RTX5000 als nicht geil. das sind bessere 4000 Super Ti, in meinen Augen und hätten nicht für solche Preise erscheinen dürfen.
        Das zusammen ergibt diese Wertung meinerseits und das kann doch jeder für sich selbst anders werten. Es ist doch nicht so, als müssten wir alle ein und der Gleichen Meinung sein. Also:
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Das Wissen scheint veraltet zu sein.
        Zumindest bei den 8GB Karten hat TPU das Gegenteil beobachtet

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Du meinst sicher das die Ideologie veraltet ist .

        Wer seine Grafikarte entsprechend der verbauten GPU Leistung und VRAM Ausstattung sinnvoll nutzt , und je nach Geldbeutel für diese , die Grafik Einstellungen im Game anpasst kann flüssig Spass haben .

        Die Meinung das viel Vram die Karte in etwa auf das Niveau eines nächst schnelleren Modell,s mit weniger Vram heben kann oder das die Karte Jahre länger ohne einbußen neue Games 60 FPS + packt kann man vergessen , wie PCGH Test,s immer wieder Faktisch zeigen .

        Was dann schlimmer ist mit GPU seitig 30 - 40 FPS rumruckeln oder Artefakte und Bildfehler wegen fehlendem Vram ist egal .

        Die Karte hat dann eben ausgedient .
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von MechUnit
        Mit jetzt noch 12 GB scheint sie auch eher was für den chinesischen Markt zu sein.

        Da war die RNDA2-GRE damals interessanter.
        Gemach, gemach!

        Nach der 4GB-6500XT-Legende kommt jetzt erst mal die 9070 ZERO.

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