Google Bard: Konkurrent zu ChatGPT patzt und sorgt für 100 Milliarden Dollar Wertverlust
Google möchte mit Bard in Konkurrenz zu ChatGPT von Open AI treten. Bei der Vorstellung des KI-Tools patzte Google jedoch und sorgte so für einen Sturz des Aktienkurses im Wert von 100 Milliarden US-Dollar.
Im Januar sorgte Microsoft für Aufsehen, als bekannt gegeben wurde, dass man mehrere Milliarden US-Dollar in Open AI, die Schöpfer hinter Chat GPT und Dall-E, investiert hat. Seit dieser Woche ist klar, dass die Technologie von Open AI in eine neue Version der Suchmaschine Bing integriert wird. Wer möchte, kann das neue Bing mit Open AI-Technik ausprobieren, indem man sich auf der Webseite bing.com/new auf einer Warteliste einträgt und dann von Microsoft als Tester freigeschaltet wird. Google hat die Aktivitäten zum KI-Tool in Alarmstimmung versetzt, sodass man den Konkurrenten Bard vorgestellt hat. Bei der Präsentation patzte das Tool zur Textgenerierung jedoch und sorgte so für ein Börsenchaos, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Google Bart verwechselt Weltraumteleskope
An der Wall Street verlor die Alphabet-Aktie infolge des Chatbot-Fehlers den Gegenwert von 100 Milliarden US-Dollar. Auf die Frage, welche Entdeckungen das James-Webb-Weltraumteleskop gemacht hat, zeigte Google Bard sein Unwissen. So behauptete die KI, dass das JWST die ersten Bilder eines Planeten außerhalb des Sonnensystems aufgenommen hätte, doch das ist eine Fake News. Tatsächlich gelang diese Aufnahmen eines Exoplaneten dem europäischen Very Large Telescope aus dem Jahr 2004. Peinlicherweise war der Fehler auch in der Demonstration von Bard im Google Blog am Montag, dem 06.02.2023, zu sehen. An der Börse sorgte die Nachricht über den KI-Fehler für einen Kurssturz des Google-Mutterkonzerns Alphabet.
Quelle: Google
Antwort von Google Bard auf die Frage, welche Entdeckungen das James-Webb-Weltraumteleskop gemacht hat.
Wie Google mittlerweile gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters eingeräumt hat, ist ein strenger Testprozess für die KI Bard erforderlich, um die Qualität der Antworten sicherzustellen. Noch lässt sich Google Bard nicht von der Öffentlichkeit testen, lediglich unternehmensintern läuft die Test-Phase. Konkurrent Microsoft ist dank Open AI schon weiter. Im Gegensatz zu Googles LaMDA-Technik setzt Open AI und ChatGPT auf das Large Language Model, das bereits seit 2019 mit Trainingsdatensätzen gefüttert wird. In der neuen Version Chat GPT-4 kommt gar ein Microsoft-Supercomputer mit 285.000 CPU-Kernen zum Einsatz, um Suchanfragen schneller beantworten zu können. In Verbindung mit Microsoft 365 können Abonnenten bereits das KI-Bilderstellungstool Dall-E im Microsoft Designer nutzen.
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Sammlung zum ChatGPT-Konkurrent Google Bard:
- Googles KI-Tool Bard legte einen Fehlstart hin, der dem Mutterkonzern Alphabet einen Wertverlust von 100 Milliarden US-Dollar an der Börse bescherte.
- Auf die Frage, welche Entdeckungen das James-Webb-Weltraumteleskop gemacht hat, behauptete die KI, dass das JWST die ersten Bilder eines Planeten außerhalb des Sonnensystems aufgenommen hätte.
- Tatsächlich war es jedoch das europäische Very Large Telescope aus dem Jahr 2004, das das erste Bild eines sogenannten Exoplaneten aufgenommen hatte.
- Noch lässt sich Google Bard nicht von der Öffentlichkeit testen. Im Gegensatz dazu steht der Konkurrent ChatGPT, welcher bereits genutzt werden kann. Zudem wird ChatGPT in den Google-Konkurrenten Microsoft Bing integriert.
Quelle: Reuters

